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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Ein Preis für Mörkrets och Kylans Glada Vänner

Seit fast drei Jahren bin ich Mitglied bei „Mörkrets och Kylans Glada Vänner“ – Die Frohen Freunde von Dunkelheit und Kälte. Unser kleines Team hat zwei Winterschwimmmeisterschaften in Skellefteå durchgeführt und wir organisieren gerade die dritte. Wir betreiben Winterbadestellen und haben viele weitere Ideen, die wir leider nicht durchführen können, weil uns schlichtweg die Zeit und das Geld fehlt.

Die Urkunde – Fotograf: unbekanntVor kurzen wurden wir zum „Årets marknadsförare i Skellefteå 2013“ nominiert. Übersetzt heißt das in etwa „Vermarkter des Jahres in Skellefteå 2013“. Mit uns dabei waren der Veranstaltungsort Folkparken und – welch illustre Konkurrenz! – Skellefteå AIK, die Hockeyliga, die letzten Winter die schwedischen Meisterschaften gewonnen hat.

Heute war die Preisverleihung und – tjoho! – wir haben gewonnen! Nicht schlecht, vor allem wenn man unser kaum vorhandenes Budget mit dem einer professionellen Hockeymannschaft vergleicht. Martine und Lasse haben den Preis heute entgegengenommen.

Die Frohen Freunde von Dunkelheit und Kälte – Sie haben unter eisigen Wintern Schwedische Meisterschaften im Winterschwimmen im Skellefte-Fluss durchgeführt. Und standen hinter der phantastischen Idee, Winterschwimmen in Uganda durchzuführen. Die Frohen Freunde von Dunkelheit und Kälte haben Skellefteå rund um die Welt „auf die Karte gesetzt“.

Die Preisverleihung passt gut zum heutigen Tag, denn es ist nicht nur früh dunkel, sondern mit -9 °C auch das erste Mal recht kalt.


Frostmorgen

Heute morgen gab es Frost bei -4 °C und das ganze Auto ist von Eisblumen bedeckt. Das macht mir gar nichts, denn ich nehme den Bus. Heute ist auch der vermutlich erste Eistag, also ein Tag, an dem es unter 0 °C bleibt.

Eisblumen am Autofenster

Besuch von Hilde

Letzte Nacht kam die Hilde zu Besuch, heulte herum, pfiff durch’s Fenster, kegelte mit leeren Mülltonnen und machte noch einiges anderes. Das ist das erste Mal, seitdem ich hier lebe, dass für das Festland eine Sturmwarnung der Stufe zwei ausgegeben wurde. Und in der Nacht hörte ich Hilde auch am Haus rappeln und durch das nicht ganz dichte Schlafzimmerfenster pfeifen. Und da es bis zu 9 Grad warm war, hat der Sturm auch den meisten Schnee geschmolzen und die Nebenstraßen zu nassen Eispisten verwandelt, die dermaßen glatt sind, dass man selbst mit Spikes mit dem Auto ins Schlingern kommt.

Ich hatte das Auto so geparkt, dass es von keinem Baum oder Dachziegel getroffen werden konnte, aber in unserem „Kleinhausgebiet“ lagen nur leere Mülltonnen kreuz und quer auf der Straße, sonst war kein Schaden zu sehen. Eine Bekannte hat hingegen ein Foto von der großen Kiefer bei Facebook gepostet, die der Sturm in der Nacht entwurzelt und umgeworfen hat, zum Glück in Richtung Park und nicht auf deren Haus. Und in der Onlinezeitung habe ich entdeckt, dass auf der Wiese hinter der nächsten Hausreihe eine Birke in drei Meter Höhe abgeknickt wurde. Da kann man sich vorstellen, wie viel Kraft der Sturm hatte, denn eine kahle Birke hat ja nicht so viel „Segelfläche“. Aber der Sturm hat so manchen Baum in Västerbotten umgeknickt und 12000 Kunden von Skekraft sind auch heute Nachmittag noch ohne Strom.

Gestürzte Fichte am ParkvägenGeknickte Birke vor dem Tallvägen

Eigentlich dachte ich, dass ich heute am Meer bestimmt tolle Wellen fotografieren kann, aber der Wind kam von Nordwesten, also vom Land und das Meer war überraschend ruhig. Die Wellen auf dem Fluss hingegen waren groß genug, um das gesamte Ufereis, in welches wir gestern noch ein Loch zum Baden geschlagen haben, kaputt zu brechen.

Die Ufer sind heute eisfreiDie Badestelle heute

Die Wellen ließen das Brucheis in der Badestelle klirren und klingen. Auch die drei Bojen, die gestern noch fest eisumschlossen waren, schwammen heute wieder im offenen Wasser und kleine, glitzernde Eisstückchen trieben vorbei.

Bojen und EisstückchenEisblumen auf Holz

Ein kleiner Teil des Holzsteges war mit Eisblumen bedeckt. Das letzte Schwarzweißphoto zeigt die filigranen Figuren, die Wasser und Frost auf das Holz gezeichnet haben.


Links (schwedisch):

Eröffnung der Eisbadesaison

Sonnenaufgang

Der Tag fing ja schön an. Wenige Plusgrade, aber überraschend windstill und klar. Und als die Sonne gerade ihren ersten Strahl über den Horizont streckte, stand ich am Meeresufer und machte – klick!

Tiina öffnet das EisIch öffne das Eis (Photo: Tiina)Zweieinhalb Stunden später war ich auf dem Weg nach Ursviken zum Stuverikajen, denn hier treffen sich jeden Samstag vormittag die Winterbader und Eisschwimmer. Vor zwei Monaten war ich dort und habe bei einer Lufttemperatur von 15 °C ein Bad genommen. Heute hingegen waren die Ränder des Skellefteälven auf viele Meter hin mit Eis bedeckt. Wenn man dort schwimmen will, dann muss man natürlich erst einmal das Eis öffnen. Zuerst haben wir versucht, das vom Rand aus zu machen, dann habe ich meinen Neoprenoverall angezogen und bin ins Wasser gestiegen, um das Loch auf ein paar Meter zu vergrößern. Das geht am Besten, finde ich, wenn man an eine Stelle ein Loch sticht, und dann die Metallstange als Hebel benutzt, um das fünf Zentimeter dicke Eis loszubrechen und dann mit der Spitze unter das feste Eis zu schieben.

Kurze Zeit später – schnell noch die Intervallschaltung der Kamera aktiviert – bin ich die Holztreppe heruntergestiegen und habe das erste Winterbad der Saison genommen. Auf den ersten Photos sehe ich noch ein bisschen „bemüht“ aus, doch dann entspannt sich der Körper und es fühlt sich herrlich an.

Mein erstes Winterbad der Saison

Kurze Zeit später war ich wieder angezogen und habe noch ein paar Photos von den Eisstrukturen gemacht. Ich freue mich schon auf den Tag, wo das Eis einen zuverlässig trägt und ich die Fotos nicht nur vom Rand aus machen kann.

Abstrakt 1Abstrakt 2

Kanutudden

Ich dachte, ich könnte wie schon vor zwei Monaten diese Woche noch einmal mit dem Kajak zur Badestelle paddeln, um mein erstes Winterbad der Saison zu nehmen. Aber als ich heute Abend dort kurz vorbeigeschaut habe, war schon ein größerer Teil des Flussufers eisbedeckt. Ich glaube, da komme ich mit dem Kajak nicht mehr durch. Auch die „Kanutudden“, der Bucht, an der der Kanuklub ansässig ist, friert langsam zu.

Die „Kanutudden“ friert zu

Ich könnte natürlich am Wochenende auf der Ostsee paddeln, aber es gibt noch ein zweites Argument, was gegen das Paddeln spricht: Die Wettervorhersage. Es soll bis zu 7 °C warm werden, was ja nicht weiter tragisch ist, aber sehr, sehr windig. Am Sonntag früh sagt der smhi Böen bis 23 m/s voraus, das sind gut 80 km/h und entspricht Windstärke 9 (Sturm). Das klingt mehr nach Landspaziergang.

Weitere Winterboten

skooterspurIch bin nicht der einzige, der sich auf und über Schnee freut. Ein Schneeskooter-Liebhaber hat in Skelleftehamn seine erste Runde gedreht und ich habe heute morgen auf dem Weg zum Bus seine Spur entdeckt. Viel Schnee hat er ja noch nicht unter seinem Skooter. Ich warte mit dem Skilaufen lieber noch, bis ich wirklich Schnee unter den Skiern habe.

Der Bus fährt ein kleines Stück am Skellefteälven entlang. Der Fluss beginnt an seinen Rändern zuzufrieren und viele dünne Eisschollen treiben langsam flussabwärts. Der Bus fuhr aber leider zu schnell vorbei, um das zu fotografieren.

Skellefteå bei Nacht

Wer kennt sie nicht, die Postkarten „Mallorca bei Nacht“, „Paris bei Nacht“, „Oer-Erkenschwick bei Nacht“. Meistens sind das pechschwarze Hochglanzkarten, mit einem fürchterlichen Schriftzug „Irgendwas bei Nacht“ garniert. Das haben viele Städte nicht verdient. Auch Skellefteå nicht!

Gestern hatte ich abends ein bisschen Wartezeit am Südufer des Flusses und schaute auf die Silhouette der Innenstadt herüber. Das sah hübsch aus, vor allem, weil jetzt alles schneebedeckt ist. Deswegen habe ich mir heute nachmittag eine halbe Stunde freigegeben und bin an der gleichen Stelle wieder gewesen, aber mit einem wesentlichen Unterschied: Ich hatte eine Kamera und Stativ dabei.

Skellefteå bei Nacht

Skellefteå bei Nacht – oder, wenn ich wirklich ehrlich sein sollte: Skellefteå um fünf nach vier.

Nachtrag

Das Ganze als skrollbares Panorama:

Stadtpanorama

Stolz

Es kommt selten vor, dass ich auf etwas stolz bin. Ich will damit nicht sagen, dass ich grundsätzlich unzufrieden bin, mit dem, was ich tue und was ich erreiche, nur ist das Stolz-Gen bei mir sehr schwach ausgeprägt. (Und in seiner nationalen Variante nicht einmal ansatzweise vorhanden, aber das ist ein anderes Thema.)

Heute bin ich stolz. Denn vom 9.9. bis gestern zum 11.11. habe ich auf so gut wie alle Süßigkeiten verzichtet, auf Knabberkrams und auf Limonaden und Cola. Außerdem habe ich – soweit praktikabel – nichts mehr nach sieben Uhr gegessen. Höchstens ein paar Weintrauben oder ein paar Male ein paar Gramm getrocknetes Rentierfleisch für den Geschmack.

Süßes war nicht komplett verboten: Ich habe Müsli mit Rosinen gegessen und Apfel- und Orangensaft getrunken. Und ein paar Mal habe ich auch Ausnahmen gemacht: Zwei kleine Stücken Apfelkuchen (hausgemacht), eine Kanelbulle (von einer Kollegin gebacken), zwei kleine Nachtische Typ Joghurt und vor ein paar Tagen eine kleine Nussecke als Nachtisch. Sonst nichts! Und darauf bin ich stolz, denn Disziplin ist nicht gerade meine herausragendste Eigenschaft.

Angenehmer Nebeneffekt: In dieser Zeit habe ich sieben Kilo abgenommen! Ohne sportliches Training, ohne tagsüber an Essen zu sparen. Das hat mich ein bisschen erstaunt, aber natürlich gefreut. Mancher Blogleser denkt vielleicht, dass ich irre sportlich sei, wenn ich über Kajak oder Skitouren schreibe. Fakt ist, dass seit meinem Büromensch-Dasein der Bauch gewachsen ist. Um so größer ist dann die Freude, wenn plötzlich – wie heute morgen – das Körpergewicht wieder mit einer Sieben beginnt.

Karamellkungen – BonbonkönigHeute Nacht war ich schon wieder wach, wie schon die vorige Nacht. Ich habe das Wachsein dazu genutzt zu lesen und – „Godis“ zu naschen, denn die waren noch vom Halloween übrig.

Beobachtung 1: Hilfe – ist das alles süß!!! Ich hatte den Eindruck, selbst ein Zuckerwürfel kann nicht ansatzweise so süß sein, wie die Milchschokolade, oder der kleine „Plopp“-Schokoriegel, den ich mir heute Nacht in den Mund gesteckt habe.

Beobachtung 2: Viel war es nicht in der Nacht, aber heute morgen grummelt mein Bauch und mir ist schlecht. Börps! Mein Appetit auf Süßes ist irgendwo auf dem Niveau von minus Null und das Frühstück wird herzhaft werden. Schade, dass ich keine Pepperonis im Haus habe.

Weitere Pläne: Ich will weiterhin versuchen, vor sieben Uhr Abendbrot zu essen, aber Süßes ist wieder erlaubt. In Maßen.

Belohnung: Nach der letzten Kajaktour ist der Wunsch nach einer wasserdichten Kamera größer geworden. Vielleicht kaufe ich mir die Nikon AW1, die leider einiges kostet. Aber erst warte ich noch ein paar mehr Testberichte ab.

Die erste Winternacht

Um viertel vor vier war ich wach – keine Ahnung, warum. Ich habe kurz herausgeschaut und dachte erst, es sei leicht bewölkt. Doch Wolken flackern nicht. Ich habe mir Stiefel, Hose und Jacke übergezogen und bin in die Nacht hinausgetreten. Am ganzen Nordhimmel flackerte Polarlicht. Dieser Typ zeigt keine Bögen oder Girlanden und ist viel zu fahl, um irgendwelche Farben zu zeigen. Es sieht mehr aus, als ob blasses, weißes Gas am Himmel pulsiert oder im hohen Tempo aufwärts schießt. In Sekundenbruchteilen entstehen weiße Flecken und Streifen, um kurze Zeit später wieder zu verblassen. Ich habe kurze Zeit überlegt, zu fotografieren, aber ich weiß, dass dieses bewegliche Polarlicht auf den Fotos nur als diffuser und formloser grüner Schleier zu sehen ist.

Alles ist von Schnee bedeckt und es begeistert mich jedes Mal wieder, wie hell die Nacht plötzlich ist. Obwohl es lediglich -2 °C waren, fühlte es sich durch den frischen Wind doch ziemlich kalt an und ich habe schnell die Kapuze meiner Daunenjacke aufgesetzt, denn die Mütze lag drinnen. Und ich konnte auch gleich meine neuen Winterstiefel (Muck Boots) testen, die ich mir letzte Woche gekauft habe, denn meine alten „Powerboots“ sind nach zwei Wintern an der Sohle gebrochen und nicht mehr dicht.

Das war für mich die erste Winternacht 2013/14.

Und noch etwas läutet den Winter ein: Ich habe, da ich heute das Auto nehme, gestern zum ersten Mal wieder den Motorwärmer des Autos an die Außensteckdose des Hauses angeschlossen. Zusätzlich liegt ein kleiner Heizlüfter im Fußraum, der die Scheiben eisfrei hält. Ein schöner Luxus, denn sonst muss man oft nicht nur außen, sondern auch innen im Auto Eis kratzen, um etwas zu sehen.

Wogen, Wind und weißer Schnee

Gestern sollte es eigentlich recht schön sein, statt dessen war es durchgängig trüb und ich habe meine Paddelpläne wieder beiseite gelegt. Erst am Abend kam die Sonne heraus.

Gestern: Sonnenuntergang am Sörfjärden

Dann bewölkte es sich wieder und smhi hatte für die Nacht und heute Regen und 3 °C vorhergesagt. Ich war deswegen erstaunt, als ich heute morgen sah, dass es schneite und die vereiste Straße wieder weiß bepudert war. Ich bin noch nie im Schneefall Kajak gefahren, dachte ich …

… eine halbe Stunde später war ich auf dem Weg zum Strand von Storgrundet, das Kajak im Schlepptau.

Auf dem Weg zum WinterpaddelnAm Strand von Storgrundet

Weil es doch ein wenig windig war, bin ich gegen den Wind in Richtung Nordwesten gepaddelt, damit ich es auf dem Rückweg bequem habe. Hinter der schützenden Insel ging das auch noch ganz gut, aber kaum, dass ich die Bucht verlassen habe, wurde es windiger, die Wellen höher und der Schnee pfiff mir ins Gesicht. Da wäre eine Skibrille schon praktisch gewesen, aber es gibt ja noch eine andere Möglichkeit: Umkehren.

Gegen Schnee und WindSelbstportrait im ruhigeren Wasser

Zwischen der Insel Storgrundet und Festland war es immer noch windig, aber wesentlich ruhiger. Also bin ich weitergepaddelt, bis ich an der Südostspitze der Insel war. Während der ganzen Fahrt hörte man schon die Brandung rauschen, jetzt sah man auch, wie sich die Wellen an der flachen Steinküste brachen.

Kurze Pause an Storgrundets SüdostspitzeBrandung an der Südostspitze von Storgrundet

Nach einer kurzen Pause, in der ich auf der kleinen Inselspitze herumgewatet bin (normalerweise ist der Wasserstand hier um einiges flacher), habe ich mich wieder ins Kajak gesetzt und beschlossen, dass ich versuchen will, hinter der Insel Brambärsgrundet wieder zurück zu paddeln. Dazu musste ich aber durch eine kleine ungeschützte Passage, in der die Wellen, die vom offenen Meer herein drückten, doch recht hoch aussahen. Ich habe erst einmal in Ruhe geschaut, wo ich zwischen den großen Steinen hindurch komme. Na gut dachte ich, dann los!

Eieiei – für einen erfahrenen Kanuten wäre das bestimmt leicht gewesen, aber ich fand es ganz schon ungemütlich, zuerst quer zu den kräftigen Wellen in Richtung Durchlass zu paddeln und dann in der mir doch etwas zu rauen See nach rechts zu wenden und …

… rausch – wumms – platsch – kommt der Brecher des Tages von hinten angerauscht, schüttet mir einen Eimer Wasser ins Kajak (Kein Spritzschutz wegen Kameratasche) und schiebt mich mit großem Schwung durch den Durchlass. Hinter mir höre ich es wieder rauschen. Ich glaube, so schnell bin ich noch nie gepaddelt! „Nur weg hier!“, dachte ich. Aber der große Brecher hat mir genug Schwung gegeben, dass mich die nächste große Welle schnell, aber ruhig in ruhigere Fahrwasser schiebt.

Dort habe ich erst einmal in Ruhe mit dem Schwamm das Kajak entleert. Merke: Die Lenzpumpe, mit der man Wasser wieder aus dem Kajak pumpen kann, gehört so ans Kajak befestigt, dass man auch unterwegs drankommt!

Der Rest der Fahrt war zwar gegen den Wind, aber zwischen Insel und Festland war dieser doch wesentlich ruhiger. Bloss beim Fotografieren wurde man sofort wieder zurückgetrieben. Bald war der schneebedeckte Bootsanleger von Storgrundet in Sicht, den ich nach einem Foto umrundet habe, um dann mit Schwung wieder am Sandstrand anzulegen. Dort habe ich dann den schützenden, aber unbequemen Neoprenoverall gegen Stiefel, Hose und Winterjacke gewechselt und bin mit dem Kajak wieder nach Hause gelaufen.

Jetzt – mittags – hat es aufgehört zu schneien. Sechs Zentimeter Neuschnee liegen in Skelleftehamn und nur noch wenige Grasspitzen schauen vereinzelt aus der Schneefläche im Garten heraus. Eindeutig die schönere Alternative zu drei Grad und Regen.

Bootssteg bei StorgrundetFertig für den Rückweg nach Hause