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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Fast Frühling – Nachtrag

Ein kurzer Nachtrag zum Artikel Fast Frühling.

Nachtrag vom 28.2.

Weiterhin war es warm, auch in den letzten beiden Nächten war es frostfrei. Tauwetter. Heute morgen auf dem Weg zum Bus musste ich durch eine riesige und tiefe Pfütze waten. Und dort, wo noch Schnee auf der Straße liegt, ist er braun und meistens schon Schneematsch. Das kenne ich ja aus Deutschland, aber für Nordschweden ist das mindestens einen Monat zu früh!

Auch das Schneemonster ist in sich zusammengefallen – wesentlich früher als ich gedacht hätte. Aber übermorgen, am Samstag, sollen 8 – 10 cm Schnee fallen, und bei dem böigem Wind werden sich die erwarteten -10 °C wie -20 anfühlen. Das kann ich mir ehrlich gesagt bei der heutigen Frühlingsstimmung kaum vorstellen.

18:30: hübsch, jetzt regnet es auch noch richtig. 2.5 °C.

Nachtrag zum Nachtrag vom 1.3.

07:00: es schneit und es ist windig. Das Thermometer zeigt -5.5 °C an, Tendenz fallend. Und auch wenn Teile der weichen und jetzt über Nacht gefrorenen Schneeklumpen noch etwas bräunlich anmuten; das Tauwetter scheint der Vergangenheit anzugehören und weit zurückzuliegen. Das Foto oben habe ich gestern Mittag gemacht, das Foto hier heute vor ein paar Minuten.

Nachtrag zum Nachtrag zum Nachtrag …

Der Wetterdienst smhi hat übrigens gestern einen Blogartikel mit dem Titel „Vår i norr men vinter i söder“ (Frühling im Norden aber Winter im Süden) geschrieben. Wenn man sieben Tage hintereinander Durchschnittstemperaturen über 0 °C hat, nennt man den ersten Tag Frühlingankunft. Und die hatten wir dieses Jahr schon im Nordschweden (Normal wäre das im April), aber noch nicht in Südschweden. So eine Situation hat es das letzte mal 1963 gegeben – vor 40 Jahren.

Regenwetter

Heute regnet es. Den ganzen Tag. Und ganz schön kalt ist es auch. Also habe ich den Feiertag größtenteils drinnen verbracht. Mit Blogartikel schreiben, Klavier spielen, ein bisschen komponieren und lesen. Außerdem habe ich für mein Blog ein neues Widget (das sind die Dinger in der rechten Seitenleiste) geschrieben, welches das aktuelle Wetter in Skelleftehamn anzeigt (oder ganz genau gesagt, die Kurzvorhersage für die nächste Stunde). Die Daten dazu kommen vom norwegischen Wetterdienst. Allerdings hat die Vorhersage heute maßlos untertrieben: Die Daten sagten „Regen, 2 °C“, in Wirklichkeit hatten wir aber Regen und 3 °C!

Brandung –  1/2500 sek, ƒ/2,8, ISO 1600Nachmittags bin ich noch einmal raus und habe den Ostseewellen zugeschaut. Mit Fleece und dicker Jacke eingepackt. Und ein paar Fotos habe ich natürlich auch gemacht. Zum einen war ich immer damit beschäftigt, auf das Wellenbrechen zu warten, zum anderen damit, die Linse wieder trocken zu wischen oder mit der Hand zuzuhalten. Natürlich habe ich einige Male dabei mein Hand fotografiert.

Brandung –  1/8 sek, ƒ/16, ISO 200

Sommeranfang

Heute, am ersten Juni, ist für die Meteorologen Sommeranfang. Sie rechnen gerne mit ganzen Monaten, das macht die Statistiken einfacher.

Für die Nordschweden ist schon seit Wochen Sommer. In Lappland war es gestern bis 30 °C warm, wärmer als in Italien, von Deutschland ganz zu schweigen. Aber ich bin mit den gut 20 °C, die wir hier haben, mehr als zufrieden.

Nach dem langen Winter frage ich mich den ganzen Mai schon: Wird in Skelleftehamn am ersten Juni noch Schnee liegen? Irgendwo? Die ganzen Schneehaufen, die vor zwei Wochen noch den Weg zum Bus gesäumt haben sind verschwunden. Aber an der Norra Hamngatan – der nördlichen Hafenstraße – wurde ich noch fündig. Dort liegen tatsächlich noch Schneereste unter den leuchtend grün belaubten Birken. Woran das liegt? Schaut selbst, wie es dort vor zwei Monaten aussah. (Das letzte Bild ist an der gleichen Stelle gemacht.)

Der letzte Schnee in Skelleftehamn

Heute morgen hat es übrigens geregnet. Kurz, aber – geregnet. Ihr Deutschen werdet müde abwinken und sagen „Regen, das kennen wir! Zur Genüge!“. Ich habe mich aber gefreut, weil jetzt alles nach Erde und Natur duftet.

Wetterlage Vb

Draußen ist es ein bisschen grau und es schneit. Was??! Wie kann es Anfang Juni bei immer noch +16 °C schnei…, ach so, es sind nur die Blüten vom nachbarlichen Kirschbaum, die vorbeiwehen. Ich habe mich schon gewundert, denn der ganze Tag war sehr warm und schön. Fast.

Heute morgen wollte ich eigentlich mit dem Rad in die Stadt fahren, wurde aber durch lautes Gegrummel geweckt. Ein Gewitter! Das hat hier wirklich Seltenheitswert und die Gewitter, die ich in den drei Jahren hier erlebt habe, kann ich an einer Hand abzählen. Dazu starke Regengüsse. Aber kurze Zeit später klarte es wieder auf und heute Mittag haben wir bei +25 °C draußen am Fluss Mittag gegessen und geschwitzt. In Lappland wurden sogar neue Wärmerekorde für den Mai aufgestellt.

Und ich frage mich, was ist gleichzeitig in Deutschland los, wo es nicht nur kalt ist – München, heute mittag +7 °C, achtzehn Grad weniger als hier! – sondern regnet, giesst, schüttet wie aus Kübeln und das gefühlt schon seit Ewigkeiten. Die katastrophalen Überschwemmungen in einigen Gebieten bedrücken mich und mir fällt es ein bisschen schwer, mich hier über das herrliche Sommerwetter, welches wir praktisch den ganzen Mai gehabt haben, zu freuen, wenn gleichzeitig meine Freunde in Süddeutschland überlegen, ob es nicht an der Zeit sei, eine Arche zu bauen.

Liebe Mitteleuropäer: Ich drücke fest die Daumen, dass der Regen schnell nachlässt, die Pegel sinken und die Schäden nicht zu groß sind. Und vor allem, dass die Fluten keine weiteren Menschenleben fordern.

Weitere Informationen unter Wikipedia: Hochwasser in Mitteleuropa 2013.

Das folgende Foto ist von gestern, da hat es vormittags auch Regenschauer gegeben. Davon lassen sich aber die Kids nicht abhalten, gemütlich den Tallvägen entlang zu schlendern, mal mit Schirm, mal ohne und auch die eine oder andere Pfütze mitzunehmen. Das liegt aber auch daran, dass es trotz der Regenschauer fast zwanzig Grad warm war.

Kids im Sommerregen

Abgebrochene Kajaktour

Heute wollte ich Kajak fahren. Eventuell zu ein paar neuen Inseln, zum Beispiel zu Nörd- und Sör-Olsgrundet, die auf der anderen Seite der industriell genutzten Halbinsel Rönnskär liegen. Und als ich heute morgen an der Bucht schaute, sah alles perfekt aus. Das Meer war klar, fast ohne Wellen, der Himmel blau, wenig Wind und schon 16 °C. Als ich eine Stunde später im Kajak saß, war die Bucht aber von vielen kleinen Zappelwellen, die alle gerne ins Kajak wollten, bedeckt. Ein paar ist das auch gelungen, denn bin ohne Spritzschutz gefahren, da zwischen meinen Knien die wasserdicht verpackte Kamera ihren Platz hat. Ich bin dann durch den kleinen Kanal, der Rönnskär teilt, gefahren, was die Seeschwalben ziemlich störend fanden. Mit großem Gekreische flogen sie um mich herum und manchmal auch auf mich zu. Aber bald war der Kanal durchquert und ich hatte Blick auf das Reiseziel. Allerdings war es windiger als erwartet und so bin ich erst einmal zu der nächsten Insel Kalkgrundet gefahren, bin einmal um sie herumgelaufen und habe etwas gegessen.

Dieser Kanal teilt die Halbinsel RönnskärBlick von der Insel Kalkgrundet

Am Ufer der Insel gab es drei Miniminibuchten, zwei Stellen, an denen Fischernetze befestigt waren, viele Erlen und viele Käfer, die gerne Erlenblätter fressen.

Der Ankerstich hält ein Fischernetz Ein „Prächtiger Blattkäfer“

In Richtung Osten konnte man die Insel Sör-Olsgrundet mit ihrem kleinen Leuchtfeuer sehen, in Richtung Westen hingegen hingen dicke, dunkle Haufenwolken, die um die Wette quollen. Ein erstes Grollen war auch schon zu hören. Damit ich nicht auf der Insel bei Gewitter festsitze, bin ich schnell aufgebrochen und rasch wieder ans Festland gepaddelt. Hier habe ich mich wieder sicher gefühlt und da die Gewitter im Westen hängen blieben, konnte ich in Ruhe zurück paddeln. Um einiges früher als eigentlich geplant war ich wieder zu Hause.

Blick auf die Insel Sör-OlsgrundetGewitter über der Stadt

Später habe ich gehört, dass es über der Stadt unwetterartigen Regen gegeben hat und auch ordentlich geblitzt und gedonnert. Hier in Skelleftehamn ist heute kein Tropfen herunter­gekommen, aber wir hatten ja Gewitter und Starkregen gestern schon:

Gestern: Pladderrregen

Plan für diesen Sommer: Mindestens eine Zweitagestour mit dem Kajak. Ich bin sehr gespannt, wie viel in das Kajak wirklich hineinpasst: Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Wasser, Essen, Kamera, Ersatzkleidung …

Drei Tage Lofoten

Dieser Artikel ist Teil der siebenteiligen Serie Norwegen 2013.

In Kabelvåg auf den Lofoten habe ich mich mit Elisabet getroffen, die diesen Sommer dort arbeitet. Ich habe einige Tage bei ihr gewohnt und wir haben einige Touren zusammen gemacht.

Mittwoch

Mutter und KindNach einem Mittagessen sind wir nach Utakleiv gefahren, da habe ich vor zwei Jahren schon einmal gezeltet. Unser Plan war, ein Stück den Berg „Mannen“ hochzusteigen, um Ausblick auf die schönen Sandbuchten mit dem türkisfarbenen Wasser zu bekommen. Erst führte ein gemütlicher Weg den Hang hoch und die Schafe äugten uns neugierig an, ehe sie vor uns wegliefen. Dann zweigte ein Pfad ab, der uns auf die Südseite des Hanges führte, von wo man aus einen herrlichen Blick über die Sandbuchten und türkisfarbenen Wasser hatte.

Blick auf Haukland und die Vikbukta

Unkorrigierte Version mit PlastiktüteDoch halt – dieses Bild ist nicht ganz real. In Wirklichkeit sah das Foto so aus →

Das Wetter war nämlich alles andere als schön. Es war kühl, sehr windig und es regnete. Kurzum, das Wetter war scheußlich. Und natürlich kam der Wind genau aus Motivrichtung. Deswegen habe ich immer eine durchsichtige Plastiktüte vor die Kameralinse gehalten, dadurch das Motiv anvisiert, dann die Tüte rasch weggezogen, sofort ein Bild gemacht und direkt danach die Linse wieder abgedeckt. Leider wurde hier die Tüte wieder zurückgeweht und bedeckt daher einen Teil des Bildes.

Weiter oben wurde es noch windiger. Stellte man sich in Windrichtung, so konnte man einzelne große Regentropfen schon in größerer Entfernung ausmachen und waagerecht auf einen zuschießen sehen. Da mir kalt war und ich bei diesem Wind nicht auf den Grat zum Gipfel wollte, sind wir bald umgekehrt und haben im Auto heißen Tee und die Sitzheizung genossen.

Donnerstag

Morgens bin ich erst bei Regenwetter durch Kabelvåg gelaufen und dann, als der Regen nachließ, nach Henningsvær gefahren. Dorthin führt eine Straße, die so schmal ist, dass zwei Autos gerade aneinander vorbeikommen. Die beiden Brücken sind sogar nur einspurig und mit Ampeln geregelt. Ist man angekommen und hat einen Parkplatz gefunden, erwartet einen ein kleines schönes, aber auch sehr touristisches Städtchen.

Henningsvær

Die Berge hängen in den WolkenRørvikstranda

Nachmittags sind Elisabet und ich in eine benachbarte Bucht gefahren. Zum Baden fanden wir es zu kühl und so haben wir statt dessen einen steilen Hügel bestiegen, die Aussicht genossen, Tee getrunken und Schokolade gegessen.

AusblickAusblick

Am Abend haben wir noch einen kleinen Spaziergang gemacht und waren rechtzeitig auf dem Kai, um die beiden Hurtigrutenschiffe Trollfjord und Nordkapp aneinander vorbeiziehen zu sehen.

Hurtigrutenschiffe vor Kabelvåg

Freitag

Schlammweg auf den ReinebringenDiesen Tag hatte Elisabet frei und wir sind fast bis an die Südspitze der Lofoten gefahren, um dort den Reinebringen zu besteigen. Der Weg ist nicht sehr lang und der Wanderführer spricht von 1-2 Stunden für den Aufstieg. Wir haben zwei Stunden gebraucht, was nicht so sehr daran lag, dass der Weg durchgängig steil ist – an zwei Stellen sind sogar Seile angebracht – sondern, dass der Boden sehr schlammig und rutschig war. Ich bin schon schönere und leichtere Wege den Berg hochgelaufen. Aber das wirklich grandiose Panorama von oben über die Bergketten der südlichen Lofoten, die kleinen mit Brücken verbundenen Inseln, auf denen die Stadt Reine liegt und das blaue Meer entschädigten uns voll für den Aufstieg.

Diese Tour kann ich wirklich jedem empfehlen, der ein wenig bergerfahren ist. Nur Geheimtipp kann ich sie nicht nennen, denn trotz des trüben Wetters haben wir viele Menschen aus vielen Ländern auf dem Weg getroffen. Der Abstieg war nicht weniger anstrengend, aber bald standen wir wieder am Auto und haben uns gefreut, dass wir diese schöne Tour gemacht haben.

Blick auf Reine und die südlichen Lofoten

Wir hätten jetzt die restlichen neun Kilometer nach Å fahren können, dem südlichsten Ort der Lofoten, haben uns aber für den Heimweg mit Umwegen entschieden. Wir haben manche Nebenstraße mitgenommen und dabei bei Fredvang diese getrockneten Fischköpfe gefunden.

Fischköpfe hängen zum TrocknenFischköpfe

Und an dieser Bucht musste ich auch kurz aussteigen und ein Foto machen:

Sonne und Berg über türkisfarbenem Meer

Viel zu schnell gingen die Tage vorbei und ich hätte auch noch länger bleiben können, aber Elisabet war ja zum Arbeiten auf den Lofoten und nicht zum Urlaub. Schön, dass sie trotzdem so viel Zeit hatte. Vielen Dank, Elisabet, für die schönen Touren, die gemeinsame Zeit und das Beherbergen.

Am nächsten Tag bin ich weiter auf die Vesterålen gefahren, um dort Freunde zu besuchen, aber davon erzähle ich ein andermal.

Der Herbst, der Herbst

Kaum vorstellbar, dass ich vor gerade anderthalb Wochen noch auf der spiegelglatten Ostsee im T-Shirt zur Badestelle gepaddelt bin. Heute morgen empfingen mich dunkle Wolken, aus denen Regen prasselte und Graupel fiel, während kalte Windböen am Haus klapperten.

Das Meer in der nahen Bucht war überraschend ruhig, denn der Wind kam von Norden. An der Lotsenstation gab es hingegen ordentliche Wellen, zumindest für Ostseeverhältnisse. Und dort hockte ich hinter der auf dem Stativ montierten Kamera, sie mit einer Plastiktüte notdürftig vor Regen und Graupel schützend, freute mich über eine warme Jacke mit Kapuze und bereue, dass ich keine Handschuhe dabei habe. Als ich wieder ins Auto stieg, hörte der letzte Graupelschauer auf. Das Autothermometer zeigte 3 °C.

Ostseebrandung

Nachtrag:

Der gleiche Ort, zwölf Stunden später. Anderes Objektiv, anderes Wetter.

12 Stunden später

Fensterbilder

Kevin schreibt aus Lappland vom ersten Schnee, Annika vom Raureif in Südschweden. Wir hingegen hatten fast den ganzen Tag Pladderregen, der so stark war, dass ich nach der Arbeit keine Lust hatte, mich und die Kamera heute noch groß nassregnen zu lassen. Und so habe ich Fotos von drinnen gemacht. Eher aus dem Bereich Experiment als aus dem Bereich „Mein Leben in Schweden“.

Fensterbild 1Fensterbild 2

Heute Abend kommt ein Freund, der sich ziemlich spontan angekündigt hat (Besuch ist toll!) und ich hoffe, dass ich ihm am Wochenende hier mehr als graues Pladderregenwetter bieten kann.

Zwischen goldenem Herbst und weißem Winter

Der Goldene Herbst ist seit ein paar Wochen vorbei und die Bäume sind kahl. Und Winter ist noch nicht in Sicht. Das Wetter ist so richtig zwischen allen Stühlen und bei den Regengüssen der letzten Tage sehne nicht nur ich mich nach Kälte und frischem Schnee.

Ja, wir hatten es schon kalt: -8.6 °C vor drei Nächten, aber null Grad dreieinhalb Stunden später. Ja, wir hatten schon Schnee: erst vorletzte Nacht in Skellefteå, als der Pladderregen in Schnee überging. Der ist aber schon längst zu großen Pfützen geschmolzen, die den Frost der letzten Nacht genutzt haben, halb zuzufrieren um heute wieder anzutauen. Und ansonsten: Ein Grad, zwei Grad, drei Grad. Nieselregen, Dauerregen, Pladderregen. Mal mehr, mal weniger glatt.

PladderregenSpiegelungStiller FlussRotes Haus

Weil ich am Samstag nach Burträsk fahre, habe ich heute morgen Winterreifen aufziehen lassen und bis jetzt wieder mit Spikes unterwegs. Als ich an der Bucht vorbeikam, bugsierten gerade zwei Lotsenschiffe die große Levan an die Anlegestelle von Kuusakoski, dem Recyclingunternehmen. Als ich in der Nachmittagsdämmerung von der Arbeit zurückkam, lag das Schiff noch da und ich habe kurze Zeit später noch einmal ein Foto mit Stativ und längerer Belichtung gemacht. Zum Glück hat die Levan still gehalten.

Die Levan läuft einDie Levan

Ab Sonntag werde ich viele Gelegenheiten haben, weitere Nachtaufnahmen zu machen, denn dann geht die Sommerzeit zu Ende und ganz plötzlich geht die Sonne um halb vier unter! Dann ist Nordschweden wirklich kalt und dunkel. Bis der erste Schnee fällt.

Mein Auto jedenfalls ist seit heute für den Winter gerüstet. Und etwas anderes auch, doch dazu hole ich ein bisschen aus …

Eine der schwierigeren Sachen in Nordschweden ist es, einen Handwerker zu bekommen. Einige Spezies wie Elektriker (elektriker) und Klempner (rörmokare) sind besonders selten, gesucht und begehrt. Es kann lange Zeit vergehen, bis man tatsächlich mal einen Handwerker bekommt, der einem hilft, Dinge zu „fixen“, wenn man es – wie ich – nicht selbst kann. Vor allem beim Thema Klempner hat sich einiges bei mir angesammelt und ich wusste, ich muss das Projekt „Rörmokare“ in Angriff nehmen, vor allem, weil das Absperrventil zum Außenwasserhahn nicht mehr ganz dicht war und ich Angst hatte, dass mir das ganze im Winter kaputt friert. Jetzt geschieht ein kleines Wunder: In meinem Briefkasten finde ich einen Zettel von Jon, der sich gerade als Rörmokare selbständig gemacht hat und Kunden sucht. Er antwortet noch am Sonntag auf meine Mail, schaut sich schon am Montag alles an und gibt Tipps und hat heute schon einen neuen Außenwasserhahn, der nicht mehr einfrieren kann, eingebaut und mit anderen Dingen angefangen. Ich bin begeistert! Nun bekomme ich noch ein Waschbecken im Keller (für dreckige Stiefel und so etwas), bessere Thermostaten an die Heizung und – wenn ich will – reaktiviert er auch die Fußbodenheizung in einigen Kellerräumen, von deren Existenz ich bisher nicht gewusst habe. Toll!

Und da der schwedische Staat bei Hausbau und -reparatur 50% der Bruttoarbeitskosten dazu gibt – das Ganze nennt sich ROT-avdrag, halten sich die Kosten auch noch halbwegs in Grenzen.

Eispiste

Am Sonntag war es schön, Auto zu fahren. Nicht unbedingt, was die Straßenverhältnisse betrifft, denn der Schnee auf den einsamen Waldwegen verdeckt meistens nur das blanke, glatte Eis und es fordert eine gewisse Disziplin, vor jeder Kurve sanft abzubremsen, damit man nicht doch irgendwann einmal von der Straße rutscht, um mit fast unsichtbaren Steuerbewegungen in die Kurve zu fahren, kaum spürbar gerade zu ziehen und danach ebenso sanft wieder zu beschleunigen.

Schön war es, weil schönes Wetter war und im Inland fünf bis zehn Zentimeter Schnee lagen. Alle Seen waren zugefroren, nur an den Mündungen der kleinen, lebhaften Flüsschen war das Wasser noch offen. Und an den Rändern der Seen liefen die Leute Schlittschuhe oder saßen mit ihrer kleinen Plastikangel vor einem Eisloch. Auch der Sumpf, den ich mitten im Nirgendwo (bei Brännvattnet) gefunden habe, war schon so weit zugefroren, dass man ihn zum Fotografieren betreten konnte.

Abenddämmerung am eisbedeckten SeeSumpf bei Brännvattnet

Irgendwann habe ich auch mal aus dem Auto einen x-beliebigen Waldweg geknipst. Dieser war schön breit, aber es gibt auch Wege, die ganz schön schmal sind. Und prompt kam mir auf so einem Weg ein Auto entgegen. Zum Glück für mich und ihn ist der andere Autofahrer freiwillig und sehr lässig ein ganzes Stück zurückgesetzt, bis ich vorbei passte. Ich hätte wahrscheinlich zehn Mal so lange gebraucht und dabei fünf Mal den Motor abgewürgt. Danke, Du netter unbekannter Autofahrer!

Einer von zigtausend Wegen durch den Wald

Heute hätte ich mich mit dem Auto solche Wege nicht entlanggetraut, denn es ist wärmer geworden und es hat gepladdert. Und der kalte Regen ist auf dem Eis der kleinen Nebenstraßen festgefroren und hat sie noch glatter gemacht. Die Straße, die auf dem folgenden Foto zu sehen ist, liegt keine 50 Meter von meinem Haus weg, aber ich habe mir Spikessohlen unter die Stiefel geschnallt, damit ich da überhaupt hinkomme. Zum Glück sind alle größeren Straßen frei.

Eispisten in Skelleftehamn

Auf dem Meer

Gestern stand ich am kleinen Strand und beäugte misstrauisch das Eis, welches das Meer zwischen dem Strand und der Insel Storgrundet bedeckte. Auf dem nassen Eis konnte man Skooterspuren ausmachen, aber das sagt nicht, dass das Eis auch mich trägt.

Heute das gleiche Bild: Ich, der Strand, die Insel, dazwischen Eis. Und mein misstrauischer Blick. Den Unterschied machte B., der dort seine Stuga hat und der Einzige ist, der mich nicht sofort fragt: „Ska du fiska?“ – Willst Du angeln?

Denn B. weiß, dass ich gerne fotografiere und fragte mich stattdessen, ob ich auf’s Eis wollte. Ich: „ja, aber …“ . Er: „Kein Problem, das Eis ist 20 cm dick, da kann man mit dem Auto drüber fahren.“ Ich (gedacht): „Aber bitte nicht mit meinem!“

B. hat zwei Netze draußen unter dem Eis und war ohnehin mit einem Freund auf dem Weg dorthin, da bin ich gleich mitgekommen. Das Eis war recht klar, denn auch gestern hat es erst dicke Flocken geschneit und dann bei Plusgraden geregnet. Jetzt aber war es schön und leicht frostig.

Auf dem Weg zu den Netzen

Das Eisloch wird vom Eis befreitDas erste Netz wird hochgezogen

Im ersten Netz hatte sich nur eine „simpa“, eine kleine Groppe verfangen. Also weiter zum zweiten Netz.

Zum zweiten Netz

Und dort hatten B. und sein Freund mehr Erfolg. Vier Quappen (schwedisch: Lake) zog er aus dem Wasser.

Eine Quappe im NetzEine Quappe wird aus dem Netz gepult

Ich habe erfahren, dass man aus den Quappen im Winter „Rom“, also Fischrogen gewinnen kann. Die Quappen selbst hat man früher als „Lakesoppa“ in Milch zu Suppe gekocht, doch das ist außer Mode gekommen und viele mögen das nicht mehr.

Ich bin dann weiter über das Eis zu der Insel gegangen. Ich bin manchmal ganz schön zusammengezuckt, wenn das Eis unter meinen Füßen das Eis peitschenähnlich knallte, so stark, dass ich das Beben spüren konnte.

Überall knackste und rumste, krachte und tönte das Eis, denn in der Nacht hatten wir hier sehr hohen Wasserstand und jetzt senkte sich der Meeresspiegel wieder, zusammen mit der Eisschicht. Aus dem gleichen Grund war auch der letzte Meter zur Insel der Schwerste, denn dort ist das Eis aufgebrochen und so schwach, dass man dort schauen muss, wo man seine Füße (und Hände) hinsetzt, um an Land zu kommen.

Die Insel Storgrundet ist schmal und schnell war ich am äußeren Ufer. Dort sah es so aus:

Eisschollen vor Storgrundets Ostufer

Dort ist das Meer noch offen, nur einige Eisschollen schwimmen vor der teilweise überschwemmten Bucht. So ganz entspannt war ich nicht, denn ich wusste ja, dass ich wieder aufs Eis muss. Ich habe mich deswegen schnell wieder auf den Rückweg gemacht und wieder den ersten Meter erfolgreich und dank der hohen Gummistiefel trockenen Fußes überwunden. Die tief stehende Mittagssonne leuchtete orange über das Eis.

Die Sonne scheint über das MeereisAuf dem Eis

Ans Festland zu kommen war hingegen einfach, denn dort ist ja B.’s Bootssteg. Ich liebe es, über’s Eis zu laufen und doch bin ich jedes Mal wieder erleichtert, wieder auf dem Land zu stehen. Nach einem Kaffee bei B. habe ich mich auf den Rückweg gemacht.


Der Heizlüfter im Auto hat den Eispanzer des letzten Eisregens erfolgreich von den Fensterscheiben geschmolzen, so bin ich noch kurz zur Bucht „Kallholmsfjärden“ direkt bei mir um die Ecke gefahren. Diese Bucht, gestern noch komplett offen, war heute vollständig mit dünnem Eis bedeckt. Erstaunlich, wie schnell das manchmal geht. Etwa 5 mm stark war das Eis schon. Wer weiß, vielleicht sitzen dort nächste Woche schon die ersten Eisfischer.

Klares, neues EisDer Kallholmsfjärden ist eisbedeckt

Als ich wieder aus dem Wasser stieg (Merke: Unterwasseraufnahmen ohne viel Licht sehen langweilig aus), kam Nebel auf. Es wurde wärmer, der Nebel dichter, die Dämmerung kam. Und mit ihr erneuter Regen …


Für die Statistik: Wann bin ich das erste Mal über das Eis auf die Insel Storgrundet gelaufen?: 5. Dezember 2010 / 22. Januar 2012 / 5. Januar 2013 / 22. Dezember 2013. Also war ich gar nicht so spät dran dieses Jahr.

Auf dem Torneträsk II

Dieser Artikel ist Teil der sechsteiligen Serie Abisko Februar 2014.

Am Montag hatten Annika und Ralf eine Hundeschlittentour gebucht. Am Vortag wurde ihnen freigestellt, zurückzutreten, da Regen und starker Wind erwartet wurden. Selbst in Abisko im nordschwedischen Fjäll hat jetzt also die Wärme zugeschlagen. Doch so schlecht sah es mit dem Wetter nicht aus und die beiden kamen zu ihrer Tour. Ich hatte weniger Glück bei meinem Versuch, mich spontan der Tour anzuschließen, es war kein Platz mehr frei. So kam ich dann nur zum Start mit, um die schönen und überraschend entspannten Huskys zu fotografieren.

Hunde in Aktion: Kauen und sich im Schnee wälzen ist toll!Wann geht’s endlich los!

Nach dem Start bin ich zu der Anhöhe „Stor Nabben“ weitergelaufen. Aufgrund der Wärme ging das auf den Skooterspuren auch ohne Ski oder Schneeschuhe problemlos. Bloß abseits der Spur brach ich manchmal in den verharschten Schnee ein. Vom Stor Nabben hat man einen schönen Ausblick auf Lapporten und auf den Torneträsk. Letzterer hat es mir angetan, denn wegen des warmen Wetters und einiger kleiner Regenschauer war er zwar dick zugefroren aber komplett schneefrei.

Zuhause habe ich Kamerazeugs und Schneeschuhe gepackt und bin auf das Eis des Torneträsk gegangen. Die Schneeschuhe sollten mir helfen, auf dem blanken, nassen Eis Fuß zu fassen. Doch kaum war ich auf dem Eis, zogen graue Wolken auf und es begann zu regnen. Doch kurz darauf klarte es wieder auf. So sollte das Wetter auch den restlichen Tag bleiben: Sonne, Wolken, Regenschauer und ziemlich steifer Wind, der meine Wasserflasche singen ließ, wenn ich sie öffnete. Einmal schwebte sogar mein Stativ auf dem nassen Eis davon …

Mein Weg führte über ein Kilometer Seeeis zur Insel Ábeskosuolu. Allein dieser erste Weg ist spannend: Das Eis ist von vielen Sprüngen durchzogen: Manche sind nur ein paar Zentimeter dick und stammen wohl aus der Zeit, als das Eis noch nicht dick war, doch viele sind halbmeterdick und zeigen, wie solide das blanke Eis auf dem Torneträsk ist. Der See ist so klar, dass man auch den steinigen Boden noch sieht, wenn er zehn Meter tief ist, aber die Seetiefen wollte ich ehrlich gesagt gar nicht so genau wissen, auch wenn das Eis superdick war. Immerhin ist der Torneträsk ja der zweittiefste See Schwedens.

Über das Seeeis des Torneträsk

Über das Seeeis des Torneträsk

Doch nicht nur Sprünge durchzogen das Eis. Es gab bunt schillernde filigrane Grenzflächen, große Gruppen von kleinen eingeschlossenen Luftblasen und ganze Wälder von vertikalen Miniaturluftsäulen. Dazwischen immer wieder Sprünge und Risse. Eine eigene Welt nur aus Luft und Eis.

Bald war ich auf der Insel Ábeskosuolu, die ich aber zügig überquerte – hier spielten die Schneeschuhe ihre Stärken aus – um zu der Eiskante zu gelangen, die uns gestern als Photospot empfohlen wurde.

Und der Weg hat sich gelohnt. Trotz des windigen Wetters mit seinen Regenschauern habe ich einige Stunden an dieser Kante zugebracht, an der sich die Eisschollen bis zu zwei Meter hoch aufbäumten. Was war ich nervös, denn so laut und deutlich habe ich das Eis noch nie arbeiten höhen: Dumpfes Pochen, sonores Rumpeln und lautes Knacken waren ständig zu hören und oft auch als Vibration zu spüren. Doch das Eis unter mit war eher noch dicker und ich fühlte mich trotz der Nervosität sicher. Und jede Menge schöner Motive taten sich auf:

Auf dem Weg zur BruchkanteAn der BruchkanteTürkises SeeeisEine Eisspalte?

Manches Mal stand ich zwar auf festem türkis schimmernden Eis, doch in zwanzig Zentimeter Wasser. Gerne hätte ich die Abbruchkante überquert, doch als ich mit dem Stativ die Wassertiefe an der Rinne maß und erst nach einem halben Meter auf Wiederstand traf, habe ich mich dankend zurückgezogen, denn ich konnte ja nicht einmal sicher sein, ob die Eiskante nicht teilweise offen war. An einer stabilen Stelle habe ich noch ein Photo von dem herrlichen Panorama gemacht – rechts ist Lapporten im Bild – und habe mich dann ein wenig widerwillig wieder auf den Rückweg gemacht.

Bergpanorama am Torneträsk – rechts im Bild: Lapporten

Pause auf ÁbeskosuoluDieses Mal habe ich einen Teil der Insel Ábeskosuolu durchquert und auf der höchsten Erhebung eine kleine Pause gemacht. Aber dort war es dermaßen stürmisch, dass ich schnell mit den Schneeschuhen in die tiefer gelegenen lockeren Birkenwäldchen abgestiegen bin. Dort habe ich manches Schneehuhn aufgeschreckt. Doch trotz Kamera im Anschlag gelang es mir nicht, mehr als nur einen unscharfen weißen Fleck mit Flügeln auf den Sensor zu bekommen. Weiter ging es über das Eis wieder ans Land, wo ich eigentlich nur geradeaus zu meiner Pension laufen wollte, doch eine mich neugierig anstarrende Elchkuh – noch weit entfernt – hat mich davon abgehalten. Ich habe mich langsam an sie herangepirscht – ein aussichtsloses Unterfangen mit knirschenden Schneeschuhen und knallroter Jacke – bis ich die Jagd aufgegeben habe. Nicht nur, weil ich wusste, dass mich die Elchkuh nie näher heranlassen würde, sondern auch, weil ich sie nicht auf die Hauptstraße treiben wollte. Die beiden Fotos, die ich hier zeige sind Ausschnittvergrößerungen und entsprechen etwa 500mm Brennweite.

Elchkuh vor AbiskoElchkuh vor Abisko

Urlaub zu Hause

Wie jedes Jahr habe ich auch dieses Jahr vier Wochen Sommerurlaub im Juli, wie die meisten anderen Schweden auch. Die anderen Jahre habe ich diese Zeit oft genutzt, um herumzureisen und war so mehr in Norwegen oder Deutschland als in Skelleftehamn zu Hause.

Doch dieses Jahr bin ich die meiste Zeit hier, sozusagen eine ganz neue Erfahrung. Vorgestern am Montag flog meine Mutter, mit der ich eine herrliche Woche in Skelleftehamn und Umgebung verlebt habe, um 9:50 nach Deutschland. Um 14:20 kam Annika, die ich im Februar in Abisko persönlich kennengelernt hatte, aus Deutschland angeflogen.

Letzte Woche gab es hier noch einige heftige Regengüsse, doch seit Samstag zeigen sich Sonne und blauer Himmel, über zwanzig Stunden am Tag. Und die Sonne bringt Wärme: Samstag 22 °C, Sonntag 24 °C, Montag 27 °C, gestern und heute 28 °C! Wie schon letzten Freitag mit meiner Mutter bin ich gestern auch mit Annika nach Bjuröklubb gefahren. Das ist so eine schöne Ecke, dass ich da auch prima zwei Mal hinfahren kann. Und auch zwei Mal Räucherlachs mit Kartoffeln und Moltebeerencréme essen.

Doch welch ein Wetterkontrast: Letzten Freitag zogen schwarze Wolken auf und brachten heftige Regenschauer und meine Mutter und ich verbrachten den größten Teil der Zeit drinnen: Im Café, im Auto. Gestern waren Annika und ich nur draußen: An einem Felsstrand, im Garten des Cafés und an einem kleinen Sandstrand.

Bjuröklubb am Freitag: Blick über BjuröfjärdenBjuröklubb gestern: Sandstrand bei Grundskatan

Heute sind wir nach Kågehamn gefahren und haben von Hans zwei Kajaks ausgeliehen. (Ja, Hans hat wirklich einen Legoladen, aber er verleiht auch Kajaks.) Meine Packliste, die ich gestern gemacht habe, war recht lustig. „Ersatzkleidung“ stand an letzter Stelle und „Graved Lachs“ an erster. Das ist – so finde ich – die richtige Priorisierung, denn der Graved Lachs stammt von einem lokalen Fischer, der vor Bjuröklubb fängt und ist unfassbar lecker.

Annika saß vor 18 Jahren das erste und einzige Mal im Kajak. Da ist natürlich die erste Frage, wie man denn in dieses Ding überhaupt hereinkommt. Doch nach dieser kleinen Anfangshürde saß sie im Kajak, als hätte sie die letzten Wochen nichts anderes gemacht und wir konnten eine größere Runde drehen. Das war auch für mich schön, weil ich im Kågefjärden eigentlich nur die Insel Bastuholmen kenne und heute viel Neues gesehen habe.

Und so fuhren wir über kleine, seitlich kommende Zappelwellen über die Bucht: Kleinboothafen Kågehamn – Yttre Björkögrundet – Bastuholmen (kleiner Spaziergang) – Norra Bastuholmsgrundet – Billören – Flatgrundet – Ytterstholmen (Pause mit Zimtschnecken). Wir wären auch noch weiter ostwärts gefahren, doch die Wellen wurden zappeliger, wir fuhren ohne Spritzschutz (viel zu warm) und so sind wir umgekehrt, dieses Mal an den Südseiten der Inseln entlang und sind wieder in Bastuholmen angelandet. Dort haben wir erst einen größeren Teil des am Vortag gekauften Graved Lachs gegessen und haben dann zur Abkühlung im immerhin 23 °C warmen Ostseewasser geplanscht. Mehrmals.

Die Tour beginntDer öffentliche Boots- und Badesteg von Bastuholmen – noch leerAnnika auf der OstseeParallelfahrtMittagspause mit Graved LachsAbkühlung im Meer

Von Bastuholmen sind wir wieder nach Kågehamn gepaddelt, das ist ja nicht weit, und haben die Kajaks abgegeben. Ein herrlicher Sommer- und Urlaubstag, der mich darin bestärkt, doch auch einfach mal zu Hause zu bleiben und es hier schön zu haben.

Die weitere Wetterprognose: Vormittägliche Regenschauer in fünf Tagen, bis dahin Sonne bei Tagestemperaturen zwischen 22 und 28 Grad. Sommer in Nordschweden.