Airshow
Zu Flugshows gehe ich mit gemischten Gefühlen. So begeistert ich vom Fliegen an sich bin, so stößt mich die starke militärische Ausrichtung vieler dieser Veranstaltungen ab.
Gestern fand zum 50. Jubiläum des Flugplatzes Skellefteå die Skellefteå Air Show statt. Mit „Gratis Eintritt und Parken“ und „Ein Fest für die ganze Familie“ wirbt die Website für das Fest.
Als ich am Flugplatz ankomme, bin ich überrascht, wie viele Menschen gekommen sind. Mehrere Einweiser lotsen mich in einer langen Autoschlange durch die zu Hunderten auf der Heide parkenden Autos. Den Autos entsteigen Luftshowprofis: Mit Campingstuhl und Gehörschutz ausgerüstet streben sie dem Eingang entgegen.
Und dort empfängt mich gleich ein großer Werbestand des schwedischen Militärs, welches auf großen Plakaten fragt, ob man bereit sei, die Verantwortung für den Schutz Schwedens zu übernehmen. Daneben hängen die Stellenangebote und auch über Lautsprecher wird später auf offene Stellen hingewiesen. Ich bin Pazifist, ich mag das einfach nicht, wenn eine Flugshow so stark militärisch ausgerichtet ist.
An einem Stand kaufe ich einen Hörschutz in Kopfhörerform. Ein Kauf, den ich nicht bereue, denn vor allem der Militärhubschrauber macht einen Höllenlärm. Mir gefallen da eher die kleinen Flugzeuge, die Langsamflug beherrschen, die alte Verkehrsmaschine und die Segelflugzeuge.
Noch bevor die Veranstaltung zu Ende ist, setze ich mich ins Auto und fahre noch ein bisschen in die Natur. „Eine gute Entscheidung“ stelle ich fest, als ich von der Ferne die Düsenjets röhren höre.













































































































