Ein Jahr Schweden
Heute vor einem Jahr bin ich in Schweden angekommen. Ich erinnere mich noch gut, wie ich übermüdet von der langen Anreise mit Rucksack, großer Tasche und zwei Koffern hier ankam. Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter mir und ich bin ehrlich gesagt ganz froh, dass jetzt auch einfach mal ein bisschen Alltag einkehrt.
Dementsprechend habe ich den heutigen Tag – den ersten der vier freien Ostertage – weder gefeiert noch habe ich groß zurückgeschaut. Statt dessen habe ich einfach das schöne Wetter genossen und mit mir die gesamte Natur. Die Vögel haben getwittert, äh gezwitschert, die ersten Frösche waren draußen und die ersten wilden Blumen am Straßenrand blühen.
Nur mein Auto musste heute ein bisschen leiden. Gestern habe ich mit netter Nachbarshilfe Sommerreifen aufgezogen und heute bin ich ein bisschen gefahren. Dieser eine schöne Waldweg wurde allerdings immer schlechter und immer matschiger und nach einer Kurve sah er mehr aus wie ein Übungsgelände für Jeeps. Also musste ich rückwärts zurück. Um die Kurve. Mit Sommerreifen auf rutschigen Boden. Und prompt bin ich auch – so richtig schön Fahranfänger – ein bisschen vom Weg abgekommen und habe mich im weichen Straßenrand festgefahren. Na toll! Ich hatte aber (eigentlich eher für Schnee gedacht) vier schmale, alte Bretter dabei, die ich dann unter die Reifen gelegt habe. Und mit vielen Mal vorwärts und rückwärts rangieren, ungefähr zehn Mal den Motor abwürgen, durchdrehenden Reifen bei Motorgeheul und einigen Flüchen bin ich tatsächlich wieder auf den Weg gekommen und habe auch ganz schnell eine Stelle zum Wenden gefunden. War ich erleichtert! Es hat sich zwar beim Zurückfahren gezeigt, dass ich keine 100 Meter hätte laufen müssen, um Hilfe zu bekommen, aber ich war trotzdem sehr froh, das Auto alleine wieder frei bekommen zu haben. Heute gelernt: Sommerreifen haben ihre Grenzen und mein Auto ist kein Kettenfahrzeug.
Zum Schluss noch zwei kleine Winter-Frühjahrsvergleiche:
P.S.: Zum halbjährigen Jubiläum habe ich den hundertsten Beitrag geschrieben, heute zum einjährigen den zweihundertsten. Zufall oder deutsche Wertarbeit?























































































































