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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Auf dem Torneträsk II

Dieser Artikel ist Teil der sechsteiligen Serie Abisko Februar 2014.

Am Montag hatten Annika und Ralf eine Hundeschlittentour gebucht. Am Vortag wurde ihnen freigestellt, zurückzutreten, da Regen und starker Wind erwartet wurden. Selbst in Abisko im nordschwedischen Fjäll hat jetzt also die Wärme zugeschlagen. Doch so schlecht sah es mit dem Wetter nicht aus und die beiden kamen zu ihrer Tour. Ich hatte weniger Glück bei meinem Versuch, mich spontan der Tour anzuschließen, es war kein Platz mehr frei. So kam ich dann nur zum Start mit, um die schönen und überraschend entspannten Huskys zu fotografieren.

Hunde in Aktion: Kauen und sich im Schnee wälzen ist toll!Wann geht’s endlich los!

Nach dem Start bin ich zu der Anhöhe „Stor Nabben“ weitergelaufen. Aufgrund der Wärme ging das auf den Skooterspuren auch ohne Ski oder Schneeschuhe problemlos. Bloß abseits der Spur brach ich manchmal in den verharschten Schnee ein. Vom Stor Nabben hat man einen schönen Ausblick auf Lapporten und auf den Torneträsk. Letzterer hat es mir angetan, denn wegen des warmen Wetters und einiger kleiner Regenschauer war er zwar dick zugefroren aber komplett schneefrei.

Zuhause habe ich Kamerazeugs und Schneeschuhe gepackt und bin auf das Eis des Torneträsk gegangen. Die Schneeschuhe sollten mir helfen, auf dem blanken, nassen Eis Fuß zu fassen. Doch kaum war ich auf dem Eis, zogen graue Wolken auf und es begann zu regnen. Doch kurz darauf klarte es wieder auf. So sollte das Wetter auch den restlichen Tag bleiben: Sonne, Wolken, Regenschauer und ziemlich steifer Wind, der meine Wasserflasche singen ließ, wenn ich sie öffnete. Einmal schwebte sogar mein Stativ auf dem nassen Eis davon …

Mein Weg führte über ein Kilometer Seeeis zur Insel Ábeskosuolu. Allein dieser erste Weg ist spannend: Das Eis ist von vielen Sprüngen durchzogen: Manche sind nur ein paar Zentimeter dick und stammen wohl aus der Zeit, als das Eis noch nicht dick war, doch viele sind halbmeterdick und zeigen, wie solide das blanke Eis auf dem Torneträsk ist. Der See ist so klar, dass man auch den steinigen Boden noch sieht, wenn er zehn Meter tief ist, aber die Seetiefen wollte ich ehrlich gesagt gar nicht so genau wissen, auch wenn das Eis superdick war. Immerhin ist der Torneträsk ja der zweittiefste See Schwedens.

Über das Seeeis des Torneträsk

Über das Seeeis des Torneträsk

Doch nicht nur Sprünge durchzogen das Eis. Es gab bunt schillernde filigrane Grenzflächen, große Gruppen von kleinen eingeschlossenen Luftblasen und ganze Wälder von vertikalen Miniaturluftsäulen. Dazwischen immer wieder Sprünge und Risse. Eine eigene Welt nur aus Luft und Eis.

Bald war ich auf der Insel Ábeskosuolu, die ich aber zügig überquerte – hier spielten die Schneeschuhe ihre Stärken aus – um zu der Eiskante zu gelangen, die uns gestern als Photospot empfohlen wurde.

Und der Weg hat sich gelohnt. Trotz des windigen Wetters mit seinen Regenschauern habe ich einige Stunden an dieser Kante zugebracht, an der sich die Eisschollen bis zu zwei Meter hoch aufbäumten. Was war ich nervös, denn so laut und deutlich habe ich das Eis noch nie arbeiten höhen: Dumpfes Pochen, sonores Rumpeln und lautes Knacken waren ständig zu hören und oft auch als Vibration zu spüren. Doch das Eis unter mit war eher noch dicker und ich fühlte mich trotz der Nervosität sicher. Und jede Menge schöner Motive taten sich auf:

Auf dem Weg zur BruchkanteAn der BruchkanteTürkises SeeeisEine Eisspalte?

Manches Mal stand ich zwar auf festem türkis schimmernden Eis, doch in zwanzig Zentimeter Wasser. Gerne hätte ich die Abbruchkante überquert, doch als ich mit dem Stativ die Wassertiefe an der Rinne maß und erst nach einem halben Meter auf Wiederstand traf, habe ich mich dankend zurückgezogen, denn ich konnte ja nicht einmal sicher sein, ob die Eiskante nicht teilweise offen war. An einer stabilen Stelle habe ich noch ein Photo von dem herrlichen Panorama gemacht – rechts ist Lapporten im Bild – und habe mich dann ein wenig widerwillig wieder auf den Rückweg gemacht.

Bergpanorama am Torneträsk – rechts im Bild: Lapporten

Pause auf ÁbeskosuoluDieses Mal habe ich einen Teil der Insel Ábeskosuolu durchquert und auf der höchsten Erhebung eine kleine Pause gemacht. Aber dort war es dermaßen stürmisch, dass ich schnell mit den Schneeschuhen in die tiefer gelegenen lockeren Birkenwäldchen abgestiegen bin. Dort habe ich manches Schneehuhn aufgeschreckt. Doch trotz Kamera im Anschlag gelang es mir nicht, mehr als nur einen unscharfen weißen Fleck mit Flügeln auf den Sensor zu bekommen. Weiter ging es über das Eis wieder ans Land, wo ich eigentlich nur geradeaus zu meiner Pension laufen wollte, doch eine mich neugierig anstarrende Elchkuh – noch weit entfernt – hat mich davon abgehalten. Ich habe mich langsam an sie herangepirscht – ein aussichtsloses Unterfangen mit knirschenden Schneeschuhen und knallroter Jacke – bis ich die Jagd aufgegeben habe. Nicht nur, weil ich wusste, dass mich die Elchkuh nie näher heranlassen würde, sondern auch, weil ich sie nicht auf die Hauptstraße treiben wollte. Die beiden Fotos, die ich hier zeige sind Ausschnittvergrößerungen und entsprechen etwa 500mm Brennweite.

Elchkuh vor AbiskoElchkuh vor Abisko

Unser Abisko-Gästeblog

Ein Gastbeitrag von Annika und Ralf.

Dieser Artikel ist Teil der sechsteiligen Serie Abisko Februar 2014.

Einen Gastartikel über einen Urlaub zu schreiben, bei dem man quasi täglich mit dem Blogger selbst unterwegs war und darum mit Bildern von Situationen, die wir alle drei immer gleichzeitig erlebt haben, das scheint nicht einfach. Aber wir haben es ja nun versprochen :-).
Also: nach schwedisch-Lappland sollte es gehen, schon seit einem Jahr haben Ralf und ich darüber nachgedacht und vor genau 12 Monaten die erste Anfrage an das Hostel in Abisko geschickt. Ralf wollte Polarlicht, ich jedes Winterlicht, und außerdem wollten wir richtigen Winter und ganz viel Schnee (und ich auch Kälte, denn das gehört ja dazu). Sechs Wochen war es nun schon her, dass ich in Idre erneut versucht habe skilanglaufen zu lernen. Eine Ewigkeit. Für Ralf war es nach drei Winterreisen mit der Hurtigrute der erste „Festlandskandinavienwinterurlaub“ überhaupt.

Vor ein paar Wochen wurde dann Olafs vage Andeutung, dass er sich vorstellen könnte, zur selben Zeit an den selben Ort zu fahren, dann wahr. Als fleißige Kommentarschreiberin im Nordwärts-Blog war ich sehr gespannt, den Macher selbst nun endlich kennenzulernen. Gleichzeitig ahnte ich, er würde eine gute Kinderbetreuung für meinen fotografierwütigen Freund abgeben, mit dem ich mich sonst über Technik, Bildgestaltung etc. hätte unterhalten müssen…

Olaf hat uns dann sogar in Kiruna abgeholt, was noch praktischer war. Außerdem saß witzigerweise im selben Flugzeug auch noch A., ebenfalls Skandinavien-Blog-Schreiber, was wir erst ein paar Tage vorher registriert hatten. A. kam aber wegen des Streiks am Frankfurter Flughafen so spät in Stockholm an, dass wir uns kaum noch unterhalten konnten. Nächstes Mal…

Das erste Bild der Reise

Soll ich jetzt erzählen, was wir zu dritt gemacht haben? Schneeschuhwandern durch Eis-Schnee und Autoausflug nach Norwegen? Das wisst Ihr ja alles schon vom Hausherrn. Nur die Hundeschlittentour war ohne Olaf. Für Ralf eine Premiere hat er es trotz ungünstiger Temperaturen, die die Hunde sehr müde machten, sehr genossen. Und auch ich habe es wieder sehr geliebt, auch wenn meine vier Mädels zuerst echt keine Lust zum Laufen hatten (ca. 4° C über Null) und ich als zweiter Schlitten direkt hinter dem Musher den Tross in der ersten Tourhälfte sehr aufgehalten habe… Später wurden zwei der Damen gegen echte Kraftmaschinen ausgewechselt, so dass ich ab da nur noch auf der Bremse stand. Das war einfacher, als den Schlitten fast komplett selber zu schieben :-). Wir waren etwas oberhalb von Abisko, und trotz angesagtem Sturm und Dauerregen war das Wetter ziemlich gut. Kaum zu glauben, dass Olaf gleichzeitig auf dem Torneträsk im Regen stand…Wir hatten sogar einen Regenbogen!

Die Ruhe vor dem Sturm. Mein erster angeleinter Hund wartet erstaunlich geduldig auf die Abfahrt.Annika nach der Schneeschlittenhundetour.

Der zweite Programmpunkt ohne Olaf war, als ich nach seiner Abreise am Freitag doch unbedingt noch Skilaufen wollte. Bin also die vier Kilometer zur Turiststation und zurück auf Skiern, was mehr Eiskunstlauf als Langlauf war, aber immerhin! Die Begegnung mit den asiatischen Mädels, denen Olaf Bergauftipps gegeben hatte, fand ich sehr interessant—konnte ich doch genau nachfühlen, wie es ihnen ging :-(. Ich hätte meine erste Skilanglaufstunde nicht bei Eis haben wollen, es wäre definitiv das Ende meiner Bemühungen gewesen! So beiße ich mich weiter fest.
Ansonsten waren wir drei wirklich fast die ganze Woche zusammen unterwegs. Abendessen gab es immer, Frühstück auch öfter zusammen. Ralf und ich fanden das prima, und auch Olaf sagte, es habe doch ganz gut gepasst (wir glauben das mal :-) ). In meinem inneren Fotoalbum sind auf jeden Fall Bilder von Pasta mit Pesto und natürlich von Köttbullar mit Preiselbeeren dabei. Außerdem von zwei Typen, die sich quasi täglich darüber austauschen mussten, ob Festbrennweiten ohne Autofokus denn nun das Non-Plus-Ultra der Vollformatfotografie seien oder nicht, und ob man denn was anderes außer Offenblende überhaupt noch einstellen sollte oder nicht auch in jeder Ebene scharfe Bilder schön sind (bei diesen Debatten habe ich irgendwann nicht mehr hingehört…ich mag die Bilder von beiden ja sehr!).

Mein Lieblingsbild von OlafDer Blogger aus der Nähe in Sturmhaube

Ausblick auf Abisko

Makrofotografie

Morgendliche Stimmung in Abisko auf den Bahngleisen. Rechts das Hostel Abisko.net, ziemlich basic, aber eine schöne Küche zum Kochen unserer beiden Star-GerichteSchwedische Gastfreundschaft oder harte Gangart?Auf dem TorneträskKein Schlittenhund, aber auch ein wirklich schönes Tier

Olafs Autofahrkünste haben wir bestaunt, über die fast frühlingshafte Wärme haben wir uns gewundert, das fehlende Klavier in der Turiststation aufgrund der Anwesenheit eines echten Jazzpianisten sehr bedauert. Ralf möchte jetzt ein Haus in einem Ort namens Jörn haben, am besten mit Schneemobil, aber Skelleftehamn würde er auch nehmen ;-).

Abends am See

Und nochmal der SeeBlick vom Skilift

Fotografieren … nicht für jeden interessant

Sonnenuntergang in NorwegenSchneelandschaft, ähnlich wie Olafs Bild. Nur bei ihm fehlt diese komische Metallplatte

Noch was?
Ja. Gerne wieder. Jederzeit, auch ohne Winter. Wir haben uns sehr gefreut Dich kennenzulernen, Olaf!


Olaf erklimmt ohne Hilfsmittel eine Eiswand. Gut, wenn die Fingernägel lang genug sind :-) Editorial

Der Text dieses Blogartikels stammt von Annika und alle Bilder stammen von Ralf. Die Entscheidung, wo ich die Fotos in den Artikel einfüge, oblag meiner Wenigkeit.

Ich habe lediglich ein paar Interpunktationen in den Bildunterschriften geändert und mir erlaubt, einen kleinen „Norwegismus“ im Wort Köttbullar zu korrigieren.

Warum ich das schreibe?

Einmal, um mich zu bedanken, aber auch, um hier den Platz zu füllen, denn mein Bloglayout kommt mit Hochformatbildern nicht sonderlich gut zurecht.

Ich freue mich sehr, dass Ihr – Annika und Ralf – mein Blog um diesen Gastartikel bereichert habt. Wenn wir wieder einmal zusammen verreisen oder uns hier im Norden treffen sollten, weiß ich schon, was ich mir wünsche.

Vielen Dank – Tack så mycket.

/Olaf

Fotospaziergang

Ein freies Wochenende. Und recht schönes Wetter. Zum Kajak zu faul. Also den Fotorucksack auf und einfach loslaufen. Und versuchen, andere Fotos zu machen, denn …

Gestern habe ich von der Insel Gåsören Fotos gemacht. Im Abendlicht. Mit weichen Wellen und rosa Wölkchen. Zu Hause habe ich mir die Fotos angeschaut und mich gefragt, was das soll. Denn dieses Motiv habe ich schon so oft fotografiert – morgens, mittags, abends, im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Zum Beispiel hier, hier, hier oder hier. Und ich war unzufrieden mit meiner Fotografiererei.

… also bin ich heute in den Wald gegangen, um mich ein bisschen herauszufordern. Denn ich finde es extrem schwierig, Fotos im Wald zu machen. Da ich aber vor dem Spaziergang beschlossen habe, vier Fotos zu zeigen, mache ich das auch. Bitteschön:

SchneekieferFrühlingsinselBirkenwandWegmarkierung

Ja, höre ich Euch rufen, nette Fotos, aber: Wo ist der Wald!? Ihr habt recht, ich habe zwar Motive im Wald fotografiert, aber nicht den Wald an sich. Wald motiviert mich einfach weniger zum Bilder machen. Warum das so ist, frage ich mich schon seit langem. Als ich heute hinter dem erhöht stehenden neuen Wasserturm über einige Felsen lief und Ausblick hatte, kam die Erleuchtung: Ich mag es, weit zu schauen! Über das Meer, die Hochebenen des Kahlfjälls, große Seen oder auch über eine hügelige Waldlandschaft. Dichter Wald ist einfach – rein optisch betrachtet – nicht so mein Ding. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es, durch den Wald zu Laufen, den Klang des ersten Frühlingsregenschauers, den federnden Sommerboden, den Duft der Pilze im Herbst, aber wenn es ums Schauen geht, dann liebe ich den freien Blick.

Zwei Fotos vom Wald zeige ich doch noch. Das besondere am nächsten Bildpaar ist, dass sie vom gleichen Ort gemacht wurden, ich habe das Spätwinterbild gemacht, mich auf der Stelle umgedreht und dann das Frühlingsbild gemacht.

SpätwinterwegFrühlingsweg

So sieht es momentan auf in Skelleftehamns Wäldern: An manchen Stellen komplett schneebedeckt, an anderen Stellen barer Waldboden. Zwischen den Jahreszeiten.

Ich bin von meinen Aussichtsfelsen hinter dem Wasserturm abgestiegen und unter der Straße 372 nach Skellefteå durch zum Fluss Skellefteälven weitergelaufen. Dort fand ich es sofort leichter, Motive zu finden, zum Beispiel diese Holzgerippe, die ich von der anderen Seite vom Kajak aus schon gesehen habe aber keine Ahnung habe, was dies wohl ist. Ich tippe mal auf eine alten Bootsanleger, vielleicht für ein Sägewerk oder ähnliches.

Holz-Dingbums am FlussHolz-Dingbums am Fluss

Zum Schluss noch ein paar Fotos von heute, man könnte sagen „Aus jedem Dorf ein Hund“, denn jedes Bild steht ein bisschen für sich selbst und mit keinem anderen im Zusammenhang.

Gewusel auf allen AmeisenhaufenHolzbank am WasserturmMinihütte auf Miniinsel im FlussHej :-) – ein freundliches Graffito

Ich werde weiterhin So-sieht-es-gerade-in-Nordschweden-aus-Fotos machen. Aber nicht nur. Ich werde mir einige Themen stellen und dazu Bildserien machen. Ob ich die dann hier oder auf einer eigenen Webseite zeige, das weiß ich noch nicht.

Fototour

Letzte Woche war meine Mutter aus Deutschland zu Besuch und wir hatten eine herrliche gemeinsame Woche. Was wir alles gemacht haben, kann man in ihrem Gastartikel lesen.

Gefreut hat mich, dass auch meine Mutter leidenschaftlich gerne fotografiert und sich stundenlang draußen aufhalten und Motive suchen kann, genau wie ich. Hier einige meiner Fotos vom letzten Donnerstag:

„Zwischenblick“„Holzplateaus“

„Kopfüberspiegelung“

Sommer ist doof!

Sommer ist doof! Total doof! Also, nicht für mich – Sonnenbrand hin oder her – sondern fürs Blog. Man kann so früh aufstehen wie man will, die Sonne steht schon hoch und wirft genau diese Art Licht, die Fotografen nicht mögen. Kalt, grell und unpersönlich.

warmer Tag, kaltes Licht

Und dann die Aktivitäten: Am Steinstrand entlang spazieren, baden, Waffeln essen, die ersten Blaubeeren sammeln, im Schatten dösen, Freunde treffen. Was soll man denn da groß erzählen? Kajaktouren erzählen sich packender, wenn man zwischen Eisschollen paddelt. Schneesturm an der Küste klingt gleich viel spannender als eine leichte Brise, die bei Temperaturen über 25 °C angenehm kühlt. Ein Waldspaziergang wirkt dramatischer, wenn man vom metertiefem Schnee berichtet, als von hübschem, mit Blaubeerpflanzen bedecktem Waldboden.

Die ersten Blaubeeren

Aber zum Glück lebe ich nicht nur für das Blog, sondern geniesse die warme Sonne, das kühle Bad und die ersten süßen Blaubeeren. Und gestern, als Annika, die diese Woche zu Besuch ist, und ich an der Landzunge Långhällan Pause gemacht haben, gab es sogar noch ein schönes Fotomotiv. Mitten am Tage!

Landschaft ohne Relation

Ein Abend auf der M/S Stormvind

Gestern war ich bei Freunden aus Dubai eingeladen und als ich gefragt habe, ob Annika mit kann, kam direkt ein „Sure thing mein herr!“ als Antwort. Praktischerweise brauchten wir nicht nach Dubai fliegen, denn die Freunde sind vor einem Jahr von Dubai nach Skellefteå gezogen. Wir hatten es sogar noch besser, denn die Feier fand auf der M/S Stormvind in Skelleftehamn statt, das ist quasi gleich um die Ecke. Und die Feier war rundum schön!

Zum einen war diese Feier ein „knytkalas“, das bedeutet, dass jeder etwas zu essen mitbringt. Es waren nicht nur lokale Gerichte, sondern auch viele asiatische, zum Beispiel aus Indien oder Syrien vertreten und natürlich musste ich alles probieren. Denn wann bekommt man schon einmal solches Essen im kulinarisch eher konservativen Skellefteå. Puh, wie satt ich war!

Dann der Himmel! Die meisten von uns saßen auf dem Oberdeck des Schiffes und immer wieder schaute ich fasziniert auf die Wolken, die von Süden aufzogen und das sich minütlich ändernde Licht. Immer näher rückten die bauschigen Wolken und glühten in warmen Orangetönen, als sie seitlich von der tiefen Sonne angestrahlt wurden.

Abendsonne auf dem Ursviksfjärdenleuchtender Wolkenaufzug

Wolkenpanorama

Doch ehrlich gesagt war es nicht das Essen oder das phantastische Somernachtslicht, sondern es waren die vielen unglaublich netten Leute, die mit dabei waren. Mit der Truppe wäre ich sofort ein paar Tage zusammen weggefahren, um jeden ein bisschen besser kennen zu lernen. Mit Zweien habe ich das Vergnügen, denn ich fahre nächsten Donnerstag mit Martine und Lasse, die gestern auch dabei waren, auf die Lofoten, um gemeinsam Elisabet zu besuchen. Darauf freue ich mich schon riesig!

Und als ich mich heute (schön modern per Facebook) bei den beiden Gastgebern bedankt habe, schrieb ich:

It’s nature why I came to Northern Sweden. It’s people, why I stayed.

Das trifft es eigentlich ganz gut.

Thank you, N. und S., for the invitation, it was a great pleasure meeting you.

Lofoten 2014 – Teil 3: Unterwasser

Dieser Artikel ist Teil der dreiteiligen Serie Lofoten 2014.

Meine wasserdichte Nikon AW1 kam ein paar Mal auf den Lofoten zum Einsatz. Leider ist jetzt das Batteriefach jetzt nicht mehr ganz dicht und ich muss die Kamera nächste Woche einschicken. Hoffentlich geht das noch auf Garantie und dauert nicht zu lange. Einige Unterwasser-Fotos von den Lofoten:

StrandkrabbeNapfschnecken und TangEine QualleEin gut getarnter Plattfisch

Zwei Dinge habe ich gelernt:

Ist das Display unter Wasser, so erkennt man rein gar nichts, man macht die Fotos also quasi blind. Ich werde das nächste Mal meine Schnorchelsachen mitnehmen und schauen, ob man dann mehr erkennen kann.

Wenn man geht, anstatt zu schwimmen, so wirbelt man Grund auf. Selbst der relativ schwere Sand braucht Zeit, um sich wieder abzusenken. Auf dem Quallenfoto schwebt noch viel Sand im Wasser, der vom eigentlichen Motiv ablenkt. Das nächste Mal muss ich entweder Grundberührung vermeiden oder länger warten. (Hat man allerdings Schlamm aufgewirbelt, kann man sich einen Wolf warten.)

zu langsam

Zwei Mal zu langsam innerhalb weniger Tage, das finde ich schon ein wenig ärgerlich. Das erste Mal am Donnerstag nachmittag, als hier ein kräftiges Gewitter durchzog. Ein herrlicher Regenbogen wölbte sich vor den immer noch dunkelgrauen Wolken. Ich mag Regenbögen, aber da mir Regenbogen über Wohnstraße ein bisschen langweilig erschien, bin ich schnell zur Lotsenstation zu fahren, um dort ein schöneres Bild zu machen. Aber ich schaffte es lediglich noch, ein Bild von einem Stück Regenbogen zu machen, ehe er sich bald darauf ganz auflöste. Die tiefen Gewitterwolken zogen einfach zu schnell.

Ein Stück vom Regenbogen

Das zweite Mal war gestern. Da war „Broarna runt“, eine Kulturveranstaltung in den Dörfern Kusfors, Gumboda, Petiknäs och Rengård. In Rengård war ein Auftritt von Clara Gustavsson alias „Curly Lou“ unter freiem Himmel und dort sah ich, als ich mich einmal kurz umschaute, die Nebensonne meines Lebens. Nicht nur ein kleines Stück Farbspektrum, das sieht man ja immer mal, sondern einen gleißend hellen Fleck, wenig dunkler als die Sonne selbst. Ich stand praktischerweise hinten und konnte daher unbemerkt zum Auto joggen, um die Kamera zu holen. Doch kaum hatte ich die Kamera in der Hand, noch über Belichtungskorrekturen nachdenkend, da war der strahlende Fleck auch wieder verschwunden. Die hohen Eiswolken zogen einfach zu schnell.

Verblassende Nebensonnen

Vielleicht sollte ich mich in Zukunft mehr unbelebten Objekten widmen, wie zum Beispiel Bergen, die sich im allgemeinen ja recht langsam bewegen. Aber auch dort kann das Licht entscheidend sein und den Unterschied zwischen einem netten und einem guten Foto ausmachen.

Eine Nacht auf Gåsören

Gestern stand die Polarlichtvorhersage auf „5 – High“ und klarer Himmel sollte auch sein. Perfekte Bedingungen, um nach der Arbeit zur Insel Gåsören zu paddeln und dort zu übernachten. Um drei habe ich das Büro verlassen, bin nach Hause gefahren und habe gepackt. Und gepackt.

Schlafsack · Isomatte · Zelt · Kocher · Wasser · Lebensmittel · Kamera · Stativ · Objektive · warme Kleidung · Sandalen · Schwimmweste · Trockenanzug · Neoprenschuhe · Taschenlampe · Messer · Handy · Streichhölzer · Badezeugs · Kleinkrams

Meine bange Frage: passt das alles in mein Kajak? Ich habe noch nie mit meinem Kajak eine Zweitagestour unternommen, doch zu meiner großen Überraschung passte alles in die beiden Luken des Bootes, nur der Fünfliterkanister Wasser fand hinter dem Sitz Platz. Und so konnte ich bald in See stechen, an den Inseln Storgrundet, Bredskär und Flottgrundet vorbei paddeln und Kurs auf Gåsören nehmen.

Viel Gepäck im KofferraumGåsören voraus

Eine Stunde später war ich da, denn wirklich weit weg ist Gåsören nicht. Nun musste ich als erstes einen Zeltplatz suchen, bevor es dunkel wird. Ich war nicht sicher, ob es überhaupt irgendwo eine plane Fläche gibt, denn Gåsören ist im Grunde ein großer bewachsener und bebauter Steinhaufen. Eine erste Möglichkeit: der sandige Spielplatz am Hafen, Schaufel und Förmchen inklusive. Nicht schön, aber machbar. Der Inselrundgang hatte erst nichts ergeben, doch zum Schluss habe ich einen fast steinfreien Platz mit Feuerstelle gefunden, da war ich bestimmt nicht der erste, der dort sein Zelt aufgeschlagen hat.

Auf der Suche nach einem Zeltplatz auf Gåsören

Das Heim steht …… und ist fertig eingerichtet

Nun war das Abendessen dran. Ich hatte noch eine norwegische Tüte „Turmat“ – Tourenessen mit Chili con Carne und meinen kleinen Gaskocher dabei. Das „Kochen“ geht schnell: Wasser kochen, in die Tüte giessen, Tüte wieder verschließen, fünf Minuten warten (da kann man ja fotografieren), fertig. Nun ja – ich glaube, dass das Tütenessen wesentlich besser schmeckt, wenn man ausgehungert darüber herfällt. Aber es war warm und machte satt. Und mit einem schönen kleinen Feuer ist das ganze richtig gemütlich, zumal es noch recht warm war. (Ich sehe ein bisschen verkrampft aus auf dem Foto, schließlich darf ich mich vier Sekunden lang nicht bewegen.)

OutdoorkücheRönnskär im Dämmerungslicht

Abendessen am Feuer

Nur das Wetter spielte nicht richtig mit. Der ganze Himmel war bewölkt und selbst der helle Mond konnte sich nur ab und zu mal durch eine kleine Wolkenlücke sichtbar machen. Deswegen bin ich ins Zelt gegangen und habe mich schlafen gelegt. Ich kann ja später gucken, ob das Wetter besser wird. Einen Wecker brauchte ich dafür nicht, denn in der ersten (und hier einzigen) Zeltnacht schlafe ich nie besonders gut, selbst wenn ich so luxuriös viel Platz habe wie dieses Mal.


Ich wache auf, das Handy zeigt 0:52. Es scheint heller draußen als vorhin. Ich öffne die hinteren Reißverschlüsse und luge hinaus. Der Mond ist sichtbar, auch einige Sterne, doch der halbe Himmel hängt voll Schleierwolken. Richtig klar ist es also nicht. Schade! Ich stehe aber dennoch auf, um ein paar Nachtaufnahmen zu machen. Oben herum Daunenjacke, denn wenn ich müde bin, friere ich leicht, aber unten herum barfuß in Sandalen, denn soo kalt ist es auch wieder nicht. Das sieht bestimmt lustig aus.

Ich stelle das Stativ auf und mache ein Foto direkt neben dem Zelt.

Nachts um eins

Ich gehe los und merke, dass die eine Schleierwolke am Südhorizont zu verschwinden scheint. Nun schaue ich genauer und sehe, dass der ganze Himmel nicht mit Wolken, sondern mit fahlem Polarlicht bedeckt ist, vom Nord- bis zum Südhorizont. Das Licht ist so fahl, dass es farblos zu sein scheint, die sonst typischen Grüntöne sind kaum wahrzunehmen, nur die Kamera zeigt sie, denn die nächtlichen Langzeitbelichtungen verstärken die Farben. Zwei Stunden wandere ich in dem vorderen Teil der Insel umher und fotografiere. Die Aurora wird tatsächlich ein bisschen stärker, aber richtig deutlich wie vor zwei Wochen wird sie nicht mehr. Aber einige Fotos werden doch recht schön, denn auf der Insel gibt es einfach schöne Motive.

Leuchtturm und Polarlicht

Insel im MondlichtDas alte Leuchtturmhaus

Farbspiel – im Hintergrund Rönnskär

Eine der kleinen Angenehmlichkeiten Gåsörens ist das „utedass“, das Plumpsklo. Meistens liegen auf einem utedass Zeitschriften und oft hängen an den Wänden kleine Natur- oder Landschaftsfotos. Hier gibt es gleich zwei nebeneinander. Als ich die linke Tür aufmache, lächelt mir von den Fotos kein Rentier, sondern der Adel entgegen. Das ist Grund genug, ein Foto zu machen. Als ich die Tür wieder schließe, sehe ich eine holzgeschnitzte Frauenfigur an der Tür. Oops – hier gibt es tatsächlich Klos nach Männlein und Weiblein getrennt. Das habe ich in Schweden noch nie erlebt, erst recht nicht beim utedass! Neugierig mache ich nun die rechte Tür zum Männerklo auf und erwarte Fotos von Traktoren oder Schneemobilen, doch nein, die Herrentoilette ist karg und hat kein einziges Foto an den Holzwänden. Wie langweilig!

Um drei gehe ich wieder ins Bett. Es ist kühler geworden und irgendwann mache ich den Schlafsack, den ich bis jetzt nur als Decke verwendet habe, zu. Kurz vor Sonnenaufgang wache ich wieder auf. Ich könnte jetzt (A) herausgehen und Morgendämmerungsfotos machen oder (B) weiterschlafen. Ich entscheide mich für B (sorry, liebe Leser) und schlafe bis acht Uhr so gut wie durch.


Den Tag beginne ich mit einem Frühstück: Graved Lachs und auf Feuer frisch geröstetem Ökoroggenbrot. Um Längen besser als das Abendessen. Auch wenn die Luft noch kühl ist, die Sonne wärmt schon.

Frühstück auf der Insel

Ich hänge den Schlafsack auf das Zelt zum Trocknen und laufe auf der Insel herum: Manche Birke und Eberesche trägt Herbstfarben – hunderte Fliegenpilze sprießen im Wald aus dem Boden – Holzwürmer haben geheime Zeichen in den alten Baumstamm geschrieben – Tausend gespiegelte Sonnen glänzen auf dem Meer – ein Bootssteg lädt zum Verweilen ein – ein Glücksbringer hängt an einem alten Stück Mast am Strand.

Ich treffe die Besitzer einer der beiden Stugas, später beginnen erste Boote in dem kleinen Hafen anzulegen. Ich habe kurz überlegt, noch eine weitere Nacht zu bleiben, doch mir fehlen Essen und mein Buch und so mache ich nur noch ein kleines Abschiedsfeuer zum Rösten des restlichen Brotes, verstaue alles wieder im Kajak und paddele gemütlich und mit Rückenwind über die glatte, sonnenbeschienene Ostsee.

Herbstfarbe gelbHerbstfarbe rotFliegenpilzeHorzwurmische LyrikTausend SonnenBootsstegGlücksbringerAbschiedsfeuer

Herbstfarben

Einige Herbstfarben von heute. Die Laubfärbung hat diese Woche wie von einem Tag auf den anderen eingesetzt. Ich war aber bei meinem Waldspaziergang erstaunt, wie viele Blumen noch blühen.

HeidelbeereBirkenblattFliegenpilzTorfmoosRainfarnRot-KleeBergasterHagebutten

Möglich gemacht hat Ganze eine weitere Farbe: Orange. Ich habe nämlich vor zwei Wochen festgestellt, dass ich zwar knallrote Winterjacken habe, aber alles für Sommer und Herbst eher schwarz bis waldgrün ist. Ganz doofe Farben, wenn gerade Elchjagd in Schweden ist und deswegen habe ich mir heute ein knalloranges Softshell gekauft. Damit sieht man mich wirklich und ich traue mich wieder in den Wald. Ein bisschen eingesaut habe ich sie schon und das liegt an dem nächsten Motiv. Diese kleine Heuschrecke hat sich vorbildlich ruhig verhalten, aber leider einen Grasbüschel mitten im Sumpfgelände ausgesucht. Da war hinknien und nass und dreckig angesagt und einen Ellbogen habe ich auf dem schlammigen Boden aufgestützt, damit ich das Motiv nicht verwackele. Was tut man nicht alles für ein schönes Foto.

Heuschrecke

Die Heuschrecke soll die letzten warmen Tage geniessen, denn Anfang der nächsten Woche soll es maximal fünf, sechs Grad werden.

Die Zukunft vom Blog „Nordwärts“

Heute vor 1632 Tagen habe ich den ersten Artikel in diesem Blog geschrieben. 816 Artikel (inklusive diesem) habe ich seitdem veröffentlicht, also im Durchschnitt jeden zweiten Tag einen¹. 3602 Bilder habe ich hier online gestellt, da ist im Laufe der Jahre ganz schön was zusammen gekommen². Wer mag, kann sich die Fotos als Bilderschau anschauen. Damit es nicht zu langweilig wird, mischt das Blog jedes Mal neu.

„Gestern“

Als ich am 4. April 2010 den ersten Artikel geschrieben habe, dort hieß das Blog noch „Nordwärts – Von München nach Skellefteå“, einige Monate später „Nordwärts – Von München nach Skelleftehamn“. Und speziell das erste Jahr drehte sich viel um das Neue, was ich hier erlebt habe: Meine Anreise, den vielen Schnee, der Anfang Mai noch im Wald lag, die Personennummer, ein Zeitungsinterview, den Hauskauf, den Umzug. Und immer wieder das erste Mal: Das erste Mal Mittsommer, die erste Wahl, das erste Polarlicht, der erste Schnee im Oktober, die erste Reise von Schweden nach Norwegen, das erste Mal mit Spikes Rad fahren, das erste Mal auf Skiern unterwegs, das erste Mal über das Ostseeeis zur Insel Storgrundet.

Nach einem Jahr habe ich das Blog in „Nordwärts – Vom Leben in Skelleftehamn“ umbenannt. München schien schon so weit weg. Da soll ich mal gelebt haben? Und ich genoss mein immer noch ziemlich neues Leben in Schweden und berichtete darüber. Ich begann mich immer mehr mit Fotografie zu beschäftigen – eine teure Leidenschaft – und sehe heute erfreut, dass ich in den viereinhalb Jahren dazugelernt habe und meine Fotos besser geworden sind.

Doch das Blog schreiben hat auch meine Wahrnehmung verändert. Ich begann, mein Leben noch intensiver wahrzunehmen und genauer hinzuschauen. Auf der anderen Seite musste ich sehr aufpassen, dass ich meine Erlebnisse nicht danach beurteilte, ob sie einen guten Blogartikel hergeben könnten. Ich begann zu jagen. Nach Fotos, nach Geschichten, nach Eindrücken, die ich hier mit Euch Lesern teilen wollte. Es hat lange gedauert, bis ich ein schönes Sonnenwochenende auch einfach mal zu Hause bleiben und lesen konnte, ohne ein schlechtes Gewissen meinem Blog nordwärts gegenüber zu haben.

„Heute“

Jetzt spüre ich, dass eine Wende gekommen ist. Ausschlag gegeben hat ein Projekt, über das ich hier noch nicht berichtet habe: Ich werde Anfang Januar bis Mitte März frei nehmen und durch Nordskandinavien und -finnland reisen. Viel mit dem Auto, doch auch hoffentlich mit Skiern, wenn ich Reisepartner finde. Das wird bestimmt eine interessante, ereignisreiche Zeit, über die ich natürlich gerne berichten möchte. Leider werden die wenigsten meiner schwedischen Freunde und Bekannten diese Berichte lesen können, wenn ich sie weiterhin auf deutsch auf nordwärts veröffentliche. Ich habe hier sogar kurze Zeit zweisprachig (deutsch und schwedisch) geschrieben, aber schnell damit wieder aufgehört. Zu zeitaufwendig! Außerdem kenne ich auch einige, die weder schwedisch noch deutsch verstehen. Englisch hingegen können die meisten³.

„Morgen“

way-up-north.comDeswegen habe ich ein neues Blog angefangen. Es heißt way-up-north und ist noch so neu, dass erst ein einziger Blogartikel dort erschienen ist. Und dieses Blog werde ich auf englisch schreiben (oder auf das, was ich für englisch halte …). Auf way-up-north werde ich den Fokus ein bisschen schärfen: Auf Landschaft und Natur, auf Reisen und Erlebnisse, auf Wetter und auf Fotografie. Wohin sich das Ganze entwickeln wird, weiß ich aber noch nicht und will es auch gar nicht wissen. Ich bin offen für Neues.

In Zukunft werde ich mehr Zeit mit way-up-north verbringen und deswegen weniger Zeit für nordwärts haben. Hier werde ich weniger neue Artikel und Fotos veröffentlichen, auf way-up-north dafür um so mehr. Einschlafen lassen werde ich dieses Blog nicht, aber es wird ruhiger werden.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr, liebe Leser, mir folgt und in Zukunft auch bei way-up-north vorbeischaut oder den RSS-Feed abonniert. Und ich freue mich natürlich immer noch über jeden einzelnen Kommentar, ob er nun auf englisch oder deutsch sei.

Euch allen eine schöne Zukunft,
/Olaf

Polarlicht, Ballett des Himmels
Theater des Firmaments
Dynamik aus der Stille
Zeitlosigkeit des Alls und Lebendigkeit der Erde
Verbinden sich in Girlanden, Formen, Farben
Fahl, kaum den Menschen erreichend
Klar und hell, den Norden erhellend
Meinen Schatten sehe ich nicht,
Ich schaue nicht zurück, wende mich nicht ab.
Nur vorwärts, der Aurora entgegen
Führt mein Weg
Immer weiter.

Olaf Schneider, 8. Februar 2005, Solberget


¹ Geschrieben habe ich allerdings ein paar Artikel weniger, denn einige sind Gastartikel von meinen Besuchern.
² Auch manches Foto oder andere Bild stammt von meinen Gästen oder anderen.
³ Ja, ich weiß, dass nicht alle Englisch können und es tut mir leid, dass es dadurch für einige schwieriger sein wird, mir zu folgen. Aber leider ist meine Zeit begrenzt und deswegen musste ich mich entscheiden.