Norwegenreise – Teil I
Anreise
Heute fahre ich mit dem Bus nach Norwegen. Ich finde es immer noch irre, dass es von Skellefteå eine direkte Busverbindung ins norwegische Bodø gibt. Da ich allerdings zum einen noch mit dem Bus von Skelleftehamn nach Skellefteå fahren muss und zum anderen am Vortag noch nichts gepackt habe, klingelte der Wecker um 5:30. Schluck! Ja, und wieder habe ich die dicke Reisetasche vollgekriegt und verlasse zum ersten Mal seit dem Kauf mein Haus in Skelleftehamn für länger. So, Fenster und Türen zu, Wasser ist abgestellt, Heizung nicht, dann kann es ja losgehen.
Um halb zehn bin ich am Busbahnhof in Skellefteå und warte auf den Silverexpressen, den Bus nach Norwegen. Die Straßen sind ziemlich glatt, von Schnee ist aber nicht mehr viel zu sehen. Das ändert sich allerdings schon nach vier Minuten Busfahrt: Es ist wieder alles weiß und auf einem kleinen Grashügel sieht man noch gut die Schlittenspuren vom Vortag.
Der Bus hat 28 Sitzplätze und mit mir sitzen noch neun weitere Personen auf den bequemen Sitzen. Die siebenstündige Fahrt nach Røkland kostet sage und schreibe 310 Kronen, das sind etwa 34 Euro. Je weiter wir ins Inland fahren, desto mehr Schnee liegt. In Jörn, einem der ersten Haltepunkte sind es schon 10 cm. Ich bin guter Laune, es ist einfach schön, Urlaubsanfang zu haben und eine wunderschöne Frühwinterlandschaft, über der sich ein blauer Himmel wölbt, an sich vorbeiziehen zu lassen. Und genug zu essen und trinken habe ich auch. Und ein iPhone mit vollem Akku und viel Musik. Perfekt.
Die nächsten Haltepunkte sind Arvidsjaur, wo wir eine zwanzigminütige Pause machen und Arjeplog, schön an einem großen See gelegen, dahinter schneebedeckte Berge . Ab hier sieht man immer wieder Rentiere: Im Wald, weit hinten am Fuß eines Berges oder auch direkt vor einem mitten auf der Straße. Die Ortsnamen sind jetzt schwedisch und samisch und der Busfahrer hält ab und zu an, um Post in knallrote Plastikbriefkästen an der Straße einzuwerfen. Gegen halb drei sind wir in Jäckvik (norwegisch Jäkkvik, samisch Jäggeluokkta). Hier haben wir eine gute halbe Stunde Pause und alle wechseln von dem schwedischen in den norwegischen Bus. Auch der norwegische Busfahrer ist gleichzeitig Postbote. Für einen Expressbus ist die Fahrt doch sehr geruhsam. Nach der schwedisch-norwegischen Grenze kommen wir bald immer mehr ins norwegische Fjäll, die Berge werden höher und schroffer, die Straßen steiler, die Landschaft rauher. Welch ein Kontrast zur bewaldeten und fast flachen schwedischen Ostseeküste: Hier gibt es neben Nadelbäumen hauptsächlich Fels und Schnee. Nur kurz vor Røkland ist lustigerweise noch eine kurze Etappe schneefrei – die erste seit sieben Stunden. Um viertel nach fünf steige ich in Røkland aus und werde von den Freunden abgeholt und wir fahren zu ihrem Haus nach Skogly hoch. Da wir hier 400 Meter höher als im Tal sind, liegen hier 30 cm Schnee. (Für alle, die das später lesen: wir haben Mitte Oktober!). Der Rest des Tages: Reden, Essen und früh in die Hütte ins Bett gehen.
Schneeschuhe
Am nächsten Tag habe ich ausgeschlafen und war erst um 8:15 wach. Am Vormittag habe ich mir dann einen Rucksack gepackt, Jacke, Mütze, Stiefel und Gamaschen angezogen und den einen Berg hochgelaufen. Nach zehn Minuten war ich aber wieder unten und habe mir Schneeschuhe geliehen. Bei 30 cm Pulverschnee war mir das sonst doch zu anstrengend. Schnell habe ich mir noch ein paar Sachen ausgezogen, denn mit 0 °C war es nicht wirklich kalt und bin langsam bergauf gestiegen. Der Birkenwald lichtet sich immer mehr, der Schnee wurde mit ±50 cm noch tiefer und nach einigen Foto- und Verschnaufpausen war ich dann über der Baumgrenze und hatte trotz grauen Wetters eine phantastische Aussicht auf das ganze Tal und den Gebirgszug gegenüber. Es fing langsam an zu schneien und meine knallgrüne Jacke war der einzige Farbtupfer in der kontrastlosen Schwarzweißlandschaft. Der Berg vor mit ging nahtlos in Wolke über und nur Steine und einige kahle Zweige gaben noch Kontrast. Hier war es auch windiger und so waren manche Flächen fast kahlgeweht und gut zu laufen, während drei Schritte weiter der Schnee sich in einer Senke gesammelt hat und man ohne Schneeschuhe bis zur Brust im Tiefschnee stand. Ohne Schneeschuhe wäre ich nie den Berg so weit hochgekommen. Der Rückweg war dann einfacher, denn mit Schneeschuhen kann man den Hang teilweise herrlich heruntergleiten und gegen drei war ich wieder am Haus der Freunde angelangt, wo zu meiner großen Freude ein Topf noch warmer Nudelsuppe auf dem Herd stand.
Die Tour hat einen riesigen Spaß gemacht und es war gut, dass ich sie an diesem Tag gemacht hatte, den am Abend wurde es schon wärmer und der Pulverschnee des Morgens hat sich in nassen Schneemannschnee verwandelt. Obwohl ich großer Winterfan bin, bin ich trotzdem nicht böse, dass zu Hause noch kein halber Meter Schnee liegt; das darf gerne noch ein paar Wochen warten. Meine Laune wurde dann noch besser, als mir klar war, dass ich nach dem Norwegenurlaub wieder mit dem Bus nach Hause fahren kann und nicht wie sonst immer mit dem Flugzeug zurück in die Großstadt muss. Toll!
zu Hause
Minimum seit 15.10.: -6.2°. Heute 23:00: -2.9 °C. Schnee, aber nur stellenweise.
Ich bin wieder zu Hause. Gestern bin ich von Stokmarknes nach Bodø geflogen, habe dort im Vandrerhjem übernachtet und bin heute um 11 Uhr in den Bus zurück nach Skellefteå gestiegen. Der hat mich von der regnerischen Atlantikküste über das verschneite Fjäll an die nicht sehr verschneite Ostseeküste gebracht. Nach acht Stunden war ich in Skellefteå und eine Stunde später zu Hause.
Ich freue mich, dass ich die Norwegenreise gemacht habe. Wie schön die Landschaft dort ist, habe ich schon geschrieben, aber es war auch toll, entstehende Freundschaften vertiefen zu können. Danke an Susa und Sven, danke an Julia und René für Eure tolle Gastfreundschaft.
Und ein weiteres Gutes hatte die Reise: Ich bin zum ersten Mal in diesem Jahr wieder nach Hause gekommen.
- Aber die Rückreise von schwedisch Lappland nach München im Februar?
Nein, da wusste ich ja schon, dass ich nach Schweden ziehe. München war kein zu Hause mehr. - Und die Ankunft in Schweden im April?
Nein, da war ich bei tollen Gastgebern, aber eben nicht zu Hause. - Im Juli nach München?
Pustekuchen – die Wohnung aufgelöst habe ich. - Und dann Ende Juli ins eigene Haus?
Ach, das war noch so ungewohnt, unbewohnt und noch so gar nicht richtig meines.
Aber jetzt: Ich bin von hier nach Norwegen gereist und wieder hier angekommen. Und fühle mich heimisch, und dass nicht nur, weil in meinem Haus Flügel, Badewanne und Waschmaschine stehen. Nur der Winter ist hier mit ± 2 cm Schnee ein bisschen zaghafter als im restlichen Västerbotten. Dazu ist die Ostsee noch zu warm, aber ehrlich gesagt, Olaf: Musst Du wirklich im Oktober schon tiefsten Winter haben? Das kommt doch noch früh genug, oder?
Das Photo links habe ich um 16:37 mit dem iPhone aus dem Bus geknipst. Wenn in einer Woche die Zeit umgestellt wird, geht die Sonne schon um 15:20 unter. Ich glaube, morgen kaufe ich Kerzen …
Zeitumstellung
In Schweden hört am letzten Oktoberwochenende – genau wie in Deutschland – die Sommerzeit auf und die Uhren werden auf Normalzeit zurückgestellt. Heute hatten wir also dieses zweifelhafte Vergnügung der Zeitumstellung und jetzt ist es um vier Uhr nachmittags dunkel und jetzt – um fünf – stockfinster. Nun hoffe ich auf Schnee, denn der reflektiert doch so viel Stadtlicht, dass die Dunkelheit nicht mehr so absolut ist.
Heute war ich das erste Mal wieder mit dem Fahrrad unterwegs, denn alles Eis ist weggetaut. Allerdings sind die Wege jetzt alle ein bisschen matschig und das Fahrrad sieht aus wie Sau. Die Laubbäume sind schon lange kahl und die ganze Landschaft besteht nur noch aus verschiedenen Brauntönen, dem milchigen Weiß des Eises auf den sumpfigen Wiesen und dem dunklen Grün der Nadelbäume. Und über allem wölbte sich heute – ganz entgegen der Vorhersage – ein trüb-grauer Himmel. Spätherbstfarben. Nur das Torfmoos leuchtet, als habe es damit nichts zu tun.
Spikes
Heute morgen waren die Straßen seit Wochen zum ersten Mal nicht mehr glatt. Obwohl es schon länger über null ist, war doch noch so viel Frost im Boden, dass die Straßen morgens immer so rutschig waren, dass ich den Bus genommen habe. Die letzte Nacht ist die Temperatur auf fünf Grad gestiegen und es hat auch das letzte Eis weggeregnet. Zudem hat die Wettervorhersage mit ihren 10 m/s Wind kräftigst daneben gegriffen, es war nämlich fast windstill.
Also habe ich mich das erste Mal seit Wochen wieder auf das Fahrrad gesetzt und bin die 19 Kilometer zur Arbeit geradelt. Nach der Hälfte kam auch die Sonne heraus, tauchte alles in warme Herbstfarben und projizierte einen langen, langen Radfahrerschatten, dem ich dann hinterher geradelt bin.
Dann bin ich am Vormittag zum Cykel & Fiskecenter gefahren, das sich auf Fahrrad und Angeln spezialisiert hat und habe Winterreifen mit Spikes gekauft. Der Nokian Extrem mit 294 Spikes waren leider nicht da, aber ich hoffe 240 Spikes tun es auch. Nach der Arbeit habe ich dann das Fahrrad frisch bereift abgeholt und bin nach Hause gefahren.
Der erste Eindruck: Die Reifen sind natürlich ziemlich laut und ich bilde mir auch ein, dass sie ein wenig unruhiger laufen, wenn man langsam fährt. Der zweite Eindruck: Die Reifen haben eine höhere Reibung und ich habe auf manchen Strecken einen Gang niedriger genommen als normal. Jetzt bin ich gespannt auf die ersten Fahrten auf Eis. Die werden vermutlich nicht lange auf sich warten lassen, denn der nächste Frost ist für das Wochenende vorhergesagt.
Das war meine erste Rückfahrt im Dunkeln und ich freue mich, dass praktisch jeder Weg beleuchtet ist. Außerhalb der Stadt sind fast alle Fußgänger und teilweise auch die Hunde mit neongelben Reflexwesten unterwegs. Man sieht also und wird gesehen.
Jetzt bin ich gespannt, wann ich das erste Mal Polarlicht beim Radfahren habe …
Nachtrag:
Schon heute – einen Tag später – hatten wir -1 °C und dementsprechend glatte Straßen. Ich bin begeistert von den Spikes. Sie greifen auch auf gefrorenen Pfützen gut und wesentlich besser als meine Alltagsschuhe, wenn ich zu Fuß unterwegs bin. Supi, dann kann ich ja wieder regelmäßig fahren (und habe eine Ausrede weniger, wenn ich wieder mal zu faul bin).
Schnee am Abend
Früher als vorhergesagt ist es wieder ein bisschen kälter geworden und seit heute Nachmittag schneit es leise bei Temperaturen um null Grad vor sich hin. Zur Zeit liegen etwa drei Zentimeter und da es auch die nächsten Tage kaum über Null werden soll, bleibt der Schnee wohl auch liegen.
Ich finde es ganz schön schwer, den Schneefall in der Dunkelheit zu fotografieren. Belichte ich zu kurz, ist alles schwarz. Belichte ich zu lang, sieht der Schnee wie Regen aus. Gehe ich auf ISO 3200, rauscht das Bild. Ich habe mit Mehrfachbelichtungen und Stroboskopblitz experimentiert, aber so schön wie die Wirklichkeit sind die Fotos noch lange nicht. Wer das also in Natura sehen will, soll halt vorbeikommen …
… und Schnee am Morgen
Minimum -8.0 °C, Maximum -0.9 °C. 2 cm Schnee und bis mittags wolkenlos.
Heute war der erste so richtige Wintertag. Am morgen lagen die Temperaturen bei minus sieben, acht Grad. Der blaue Himmel und der frische Neuschnee sorgten für ein herrliches Licht. Was für ein Unterschied zu der nassen, braunen Erde vor ein paar Tagen, selbst wenn nur zwei Zentimeter Schnee gefallen sind. Es war auch der erste Tag, an dem die Höchsttemperatur unter null lag. Mein kleines Außenthermometer zeigte als Maximum heute – 0.9 °C. Ach, ist das schön, wenn der Schnee sich nicht gleich wieder in braunen Matsch verwandelt.
Laut Wettervorhersage bleibt es mindestens bis Mittwoch kalt. Allerdings ändert sich die Vorhersage für einen bestimmten Tag hier mindestens so häufig wie das Wetter selbst …
Eis auf See und Meerbucht
Heute lag die Höchsttemperatur nur noch bei -2.7 °C und der Frost sorgt dafür, dass nicht nur die Seen mit Eis bedeckt sind, sondern sich auch auf den kleineren Ostseebuchten und ruhigen Stellen zwischen Insel und Festland immer mehr Eis bildet.
Das linke Bild zeigt den kleinen See ein paar hundert Meter vom Haus weg; das rechte Bild Storgrundet, die nächste Badestelle von hier aus. Dort habe ich im August noch gebadet und am Sandstrand gesessen. Das Baden habe ich mir allerdings heute gut verkneifen können.
So wie ich im Sommer keinen Zeitrhythmus hatte, weil es immer hell war, so komme ich jetzt ein bisschen aus dem Tritt, weil es um halb vier schon dunkel wird. Ich denke die ganze Zeit schon, es sei wer weiß wie spät, dabei zeigt die Uhr jetzt gerade halb sieben an. Der iPhone-Bug, der dazu geführt hat, dass ich letzte Woche zwei Mal falsch geweckt wurde, hat meinen Rhythmus auch nicht gerade verbessert. Ich bin gespannt, wie lange ich brauche, um mich von den Hell-Dunkel-Phasen ein bisschen unabhängig zu machen. Aber die Schweden schlafen im Winter wohl auch mehr und im Sommer weniger.
Winterradeln
8.11.: Minimum -11.5, Maximum -6.3., klarer Himmel
9.11.: Minimum -12.7, Maximum -1.3, jetzt um 21:00 bewölkt, -4 °C, windig und Schneestaub von oben
Gestern morgen zeigte das Thermometer -11 °C an und der Morgenhimmel war klar. Ein guter Tag, um auszuprobieren, welche Handschuhe meine Finger warmhalten, wenn ich eine Stunde auf dem Rad Richtung Stadt fahre. Ich hatte tatsächlich sechs Paar dabei, von den dünnen Fingerhandschuhen zum Unterziehen bis zum dicken, knallroten Daunenfäustling. Dann noch eine Daunenjacke für die Mittagspause eingepackt, mit den Füßen in die Winterstiefel geschlüpft, eine Sturmhaube, die nur noch die Augen frei lässt übergezogen und den Fahrradhelm aufgesetzt. Das war schon eine besondere Atmosphäre, als ich in der Morgendämmerung mit auf frostigem Schnee knirschenden Spikes losgefahren bin. Ich war froh über meine wintertaugliche, funktionelle Kleidung und die zwei Paar Fingerhandschuhe übereinander hielten schön warm. Aber schließlich braucht man so etwas auch für eine derartige Expedition! Dachte ich! Bis mir die erste Oma mit Strickmütze auf Ihrem Klapperrad entgegen kam. Und auch die nächsten Fahrradfahrer hatten nichts um den Hals. Das versetzte meinen Harter-Fahrradfahrer-Phantasien doch einen empfindlichen Dämpfer.
Obwohl die Spikes toll sind, habe ich doch ein Drittel mehr Zeit gebraucht als im Sommer. Was aber wirklich Zeit kostet, ist das ganze An- und Umziehen. In der Agentur: Helm ab, Sturmhaube ab, zwei Paar Handschuhe aus. Jacke aus. Im Bad Unterhemd und Fleecepullover aus. Waschen. T-Shirt und Sweatshirt an. Lange Fleecehose aus, normale Hose wieder an. Sachen zum Trocknen aufhängen. Puh, das dauert. Jetzt erst einmal einen warmen Tee!
Der Rückweg war schön. Zum einen hatte ich Rückenwind, zum anderen ließen die Straßenlaternen vor allem die schneebedeckten, kleineren Straßen hell leuchten, während sich über einem der dunkle Sternenhimmel wölbte. Kein Vergleich zu dem dunklen und öden Eindruck, den die Straßen ohne Schnee letzte Woche machten.
Das war gestern. Heute morgen war es noch ein bisschen kälter, aber ich habe nicht so gut geschlafen und war so müde, dass ich lieber den Bus genommen und meinen Krimi „Mannen som dog som en lax“ weiter gelesen habe. Und ehrlich gesagt – wenn ich mir die Wettervorhersage anschaue, dann werde ich wohl auch morgen den Bus nehmen. Die sagt nämlich für morgen Neuschnee bei mittleren Windgeschwindigkeiten von 13 m/s, also etwa 45 Kilometer pro Stunde voraus. Schon jetzt fällt Schneestaub vom Himmel, der vom zunehmenden Wind durch die Straßen getrieben wird und alles ist weiß.
Schnee am Abend · Schnee am Tag
Gestern Abend fing es schon an zu schneien. Es kam ganz feiner Schneestaub herunter und das hell beleuchtete Rönnskär tauchte alles in gelb-orangefarbenes, fast mystisches Licht. Da musste ich kurz noch einmal mit meiner D300s raus und ein paar Fotos machen.
Heute bin ich dann mit meinen bequemen Kamik-Winterstiefeln durch den Schneefall zur Bushaltestelle gestapft und mit dem Bus zur Arbeit gefahren. Auch in Skellefteå hat es die ganze Zeit geschneit und als ich mittags am Skellefteälven war, war der Schneefall so stark, dass die Sicht schon sehr eingeschränkt war. Überrascht hat mich, dass auf dem Fluss schon viele kleine Eisschollen trieben.
Um 17:00 lagen etwa 15 cm frischer und vom Wind verwehter Neuschnee in der Stadt und die mit Frontlader ausgestatteten Bagger waren schon kräftig am Räumen.
In Skelleftehamn ist der Schnee ein bisschen pappiger, hier ist es nämlich ganz knapp über 0°. Wenn die Temperaturen noch weiter ansteigen, tausche ich morgen wohl meine Kamiks gegen Gummistiefel.
Auf dieser Seite sind alle meine Digitalknipsen präsentiert. Die oberen Fotos habe ich mit der Nikon D300s bei Belichtungszeiten von etwa 20 Sekunden gemacht. Das Bild unten links stammt von der Ricoh und das unten rechts vom iPhone, welches sich überraschend gut schlägt und bei manchen Lichtverhältnissen die Ricoh qualitativ hinter sich lässt.
Der Winter geht weiter
Nun, für einen Nordschweden mag das alles völlig normal sein und das Wetter ist hier eigentlich auch kein Thema. Es liegen 25 Zentimeter Schnee in der Stadt – na und? Für mich als Deutschen ist es – obwohl erwartet – dennoch erstaunlich, dass es Anfang bis Mitte November schon so winterlich ist. Und momentan sieht es so aus, als ob die Temperaturen weiterhin unter Null bleiben. Allerdings werde ich es morgen so 15 – 20 Grad wärmer haben, denn da fliege ich nach Bremen und werde dann für fünf, sechs Tage wieder nassen, deutschen Herbst statt schwedischen Herbstwinter haben.
Die folgenden Bilder habe ich heute morgen in der Stadt gemacht:
- Gar nicht so wenige sind auch bei diesem Wetter mit dem Rad unterwegs. Ein Jugendlicher fährt sogar freihändig über die kruckeligen und von platt gedrücktem Schnee bedeckten Straßen.
- Interessant ist der Kontrast zwischen der tiefwinterlichen Stimmung am Fluss und der perfekt geräumten Fußgängerzone im Zentrum, denn Fluss und Fußgängerzone liegen gerade gut 200 Meter auseinander.
- Der Skellefteälven friert an seinen Ufern ganz langsam zu. Noch ist das Eis sehr dünn, aber ich bin gespannt, wie es in zehn Tagen aussieht, wenn ich wieder zur Arbeit fahre. Mit dem Fahrrad …?
Rückreise
Mir ist das Reisen per Flugzeug glaube ich zu schnell. Es ist zwar nett, wenn ich von Haustür Bremen zu Haustür Skelleftehamn „nur“ elf Stunden brauche, aber meine Gedanken hängen noch halb im regnerisch-grauen, kühlen Bremen, während der Körper das Fahrrad über den platten Schnee zu ICA steuert. Ich bin zwar – wie schon nach der Norwegenreise – wieder zu Hause, aber noch nicht vollständig angekommen.
Mein Koffer hat schon in Frankfurt mit mir sympathisiert und ist dort geblieben. Vielleicht ist er eben schon mit der Sieben-Uhr-Maschine in Skellefteå eingetroffen, das weiß ich noch nicht. Ich erwarte ihn recht ungeduldig, denn er enthält nicht nur das Ladegerät für mein iPhone, sondern auch eine nicht unwesentliche Menge Nusskuchen …
Mein Küchen- und mein Schlafzimmerthermometer derweil sind sich uneins, wie kalt es die letzten sieben Tage war. Sie haben sich zwar beim Minimum auf -13.1/-13.2 °C geeinigt, aber die Küche meint, dass es zwischendurch mal +1.5 °C gewesen sei, während der andere Temperaturmesser steif und fest behauptet, über -2.3 °C sei mal überhaupt nichts gelaufen. Nun, ich war nicht dabei und kann den Streit nicht schlichten. Aber nachdem es im Inland immer mal unter -25 °C war, nehme ich einfach mal die -2.3 °C, der Dramatik wegen.
Auf Dramatik machte auch die heutige Ausgabe des Aftonbladet, die heute „Köldchock. Det blir orimligt kallt’. Vinter i hela landet“ als Schlagzeile hatte. Auf deutsch: „Kälteschock. Es wird übermäßig kalt. Winter im ganzen Land“. Ich lasse mich überraschen. Die Wintersachen hängen griffbereit.
(Bildquelle: Facebookseite von Fjällräven)
Nachtrag:
Just eine Minute nach dem Publizieren – um 19:45 – ist gerade mein Koffer angekommen. Das ging aber fix! Nusskuchen!
Die Ostsee friert zu.
heute um 8:20: -7.8 °C, dann kontinuierlich etwas kälter werdend. Jetzt um 17:00: -10.5 °C.
Die tiefen Temperaturen der letzten zwei Wochen sorgen dafür, dass nicht nur die Seen komplett mit dickem Eis bedeckt sind, sondern auch die Ostsee langsam zufriert. Offenes Wasser ist nur noch an wenigen Stellen auszumachen. Auf der ruhigen Bucht vor der Insel Storgrundet liegt glattes, festes Eis und ein Mann mit Hund ist heute schon herüber gelaufen. Ob das sicher war oder eine dumme Idee, kann ich allerdings nicht beurteilen, also verschiebe ich das Betreten lieber auf später.
Auf dem Killingörviken (vik = Bucht) schwimmen kleine Eisschollen, die durch das ständige Aneinanderstoßen das abgerundete Pfannkucheneis bilden. Aber während dort das Eis noch bei jeder Welle hin- und herschwappt, sind die Eisstücke an der offenen Ostsee schon auf einige hundert Meter fest aneinander gefroren. Vor allem die mit Eis glasierten Felsen im Uferbereich bilden wunderbare Formationen und glitzern in der tief stehenden Sonne. Unter manchen Steinen haben sich richtige kleine Tropfsteinhöhlen mit Säulen gebildet.
Heute war die Frage, was ich anziehe, wenn ich bei -9 °C fotografiere. Manchmal laufe ich – also nicht zu warm anziehen – manchmal stehe ich minutenlang an einem Fleck. Das hatte ich heute an:
- Winterstiefel von Kamik: super
- warme Socken
- Skiunterwäsche (Billigversion)
- dünne Skihose: praktisch
- 100er-Fleecejacke
- Softshelljacke
- Daunenweste
- Fleeceschal und Wollmütze
- Handschuhe
Die Daunenweste habe ich schnell in den Rucksack gesteckt, sie war selbst im Stehen fast zu warm. Die Handschuhe hatte ich fast nur an, um das Stativ längere Strecken zu tragen. Nur wenn die Finger vom Eis nass werden, wird’s ein bisschen kälter.
Drinnen und draußen
Drinnen: Ein Betrüger hat es geschafft, an einem Tag über 26000 Kronen von meinem Konto abzuräumen. Er ist wohl irgendwie an die Daten meiner neuen Visakarte gelangt. Also war ich heute bei der Bank und habe sie über den Vorfall informiert. Dann habe ich bei der Polizei Anzeige erstattet. Jetzt kann ich kaum etwas tun, als einige Wochen zu warten, während SwedBank und Visa überprüfen, was passiert ist, um mir dann hoffentlich das Geld restlos zurück zu erstatten. Grummel!
Nachtrag: Ein Kollege hat mir einen Link zu einem Artikel von Norran geschickt, nach dem mindestens zwei weitere Personen betroffen sind.
Draußen: Heute hatte ich es gut, denn Kollegen haben mich im Auto von der Stadt nach Skelleftehamn mitgenommen. Da der Winter Schweden fest im Griff hat, ist das Auto fahren nicht so einfach. Auf dem Neuschnee driftet man in den Kurven auch mit Spikes leicht aus der Spur und ist man dann auf der Bundesstraße, so wirbelt jeder Lastwagen Schneestaub (snörök) viele Meter weit auf, so dass man zeitweise gar nichts sieht. Aber über den Neuschnee schreibe ich am Wochenende mal weiter unten.
Drinnen: Nun ist es raus: Ich arbeite nicht mehr bei Artopod, sondern bei Hello Future. Mit den gleichen Leuten, aber einem erweiterten Background, da Internet heute mehr ist als Webseiten. Das sieht beruflich für mich nach einer sehr spannenden Zeit aus.
Draußen: Heute Abend bin ich mit dem Fahrrad zum ICA gefahren. Das Problem war nicht der Wind oder die -8 °C Kälte oder der Schneefall, sondern der Straßenuntergrund. Teilweise lässt sich gut fahren, doch zum Teil schlingert man wie in Sand oder die Räder drehen ganz durch. Gleichzeitig will das Licht nicht mehr richtig, die Gänge gehen nur noch teilweise rein und das Schloss ist auch eingefroren. Wenn das Wetter so bleibt, kaufe ich mir im Dezember eine Monatskarte für den Bus, den bei diesem Tempo bräuchte ich in die Stadt und wieder zurück wohl vier, fünf Stunden.
Draußen: Der Dramatik wegen sollte ich jetzt schreiben: „Draußen tobt ein Schneesturm!“. Zumindest nimmt der Wind immer weiter zu, heult ums Haus, weht meine Fenster und meine Eingangstreppe zu und beim Schnee kann man gar nicht mehr bestimmen, was von oben kommt und was vom Wind aufgewirbelt wird. Alle Schneeräumarbeiten sind fast überflüssig, die freigeschaufelten Wege sind eh wieder nach kürzester Zeit zugeweht.
Schon die letzten Tage ist einiges an Schnee heruntergekommen. Waren es am Montag vielleicht 10 cm hier an der Küste, so haben wir jetzt gut 30 cm. Bei den Verwehungen lässt sich die Höhe aber nicht mehr bestimmen, denn an manchen offenen Stellen liegen der Schnee gerade knöcheltief, während man zwei Schritte weiter in einer hüfttiefen Schneewehe steckt.
Aber von mir aus soll noch ordentlich was herunterkommen, denn am Wochenende will ich hier Skilaufen!
Von der Autofahrt und den Tücken einer geschlossenen Schneedecke handelt dieses kleine LowFi-Video.
Schwedischkurs Winter
seit gestern Abend Schneefall, windig, um -10 °C. Heute morgen ein halber Meter Schnee auf dem Grundstück
Winternachtshaus
Ich wollte Winter und bekam ihn · Teil 1: Schnee
Dieser Artikel ist Teil der vierteiligen Serie Ich wollte Winter.
- „Ich wollte Winter und bekam ihn“
- 1: Schnee
- 2: Der Morgen
- 3: Skitour
- 4: Trendsport
Noch am Montag dieser Woche legen vielleicht gerade zehn Zentimeter alter Schnee in Skelleftehamn. Nun, das hat sich geändert! Am Dienstag vor vier Tagen fing es an zu schneien und hat seitdem nicht mehr aufgehört. Ein recht frischer Wind hat zudem zu einigen Schneeverwehungen geführt, so dass sich gar nicht genau sagen lässt, wie viel Schnee jetzt eigentlich liegt, in meinem Garten sind es jetzt vielleicht durchschnittlich 65 cm; an manchen Stellen etwas weniger, an manchen über ein Meter.
Im Wald lagen heute 50 – 100 cm. Direkt an der Küste war durch den stürmischen Wind der Boden an der einen Stelle fast schneefrei und direkt daneben türmte sich eine über drei Meter hohe Schneewehe auf.
Interessant ist, dass der Schneefall so lokal ist. In Bureå (10 km südlich) wurden gestern 80 – 85 cm gemessen, in Skellefteå (18 km westlich) lag schon wesentlich weniger, und in Boliden (45 km im Inland) nur 10 cm! Ich vermute, dass dieses Phänomen eine Art Lake Effect ist, der an den großen Seen zwischen Kanada und den USA für große Schneemengen sorgen kann. Aber ich bin kein Meteorologe und weiß es nicht.
Spannend ist, wie lange dieses Wetter noch anhält, von den Wetterdiensten wurde es nämlich eher ignoriert und erst gestern hat der SMHI eine Warnung der Stufe 1 „Snöbyar som tidvis kan vara kraftiga, främst vid norra Västerbottenskusten.“ herausgebracht.
Bevor ich mich vielleicht an Teil 2 mache, muss ich erst mal Schnee schippen …
Für die Zahlenliebhaber:
| Mittwoch morgen | etwa 20 cm |
|---|---|
| Donnerstag morgen | etwa 30 cm |
| Freitag morgen | etwa 50 cm |
| heute früh | etwa 60 cm |
| morgen früh | vermutlich 70 cm |
Ich wollte Winter und bekam ihn · Teil 2: Der Morgen
Dieser Artikel ist Teil der vierteiligen Serie Ich wollte Winter.
- „Ich wollte Winter und bekam ihn“
- 1: Schnee
- 2: Der Morgen
- 3: Skitour
- 4: Trendsport
Nachdem ich die ganze Woche Skelleftehamn nur im Dunkeln gesehen habe, wollte ich heute endlich das Haus (links im Bild) im Hellen Fotografieren und dann eine schöne Skitour machen. Allerdings habe ich Intelligenzbolzen die Skier in der Garage (rechts im Bild). Und vor der Garagentür sind meterhohe Schneewehen, die ich gelassen habe, weil das auf Fotos so schön aussieht. Also war erst einmal Schneeschaufeln angesagt und das sah so aus:
Nachdem ich dann meine Skier endlich hatte, musste ich nur noch den fertig gepackten Rucksack und die Kamera aus dem Haus holen, die Skier im Garten unterschnallen und losfahren.
Ich wollte Winter und bekam ihn · Teil 3: Skitour
Dieser Artikel ist Teil der vierteiligen Serie Ich wollte Winter.
- „Ich wollte Winter und bekam ihn“
- 1: Schnee
- 2: Der Morgen
- 3: Skitour
- 4: Trendsport
Samstag
Nun, die Skier waren aus der Garage heraus und ich war auch sonst fertig. Also habe ich meine Ski untergeschnallt und bin durch den Garten und durch die Hecke auf die Straße und dann den Weg zu Storgrundet gelaufen. Nach einigen hundert Metern bin ich in den Wald abgebogen und musste feststellen, dass ich auch mit den schon etwas breiteren Fischer Europa 99 Ski tief versank. Von den Skier sah man nichts mehr und oft stand ich bis zum Knie im flaumfederleichten Neuschnee. Nach dem ausgiebigen Testen von zwei Trendsportarten (siehe Teil 4) bin ich erst im Wald unterwegs gewesen. Dort lagen etwa 70 cm und von Wind war kaum etwas zu spüren. An der Grenze zu einem kleineren offenen Gelände wurde der Schnee schnell tiefer; oft einen Meter oder mehr. Auf dem sumpfigen Gelände wurden meine Skier schwerer und schwerer. Unter dem vielen Schnee war alles noch nass und ich musste am Rand schnell zwei, drei Zentimeter Schneematsch von den Gleitflächen wegwischen, bevor dieser festfror. Danach bin ich in einem Bogen zu einem kleinen Stichweg gelaufen, der anfangs noch geräumt war, dann aber auch hoch mit Schnee bedeckt war. Dort habe ich auch das Auto fotografiert. Auf den letzten fünfzig Metern zur Ostsee änderte sich die Atmosphäre schlagartig.
An der See heulte der stürmische Wind und trieb einem den Schnee waagerecht ins Gesicht. Schneesturm! Mit diesem Wind, der begrenzten Sicht und den drei Meter hohen Schneeverwehungen hatte dieser Ort gestern schon eine sehr arktische Atmosphäre. Von der Ostsee war eigentlich nichts mehr zu sehen. Das weiße Eis ging in weißes Schneegestöber und dieses in weißen Himmel über. Als ich später wieder im Wald war, kam ich mir vor, als hätte ich eine gemütliche Hütte betreten. Plötzlich war alles wieder friedlich, warm und still. Durch den wieder zunehmenden Schneefall bin ich dann in der Dämmerung nach Hause gelaufen. Das Bild rechts neben dem Selbstportrait zeigt übrigens die Ostsee. Nicht gerade ein Urlaubsfoto …
In diesem Video habe ich ein paar Eindrücke von dieser Tour zusammengeschnitten. Wie immer quick’n’dirty, denn für Film schneiden habe ich keine Geduld. Und das nächste Mal muss ich mehr schreien.
Sonntag
Was für ein Unterschied zum Vortag! Nachdem es hier vier Tage nonstop geschneit hat, hörte der Niederschlag gestern Abend auf, es klarte ein bisschen auf und wurde etwas kälter. Die heute Tour konnte ich bei blauem Himmel und windstillen – 14 °C machen. Der Wald war nett und ruhig und der Schnee bedecke dick die Bäume – und nicht ständig meine Kameralinse, wie gestern. Auf einem kleinen Felsrücken hatte ich Blick auf die Ostsee: Alles weiß. Nach ein bisschen Zickzack laufen war ich dann wieder am gleichen Ostseeufer wie gestern. Ein blauer Himmel überspannt die weiße Eisfläche und einige Bäume leuchten warmgelb in der tiefstehenden Sonne. Dennoch war ich bei meiner Pause über die Daunenjacke froh, denn wärmer geworden war es nicht. Die gleiche Stelle gestern und heute waren zwei Welten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Bei der Gelegenheit konnte ich gleich noch einmal das völlig verwehte Sommerhaus fotografieren, welches die letzten Tage dem Wind direkt ausgesetzt war.
Dieses Mal bin ich auch wieder im Hellen zu Hause angekommen und bin heißhungrig über die Schokolade in der Küche hergefallen. Merke: 200-Gramm-Tafeln sind gefährlich, selbst wenn man sie nicht ganz auf isst.
Ich wollte Winter und bekam ihn · Teil 4: Trendsport
Dieser Artikel ist Teil der vierteiligen Serie Ich wollte Winter.
- „Ich wollte Winter und bekam ihn“
- 1: Schnee
- 2: Der Morgen
- 3: Skitour
- 4: Trendsport
Heute möchte ich über einige neue Trendsportarten berichten, für die ich in dieser Saison ein großes Potential sehe. Auf der einen Seite dienen sie der Verbesserung von Kondition, Kraft und Beweglichkeit, auf der anderen Seite bieten diese durch die attraktive Bewegung in der Natur einen starken „Fun-Faktor“. Daher können sie sowohl die Volksgesundheit verbessern, als auch die Tourismus- und Kleidungsbranche stärken.
I. Tiefsnow stapfing
Diese Sportart kann man alleine und in der Gruppe ausüben. Sie stärkt die Kondition sowie Kraft und Beweglichkeit in Hüfte und Beinen. Je nach dem Niveau des Sportlers braucht man Schnee. Viel Schnee.
II. Power snowangeling
Hier haben wir es mit einem Sport zu tun, der als typischer Funsport ausgeübt werden kann. Es wäre aber auch denkbar, die Athleten in der Disziplin des Kunst-Snowangeling von unabhängigen Richtern mit A- und B-Note bewerten zu lassen.
Nachtrag vom 13.12. für Nachahmer: Bitte testet vorher aus, was sich unter dem Schnee verbirgt, wenn Ihr Euren Rücken nicht auf einen Felsen rammen wollt. Ich habe vorher mit einem Trekkingstock ein bisschen sondiert und an einer Stelle auch einen hübschen Felsen gefunden.
Da die Bilder nur bedingt aussagekräftig sind, präsentiere ich beide Sportarten in einem kleinen Video, welches das letzte Wochenende hier in Skelleftehamn entstanden ist:
III. Schneeräuming
Die dritte neue Trendsportart, das Schneeräuming, findet eher im urbanen Umfeld statt. Ihr fehlt allerdings noch ein gewisses Marketingkonzept, um sie der breiten Bevölkerung schmackhaft zu machen. Dabei wäre sie eine ideale Ergänzung zum Tiefsnow stapfing, da sie eher die oberen Körperbereiche wie Arm und Schulter anspricht. Sportler, die das Schneeräuming einmal probieren möchten, dürfen sich gerne bei mir in Skelleftehamn einfinden.




























































