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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Frühlingsanzeichen

Heute stehen die Zeichen eindeutig auf Frühling. Und es gibt viele Zeichen:

  • Gegen zwölf Uhr sind es acht Grad plus im Schatten, im Wintergarten sogar 22 °C
  • Ich laufe draußen das erste Mal wieder im T-Shirt durch den Wald
  • Ich sehe den ersten Schmetterling – einen kleinen Fuchs
  • Die Nachbarn wechseln auf Sommerreifen
  • Auf dem nassen Eis der nahen Bucht nutzen viele Eisfischer die vielleicht letzte Gelegenheit
  • Die Menschen sind nicht nur zum Schnee schippen und Hund ausführen draußen
  • Der Boden taut auf und weicht auf, an manchen Stellen ist es recht matschig
  • Viele Blätter sind tief in den Schnee geschmolzen, denn wenn sie von der Sonne bestrahlt werden, werden sie warm
  • Draußen knatterte es in der Straße und es war ein Mofa, kein Schneemobil
An manchen Stellen ist der Boden aufgeweichtEin Birkenblatt hat sich in den Schnee geschmolzen

Letztes Jahr war der Boden an den glattgeschliffenen Felsen schon praktisch schneefrei, doch dieses Jahr liegt noch viel Schnee. Auf den Skooterspuren kommt man zu Fuß ganz gut voran, daneben steht man schnell knietief im Schnee. Das erste Bild habe ich gestern vor einem Jahr aufgenommen, das zweite heute:

Gestern vor einem Jahr: Die Felsen sind schneefreiUm die Felsen herum liegt noch viel Schnee

Auch im Garten liegt noch ziemlich viel Schnee, selbst wenn der Zaun jeden Tag ein Stückchen mehr hervorguckt. Der Zaun vorne hat sich durch die festen Schneemassen von den Pfosten gelöst und sobald der Schnee dort weg ist, werde ich Hammer und Nägel in die Hand nehmen und den Zaun reparieren. (Ich und reparieren – Ha!)

Der Zaun hinten lugt aus dem Schneekaputter Zaun

Aber ich habe noch Glück gehabt. Denn gestern Abend, es waren immer noch Plusgrade, kamen bei einigen Häusern in der Straße Dachlawinen herunter. Bei einem Nachbarn haben sie sein mit soliden Eisenstreben aufgehängtes Vordach weggeknickt, bei einem anderen Nachbarn hat der Schnee den ziemlich dicken Pfosten vom Treppengeländer umgerissen. Da möchte ich nicht drunterstehen, wenn so ein dicker, großer Haufen vereister Altschnee vom Dach rutscht.

Jetzt ist wahrscheinlich kein Mensch mehr draußen, denn um 16:00 hat das zweite Hockeyfinalspiel Skellefteå vs Luleå begonnen.

Nachtrag: Zu dieser Zeit macht es keinen Spaß, nachts Auto zu fahren. Der Schnee auf der Straße, der sonst hell im Fernlicht leuchtete, ist weggetaut, und es dauert noch einen guten Monat, bis es nicht mehr dunkel wird.

Nachtrag: Ich habe noch einmal gemessen: Hinten im Garten liegen 65 cm Schnee, rechts neben dem Haus 80 cm. Mal schauen, wann das alles weg ist.

Querfeldeinspaziergang

„Tvärs-igenom-promenad“ På svenska

Efter förmiddagen var uppfyllt bl.a. med deklarationen och lagning av staketet som snön tryckte sönder, var jag ute några timmar i eftermiddag. Just nu är promenader tvärs igenom mark och skog amfibiska. Ibland går på torra sten, ibland genom knädjup snö, sen lämnar man ett djup spår i geggamojan. Och det är bara frågan om tid till man hitta den första djupa pöl, som glömmer sig under snön och – plask! – har man blöta fötter. Men det spelar ingen roll, det finns ju stöveltorkare.

På vakens is fanns fortfarande många isfiskare idag, men hundra meter längre bort var havet öppet. Kanske kan jag paddla kajak nästa helg.

Nachdem der Vormittag unter anderem der schwedischen Steuererklärung und der Reparatur des vom Schnee kaputtgedrückten Zaunes gedient hat, war ich heute Nachmittag noch einmal ein paar Stunden draußen. Zur Zeit sind Querfeldeinspaziergänge amphibisch. Teilweise läuft man über trockene Felsen, dann durch knietiefen Schnee, dann hinterlässt man tiefe Spuren im aufgeweichten Lehmboden. Und irgendwann lauert die erste Pfütze unter dem Schnee und – platsch! – ist Wasser in den Stiefeln. Das macht aber nichts, denn ich habe nicht nur eine Waschmaschine, die meine lehmige Hose wäscht, sondern auch einen Stiefeltrockner, der jetzt die Nässe aus den Gummistiefeln föhnt.

Auf der Buchteis saßen auch heute noch viele Eisfischer, aber keine hundert Meter weiter war das Meer schon offen. Vielleicht wird es nächstes Wochenende ja schon etwas mit dem Kajak fahren.

Eisfischer sitzen und liegen auf dem ufernahen Eis

Ein „Eispril“ windet sich durch das OstseeeisViele Bäche und Sumpfflächen sind schon offen

Abendspaziergang

Heute, am Himmelfahrtstag habe ich frei, es ist ein „Röd tag“, ein roter Tag im Kalender. Eigentlich wollte ich morgen frei nehmen, doch dann sah ich die Wetterprognose: drei bis vier Grad und Dauerregen. Aber gestern war es noch schön und ich habe nach der Arbeit einen langen Abendspaziergang gemacht. Hier einige Fotos von gestern:

SchneerestFast der ganze Schnee im Wald ist verschwunden. Aber in schattigen Plätzen liegen noch Schneereste. Die Wärme der ihn umgebenen Steine hat diesen Schneefleck in eine geometrische Form geschmolzen.

Zum Foto: Eigentlich eher ein quadratisches Motiv, eventuell schwarzweiß, denn viel Farbe ist eh nicht auf dem Bild. Aber in Blogartikeln mische ich nicht gerne.

BachstelzeEin Sommerhausbesitzer hat sich einen kleinen Hafen am Ufer gebaut. Davor liegen Steine und Felsen durcheinander. Auf einem der Steine hat sich eine Bachstelze niedergelassen.

Zum Foto: Hier hätte ich gerne ein richtig gutes Teleobjektiv gehabt. Zum einen wäre die Bachstelze bestimmt schärfer abgebildet worden, zum anderen hätte ich sie besser freistellen können so dass nur der Vogel scharf, aber der Hintergrund noch unschärfer wird.

LandzungeDer Snesviken ist eisfrei. Eine schmale Landzunge schiebt sich in den See und die Bäume spiegeln sich im Wasser.

Zum Foto: Hier habe ich direkt in die Sonne fotografiert. Um die Sonne herum ist das Foto ausgefressen, das Bild ist dort nur weiß. Zudem ist die Gegenlichtblende des Weitwinkels zu klein, um Reflexe wie den Regenbogen rechts unten im Bild zu verhindern. Daher technisch gesehen kein gutes Foto, aber ich mag das Motiv.

Sonne über dem SnesvikenNoch spiegelt sich der blaue Himmel im Snesviken und die Sonne strahlt, doch recht sieht man schon Wolken aufziehen.

Zum Foto: Wieder habe ich die Sonne mit im Bild und daher ähnliche Problemen wie im vorigen Foto. Mein Fehler ist letztendlich, dass ich zur falschen Zeit am Platz war. Einige Minuten nach Sonnenuntergang hätte ich nicht nur phantastisches Licht gehabt sondern auch angenehmere Kontraste.

Als ich auf dem Rückweg nach Hause war, zauberte die tiefe Sonne und die aufziehenden Wolken wunderbare Farben an den Nordwesthimmel. Dort wäre ich gerne am See Snesviken oder am Meer gewesen. Aber ich hatte kein Stativ dabei und als ich zu Hause angekommen bin, war der ganze Zauber wieder vorbei.

Aber ein schönes Motiv habe ich auf dem Weg noch gefunden, es ist mein Lieblingsbild von gestern und die Sonne durfte auch mit aufs Bild.

Moos im Abendlicht

Die Moosflecken leuchteten intensiv in der Abendsonne und bildeten einen starken Farbkontrast zu dem grauen, lehmigen Kiesboden, auf denen sie sprießen.

Zum Foto: Hier durfte das Makroobjektiv ran: 90mm ƒ2.8. Für das Foto habe ich flach auf dem Boden gelegen und sogar noch einen Stein ausgebuddelt, um die Kamera so tief auf den Boden zu bekommen. Kamera und Objektiv lagen auf, da brauchte ich auch kein Stativ. Aber Knieschützer hätte ich mir gewünscht.

Roadtrip nach Bodø

Dieser Artikel ist Teil der dreiteiligen Serie Bodø 2013.

Ich liebe spontane Aktionen! Und als am Freitag Martine angerufen hat, ob ich nicht mit ihr und ihren Gästen aus Australien das Wochenende nach Bodø fahren (und einen größeren Teil am Steuer sitzen) möchte, habe ich begeistert zugesagt. Ich habe ein bisschen früher Feierabend gemacht, zu Hause Kamera und Klamotten ins Auto geworfen und bin nach Kusfors gefahren, wo ich übernachtet habe.

Am nächsten Tag ging es früh raus, denn um kurz nach sieben sind wir aufgebrochen. Schließlich sind es fast 500 Kilometer bis nach Bodø, in Norwegen darf man oft nur 70 fahren und Pause machen möchte man ja auch mal.

Ich bin die Strecke schon zwei Mal gefahren, einmal mit dem Auto im Juli, einmal im Oktober mit dem Bus und ich bin jedes Mal wieder begeistert, wie unterschiedlich die Klimate und die Landschaften auf der Strecke sind. Um halb neun standen wir an dem kleinen, tiefblauen See in Arvidsjaur, keine zwei Stunden Fahrt später an einem mit Eisschollen bedeckten Stausee im Fjäll.

Der Nyborgstjärnen in ArvidsjaurDer Ringosavvun im schwedischen Fjäll

Erstaunlich, wie wenig Wasser in dem Stausee war. Und ebenfalls erstaunlich, dass wir später noch weiter oben im Fjäll an zugefrorenen Seen vorbeikamen, auf denen die Eisfischer saßen. Bald waren wir an dem höchsten Punkt (740m) angelangt. Hier gibt es hauptsächlich kleine, krüppelige Birken und Fels, Schnee und Eis. Und die Asphaltstraße, die links und rechts mit hohen neongelben Stecken markiert ist. Ab der norwegischen Grenze ist Martine gefahren und ich konnte mich entspannt zurücklehnen und den Blick auf die norwegischen Berge geniessen. Vor allem der markante Solvågtinden begeistert mich, auf dem Berg möchte ich gerne mal stehen aber er ist vermutlich viel zu schwierig zu besteigen. Ich bin kein Bergsteiger.

Auf dem KahlfjällSolvågtinden voraus

In Norwegen verliert die Straße an Höhe und bald ist man wieder im Tal, die Bäume sind grün und nur die schneebedeckten Berge am Horizont bleiben. Und schon bald, nachdem man rechts auf die E6 abgebogen ist, hat man einen schönen Blick auf den Saltdalsfjorden. Wenn man nicht gerade durch einen der kilometerlangen Tunnel fährt. Und irgendwann, so siebeneinhalb Stunden später, waren wir in Bodø.


Unser erstes Ziel: Essen! Frühstück war um sechs und eine kleine Zimtschnecke unterwegs macht nicht satt. Wir konnten schön draußen sitzen und unsere leckeren Fish and Chips geniessen. Kaum sind wir gegangen, hörten wir wüstes Möwengeschrei hinter uns. Die Vögel balgten sich um die nicht nennenswerten Reste auf unserem Tisch; eine hat sich sogar den kleinen Glasnapf mit einem Rest Remoulade geschnappt.

Die Möwen lauern schonFish und Chips in der Sonne

Nach einer kleinen Pause in unserem Hostel sind wir durch Bodø gelaufen. Dieses Mal hat mir die Stadt sehr gut gefallen, vor allem am Wasser. Große Schiffe und kleine Boote gleiten durch das Wasser, Möwen kreischen, der Hafen ist voller Boote und Schiffe. Und überall sind Inseln. Von kleinen Felsbuckeln bis zu fernen Inseln am Horizont. Ein kleines Fischerboot kommt genau auf mich zu. Zwei Frauen warten schon am Kai, um zu schauen, was der Fischer anzubieten hat. Ich weiß allerdings nicht, was das für Fisch ist. Angler und Fischexperten: Habe Ihr einen Tipp?

Ein Fischerboot kommtDer Fisch ist fast so orange wie das Ölzeugs des Fischers

Wir haben nach einem Bummel am Wasser in einer Pizzeria gegessen, die norwegischen Preise ignoriert und zur Pizza eine Flasche Wein bestellt. Danach sind die anderen ins Hostel gegangen aber ich wollte noch ein bisschen draußen sein, habe mir zum Glück das Stativ geschnappt und bin an der zentralen Bucht Rønvikleira weitergelaufen. Ich bin dann auf einen Hügel gestiegen, von dem ich einen schönen Blick auf Bodø hatte. Die Sonne stand schon tief und hat die Häuser und die am blassen Bergketten am Horizont in warmes Licht getaucht.

Blick auf BodøBlick auf Bodø

Blick auf Bodø und die Bucht Rønvikleira

Ich wollte unbedingt noch auf das offene Meer schauen. Ich bin die Straße 834 weitergelaufen, bis ich an einem Grashang über dem Meer stand. Wenn ich nicht so müde gewesen wäre und auch ein bisschen gefroren hätte, wäre ich wohl die ganze helle Nacht dort geblieben, so wunderschön war die Landschaft dort und vor allem das Licht! Das Licht! Schaut selbst. Die Fotos sind nur blasse Kopien der Wirklichkeit, aber das ist ja fast immer so.

Die tiefe Sonne taucht alles in goldoranges Licht

Nächtlicher Blick auf das europäische Nordmeer

Wenn andere in Blogs schreiben „Ich habe mich verliebt“, dann sprechen sie meistens von Hundewelpen oder Osterlämmern. Ich habe mich aber wieder einmal frisch in Norwegen verliebt. Und wenn ich nicht so gute Freunde in Schweden hätte, ein Haus, einen interessanten Job, und, und, und …, wer weiß, vielleicht würde ich dann schon die Jobannoncen in Bodø studieren. Allerdings weiß ich, dass Bodø bei Regen ganz schön trist sein kann, und ebenso, dass dies das dort vorherrschende Wetter ist.

Um halb zwölf war ich wieder am Hostel. Und bin ins Bett gefallen.

Und sonst? Zwei Elche in den Morgenstunden · immer wieder Rentiere, aber keine Herden · Hurtigrutenschiff in der Bucht · 51 NOK (6,80 Euro) für eine Halbliterflasche Wasser und einen Schokoriegel am Kiosk

Blumenjagd

Gestern Abend habe ich versucht, Libellen zu fotografieren, die sich auf den Steinen sonnten oder durch die Luft sausten. Leider vergebens, denn die Libellen sind sehr, sehr scheu und fliegen schon weg, wenn man noch einige Meter entfernt ist, viel zu weit weg, um schöne Fotos zu machen. Wer kommt, sind die Mücken. Es war ein Fehler, ohne Jacke loszulaufen, denn Mensch im T-Shirt bedeutet für die Mücken von Sumpf und Wald höchste Festlichkeit. Sie umschwärmen einen begeistert und die drei Sekunden, die ich manchmal für ein eher hektisches Foto stehenblieb, reichten oft aus, um mich in einer kleinen Wolke Mücken verschwinden zu lassen. Da bekommt man wieder Sehnsucht nach dem Winter …

Heute habe ich zwei Sachen anders gemacht: Zum einen habe ich eine Jacke mit Kapuze dabei gehabt (und ziemlich darin geschwitzt), zum anderen habe ich Libellen Libellen sein lassen und mich anderen Objekte gewidmet: Blumen. Die meisten Exemplare wachsen am oder im Sumpf, nur Siebenstern und Heidelbeere sind gerne auch im trockneren Gelände.

Ich könnte jetzt heimlich aus Wikipedia abschreiben und so tun, als sei ich der große Botaniker. Bin ich aber nicht, die Hälfte der Namen habe ich heute im Internet herausgesucht.

Fangen wir an mit Drachenwurz (gerne im Wasser) und Sumpfdotterblume (gerne am Wasser).

Drachenwurz (schwedisch: Missne)Sumpfdotterblume (schwedisch: Kabbleka)

Gerne im Wasser auf Sumpfboden steht auch der Fieberklee.

Fieberklee (schwedisch: Vattenklöver)Die Blüte des Fieberklees

Als nächstes kommen Wollgras (am und im Wasser) und Siebenstern (gerne Trocken).

Eines der Wollgräser (schwedisch: Ullsläktet)Siebenstern (schwedisch: Skogsstjärna)

Die nächsten Exemplare sind besonders interessant, die Früchte kann man nämlich essen. Die Heidelbeere und die im Norden vorkommende Moltebeere.

Blüte einer Heidelbeere (schwedisch: Blåbär)Moltebeere (schwedisch: Hjortron)

Während Heidelbeeren überall und in Massen wachsen, der Wald ist voll davon, sind die Moltebeeren seltener. Sie stehen einzeln im sumpfigen Gelände und sind ausgerechnet dann reif, wenn die meisten Mücken da sind. Ein mühsames Geschäft, sie zu sammeln. Aber sie sind nicht nur sehr lecker (finde ich), sondern enthalten auch sehr viel Vitamin C.

Zum Schluss noch eine kleine Abschweifung, keine Blume, sondern eine fleischfressende Pflanze, die hier in Massen wächst. Der Sonnentau.

Sonnentau (schwedisch: Sileshår)

Ein Tag in den Bergen

Schön ist es in der Natur, herrlich in den Bergen und wirklich toll, wenn man nicht alleine unterwegs ist.

Als klar wurde, dass ich eine Woche in Deutschland sein würde, haben Sonya und ich uns gleich den Sonntag reserviert, um in die Berge zu fahren. Sonya hat den Seebergkopf herausgesucht, einen Gipfel, der mit 1538 Metern und 750 Höhenmetern auch gut zu machen ist, wenn man – wie ich – lange nicht mehr in den Bergen unterwegs war. Außerdem lässt sich der Berg auch mit der Bahn gut zu erreichen und man ist schon nach wenigen Minuten aus der kleinen Stadt heraus mitten in der Natur.

Ich mag die eher karge schwedische Natur und fühle mich in Nordschweden sehr wohl. Aber von der Natur auf unserer Wanderung war ich völlig begeistert. Ob es die großen, mächtigen Buchen sind, die vielen Wildblumen am Wegesrand, die bunten Schmetterlinge, oder aber die Ausblicke auf andere Gipfel, manche baumbewachsen, manche blanker Fels mit dem Gipfel in den Wolken, manche schneebedeckt, ich konnte mich kaum sattsehen. Gut, dass Sonya auch gerne fotografiert, so hatte ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich wieder und wieder stehen blieb, um Kleines und Großes digital abzulichten. Den Anfang machte diese Weinbergschnecke, die unseren Wanderweg kreuzte.

Eine Weinbergschnecke kreuzt unseren Weg

Der Weg wand sich im Zickzack den Wald hinauf. Ein Stückchen nach links, ein Stückchen nach rechts, ein Stückchen nach links, ein Stückchen nach rechts. Bald bekam ich Durst und – wie im Märchen – eine Minute fanden wir eine Quelle, wo wir unseren Durst löschen konnten. Die Wasserflaschen blieben im Rucksack.

Die „Sankt Josephs Deliciusquelle“

Weiter führte der Weg, immer höher, bis sich der Wald lichtete und der Weg über lichte Almwiesen führte.

Weg durch den HangwaldWeg über die Bergalm

Und dort standen weißbraun gefleckte Kühe, schauten uns neugierig an und hatten überhaupt nichts dagegen, in Ruhe von uns fotografiert zu werden. Wie professionelle Models schauten sie in die Kamera.

Kuhbild IKuhbild II

Der Weg führte immer höher und schließlich über einen Sattel zum Gipfel. Überraschend war, dass wir den Gipfel für uns alleine hatten. Lag es am wolkigen Wetter oder daran, dass wir so spät losgekommen sind, es war auf jeden Fall etwas Besonderes und lange saßen wir oben und schauten talwärts. Das mag aber auch an den Unmengen von guten Essen liegen, die wir in unseren Rucksäcken hochgeschleppt haben.

Reichliche BrotzeitBlick auf Bayrisch Zell

Zu einem Gipfel gehört natürlich auch ein Gipfelfoto, welches Sonya gemacht hat:

Unser Gipfelfoto (Foto: Sonya)

Doch nach einer Stunde wurde uns langsam kalt, man sollte in den Bergen auch im Sommer immer Handschuhe dabei haben, und nach noch ein paar Fotos machten wir uns an den Abstieg. An der zutraulichen Schafsherde mussten wir natürlich noch eine Pause machen.

Schafsblicke

Irgendwann waren wir wieder im Tal und der Himmel klarte auf. Ich: „Sonne! Sollen wir noch mal hoch?“ Wir beide: „Och, nö!“. Der nächste Halt war das Hotel Alpenrose, wo wir sehr leckeren Kaiserschmarrn gegessen und einen kleinen Aperol Sprizz getrunken haben.

Aperol SprizzLeckerer Kaiserschmarrn!

Dann ging es nach Hause und sogar ein paar Heißlüfter habe ich Ballonfan in der Ferne erspähen können.

  • Alpen: Check!
  • Kaiserschmarrn: Check!
  • Ballone: Check!
  • Kleine Zugfahrten: Check!

Und sonst? Schöne Graffitis gab’s zu sehen: In München eher modern, in Bayrisch Zell ein wenig traditioneller.

Graffiti in MünchenGraffiti in Bayrisch Zell

Einen besonderen Fund habe ich noch gemacht. Als kleines Kind, mit vier oder fünf, fand ich Insekten ganz toll. Und unseren kleinen Kosmos-Insektenführer konnte ich fast auswendig. Darin gab es auch den „Gebänderten Pinselkäfer“, einen Käfer, der mich schon des Namens wegen begeistert hat. Den Käfer, den ich gestern auf der Margarite gesehen habe, hatte ich stark im Verdacht, zu dieser Spezies zu gehören und richtig! – danke Internet – es ist tatsächlich ein Gebänderter Pinselkäfer!

Ein Gebänderter Pinselkäfer

Nachtrag (11. Juli)

Sonya hat in ihrem Blog auch über diese Tour berichtet:
soschyontour.de/wanderung-auf-den-seebergkopf-1-538m

Strandfunde

Ich bin Jäger und Sammler. Nein, halt, stimmt nicht, nur Sammler! Als Kind habe ich Briefmarken, Fossilien, Muscheln und Schnecken, Straßenbahnfahrkarten, Münzen, Fahrpläne und was weiß ich alles gesammelt. Heute sind noch zwei Sachen davon übrig geblieben, darunter Muscheln und Schnecken.

Ich liebe es nach wie vor, mit gebeugtem Rumpf am Meeresufer zu wandern und nach Muschel- oder Schneckengehäusen zu schauen. Da die Ostsee vor Skelleftehamn viel zu salzarm ist, und nur von einer winzigen Schneckenart bewohnt wird, freue ich mich um so mehr über die vielen Buchten und Fjorde in Norwegen. Stundenlang könnte ich dort entlang schlendern und tonnenweise Schalen mit nach Hause schleppen.

Und so sieht das in etwa aus, wenn ich von so einem Urlaub zurückkomme:

Muscheln und Schnecken aus Norwegen

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Arten und was für große Exemplare es in den nördlichen Meeren gibt. Vor allem die eine Schnecke hat es mir angetan, aber ich habe trotz Bücher und Internet noch nicht herausbekommen, was das für eine Art ist.

Einige Arten

Reihe 1 v.l.n.r: unbekannte Schneckenart – Kammmuschel – Wellhornschnecke
Reihe 2 v.l.n.r: Islandmuschel – stumpfe Strandschnecke – Scheidenmuschel – Kaltwasser-Koralle

Ja ja, ich weiß auch, dass Korallen nicht zu den Weichtieren gehören, aber da es vor den nordnorwegischen Küsten große Korallenriffe gibt, findet man an vielen Stellen rundgeschliffene Korallenstücke, so auch an den Stränden der Vesterålen.

Ach ja, und wer die erste Schnecke bestimmen kann, darf gerne hier den Namen posten. (Nein, Zimtschnecke und Lakritzschnecke lasse ich nicht gelten!)

Nachtrag

Neptunea alexeyevi oder Neptunea lyrata (?) nach der ersten Grobreinigung.„Meeresschnecken Sammeln“ auf Facebook hat mir geholfen, die Schnecke näher zu bestimmen. Es ist vermutlich eine „Neptunea alexeyevi“ aus der Unterfamilie „Buccinidae buccininae colini“ und ist grob mit der Wellhornschnecke verwandt. Ich habe vor vielen Jahren mal versucht, meine Sammlung näher zu bestimmen und bin schnell in lateinischen Artenlisten und komplexen Taxonomien gelandet. Seitdem gebe ich mich meistens mit Bestimmungen wie „Napfschnecke“ oder „Miesmuschel“ zufrieden.

Vitberget

Einige Fotos von gestern. Eigentlich wollte ich nochmals auf den überraschend großen Sonntagsflohmarkt in der Stadt, auf dem ich vor einigen Wochen war. Aber da hatte sich wohl der Veranstaltungskalender geirrt, der Fohmarkt fand nicht statt. So war ich statt dessen gleich nebenan ein bisschen auf dem Vitberget unterwegs. Auf diesen Hügel führt Skellefteås Skilift.

Auf dem Vitberget

Auf dem VitbergetAuf dem Vitberget

An dem einen hölzernen Flutlichtmast beim Skilift hat unermüdlich ein Buntspecht gehämmert. Er hat einen Zapfen in einen von ihm vergrößerten Spalt geklemmt und war eifrig am herumhacken und -picken. Diese Plätze werden Spechtschmiede genannt, sagt Wikipedia.

Buntspecht an einer „Spechtschmiede“

Am Parkplatz ließ eine Espe ihre ersten herbstlich gefärbten Blätter fallen. Aber abgesehen davon haben wir noch sommerliche Verhältnisse. Bis auf den Frühnebel. Und die dicken Äpfel an den Apfelbäumen. Und die kühleren Nachttemperaturen. Aber sonst: Sommer.

Ein EspenblattNoch ein Espenblatt

Herbstspaziergang

Ich habe das Gebiet Vitberget unterschätzt. Nördlich von Skellefteås „Hausberg“ (140m, Skilift) gibt es überraschend schöne Wälder, flechtenbewachsene Felsen, Ausblicke und immer noch viele große Blaubeeren zum Naschen. Und wenn man kurz hinter dem Sendemast steht, kann man auf die weiten Waldflächen nördlich der Stadt blicken. Und man sieht, dass der Herbst Einzug gehalten hat. Nicht nur mit grauen Wolken und kühlen Temperaturen um zehn Grad, sondern auch mit der einsetzenden Laubfärbung der Espen und Birken.

Blick vom Prästfäbodberget

Flechten bedecken die FelsenEine Espe zeigt Gelb

Nachdem ich einmal um den halben Prästfäbodberget gestiegen bin, laufe ich unter den Stromleitungen den Hügel herunter. Dort laufen im Winter die Schneeskooterwege entlang und die Wegweiser zeigen bis ins 130 Kilometer entfernte Umeå. Im Sommer ist man dort alleine, denn die Wege führen über nasses Gelände und jeden Schritt erwarte ich, dass ich Wasser im Stiefel habe. Aber ich habe Glück und bleibe trocken.

Weg unter den Stromleitungen

Wegweiser für SchneeskooterNasser Boden

Teil Zwei des Spazierganges: Hinter dem „Naturstig“ und breiten Bahnen, auf denen Menschen durch den Wald joggen liegt ein Moorsee. Ich finde, Moorvegetation sieht immer ein bisschen herbstlich aus, weil die Moose oft gelblich oder rötlich gefärbt sind.

Am Moorsee

Nach dem MatschgrabenIch wäre gerne noch ein paar Schritte weitergegangen, um den See besser mit aufs Photo zu bekommen, aber dazu ist der Boden zu weich und der Schlamm vermutlich zu tief. Und natürlich passe ich auf – vor allem auf die teure Kameraausrüstung hinten im Rucksack. Auf dem Rückweg, das Moorgebiet liegt hinter mir, trete ich in einen winzigen und vermeintlich flachen Graben und verschwinde mit dem rechten Bein fast bis zum Schritt im Matsch. Soviel zum Thema aufpassen … . Ein Freund von mir hätte vermutlich gesagt: „Es war nur eine Frage der Zeit!“

Neujahr in Norrlångträsk

Silvester habe ich in Norrlångträsk gefeiert. Für mich hatte das den Vorteil, mit Freunden zusammen feiern zu können (und nebenbei unfassbar gutes Essen geniessen zu dürfen). Für das Blog hatte das den Vorteil, schönere Bilder als in Skelleftehamn machen zu können. Während hier Nieselnebelnässesprühregen alles durchfeuchtet, ist in Norrlångträsk, welches zwanzig Kilometer von der Küste entfernt ist, richtiger Winter: Zwar nicht kalt, aber etwa 30 Zentimeter Schnee.

Um zehn bin ich aufgewacht und habe erst einmal einen Spaziergang gemacht. Nachdem ich die Skooterspur verlassen habe, der ich zum Anfang gefolgt bin, stieg ich auf einen kleinen, felsigen Hügel und hatte Sicht auf den „Hundtjärnen“.

Winterlandschaft bei Norrlångträsk

Über den See bin ich wieder zurückgelaufen und inzwischen stand die Sonne hoch genug, um die Häuser und Höfe Norrlångträsks warm zu beleuchten.

Skooterspur auf dem HundtjärnenWinterliches Norrlångträsk

Dann gab es erst einmal ein Frühstück. Um zwölf habe ich mich auf den Weg gemacht, denn ich wollte noch ein bisschen Licht zum Schauen haben und nicht im Dunkeln nach Hause fahren müssen.

Nachdem vorgestern mancher Wald noch sehr herbstlich aussah, konnte ich heute ein entsprechendes Winterbild machen.

Winterwald auf dem Weg nach Fällfors

Welch Kontrast! Auch die Straßen sehen jetzt nach Winter aus. Fast alle Straßen wurden von dem Schneefall der letzten Nacht geräumt, nur wenige kleinere Wege sind noch vom Neuschnee bedeckt. Und nicht nur die Straßen, auch das Auto sieht jetzt nach Winter aus.

Eine typisch nordschwedische Straße im WinterSchnee klebt auf dem Saab

Über Fällfors bin ich nach Byske ans Meer gefahren, dort wollte ich „nur kurz mal schauen“ … . Aber dann habe ich doch einige Fotos gemacht, die ich heute noch publizieren werde.

Morgenwanderung

Dieser Artikel ist Teil der achtteiligen Serie Schneekanonen 2014.

Wegen der Chorprobe bin ich schon früh aufgestanden, denn natürlich wollte ich vorher noch raus und den herrlich vielen Neuschnee geniessen. Und auch das eine oder andere Foto machen.

Nach dem Dauerschneefall der letzten beiden Tagen, die hier geschätzte 70 – 80 cm Neuschnee gebracht haben, hat sich heute das Wetter beruhigt. Noch windig, aber kein Schneefall mehr. Um so besser, das macht das Fotografieren leichter. Und so sah es heute morgen vor meinem Haus aus.

Die EinfahrtDer Tallvägen

Mein Haus hinter Schneewehen

Zu Fuß bin ich durch den Schnee in Richtung Storgrundet gelaufen. Der Weg schien geräumt worden zu sein, er war von 20 – 25 Schnee bedeckt. Vor dem kleinen Teich, wo es immer so windig ist, bin ich links abgebogen. Auch dieser Weg war wohl am Vortag geräumt, aber nur bis zur Hälfte. Danach bin ich durch den knietiefen Schnee stampfend dem Weg weiter gefolgt. Es wurde immer heller und das Licht war phantastisch. Willkommen im Winterwunderland!

Ein Weg durch den Winterwald

Schneeummantelt

Mehr als dreieinhalb Jahre lebe ich schon hier, doch bei Spaziergängen wie diesem kann ich es manchmal immer noch nicht fassen, dass ich jetzt hier lebe, solche Erlebnisse vor der Haustür habe und nicht erst zweitausend Kilometer dafür anreisen muss wie früher.

Rechts bin ich über das Grundstück einer Stuga in Richtung Meer gelaufen. Die Stuga hat Meerblick, und damit ist sie auch dem Sturm ausgesetzt. Teilweise war der Boden komplett schneefrei, an anderen Stellen hat eine zwei Meter hohe Schneewehe eine Kinderschaukel halb unter sich begraben. Und auch das Haus, welches winterlich illuminiert war, war mit Schnee bepackt. Und um einem herum heulte und pfiff der Wind und blies einem immer wieder Schneestaub ins Gesicht.

Ein Häuschen am Meer

Natürlich reizte es mich, auf die Schneewehe zu steigen, aber bald stand ich bis fast zum Hals im Schnee und musste rückwärts wieder herausklettern. Nun weiß ich aber zumindest, dass die Wintergummistiefel auch dann warm halten, wenn Schnee hineinkommt und man nasse Füsse hat. Ich habe mich dann auf den Rückweg gemacht. Als ich keine fünfzig Meter gelaufen bin, stand ich wieder im tief verschneiten Wald. Es war, als würde man von einem Sturm in das gute Kaminzimmer einer alteingesessenen Bürgersfamilie treten. Der Wind war ausgesperrt und es war still und alles schien gemütlich, heimelig und warm.

Ein Foto von einem Stück der ersten Schneewehe habe ich, von mir selbst in der Wehe hingegen nicht. Aber das kann man ja prima in Höhe des kleinen namenslosen Teiches nachholen, dann da ist es eigentlich immer windig und nasse Füße habe ich ohnehin schon. Auf dem Foto stehe ich.

Schneewehe am MeerAb in den Tiefschnee

Diese Schneewehe geht mir auch auf dem Weg bis zum Bauch und B. der mit dem Auto ankam, um zu seiner Stuga zu fahren, musste schnell einsehen, dass er mit seinem Auto nicht weiter kommt, eh der Schneepflug da war. Er hat mich dann noch mit dem Auto das kurze Stück nach Hause mitgenommen, und so bin ich sogar noch pünktlich zur Chorprobe gekommen.

Ein halber Tag frei

Heute habe ich mir einen halben Tag freigenommen. Nach den starken Schneefällen der letzten Tage war ich neugierig, ob in Bureå tatsächlich mehr Schnee liegt. Ein Chorsänger, der dort wohnt, meinte, vor allem auf dem Bureberget (99 m!) läge besonders viel.

Die erste Überraschung kam nach 200 Metern: Die Bucht Killingörviken, auf der ich gestern um 22:00 noch Wellen gesehen habe, war komplett zugefroren und weiß bedeckt. Innerhalb von zehn Stunden! Aber mein Ziel war ja der Bureberget, das ist etwa 20 Kilometer entfernt.

Wie ich schon gedacht habe, war der Weg zur „Berghütte“ nicht gespurt, aber zum einen konnte ich das Auto abstellen, zum anderen hatte ich ja Schneeschuhe dabei. Nach einem Kilometer Weg war ich an der Hütte.

Die Strasse zur BerghütteSchneewehen vor der Hütte

Von dort aus bin ich weiter am Nordhang des Burebergets entlanggelaufen. Da es hier große Felsen gibt, habe ich auch die Schneeschuhe und keine Skier gewählt. Bei jedem Schnitt sank ich bis zur Wade in den fluffigen Schnee oder auch bis ans Knie. Aber manchmal, vor allem neben Felsen und in unsichtbaren Gräben geht es auch tiefer hinein und an einer Stelle steckte ich bis zum Bauch im Schnee – mit Schneeschuhen wohlgemerkt.

Von dem Nordhang hat man einen schönen Blick auf Skelleftehamn, die Inseln und das Meer. Ich war erstaunt: Weite Teile des Meeres waren eisbedeckt, nur am Horizont konnte man noch das Blau des offenen Meeres ausmachen. Und während ich fotografierte, bahnte sich ein großes Schiff, unterstützt von Eisbrecher und Lotsenboot seinen Weg durchs Eis. Fasziniert stand ich lange dort und schaute, wie das Schiff die Bucht, an der ich heute früh vorbeigefahren bin verließ und auf das Meer hinaussteuerte.

Inseln im EisEin großes Schiff bahnt sich den Weg

Schließlich bin ich wieder den Hang hoch gestapft, quer durch den tief verschneiten Wald, meine tiefe Schneeschuh-Tatzenspur hinter mir lassend.

Schneebepackter WinterwaldTiefe Schneeschuhspur

Bald war ich dem Weg nah und nun kam die Sonne heraus. Die Sonne, die ich fast zwei Wochen nicht mehr gesehen habe. Und sie tauchte den Schnee und die Bäume in warmes oranges Licht.

Die Sonne kommt hervorWinterwegmarkierung

Der Sonne entgegen!

So ein halber Urlaubstag bei wundervollstem Winterwetter mit Sonne, -15 °C und Schnee satt öffnet mir wirklich das Herz. Ich war einfach nur glücklich, so viele schöne Eindrücke in so kurzer Zeit geboten zu bekommen. Heute mittag würde ich nach Skellefteå fahren und arbeiten.

Noch an dem kleinen Wald mit hohen Fichten vorbei und dann stand ich am Auto, bürstete Rucksack, Jacke und Hose ab und setzte mich ans Steuer. Bei diesem Wetter ist sogar der Weg von Burvik nach Bureå – einer wie viele – ein Traum!

Die Sonne scheint durch den WaldDie Straße von Burvik nach Bureå

In Bureå scheint ähnlich viel Schnee heruntergekommen zu sein wie bei uns, vielleicht noch ein paar Zentimeter mehr. Aber es war wohl nicht so windig und so konnte sich der Schnee besser setzen, zum Beispiel auf dieses Auto:

Eingeschneites Auto in Bureå

Ich wäre noch gerne hier- und dorthin gefahren, aber es zog mich nach Skelleftehamn, wo ich essen wollte, wovor ich in die Stadt fahren würde.

Gleich geht’s los zur Arbeit. Nur noch ein Foto von der zugefrorenen Bucht Killingörviken. Hier sieht man gut, dass das Eis noch nicht solide ist, sondern aus vielen Eisschollen besteht, die wie ein Puzzle ineinander haken.

neues Eis auf der Lillingörviken

Gleich geht’s aber wirklich los zur Arbeit. Nur noch mal bei der Lotsenstation schauen

Ein ganzer Tag frei

Liebe Blogleser: Kennt Ihr schon den Artikel Ein halber Tag frei? Da fängt diese Geschichte an. Also hier erst weiterlesen, wenn Ihr das andere gelesen habt. Versprochen?


… gleich geht’s aber wirklich los zur Arbeit. Nur noch mal bei der Lotsenstation schauen.

Und ich habe geschaut, noch einmal geschaut und dann bei Hello Future angerufen, um den ganzen Tag frei zu bekommen. Denn es ist ein wunderschöner Anblick, wenn die Ostsee beginnt, zuzufrieren und da es heute gerade so klar und schön war, wollte ich noch den Rest des Tages draußen bleiben. Erst habe ich von Land fotografiert, dann auch vom flachen Wasser aus. Es war aber gar nicht so einfach die Eiskante herunter- und wieder hochzuklettern, denn auch wenn sie nicht an allen Stellen zwei Meter hoch ist, glatt ist sie überall.

Eiskante vor der Halbinsel NäsgrundetMeereiszapfen

Warme Sonne, kaltes Eis. Gåsören am Horiziont

Und so sah ich nach den Fotos aus: Wathose gegen kaltes Ostseewasser, warme Jacke gegen die kalte Luft, und rundum zufrieden. Ich musste zwei Anläufe für dieses Foto machen, denn das Eis war so glatt, dass ich beim ersten Mal hinsetzen mich nicht halten konnte und sitzend langsam wieder herunter zur Kamera schlitterte.

Zufrieden und erfüllt

Danach fuhr ich erst einmal zum ICA, Lebensmittel einkaufen und nach Hause, denn ich hatte seit dem Frühstück weder etwas gegessen oder getrunken und mein Magen knurrte ungehalten. Aber dann bin ich noch einmal losgefahren, zu der gleichen Stelle wieder. Denn das schöne Pfannenkucheneis am Damm zur Halbinsel wollte ich noch ablichten.

Pfannkucheneis

Zwei Bilder möchte ich noch zeigen, dieses Mal nicht Natur, sondern Menschgemachtes: Erst (von der ersten Runde) die Lotsenstation vom Wasser aus und dann (von der zweiten Runde) die Industrieanlagen auf der Halbinsel Rönnskär.

Die Lotsenstation aus NäsgrundetRönnskär am Nachmittag

Na gut, ein Bild habe ich noch. Was macht man, wenn man einen wasserdichten Overall und eine wasserdichte Kamera hat: Fotos nah am Wasser. Wenige sind etwas geworden, denn es war fast zu dunkel für die kleine Kamera, um vernünftig zu fokussieren. Wie ein merkwürdiger Traum war es, auf dem weichen Eis zu liegen, halb im Wasser, und zu sehen, wie der Mond, von Jupiter begleitet, seine Strahlen über die vereiste Ostsee schickt.

Traum

Mein Dank geht an Hello Future, dessen fast grenzenlose Flexibilität mir diesen Tag heute ermöglicht hat. Tack så mycket, E., J. und L.

Packeisküste

Canada Goose – ein Traum für Winterfotografen

Wenn ich mir das Photo anschaue, dann könnte ich auch behaupten, ich hätte gerade zu Fuss Grönland durchquert. Ihr könntet entgegnen, dass könne ja jeder sagen, es sei ja noch nicht einmal sicher, ob ich überhaupt in der Jacke drinstecke. Darauf hätte ich nichts zu entgegnen, also bleibe ich lieber bei der Wahrheit.

-26 °C im GartenEigentlich sollte es das ganze Wochenende bewölkt sein, aber das Wetter hat sich nicht an die Prognose gehalten und es war schön und klar. Und wenn es klar ist, kann es kalt werden. -26 °C zeigte das Thermometer heute morgen am Haus und das war für mich das Zeichen, nicht nur zum Fotografieren hinauszufahren, sondern mich auch warm anzuziehen. Denn im liebe zwar Winter und Kälte, bin aber im Grunde ein Weichei und habe es gerne warm. Das Bild oben ist also nicht in Grönland, sondern bei Långhällan an der Ostsee entstanden. Kalt war es aber auch.

Wie man auf dem Bild sieht, liegt vor Långhällan kein glattes Eis, sondern zusammengefrorenes Treibeis, welches fahl von den Dämmerungsfarben angestrahlt wird. Zwei Stunden stand ich bestimmt da, schaute und mache Photos, aber am Schönsten war es, als die Sonne herauskam und anfing, immer größere Teile der eisummantelten Küste und des Packeises zu bestrahlen.

Packeis vor LånghällanBald geht die Sonne aufSonnenaufgangNun ist das Eis sonnenbestrahlt

Einen kleinen Schwenk mit dem Auto habe ich noch gemacht. Am schönsten fand ich die Sicht von der Brücke über den Bureälven, aber auch den Zaun um den Flugplatz fand ich sehenswert, obwohl ich Stacheldraht fürchterlich finde. Nach Mittagstemperaturen um -22 °C fiel das Thermometer wieder, aktuell (15:30) liegt es bei -25 °C.

Brücke über den Bureälven bei Östra Falmark

Flugplatzzaun

Nachtrag

Jetzt ist es 0:00, der Sonntag ist vorbei und mit Temperaturen zwischen etwa -22 °C und -26 °C ist er der kälteste Tag der Saison und der erste, dessen Maximum unter -20 °C lag. Auf der Seite Temperaturen 2013/14 kann man ganz gut sehen, wie die Temperaturen innerhalb von elf Tagen um etwa 30 °C sanken.

Wenn Ihr denkt, das sei kalt: In Karesuando und anderen Orten an der Nordspitze Schwedens lagen die heutigen Temperaturen den ganzen Tag unter -35 °C und teilweise unter -40 °C. Das ist dann wirklich kalt und sieht auch dementsprechend aus.

Winterspaziergang vor der Arbeit

Morgenstimmung am Meer

Vor SonnenaufgangDass ich heute morgen kurz zur Küste gefahren bin, weil das Wetter so schön ist, war freiwillig. Aber es lockt mich jedes Mal wieder, auf den Horizont zu blicken. Darüber ein Himmel in allen Sonnenaufgangsfarben mit rosa Wölkchen und Lichtsäule, darunter das kalt bläulich schimmernde schnee- und eisbedeckte Meer.

Unfreiwillig hingegen war der zweite Spaziergang. Er führte von der Autowerkstatt nach Hause. Dort hat man sich heute des Kofferraumschlosses angenommen, welches sich vor kurzem verabschiedet hat. Aber ich hatte meine Kamera dabei und bin ein paar mal stehengeblieben um zu fotografieren. Eigentlich ganz normale Dinge, die ich hier jeden Tag sehe: Schnee und Eis, kahle Bäume, rote Häuser und dies und das in Skelleftehamn.

Haus an der Bucht KurjovikenHäuser auf der Halbinsel KallholmenWolkenschleier über dem alten WasserturmBahnschienen und Stromleitungen führen nach Rönnskär

Und noch zwei Fotos, das erste auch vom Spaziergang mit dem neuen Tele geschossen (das muss ich ja ausprobieren), das andere mit dem Makro im Wintergarten fotografiert. Eisblumen abstrakt.

Raureif bedeckt die Äste der RoseEisblumen am Wintergartenfenster

Schneehasenjagd

Heute Nacht sind fünf Zentimeter Schnee gefallen. Wenig genug, um sich keinen Weg vom Haus zur Straße schaufeln zu müssen, aber viel genug, um alles rund und weich mit weißem Neuschnee zu überdecken und so nebenbei auch die vielen hundert Pissmarken der Hunde wieder zu verbergen.

Das wäre ein schöner Tag zum Skilaufen, denke ich und entscheide mich dagegen. Denn diese Woche war mit so vielen Aktivitäten angefüllt, dass ich es heute ruhig angehen lassen möchte. Aber kurz zum Fotografieren wollte ich doch raus. Ich bin mit dem Auto (dekadent) über den verschneiten Weg zum Strand gefahren und von dort aus über das Eis zur Insel Storgrundet gelaufen. Das war ein bisschen seltsam, denn das Licht war so diffus, dass das Auge keinen Halt auf der konturlosen Neuschneefläche fand und man nicht sehen konnte, ob der nächste Schritt auf- oder abwärts geht.

Die schmale Insel ist schnell durchquert und dann hatte ich freie Sicht auf die Ostsee. Ein bisschen kam die Sonne heraus, gerade genug, um das feine Wellenmuster der das Ostseeeis bedeckenden Schneedecke sichtbar zu machen.

Wellenmuster auf der Ostsee

An den dem offenen Meer ausgerichteten Ostufern der Inseln haben sich oft Eiswälle gebildet. Sie sind zwar keine fünf Meter hoch wie vor drei Jahren, aber dennoch immer wieder beeindruckend in ihrem Kontrast zwischen den harschen Figuren des Eises und den weichen Formen des Schnees.

Eiskante vor der Insel Brottören

Mein Plan war eigentlich, ein bisschen herumzuschauen, ein bisschen zu Fotografieren, alles ganz in Ruhe. Doch dann änderte ein flüchtender Schneehase meine Pläne: Gerade noch konnte ich das Tele hochreißen, welches aber leider gerade im Selbstauslösermodus war. So erwischte ich den Hasen nur weit weg und von hinten. Weg war er! Seine Spuren hingegen konnte man in dem Neuschnee ganz prima sehen. Einige Kilometer bin ich den Spuren gefolgt. Über die Insel Brottören, über das Meereis, zur Insel Storgrundet, durch den knietiefen Schnee, durch Gestrüpp, welches für kleine Hasen besser zu durchqueren war als für große Fotografen. Ich habe gelernt, dass Schneehasen in ihrer eigenen Spur zurücklaufen, um den Vorfolger (mich) zu verwirren und auch einmal einen zwei Meter langen Sprung dazwischensetzen. Immer weiter habe ich mich der Küste genähert und fast habe ich erwartet, dass der Hase neben meinem Auto sitzt und ruft „Wo bleibst Du denn so lange?“. Aber im Wald auf Storgrundet waren plötzlich mehrere Spuren zu sehen und das war das Zeichen für mich, dass heute nicht der Tag für ein Schneehasenportrait sein wird.

Also zeige ich hier nur das erste Foto: Schneehase, klein, von hinten. Ausschnittsvergrößerung.

Schneehase, klein, von hinten

Arctic Explorer

Dieser Artikel ist Teil der sechsteiligen Serie Journalistenreise mit Boundless Bothnian Bay.

Samstag bis Montag hat „Boundless Bothnian Bay“, ein Projekt, welches die Küstenregion Nordschwedens und Nordfinnland stärken soll, eine Journalistenreise veranstaltet. Zehn Journalisten aus verschiedenen Ländern waren eingeladen, an dieser Reise teilzunehmen und ich war der offizielle Fotograf. So kam ich nicht nur zu einer erlebnisreichen Kurzreise, sondern auch zu meinem ersten bezahlten Fotografenjob.

Auf der Brücke des „Arctic Explorer“

Sonntag morgen: Nach einem frühen und frugalen Frühstück im Hotel Pite Havsbad fuhren wir mit dem Bus an den Fluss Piteälven. Zu meiner Überraschung war der Fluss offen, aber das war weder die Strömung noch das warme Wetter, sondern der Eisbrecher „Arctic Explorer“, der den Weg für die Papierfabrik „Munksunds Pappersbruk“ offen hält. Und dieser Eisbrecher nimmt auch Touristen mit. Nachdem er noch ein großes Lastschiff vorbeigelassen hat, legte die Arctic Explorer an und wir gingen an Bord. Bald darauf nahm das Schiff Fahrt auf. Nicht in Richtung Meer, wie ich gedacht habe, sondern flussaufwärts.

Das Eis bricht

Auch wenn die „Arctic Explorer“ um einiges kleiner ist als die in Kemi beheimatete Sampo, auf der ich vor elf Jahren mitfuhr, so ist es dennoch ein Erlebnis zu sehen, wie der schwere Schiffsrumpf das dicke solide Eis bricht. Und für Touristen ist es ein besonderes Erlebnis, von Bord aus das solide Eis zu betreten. Leider ist mir das Besondere an solch einem Erlebnis ein wenig verloren gegangen, dazu habe ich in den letzten Jahren schon zu viele winterliche Ausflüge auf das Eis unternommen. Schade auch, dass wir nicht das offene Meer angesteuert haben, sondern statt dessen Blick auf die Fabrik hatten. Aber vielen Schweden fehlt das Verständnis dafür, was Touristen gerne sehen und erleben wollen.

BackbordbruchkanteDie Arctic ExplorerDie Passagiere betreten das EisDie Arctic Explorer

Fast zwingend zu einer „Eisbrechersafari“ gehört das Baden – schön geschützt in Überlebensoveralls, die einem ermöglichen, warm und trocken auf dem eiskalten Wasser zu treiben. Aber es gibt wohl kaum einen, der nicht sofort an die Teletubbies denkt, wenn plötzlich alle anfangen in den knallig orangefarbenen Anzügen herumzuwatscheln.

Teletubbies an LandTeletubbies im Wassersich treiben lassenPosing im Wasser

Erst hatte ich nicht vor, mit Overall bekleidet in die Ostsee zu steigen, schließlich habe ich selbst so ein Ding und habe es gerade am Vortag angewendet, um Eis und Eisschlamm aus dem Winterschwimmbecken zu entfernen. Doch dann viel mir ein, dass meine wasserdichte Kamera noch nicht zu ihrem Recht gekommen ist. Also habe auch ich mir einen der Anzüge angeworfen und bin mit der Kamera ein bisschen umhergepaddelt. Das vorige Photo ist so entstanden doch das nächste ist mein persönlicher Favorit aus der Reihe „Teletubbies in der Arktis“.

Zwei Welten

Aber der Tag war noch nicht zu Ende: Auf uns warteten noch Surströmming, eine gelbe Boje und ein Schloss ganz aus Schnee und Eis.

Auf dem Torneträsk I

Dieser Artikel ist Teil der sechsteiligen Serie Abisko Februar 2014.

Der erste Tag in Abisko drehte sich viel um den dick zugefrorenen See Torneträsk.

Manchmal ist es gut, Frühaufsteher zu sein, denn nur so schaffte ich es noch gerade rechtzeitig auf das Seeeis, um dort in den Genuss des herrlichen Morgenlichts von blassrosa bis leuchtend gelb-orange zu kommen.

Ein rosaroter MorgenSonnenaufgang über dem zugefrorenen Torneträsk

Lapporten – das Wahrzeichen Abiskos

Morgensonne auf dem FjällNaturgeformte Eisskulptur

Später am Tag haben Annika, Ralf und ich einen Spaziergang zur Abisko Fjällstation gemacht und dort waren wir wieder auf dem Eis des Torneträskes. Lange noch hätten Ralf und ich dort fotografieren können, aber das Mittagessen im Restaurant der Fjällstation wollten wir uns auch nicht entgehen lassen: Lammlasagne mit See- und Bergblick hat ja auch was.

Eisschollenlandschaft auf dem TorneträskBerge, halb im Dunst verschwunden

Schneeschauer im Gegenlicht

In der Fjällstation wurde ich von einem Verkäufer des Outdoorladens auf mein Fotostativ angesprochen und wir haben von ihm gleich zwei sehr schöne Tipps für gute „Locations“ zum Fotografieren bekommen. Eine davon war eine kleine Halbinsel bei Tornehamn hinter Björkliden. Dort gibt es eine kleine, felsige Halbinsel, an deren steilem, dem See zugewandten Ufer sich große Tropfsteinformationen gebildet haben. Wieder standen wir auf dem Torneträsk und bewunderten die phantastischen Eiszapfen an den Felsen. Inzwischen war es aber recht dämmerig geworden und schon bald haben wir uns auf dem Rückweg gemacht, uns aber vorgenommen, später noch einmal dort hinzufahren.

Die kleine Halbinsel bei Tornehamn

Eine kleine Höhle – von Eiszapfen umgebenFast der ganze Fels ist mit Eiszapfen bedeckt

Am nächsten Tag sind Ralf und Annika Hundeschlitten gefahren und ich war die meiste Zeit auf dem See. Doch davon berichte ich später …

Huflattichblüte

Heute hatte ich Geburtstag. Deswegen habe ich zu Hause gearbeitet und dann, weil die Arbeit es erlaubte, einen halben Tag Urlaub genommen. Schön, wenn so etwas wie bei uns auf der Arbeit ohne Absprache geht. Und weil das Wetter recht schön war, bin ich einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nachgegangen: Ziellos draußen in der Natur herumlaufen. Die Straße entlang, die kleine Abkürzung und den Weg in den Wald hinein. Nach einer kleinen Weile kommt dann links immer eine kleine Felslandschaft. Da das ein Südhang ist, ist der meiste Schnee schon längst weggetaut.

In den schattigen Vertiefungen hält sich noch ein bisschen Altschnee

Auf den Felsen umher, dann nach rechts den Hang herunter über den trockenen Graben auf die Straße. Da leuchtet es gelb! Hurra, der Huflattich (schwedisch Tussilago) blüht! Die erste Frühlingsblume hier in Skelleftehamn, drei Wochen früher als normal (2011, 2012, 2013).

Das erste Tussilago 2014

Über die Straße auf die nasse und lehmige Brachfläche an der Bucht. Und dort blüht noch eine Blüte. Lange knie ich mit der Kamera und dem Makroobjektiv, ehe mir ein Bild gefällt.

Tussilago

Weiter über die matschigen Brachflächen und dann die kleine Straße bis zur Kurve und dann geradeaus. Und dort ist noch mehr Huflattich.

TussilagoknospeTussilago im Profil

Tussilago-GruppenbildUnd noch mehr … . Nach einigen „Huflattichportraits“ und „-gruppenbildern“ verlasse ich die schlammigen Flächen und betrete wieder den Wald. Dort scheint es kühler, denn dort liegt teilweise noch Eis und Schnee. Ich war länger unterwegs als beabsichtigt und so mache ich die letzten Fotos in der Abenddämmerung gegen viertel vor acht.

Altschneefeld auf einer LichtungEis und LehmSpiegelung in einer großen EispfützeAbenddämmerung