helle Nächte
Gestern war Sommersonnenwende. Heute geht die Sonne um 1:50 auf und um 23:26 unter. Das sind schlappe 21 Stunden und 36 Minuten Sonnenlicht. Und die restlichen zweieinhalb Stunden sind … hell!
Eben konnte ich mich per Videoübertragung davon überzeugen, dass es um elf in München schon stockfinster war, während hier die kleinen Wölkchen am Horizont von der untergehenden Sonne angestrahlt wurden. Sonya hat mir daraufhin die Idee gegeben, nachts Fotos zu machen. Also verlasse ich gleich diesen Blog, um um 0:38, wenn es am dunkelsten ist (oder so), ein paar Bilder zu machen.
Moment, bin gleich wieder da…
… so, jetzt. Danke fürs Warten.
Das ist schon eine besondere Stimmung, mitten in der Nacht an die Ostsee zu radeln und es ist hell. Die Feldhasen sprinten über das Industriegelände und zwei Küstenseeschwalben gefällt es überhaupt nicht, dass ich am steinigen Ufer mein Stativ aufbaue und fotografiere. Ein bisschen kühl ist es, aber ich habe ja versprochen, bis 0:38 zu warten. Und so warte ich, während die Seeschwalben leicht genervt über mir ihre Kreise drehen. Ich bewundere die glutrot von der Sonne angestrahlten Wolken, die ich aber mit Bordmitteln nicht fotografiert bekomme und ziele stattdessen auf eine Insel auf der gegenüberliegenden Seite.
So sieht es hier also in finsterer Nacht aus. Dunkler wird es hier nicht. Bevor die Tage aber wieder kürzer werden, feiern wir in ein paar Tagen noch kräftig Midsommar.
P.S.: Wenn ihr das Foto vergrößert, seht Ihr auch den Leuchtturm.