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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Baustellenbegehung

Es wird herbstlich. Die letzten Tage war ich viel mit dem Auto unterwegs und konnte sehen, wie die Birken und Espen gelbe Blätter bekommen und von der Sonne in goldenes Licht getaucht wurden.

Heute nachmittag war aber nix mit Sonne, stattdessen hüllte Sprühregen die Landschaft in die dunkle Seite des Herbstdaseins, während Windböen die ersten Blätter von den Bäumen fegten.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, auf der 372 – der Verbindungsstraße Skellefteå—Skelleftehamn einmal anzuhalten. Dort ist nämlich eine große Baustelle, denn die eine Kreuzung soll aufgrund des Verkehrsaufkommens in einen Kreisel mit Fahrradunterführung verwandelt werden. Weitere Kreisel sollen folgen.

Ich muss ja ein bisschen lächeln, denn ich finde das Fahren auf der Straße ziemlich entspannt, da dort eigentlich nie viel los ist. Zumindest mit deutschem Maß gemessen. Es kann einem höchstens mal passieren, dass man hinter einem langsamen Auto hinterher tuckert, aber da hilft ein Kreisel ja auch nicht weiter.

Ich finde, Baustellen haben ihren Reiz beim Fotografieren. Das, was zuerst wie eine riesige Fläche aus nassem Lehm und Dreck aussieht …

… entpuppt sich bald als spannender Platz für eine eher abstrakte Motivsuche, …

… vor allem, wenn man Schwarzweißbilder macht.

Natur und Kunst

Seit gestern haben wir kaltes, aber herrlich sonniges Herbstwetter. Gestern morgen waren es -4.2 °C und heute sind das erste Mal die gefrorenen Pfützen den ganzen Tag nicht aufgetaut, denn hier bei mir hat es das Thermometer gerade mal kurz auf +2.6 °C gebracht, um schon am Nachmittag wieder in den Frostbereich abzusinken. Kaum vorstellbar, dass es in Deutschland heute zwanzig Grad wärmer ist.

Nach einem kurzen Frühstück habe ich meine Kamera geschnappt und bin eine Runde gelaufen. Die Sonne beschien den Raureif, die gefrorenen Pfützen und die letzten bunten Blätter des Herbstes. Auch am Rand des Sees bildeten sich schon die ersten Eisnadeln.

Einige der Bilder, die ich gemacht habe, sind mehr abstrakte Strukturen als Landschaftsfotografien, vor allem das Eis auf den ausgetrockneten Pfützen bildet wunderbare Formen und Strukturen. Ich habe mir bei den nächsten Bildern die Freiheit genommen, die Fotos bewusst zu verfremden und nicht die Wirklichkeit abzulichten.

Während man bei dem zweiten Foto noch klar Holz und Stein erkennen kann, sind die nächsten beiden Fotos schon abstrakt. Eines der beiden ist aber aus einem der oberen Eisfotos entstanden.

Über das Meereis – zwischen Angst und Faszination

Um Punkt fünf ging heute die Sonne auf. Da habe ich aber noch geschlafen, aber um halb sieben war ich wach, habe schnell gefrühstückt und dann Kamera und Skier geschnappt, denn das Wetter war – wie eigentlich fast den ganzen März schon – herrlich. Die Frühlingssonne schien von einem klaren, blauen Himmel und die -11 °C kühle Morgenluft wurde schon bald auf leichte Plusgrade erwärmt.

Neu ist, dass ich die Skier erst ein Stück tragen muss, denn auch die Nebenstraßen sind eis- und schneefrei und nur die meterhohen Schneewälle an den Straßenrändern zeigen, dass der Winter schneereich war und noch nicht vorbei ist. Doch bald schon habe ich die Skier untergeschnallt, bin den Schnee hochgestiegen und auf dem verharschten Frühjahrsschnee durch den Wald in Richtung See Snesviken gelaufen. Danach musste ich mich ein bisschen durch das Gestrüpp schlängeln, dann stand ich an der Ostsee.

Die Ostsee ist immer noch, so weit das Auge reicht, mit Eis und Schnee bedeckt. Mein Blick fiel auf die Insel Medgrundet, die etwa zweieinhalb Kilometer vom Festland entfernt liegt. Ein schönes Ziel für den heutigen Tag! Vor Medgrundet liegt Själagrundet, kaum mehr als ein flacher Felshügel im Meer. Zwanzig Möwen umkreisten das Eiland. Es ist schön, nach vielen Monaten wieder die Möwen kreischen zu hören.

Wenn es draußen kalt ist, habe ich das Meer meistens für mich alleine, aber heute waren auch andere auf dem Eis unterwegs. Ein Skiläufer mit drei Hunden lief, weit entfernt am südöstlichen Horizont, das Festland entgegen. Hinter der Insel Medgrundet stand ein Skooter, bewährtes Transportmittel der Eisfischer. Und dann, weit, weit draußen auf dem Meer sah ich die ersten Schlittschuhläufer, die mit ihren „Långfärdsskridskor“, Schlittschuhen, bei denen wie beim Langlaufski die Ferse frei ist, in großen Schwüngen über das Eis glitten.

Blick auf MedgrundetSchlittschuhläufer

Und nicht weit hinter Medgrundet war das erste Blankeis zu sehen. Im Gegensatz zum milchig-trüben Eis, welches durch gefrierendes Schmelzwasser entstanden ist, ist dieses Eis so klar, dass man teilweise bis auf den felsigen Grund schauen kann. Zahlreiche Sprünge durchziehen das Eis, an denen man sehen kann, dass es mindestens zwanzig Zentimeter dick ist. Also eigentlich kein Grund, beunruhigt zu sein.

Blankes Eis auf der OstseeSprünge ziehen sich durch das Blankeis

Doch die Geräusche, die haben es in sich. Das Meer tönt! Tiefste, sonore Bassklänge scheinen unter dem Eis hin- und her zu wandern. Sie werden immer wieder von peitschenartigen Knallen überlagert, deren tiefe, wummernde Echos sekundenlang nachklingen. Manchmal ist der Knall so stark, dass ich meine, die Vibrationen des Widerhalls unter meinen Skiern spüren zu können. Ich habe den Eindruck, das Meer lebt und atmet in seinem eigenen langsamen Rhythmus.

Ich bin hin- und her gerissen. Ich möchte noch bleiben, weitere Fotos machen und dem Pulsieren des Meeres nahe sein. Ein anderer Teil von mir hat ganz einfach gesagt Schiss! Ich habe Angst, dass das Meer aufreißt und ich mich plötzlich im Wasser wiederfinde oder auf einer Eisscholle sitzend nach Finnland segele. Da nützt es auch wenig, dass ich weiß, dass Eis schon ab 18 cm auch Autos trägt.

Ein Schiff am HorizontSchließlich reiße ich mich los und laufe in einem Bogen weiter. Unter dem schneebedeckten Eis höre ich keine Geräusche mehr, vermutlich ist das Eis älter und noch wesentlich dicker. Doch irgendwo da draußen ist auch die Fahrrinne, denn am Horizont schiebt sich ein großes Schiff südostwärts. Weiter in Richtung Norden ist ein kleiner Leuchtturm zu sehen, da möchte ich noch hin.

Der Leuchtturm ist allerdings weiter als gedacht und steht nicht auf der kleinen Insel Snusan, sondern auf der Insel Kågnäshällan, die noch weiter nördlich, aber fast wieder am Festland ist. Nach drei Kilometern Skilaufen bin ich da. Unterwegs sehe ich immer wieder Eisfischer, Skiläufer und, weit draußen auf dem Blankeis, die Schlittschuhläufer. Die Insel Kågnäshällan ist teilweise schon eis- und schneefrei und auf einem der großen, mit Flechten bewachsenen Felsen mache ich eine kleine Pause.

Der Leuchtturm auf KågsnäshällanDer Leuchtturm auf KågsnäshällanFlechten bedecken die FelsenBlick zurück

Dann laufe ich noch ein wenig weiter nach Norden, denn ich bin neugierig, ob dort schon Långhällan liegt, wo ich Mitte Januar schon einmal war, allerdings mit Auto und Schneegestapfe. Es ist tatsächlich Långhällan, so weit war ich noch nie mit Skiern von zu Hause unterwegs und ich fühle mich mächtig sportlich, auch wenn die einfache Strecke nur acht, neun Kilometer sind. (Andere laufen den Vasalauf, das sind 90 Kilometer am Stück!)

Auch bei Långhällan sind schon blanke Felsen zu sehen und eine kleine Kiefer schmilzt sich tapfer durch den tiefen Schnee.

Nackter Fels vor LånghällanDurchgeschmolzen

Über das EisGerne wäre ich noch weiter gelaufen, doch mein Proviant war begrenzt und so habe ich mich auf den Rückweg gemacht. Anfangs war das Skilaufen noch langsam, denn selbst auf dem flachen Packeis muss man schauen, wo man mit den Skiern am Besten entlangkommt, während die Dinger auf dem blanken Eis in alle Richtungen gleichzeitig wollen, wenn man keine X-Beine macht, um mit den inneren Stahlkanten ein wenig Halt zu bekommen. Doch südlich der Insel Medgrundet war das Eis glatt und schneebedeckt, dort glitten die Skier wieder gut, denn trotz der warmen Sonne war der Schnee immer noch so kalt, dass er nicht unter den Skiern klebte.

Meterhohes PackeisMuster im Blankeis

Zum Schluss möchte ich noch ein abstraktes Foto zeigen, welches ein bestimmtes Muster im Blankeis, welches ich an verschiedenen Stellen gesehen habe, abbildet. Ich musste dabei an ein bisschen an die abstrakten Bilder meiner Mutter denken, vor allem an Arun 1.

Für meine Ma

An der Eiskante

Vid iskanten På svenska

Jag vet inte varför jag vaknade kl 6. För sent för soluppgången, definitivt för tidigt för att sova ut. Men den klarblåa himlen lockade mig ur sängen. Bara kort tid senare parkerade jag bilen vid småbåtshamnen ”Tjuvkistan”, varifrån jag åkte till ön Norrskär med skidor och pulka. Därifrån syntes öppet havet. I morse visade termometern -12 °C men i solen kändes det ganska varmt även om det var bara knappt över 0 °C. Från Norrskär fortsatte jag till Bredskär, Gråsidan och Nygrundet och på ytterkanten nådde öppet vattnet nästan till stranden.

På vägen tillbaka bjöds jag till fika av mina grannar som har stuga på Bredskär. Därefter var det inte långt till Tjuvkistan. Vilken härligt morgon och förmiddag, då får man vara låt resten av dagen.

Ich weiß auch nicht, warum ich heute schon wieder um sechs aufgewacht bin. Für den Sonnenaufgang zu spät, für ausschlafen definitiv zu früh. Aber der strahlend blaue Himmel hat mich sofort aus dem Bett gelockt. Überraschend kurze Zeit später stand ich mit meinem Auto am Bootshaven „Tjuvkistan“, von wo aus ich mit Ski und Pulka eine zur Insel Norrskär gelaufen bin. Von dort aus hatte man schon Sicht auf das offene Meer. Während das Thermometer morgens noch -12 °C zeigte, wurde es in der Sonne bald recht warm, obwohl die Temperaturen kaum die null Grad überschritten. Aber „warm“ ist ja auch relativ. Von Norrskär aus bin ich weiter zu den Inseln Bredskär, Gråsidan und Nygrundet gelaufen, hier, auf den Außenseiten der Inseln reichte das offene Wasser fast bis zu den Ufern der Inseln. Aber heute schreibe ich nicht viel, sondern zeige lieber Fotos von dieser herrlichen Skitour.

Eis fast bis zum Horizont …… doch schon bald sieht man offenes WasserEine festgefrorene Eisscholle im UferbereichLuftspiegelung am HorizontDie Wasser ist kristallklarDie Eiskante funkelt und glitzert im GegenlichtEin Motiv, drei Blickwinkel: EiszapfenEin Motiv, drei Blickwinkel: DurchblickEin Motiv, drei Blickwinkel: EisbrückeBlick auf die Insel Skötgrönnan

Von der Insel Nygrundet hatte ich einen guten Blick auf die Insel Skötgrönnan. Dort möchte ich gerne dieses Jahr hinpaddeln, aber bis das geht, dauert wohl noch ein Weilchen. Auf dem Rückweg habe ich auf der Insel Bredskär bei meinen Nachbarn, die dort ihre Stuga haben, noch eine nette Fikapause mit Kaffee und Kanelbulle gehabt. Danach war der Weg zum Bootshafen nicht mehr weit. Was für ein herrlicher Morgen und Vormittag, da darf man auch den Rest des Tages faul sein.

Zum Abschluss wieder ein abstraktes Eisbild.

Eisstrukturen

Eröffnung der Eisbadesaison

Sonnenaufgang

Der Tag fing ja schön an. Wenige Plusgrade, aber überraschend windstill und klar. Und als die Sonne gerade ihren ersten Strahl über den Horizont streckte, stand ich am Meeresufer und machte – klick!

Tiina öffnet das EisIch öffne das Eis (Photo: Tiina)Zweieinhalb Stunden später war ich auf dem Weg nach Ursviken zum Stuverikajen, denn hier treffen sich jeden Samstag vormittag die Winterbader und Eisschwimmer. Vor zwei Monaten war ich dort und habe bei einer Lufttemperatur von 15 °C ein Bad genommen. Heute hingegen waren die Ränder des Skellefteälven auf viele Meter hin mit Eis bedeckt. Wenn man dort schwimmen will, dann muss man natürlich erst einmal das Eis öffnen. Zuerst haben wir versucht, das vom Rand aus zu machen, dann habe ich meinen Neoprenoverall angezogen und bin ins Wasser gestiegen, um das Loch auf ein paar Meter zu vergrößern. Das geht am Besten, finde ich, wenn man an eine Stelle ein Loch sticht, und dann die Metallstange als Hebel benutzt, um das fünf Zentimeter dicke Eis loszubrechen und dann mit der Spitze unter das feste Eis zu schieben.

Kurze Zeit später – schnell noch die Intervallschaltung der Kamera aktiviert – bin ich die Holztreppe heruntergestiegen und habe das erste Winterbad der Saison genommen. Auf den ersten Photos sehe ich noch ein bisschen „bemüht“ aus, doch dann entspannt sich der Körper und es fühlt sich herrlich an.

Mein erstes Winterbad der Saison

Kurze Zeit später war ich wieder angezogen und habe noch ein paar Photos von den Eisstrukturen gemacht. Ich freue mich schon auf den Tag, wo das Eis einen zuverlässig trägt und ich die Fotos nicht nur vom Rand aus machen kann.

Abstrakt 1Abstrakt 2

Das Eis trägt

Wie so oft die letzten Wochen, war ich heute vor Sonnenaufgang an der Küste. Der Schnee ist weg, das Wasser noch offen, aber vorne auf den kleinen Buchten liegt Eis, welches von den Wellen hin- und hergetrieben wird. Und hinten, am Horizont, liegt eine dunkelgraue Wolkenwand, die in Richtung Sonnenaufgang rotviolett beschienen wird. In Skellefteå nennt man diese Wolken, die vor allem am Anfang des Winters oft über dem Meer liegen „Vinterväggen“ – die Winterwand, weil sie so kompakt wie eine Wand aussehen.

Morgendlicher Blick auf die Ostsee

VinterväggenWeit draußen – fünfzehnfach vergrößert

Neugierig bin ich auf die hohe Brücke nach Örviken gefahren. Letzten Sonntag hat der Sturm Hilde das Flusseis komplett aufgebrochen, danach war es allerdings kalt. Ob man wohl noch paddeln kann? In Richtung Sonnenaufgang und Meer ist die Flussmündung bis auf die Ränder eisfrei, aber der Blick nach Westen in den Fluss hinein hat mich erstaunt: Der Fluss ist komplett eisbedeckt. Na gut, dann bleibt das Kajak in der Garage und ich fahre mit dem Auto zum Winterschwimmen.

Blick zum Meer nach OstenBlick nach Westen

Eine Stunde später stehe ich an unserem Badeplatz und blicke auf das Eis. Kurze Zeit später kommen Jarkko und Tiina und zu meiner Überraschung betritt Jarkko direkt das Eis, um ein Eisloch zu sägen. Ich bin doch ein bisschen erstaunt, dass das Eis trägt. Während Jarkko zu Ende sägt, unterhalte ich das Feuer in der kleinen Sauna, damit wir es nach dem Eisbaden warm haben. Vier Winterbader sind wir heute und Tony macht ein Foto von mir, während ich mein zweites Eisbad der Saison nehme.

Unsere WinterbadestelleJarkko sägt ein EislochDer Saunaofen heiztEisbad – herrlich! (Foto: Tony Mäki)

Am Rand haben sich wieder kristalline Eisstrukturen gebildet. Kaum kommt die Sonne hinter dem „Vinterväggen“ hervor, ändert sich das Licht auf dem Eis von kaltblau zu warmorangegelb. Nein, ich traue mich nicht, dort das Eis zu betreten (erst recht nicht mit meiner Kamera), aber ein Bild mit ausgestrecktem Arm gelingt und erweitert meine Fotoserie Eisstrukturen.

Eismuster im SchattenEismuster in der Sonne

Eismuster, Detail

Während wir das Eis nur betreten, um zu baden, nutzen andere den schönen Tag auf dem Eis: Die ersten zwei Eisfischer wagen sich weit auf den Fluss hinaus, erst vorsichtig mit Leine gesichert, dann sitzen sie und angeln. Von Osten her kommen Vater und Sohn mit Eishockeyausrüstung souverän auf Schlittschuhen heran geglitten und bestaunen unser Eisbad.

Der erste EisfischerEishockey auf dem Fluss

Der Fluss gehört mir!

Wieder fühle ich mich dem Winter ein bisschen näher und ich bin gespannt, wann ich das erste Mal zu Fuß zur nahen Meerinsel Storgrundet hinüberlaufen kann.


Kleiner Nachtrag zum Fotografieren: Heute habe ich etwas gelernt: Man soll keinem Kind den Kopf abschneiden, auch wenn es nur eine Spiegelung ist. Anstatt den Gesamteindruck des Bildes im Sucher zu sehen, habe ich mich zu sehr auf das eigentliche Motiv – den Jungen – fokussiert und daher nicht auf das Spiegelbild geachtet, welches ich im Nachhinein gerne komplett auf dem Bild gehabt hätte. Viel Zeit für solche Überlegungen war allerdings nicht, denn die beiden Eisläufer waren ganz schön flink.

Winterspaziergang vor der Arbeit

Morgenstimmung am Meer

Vor SonnenaufgangDass ich heute morgen kurz zur Küste gefahren bin, weil das Wetter so schön ist, war freiwillig. Aber es lockt mich jedes Mal wieder, auf den Horizont zu blicken. Darüber ein Himmel in allen Sonnenaufgangsfarben mit rosa Wölkchen und Lichtsäule, darunter das kalt bläulich schimmernde schnee- und eisbedeckte Meer.

Unfreiwillig hingegen war der zweite Spaziergang. Er führte von der Autowerkstatt nach Hause. Dort hat man sich heute des Kofferraumschlosses angenommen, welches sich vor kurzem verabschiedet hat. Aber ich hatte meine Kamera dabei und bin ein paar mal stehengeblieben um zu fotografieren. Eigentlich ganz normale Dinge, die ich hier jeden Tag sehe: Schnee und Eis, kahle Bäume, rote Häuser und dies und das in Skelleftehamn.

Haus an der Bucht KurjovikenHäuser auf der Halbinsel KallholmenWolkenschleier über dem alten WasserturmBahnschienen und Stromleitungen führen nach Rönnskär

Und noch zwei Fotos, das erste auch vom Spaziergang mit dem neuen Tele geschossen (das muss ich ja ausprobieren), das andere mit dem Makro im Wintergarten fotografiert. Eisblumen abstrakt.

Raureif bedeckt die Äste der RoseEisblumen am Wintergartenfenster