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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Auf dem Wasser

Wie gut, dass ich heute recht früh mit der Arbeit aufgehört hat, denn Staffan, mein Nachbar wollte heute das erste Mal dieses Jahr mit dem Boot zur Insel Bredskär fahren. Und ich konnte mit! Mit dem Auto fährt man keinen Kilometer zu der kleinen Bucht, wo die Boote ins Wasser gesetzt werden und ich war erstaunt, wie schnell so ein Boot, welches eben noch auf dem Hänger festgezurrt war im Wasser schwimmt. Ein Nachbar, der auch mit war, hat aber auch mitgeholfen, während ich gar nicht so genau wusste, wo ich jetzt mithelfen kann. Da habe ich halt fotografiert …

Im Boot fuhren wir in den kleinen Tunnel unter dem Näsuddsvägen hindurch und waren dann auf der Killingörviken, der Bucht, auf der vor zehn Tagen noch die Eisfischer saßen. Dann hat Staffan beschleunigt – erstaunlich, wie schnell so ein Boot sein kann – und außerhalb der Bucht haben wir uns Backbord gehalten. Staffan hat den Nachbarn auf einer anderen Insel abgesetzt und wir sind dann zu zweit zu seinem Bootssteg auf Bredskär gefahren. Die letzten zehn Meter haben etwas gedauert, denn am Ufer war das Eis noch ganz schön dick. Immer wieder hat Staffan das Boot zurückgesetzt, um es mit Schwung auf das Eis aufsetzten zu lassen, bis dann mit ein bisschen Geruckel das Eis unter dem Gewicht des Bootes gebrochen ist und wir über den Bug auf den Steg steigen konnten.

Das letzte Mal war Staffan vor zweieinhalb Wochen auf der Insel. Mit dem Schneeskooter! Dieses Jahr verschwand das Eis einfach besonders schnell.

Kurz danach kam ein Freund vorbei – der letzte Berufsfischer hier in Skelleftehamn – und wollte die letzten Meter übers Eis gehen. Dabei ist er dann prompt bis zur Hüfte im Eis eingebrochen und hat sich erst einmal wieder ins Boot zurückgezogen. Sein Hund schaute dabei interessiert zu.

Auf der Insel hat mit Staffan seine Stuga gezeigt. Selbst ohne die ganzen Nebengebäude ist das Sommerhaus um einiges größer als es meine Einzimmerwohnung in München war. Und total schön und gemütlich. Nach kurzem Aufenthalt sind wir dann zur Nachbarinsel übergesetzt, wo wir den Nachbarn „ausgesetzt“ haben und haben zusammen seinen Bootssteg wieder aufgebaut. Nach einer kleinen Runde mit dem Boot, um zu sehen, wo noch festes Eis ist, haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Und genau so schnell, wie das Boot ins Wasser gesetzt wurde, lag es auch wieder auf dem Bootsanhänger.

Jetzt ist es klar: Ich will ein Kajak! Jetzt! Sofort! Und einen Bootswagen, damit ich zu Fuß zum Ufer laufen und dort das Boot ins Wasser setzen kann. Gleich schaue ich mal bei Blocket, dem Internetgebrauchtmarkt, ob jemand hier in der Region etwas anbietet.

Nachtrag:

Jetzt ist auch ein kurzes Video vom Anlanden online.

Valborg

„Der Frühling ist da“ – So könnte ich eigentlich die letzten Artikel alle nennen. Ob ich das erste Mal Boot mitfahre, den ersten Marienkäfer oder die erste Wildblume sehe, das Eis auf dem Fluss aufbricht und verschwindet oder auch mein Fahrrad wieder Sommerreifen bekommen hat, alles handelt davon, dass der Winter vorbei ist und der Frühling beginnt.

Gestern wurde in Schweden Valborg gefeiert, die schwedische Version der Walpurgisnacht. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei ist das Valborgsbrasa, das Maifeuer, welches am Abend entzündet wird. Zwar ist es dann noch hell, aber so haben auch die vielen Kinder noch etwas davon. Sie springen hin und her, werfen kleine Zweige ins Feuer und schauen – wie die Erwachsenen auch – froh in die wärmenden Flammen.

Ich war um vier mit Freunden in der Stadt verabredet. Schon aus dem Bus in der Stadt konnte ich ein anderes Frühlingszeichen entdecken: Die Birken bekommen Blätter. Noch sind sie klein und zusammengefaltet, aber selbst dieser Hauch von Grün lässt die Natur weniger karg wirken.

Bei den Freunden wurde ich mit einem phantastischen Elchgeschnetzeltem verwöhnt. Um sechs sang draußen der Männerchor auf – man könnte sagen – einer öffentlichen Frühlingseröffnung. Alle Lieder handelten davon, den Frühling und den Mai zu begrüßen und der Redner ließ zum Schluss den Frühling hochleben. Daraufhin rufen alle „Hurra hurra hurra hurra“, denn in Schweden lässt man vier Mal hochleben.

Wir haben uns dann noch mit Freunden meiner Freunde getroffen und gemeinsam den Abend verbracht. Um halb neun haben wir uns das Feuer angeschaut, sind dann aber wieder ins Warme gegangen. Um kurz vor zwölf habe ich dann den Bus nach Hause genommen, denn nach fast acht Stunden schwedisch sprechen und verstehen versuchen bin ich einfach müde.

Nun warte ich noch auf mein letztes persönliches Winter-ist-vorbei-Zeichen: Dass auch der letzte Schneerest auf meinem Grundstück weg schmilzt. Aber es liegt im Schatten der Nachbarsgarage und hält sich hartnäckig. Aber in ein paar Tagen ist er verschwunden und ich kann darüber schreiben. Vielleicht nenne ich den Artikel dann „Der Frühling ist da“.

Ein Nachmittag – vier Jahreszeiten

Hier sind nicht die höchsten Berge Schwedens, nicht die längsten Sandstrände, nicht die wildesten Urwälder. Aber Abwechslung hat man genug. So hatte ich heute Nachmittag bei einem Querfeldeinspaziergang eigentlich Eindrücke aller Jahreszeiten, auch wenn die Fotos das nicht so deutlich herüberbringen:

Schnee / kein Schnee

Nur mal kurz zwischendurch: Gestern hat es den halben Tag bei knappen Plusgraden Schnee- und Graupelschauer gegeben. Und das im Mai! Bis Ende der Woche sollen die Höchsttemperaturen unter 10 Grad bleiben. Dafür ist heute aber trotz des kühlen und wolkigen Wetters der letzte Schneefleck im Garten weggetaut.

Fast ein Sommertag

Gestern war doof, aber ich bin ja auch selber schuld. Ich wollte „mal eben schnell“ ein Betriebssystemupdate machen. Dabei sollte ich wissen, dass es „mal eben schnell“ bei Computern nicht gibt. Ach bei Macs nicht. Jetzt läuft aber hoffentlich alles wieder (ja, ich meine Dich, windowserver!) und ich kann mal wieder etwas schreiben.

Heute morgen habe ich in meinem Wintergarten gefrühstückt. Selbst wenn draußen nur sieben Grad sind, ist es dort schon richtig warm. Immerhin geht die Sonne um zwanzig vor vier auf und hat Zeit, vorzuheizen. Zwei Spatzen haben sich wohl entschlossen, unter den Dachziegeln ein Nest zu bauen. Mir soll‘s recht sein, wenn sie danach die Wohnung besenrein übergeben. Hoffentlich lassen sie sich durch meine Anwesenheit nicht stören.

Nach dem Frühstück bin ich dann mit dem Auto sieben, acht Meilen nach Kusfors gefahren und habe Lasse besucht. Wir haben dann eine Rundtour in der dortigen Umgebung gemacht. Die erste Etappe war „Älgjägersfolkets Viste“, ein touristisch genutztes Gelände mit einigen sehr urigen Hütten und Koten sowie einer Schaukel, die nur aus Holz und Rentierleder zusammengesetzt ist.

Die nächste Etappe war das Naturreservat „Svansele Dammängar“. Lasse hat mir erklärt, dass es hier in der Region eine einmalige Art gibt, Heu auf Feuchtwiesen zu ernten, aber ich habe nicht alles verstanden. Mich erinnerten die Holzhütten ein bisschen ans Alpenvorland. Da sieht‘s ähnlich aus, bloß dass das Gras da bestimmt schon grüner ist.

Danach sind wir nach Gallejaur gefahren. Hier haben „drei alte Tanten“ gewohnt, die alle Gebäude im alten Stil bewahrt haben. Heute kann man sich das anschauen. Schön!

Zum Schluss waren wir noch an dem Anfangs- und Endpunkt der weltlängsten Seilbahn. Sie wurde bis in die achtziger Jahre benutzt, um Erz zu transportieren. Heute wird nur noch ein Teilstück betrieben, um Touristen herumzufahren. Die bekommen dann allerdings eine richtige Kabine und müssen nicht in den Erzkesseln hocken.

Alle diese touristischen Ziele haben eines gemeinsam: Wenn ich nächste Woche Besuch aus Deutschland bekomme, sind sie noch alle geschlossen. Wenn ich Mitte August wieder Besuch bekomme, sind sie schon wieder geschlossen.

Liebe Nordschweden: Ihr könnt vieles gut! Tourismus zählt aber mal überhaupt nicht dazu. Es gibt Länder, wo nicht alle Menschen gleichzeitig „semester“ – zu deutsch Urlaub – haben. Und diese Menschen kommen gerne auch im Mai und Juni, Ende August und sogar im September. Mit und ohne Kinder. Das heißt, sie kämen, wenn Ihr offen hättet. Und wenn ihr besser darin wärt, allen zu erzählen, wie schön es hier ist. Leider seid Ihr nämlich viel zu bescheiden, um auch nur einmal vorsichtig anzudeuten, dass es sich vielleicht lohnen könne, möglicherweise hierher zu kommen. Und so erfahre auch ich, der hier schon ein Jahr lebt, von den meisten Plätzen eher zufällig. Schade eigentlich!

So habe ich heute zwei Rollen eingenommen: Ich war Tourist und habe mir die schönen und interessanten Plätze angeschaut. Alles eher klein als pompös, aber durchaus lohnenswert. Und gleichzeitig haben Lasse und ich überlegt, wie man den Tourismus in Nordschweden stärken kann. Mal schauen, was ich in einigen Jahren beruflich so mache …

P.S.: Leider ist der windowserver wieder abgestürzt und hat so einiges mit sich gerissen. Da muss ich wohl mal morgen die Hardware testen. So‘n Schiet!

Sommerradeln

(So, schnell einen Artikel schreiben, eh der Rechner wieder abstürzt. Ich fürchte, ich brauche nach dreieinhalb Jahren Nutzung doch mal ein neues Laptop).

Der gestrige Tag war eigentlich viel zu schade, um zu arbeiten. Die Internetverbindung im Büro fand das auch und war den halben Tag nicht vorhanden. Gestern vor einer Woche hatten wir noch Schneeschauer, gestern hingegen Temperaturen bis 24 °C. Da macht das Fahrrad fahren richtig Spaß, zumal man mit den spikelosen Sommerreifen viel schneller von der Stelle kommt. Und auch der Waldweg zwischen Skelleftehamn und Ursviken ist wieder frei. Schon auf dem Hinweg habe ich mir die Jacke ausgezogen und bin im T-Shirt gefahren. Auf dem Rückweg brauchte ich in den Sandalen auch keine Strümpfe mehr und hatte sogar ausnahmsweise mal keinen Gegenwind. Da macht das Fahrrad fahren richtig Spaß. Habe ich schon geschrieben? Egal, das kann man ruhig zwei Mal schreiben.

Auch wieder aufgefallen sind mir einige Eigenarten des schwedischen Straßenverkehrs, die mir immer noch nicht ganz begreiflich sind. Aber ich habe eine wissenschaftliche Theorie. Aber darüber schreibe ich ein andermal.

Blumen im Garten

Nein, viel blüht nicht in meinem Garten, um den ich mich auch noch nicht groß gekümmert habe. Aber wenn man ein bisschen schaut, dann findet man doch ein paar Blümchen, die sich unter einem Busch, im Gras des Vorgartens oder auch vor der dornigen Hecke verstecken.

Der schwedische Hyperraum (SHR)

Ich habe mich lange gefragt, nach welchen Verkehrsregeln sich die Schweden auf kleinen Straßen und an kleinen Kreuzungen richten und zwar sowohl die Fußgänger, die Radfahrer und die Autofahrer. Die mir bekannten Verkehrsregeln schien keiner auch nur im mindesten zu befolgen. Und dennoch passiert nichts.

Ich habe jetzt eine quantenphysikalische Theorie entwickelt, die dieses Phänomen erklären könnte: Es gibt einen Schwedischen Hyperraum (SHR). Dieser Schwedische Hyperraum ist ein gekrümmter Extraraum, der ein wenig Extraplatz in der vierten Dimension unterbringt. Dieser Platz steht Verkehrsteilnehmern dann zur Verfügung. Aber nur unter bestimmten psychologischen Konditionen, die ich später erläutern werde.

Das ganze funktioniert so: Egal ob einfach auf der Straße oder an einer Kreuzung: Alle fahren im mäßigen Tempo aufeinander zu. Keiner weicht aus. Der Schwedische Hyperraum sorgt automatisch für den benötigten Extraplatz und verhindert so erfolgreich Kollisionen.

Damit das Ganze funktioniert, müssen allerdings alle Verkehrsteilnehmer verschiedene Bedingungen erfüllen:

1. Mäßiges Tempo fahren. Nicht umsonst gibt es das schwedische Wort lagom, welches in etwa „gerade recht“ bedeutet. Und so müsst Ihr auch fahren. Nicht zu schnell, das schafft der SHR nicht und nicht zu langsam, denn dann bricht der Hyperraum zusammen.

2. Nicht ausweichen. Auf keinen Fall darf man bewusst die Richtung ändern, um anderen auszuweichen. Ausweichen tut man nur Bäumen und Elchen. Wenn Du als Radfahrer links fährt, bleib dabei. Wenn Ihr zu siebt nebeneinander geht, bleibt dabei. Der SHR ist gekrümmt und Ihr kommt aneinander vorbei. Weicht nicht aus, denn dann bricht der Hyperraum zusammen.

3. Augenkontakt vermeiden Mir scheint, dass der SHR nur dann stabil ist, wenn man jeglichen Augenkontakt zu allen anderen Verkehrsteilnehmern vermeidet. Warum sollte man auch schauen, der SHR sorgt ja dafür, dass man problemlos aneinander vorbei kommt. Da mischt sich der Mensch lieber nicht ein. Also schaut auf keinen Fall einem anderen in die Augen, denn dann bricht der Hyperraum zusammen.

Für mich als Deutschen (und als jemand, der in München geradelt ist), ist es ganz schön schwierig, sich an diese Regeln zu erinnern, wenn alle auf Ihren gedachten Fahrlinien auf mich zulaufen, -radeln und -fahren. Und meistens werde ich doch langsamer, schaue jemanden an oder weiche doch aus und eiere irgendwie – verwunderte Blicke erntend – an den anderen vorbei. Und so brauche ich wohl noch ein bisschen Zeit, bis ich den Schwedischen Hyperraum akzeptiere und auch als Fahrradfahrer entspannt auf der linken Seite, ohne auszuweichen und ohne zu schauen, weiter meinem Ziel entgegen fahre.

Liebe Akademiker, hier besteht noch großer Forschungsbedarf:

  • Warum ist der SHR mit der menschlichen Aufmerksamkeit gekoppelt?
  • Gibt es Parallelen zum Buddhismus?
  • Schwingt das Gehirn in eigenen, der Meditation ähnlichen Sigma-Wellen?
  • Ist die Zimtschnecke in Wirklichkeit ein archaisches Modell des SHR?
  • Warum gibt es den SHR nicht in Deutschland? Sind es kosmische Strahlen oder nur die verminderte Corioliskraft?

Hier hat die Wissenschaft noch viel zu tun.

Besuch aus Bremen

Diese Woche sind meine Eltern aus Bremen zu Besuch. Sie sind zum ersten Mal hier und sehen alles das erste Mal. Und ich, für den hier vieles schon Alltag geworden ist, sehe mit Ihren Augen mit und merke wieder, wie schön es hier ist.

Und weil es gleich Frühstück gibt, schreibe ich gar nicht viel, sondern zeige einfach ein paar Bilder der letzten Tage.

Von Zitterpartie zum vollen Erfolg

Ein Gastbeitrag von meinen Eltern aus Bremen.

Freitag der 13.! Unser Taxi zum Bahnhof blieb schon an der ersten Ecke stehen, tuckerte dann mit Warnblinkleuchte zum Bahnhof. Dort war dann der Fahrstuhl defekt! In Göteborg sollten wir unsere Koffer vom Band nehmen – durch den Zoll – dann wieder einchecken. Alles kam, nur unsere Koffer nicht. Die Information bemühte sich, konnte aber auch nicht helfen. Wir zum Flieger, unsere Namen tönten schon durch die ganze Halle. Ein Flugzeug mit circa 150 Personen wartete auf zwei Schneiders. Unsere Koffer? Olaf würde uns mit Klamotten aushelfen müssen. Und so konnte ich das Erstaunen eines Herrn am Flughafen Skellefteå verstehen, als ich mit einem Jubel unsere nun doch durchgeleiteten Koffer begrüßte. Das ist aber nur die Vorgeschichte.

Wir hatten uns lange auf diese Reise gefreut – zu Olaf in Nordschweden. Nun waren wir da, und Olaf begrüßte uns am Flughafen. Spannung: Autofahrt nach Skelleftehamn, und wir waren am Ziel. Ein schönes Holzhaus in türkisgrün (Loriot würde es genauer definieren mit etwas türkisgrau oder grüngrau) mit weiß abgesetzten Fenstern und Türen, in einer Straße mit ähnlichen Häusern in ganz verschiedenen Farben.

Gespannt wie wir waren, ließen wir uns sofort durch Haus, Wintergarten und Grundstück führen. Sehr schön – hier kann man sich richtig wohlfühlen. Nach der anstrengenden Reise stärkten wir uns mit den ersten Kanelbullarn in Olafs Wintergarten. Lecker!

In Olafs allernächster Umgebung gibt es überall „Natur pur“. In ein paar Schritten ist man im Wald, es ist auch nicht viel weiter zu Seen und Ostsee. Phantastisch! In den Wäldern findet man überall Steine, von kleinen „Schmusesteinen“ bis zu riesigen Findlingen, von denen ich am Liebsten einen einpacken würde. Da Olaf jetzt ein Auto besitzt, kamen wir auch in die weitere Umgebung. Seit er hier wohnt, sehen wir im Fernsehen öfter Filme von Inga Lindström, genau so sieht es hier auch aus. Ich könnte immer weiter schwärmen; warum kommen eigentlich so selten Touristen hierher?

Lieber Olaf, Dir ganz lieben Dank für die Zeit, die Du für uns geopfert hast (Urlaub) und die vielen schönen Stellen, die wir kennenlernen durften. Und auch Dank für Deine Gastfreundschaft.

Wir haben uns hier vom Bremer „Rentnerstress“ gut erholen können. Es war eine ganz besonders schöne Zeit. Danke, danke, irgendwann kommen wir gern wieder!

Deine Wo + Ma.

Tristesse

Es regnet aus grauem Himmel, kein Lüftchen weht und man sieht große Pfützen, wenn man an dem Becher mit den vertrockneten Löwenzahnblüten vorbei auf die Straße schaut. Vor einigen Stunden sind meine Eltern in das Flugzeug nach Stockholm gestiegen und haben damit nach zehn wunderschön entspannten Tagen ihre Rückreise nach Bremen angetreten. Und ich bin alleine durch den Regen wieder zurück nach Skelleftehamn in mein nun stilles Haus gefahren.

Kaum zu glauben, dass wir heute morgen noch bei blauem Himmel im von der Sonne auf 25 Grad aufgeheizten Wintergarten gefrühstückt haben. Dass wir gestern noch einen herrlichen Spaziergang am Ursviksfjärden gemacht und lange auf einer Holzbank sitzend auf den breiten Fluss geschaut haben. Dass wir gestern am kleinen „Hausstrand“ waren und ich das erste Mal in der Ostsee gebadet habe – einige Sekunden oder so – und dann draußen beim Italiener versucht haben, die großen Pizzen zu bewältigen, während am klaren Himmel Wolken in die Höhe trieben. Es scheint schon so lange her.

Kaum zu glauben, dass wir erst vorgestern noch sieben, acht Meilen ins Inland nach Båtfors gefahren sind, wo ich von Freunden eingeladen war und meine Eltern gleich mit. Dass wir uns in einer lustigen Mixtur aus deutsch, englisch und schwedisch verständigt haben, während wir Unmengen von leckerstem Essen vertilgt haben. Dass wir erst kurz vor Mitternacht zu Hause in der Abenddämmerung – oder Morgendämmerung? – angekommen sind. Es scheint schon so lange her.

Kaum zu glauben, dass wir vor drei Tagen noch am Strand von Byske entlang spaziert sind und uns den frischen Wind um die Nase haben wehen lassen. Jetzt ist das Haus wieder groß und wartet auf neue Gäste. Und ich fahre morgen wieder zur Arbeit und schaue, ob ich noch programmieren kann.

Liebe Eltern, es war eine phantastische Zeit mit Euch und ich habe die entspannte, ruhige Atmosphäre genossen. „In der Eile sind Fehler“ sagt man in der Mongolei. Demnach hätten wir in den letzten anderthalb Wochen also alles richtig gemacht. Und so fühlt es sich auch an. Nach einer idealen Kombination aus Spaziergängen und Gesprächen, aus Ausflügen und Ausschlafen, aus Kött- und Kanelbullarn. Und einem kleinen Gläschen Rotwein am Abend.

Ich hoffe, dass Ihr gut nach Hause kommt. Denn Ihr müsst ja gut nach Hause kommen, damit Ihr wiederkommen könnt. Und darauf freue ich mich jetzt schon. Vielen Dank für die schöne, gemeinsame Zeit.

P.S.: Liebe Leser.

Ihr wollt wissen, wie viel wir gefahren sind? 53 Meilen, also fast nichts (530 Kilometer für die, die größere Zahlen lieber mögen).

Ihr wollt wissen, warum ich vertrockneten Löwenzahn in meiner Blümchentasse habe? Den habe ich geschenkt bekommen und mag ihn noch nicht wegwerfen. Er wird noch einige Tage auf meiner Fensterbank stehen bleiben dürfen.

Nachtrag: Das Foto von mir, auf dem im Ostseewasser planschend abgebildet bin, hat meine Mutter gemacht.

Alltag

Nachdem meine Eltern wieder nach Deutschland gefahren sind, hat sich hier wieder eine Art Alltag eingestellt. In Stichpunkten (da müde):

  • Es wird nicht mehr richtig dunkel. Die Abenddämmerung geht nahtlos in die Morgendämmerung über, ehe um zwanzig vor drei die Sonne aufgeht.
  • Das Leitungswasser muss weiterhin abgekocht werden. Man kann wohl Parasiten im Wasser erst nach dem Einbau von UV-Filtern mit Sicherheit ausschließen. Und das kann noch ein paar Monate dauern. Aber – man gewöhnt sich dran.
  • Mein Computer spinnt ziemlich, aber ein neuer ist bestellt. Der hat dann eine mit 750 GB eine größere Festplatte und ich habe wieder Platz für neue Fotos.
  • Das Spatzenpärchen ist unter meinem Dach wohnen geblieben. Ich glaube, sie sind noch am Brüten.
  • Ich werde diese Woche wohl komplett mit dem Bus fahren, da ich keine Lust habe, 18, 19 Kilometer gegen Windgeschwindigkeiten um 40 km/h zu radeln. Nennt mich ruhig faul, damit kann ich leben.
  • Heute war ich zum zweiten Mal in der Ostsee baden und bin nicht sofort wieder hinaus gesprungen. Lange im Wasser war ich aber dennoch nicht.

So, mehr schreibe ich jetzt nicht, dann ich bin müde. Ich war heute morgen um kurz nach halb sechs wach, also drei Stunden nach Sonnenaufgang.

Regen

Nach einer windigen, aber eher schönen Woche hat es heute Nachmittag angefangen zu tröpfeln, dann ein wenig zu nieseln, und dann zu regnen. Jetzt, abends um halb elf, pladdert es und es sind nur noch fünf Grad. Muss halt auch mal sein und die Pflanzen freuen sich. Obwohl die Sonne noch nicht untergegangen ist, ist es jetzt dunkler als es die letzten Tage mitten in der Nacht war.

Ich habe es mir nicht nehmen lassen, das Wochenende trotz des Regens mit einem Spaziergang in der Umgebung einzuläuten. Wenn es regnet, dann riecht alles so frisch. Und weil es so kühl ist, heizen einige mit Holz ein, das duftet dann so richtig gut nach Ofen und warmen Holz – wie in der Sauna.

Und auch wenn ich selber leider keinen Ofen habe, so ist mein Haus dennoch richtig gemütlich. Ich sitze warm und trocken und höre den dicken Regentropfen zu, die auf das Kunststoffdach des Wintergartens prasseln.

Zu den Fotos: Wie es so schön heißt: Der beste Fotoapparat ist der, den man dabei hat. Hier hatte ich nur das iPhone zur Hand, aber das hat sich tapfer geschlagen und bringt die Stimmung eigentlich ganz gut rüber.

Bergtour

Heute war ich mit einer Freundin auf dem Falkberget, einem Berg 2 km südwestlich vom Stadtzentrum Skellefteås. Liebe Münchner, lacht nicht, wenn ich Euch erzähle, dass der Berg (laut Karte) 147,2 Meter hoch ist. So ein „Hügel“ kann es natürlich nicht mit den Alpen aufnehmen, aber man kann es auch so sehen: Das direkte Umland Münchens ist flacher.

Und dieser Berg ist zumindest auf seiner Nordseite ganz schön schroff und nur durch klettern zu besteigen. Wir haben dann die Südroute genommen … . Von oben hatte man Blick auf ganz verschiedene Landschaftstypen: Schaut man auf dem von Granitfelsen geprägtem Berg in Richtung Norden, so hat man Blick auf den See Falkträsket mit seiner kleinen Badebucht und dahinter auf die Stadt. Schaut man in Richtung Süden, so sieht man Wald und noch mehr Wald. Und in Richtung Osten konnte man trotz des trüben Wetters die Ostsee sehen.

Falkberget hat zwar kein Gipfelkreuz, aber eine große Holzpyramide, die die höchste Stelle markiert. Wir haben uns einen Aussichtsplatz gesucht, heißen Tee getrunken und Kekse gegessen. Leider war es die ganze Zeit grau und hat es etwas geregnet. Und es war so windig und kalt, dass ich seit das erste Mal seit Monaten kalte Finger hatte.

Ich hoffe, dass das Wetter wieder besser wird, denn die nächsten zwei Wochen haben zwei röda dager (rote Tage = offizielle Feiertage) zu bieten. Viertagewochen sind doch etwas Herrliches. Da könnte ich mich dran gewöhnen.

Drei Tage

Montag

Nach der Arbeit gehe ich zu Freunden und Martin gibt mir die vierte Kochstunde. Wir machen Schweinefleisch mit Zwiebelsoße und Salzkartoffeln. Ich bekomme dann immer das Lob für das Essen, aber ohne die Anweisungen Martins wäre es nur ein Zehntel so gut.

Danach fahren wir zu mir und machen ein bisschen Musik. Martin singt und wir haben in zwei Wochen einen ersten kleinen Auftritt. Das Repertoire besteht aus verschiedenen schwedischen Liedern.

Dienstag

Am Abend fahre ich nach Ursviken zum Kanuklub, wo ich zu einem Schnupperkurs Kajak angemeldet bin. Leider lernen wir in der Zeit nicht mehr, als das man das Paddel locker mit beiden Händen hält und wie man einsteigt. Dann machen wir eine Drei-Kilometer-Tour flussaufwärts. Ich habe schon ein-, zweimal in einem Kajak gesessen und es ist schön, wieder auf dem Wasser zu sein. Nur das Kajak könnte ein bisschen größer sein, ich passe kaum herein.

Ich bin das erste Mal wirklich auf die blöden Parasiten im Wasser sauer. Ihretwegen hat nämlich das Hallenbad in Skelleftehamn geschlossen. Und deswegen kann der Verein dieses Jahr keinen Kajakkurs anbieten. Und draußen ist das Wasser noch zu kalt, um dauerhaft Übungen zu machen, bei denen man die halbe Zeit im Wasser hängt. Mist!

Mittwoch

Um zehn hatte ich einen Termin beim Finanzamt. Ich möchte parallel zu meinem Angestelltendasein auch selbständig arbeiten, hauptsächlich in den Bereichen Musik und eventuell Fotografie. Das ganze ist eigentlich recht einfach, aber ich war froh, eine geduldige Beraterin zu haben, die sich auch durch mein „Det förstår jag inte“ – das verstehe ich nicht nicht aus der Ruhe bringen konnte.

Mittags habe ich mich mit Martiné, Lasse, Jarkko und Mikael getroffen, mit denen ich im Februar den Winterschwimmwettbewerb in Finnland besucht habe. Wir haben über die „Föreningen för kylans och mörkrets glada vänner“ gesprochen, die sich zum Ziel gesetzt hat, besondere Konzepte, in denen die Kälte und Dunkelheit des Winters eine Rolle spielt zu entwickeln. Auf deutsch heißt der Verein in etwa „Verein für die frohen/fröhlichen Freunde von Kälte und Dunkelheit“.

Abends war ich zwei Stunden mit Rasenmähen beschäftigt. Unfassbar, wie das Gras in den knapp zwei Wochen seit dem letzten Mähen schon wieder gewachsen war. Drei gehäufte Schubkarren habe ich in den Wald gefahren, wo alle Bewohner einen gemeinsamen Kompostplatz haben. Ich mag es ja auch gerne, wenn das Gras länger ist, aber das mögen die Mücken auch. Der Rasenmäher und die Nachbarn hingegen weniger.

Als ich mit meiner Arbeit fertig war, ging die Arbeit im Hafen aber noch weiter. Dort liegt die Ocean Adventure, die in den nächsten zwei Tagen entladen wird. Einige Tage vorher hat das Unternehmen Kuusakoski Recycling knallrote Zettel in die Briefkästen geworfen, auf denen genau steht, was passiert und dass man willkommen ist, bei Fragen anzurufen.

Donnerstag

Heute ist frei. Wie schön. Deswegen zähle ich heute auch nicht zu den drei Tagen mit dazu.

Degeröberget

Heute war ich auf dem Degeröberget, knapp 4 km Luftlinie westlich von mir und habe mit meinem Makro (Tamron 90mm 1:2.8) fotografiert.

Wie immer gilt: Ein Klick auf ein Foto vergrößert es. Man kann vor- und zurückblättern, indem man auf die Pfeilsymbole klickt oder die Pfeiltasten der Tastatur benutzt.

Dann habe ich mein Standardobjektiv wieder draufgemacht, um einen Blick vom Berg auf den Fluss zu fotografieren. Da ich mein Weitwinkel nicht dabei hatte, habe ich acht Fotos gemacht, die Photoshop zu einem Panorama zusammengesetzt hat.

Noch zwei weitere Fotos, die auf dem Umweg nach Hause entstanden sind:

Aber dass der Trauermantel auf dem Degeröberget so schnell weggeflogen ist, nehme ich ihm immer noch ein bisschen übel. So ein schöner Schmetterling.

Sommernacht

Heute wollte ich um halb zwölf das Licht aus und die Augen zu machen und schaue noch mal kurz aus dem Fenster. Drei Minuten später sitze ich im Auto und fahre die kleine Straße zum nächsten See, um den Sonnenuntergang zu fotografieren. Jetzt ist es kurz vor zwei, ich sitze müde am neuen Rechner, und draußen ist es schon fast wieder hell.

Das Fotografieren war eine ziemlich nasse Angelegenheit, zumindest für mein linkes Bein. Ich bin nämlich mit der Neoprenwathose ein paar Schritte in den See gegangen, um dann festzustellen, dass das linke Hosenbein einen riesigen Riss unterhalb des Knies hat. Schade, so alt ist sie eigentlich noch gar nicht, aber zum Flicken ist der Riss wahrscheinlich zu groß.

O, schaurig ist’s, übers Moor zu gehn …

… schrieb Annette von Droste-Hülshoff 1841/42. Das sehe das allerdings etwas anders. Ich liebe diese Landschaften mit ihren eigenen Farben und dem schwankenden Boden. Und das glucksende Geräusch, das entsteht, wenn man seinen Stiefel wieder aus dem Schlamm zieht, kenne ich ja noch von verschiedenen Wattwanderungen an der Nordsee.

Als ich heute morgen gesehen habe, wie stürmisch es auch heute wieder ist, habe ich die Idee mit der Fahrradtour schnell wieder verworfen. Statt dessen habe ich mich heute Nachmittag ins Auto gesetzt und bin zu einem Gebiet etwa 8 km nordwestlich gefahren, welches in der Karte als Sankmark, also Sumpfgelände gekennzeichnet war. Und richtig, als ich sich der Wald öffnete und den Blick auf eine offene Fläche freigab, konnte man erkennen, dass es dort ziemlich nass aussah. Aber eine nasse Wiese macht ja noch kein Moor.

Ich bin kein Biologe, aber neben Wollgras, was sich überall wohlfühlt, wo es feucht ist, verbinde ich eine Pflanze speziell mit dem Moor, und das ist Sonnentau – eine fleischfressende Pflanze. Während man schon von weitem sah, wie das Wollgras vom Wind durchgepustet wurde, musste man für Sonnentau ein bisschen genauer schauen, da er bevorzugt direkt auf dem torfigen Schlamm wächst und auch nicht sonderlich groß ist. Leider war es durch den böigen Wind nicht einfach, zu fotografieren, aber ich will mich nicht beschweren, denn so gab es auch keine Mücken.

Wichtig war, dass die Kamera sauber und trocken blieb. Deshalb habe ich sie nach jedem Foto direkt wieder in ihre wasserdichte Kameratasche von Ortlieb zurück gepackt. Ich hingegen sah nach den Sonnentaufotos aus wie Sau, denn ich habe bis zum Knie im Schlamm gestanden. Als ich zu Hause war, habe ich die Klamotten erst mal mit dem Gartenschlauch abgespritzt, um sie vom gröbsten Dreck zu befreien. Und mich abends schön in die Badewanne gelegt.

Sommer

Und plötzlich ist es warm. 25 °C. Blauer Himmel. Alle essen draußen. Mittag oder Eis. Und sonnen sich. Von der Wasserfontäre weht ein bisschen feuchte Luft herüber. Und erfrischt.

Nur die Blaskapelle (NB: Wer hat bloß dieses Arrangement von Birdland verbrochen!) auf dem Marktplatz muss arbeiten. Ich nicht. Ich hole mir Sushi und setze mich zu den anderen an den Fluss.

Das vorherrschende heutige Thema: Früher Feierabend. Die Ostsee zum Baden habe ich nachher wahrscheinlich doch für mich allein. Selbst schuld, die anderen.

Entschuldigt die Bildqualität. Die Photos stammen vom iPhone und der Bildschirm im Büro kann so manches, aber keine Farben

Nachtrag:

Später stieg die Temperatur auf 27 °C und nur ein kleiner Regenschauer am Abend hat etwas abgekühlt, ehe es wieder aufklarte. Die Ostsee hat inzwischen 17 °C und ich fühle mich auch eine halbe Stunde nach dem Baden noch herrlich frisch.

Ryssvärme

Ryssvärme – So heißt das auf schwedisch, wenn von Russland warme kontinentale Luft nach Schweden gelangt. Und dann ist es plötzlich warm bis heiß. Skellefteå war gestern beim SMHI – dem schwedischen Wetterinstitut – mit 28.8 °C Maximum auf Platz vier von Schwedens wärmsten Orten. Auch heute Mittag waren es wieder über 25 Grad. Wir saßen barfuß draußen am Fluss und haben Lunch gegessen und es ist überhaupt nicht vorstellbar, dass vor dreieinhalb Monaten hier die Temperaturen unter -25 °C lagen.

Fährt man mit dem Rad von Skellefteå nach Skelleftehamn, dann kommt man fast sicher an einem Kiosk in Bergsbyn vorbei, der legendär für sein Softeis ist (Hier ist Eis immer Softeis, denn Italien ist weit weg) und zwar nicht nur für den Geschmack, sondern auch für die Portionen. Heute habe ich das erste Mal Eis gekauft und, obwohl ich von den großen Portionen schon gehört habe, dennoch leicht ungläubig gefragt, ob dies denn wirklich die kleine Waffel sei. Zum Softeis sucht man sich eine Soße oder Streusel aus, von eher traditionellen Dingen wie Erdbeersoße bis hin zu für Mitteleuropäer eher ungewohnten Zutaten wie Salmiaklakritzkrümel.

Ich habe mein Fahrrad erst einmal geschoben und Eis gegessen, Eis gegessen und Eis gegessen.

Gleich fahre ich an die Ostsee und springe ins Wasser, aber erst wenn ich das Softeis verdaut habe. Und das kann noch ein paar Minuten dauern …