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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Sonntagsrunde mit dem Kajak

Heute war ich wieder mit dem Kajak unterwegs. Da es auf dem Meer recht windig war, bin ich in den Fluss hineingefahren. Da war ich noch nie und habe nicht nur das mir schon bekannte alte russische Schiff, auf dem man im Sommer schön Kaffee trinken kann, wiedergefunden, sondern auch sehr nette, kleine Minihütten direkt am Wasser.

Felsküste der Halbinsel KallhomenEin Café auf einem alten Schiff

Kleine Hütten am Wasser

Eine schöne Runde war das wieder. Nur meine Beine müssen sich wieder an das im Kajak Sitzen gewöhnen.


Nachtrag von gestern: Diese beiden Fotos habe ich gemacht, als ich gestern die Steine fotografiert habe. Diese knallroten Triebe, die sich zwischen den Steinen versteckten – ich kam mir vor wie auf einem anderen Planeten. Die Kätzchen haben mich dann aber schnell wieder auf die Erde zurück geholt.

KätzchenEin knallroter Trieb, was das wohl wird?

Steine sammeln.

Was macht man, wenn man gerne Steine sammelt, aber die meisten Exemplare ohne einen geländegängigen Sattelschlepper nicht zu transportieren sind. Man fotografiert. Ich war heute an der gleichen Stelle, an der ich vorgestern die Wellen fotografiert habe und habe – richtig! – Steine fotografiert. Das hatte ich schon länger vor.

Spiel starten

Das nächste Mal würde ich drei Dinge mitnehmen:

  • Einen Pflanzensprüher, um die Steine feucht, aber nicht nass zu machen
  • Einen Schwamm, um nasse Stellen wegzutupfen
  • Irgendetwas, um die Lichtreflexe abzuschwächen. Habt Ihr Tipps?

Regenwetter

Heute regnet es. Den ganzen Tag. Und ganz schön kalt ist es auch. Also habe ich den Feiertag größtenteils drinnen verbracht. Mit Blogartikel schreiben, Klavier spielen, ein bisschen komponieren und lesen. Außerdem habe ich für mein Blog ein neues Widget (das sind die Dinger in der rechten Seitenleiste) geschrieben, welches das aktuelle Wetter in Skelleftehamn anzeigt (oder ganz genau gesagt, die Kurzvorhersage für die nächste Stunde). Die Daten dazu kommen vom norwegischen Wetterdienst. Allerdings hat die Vorhersage heute maßlos untertrieben: Die Daten sagten „Regen, 2 °C“, in Wirklichkeit hatten wir aber Regen und 3 °C!

Brandung –  1/2500 sek, ƒ/2,8, ISO 1600Nachmittags bin ich noch einmal raus und habe den Ostseewellen zugeschaut. Mit Fleece und dicker Jacke eingepackt. Und ein paar Fotos habe ich natürlich auch gemacht. Zum einen war ich immer damit beschäftigt, auf das Wellenbrechen zu warten, zum anderen damit, die Linse wieder trocken zu wischen oder mit der Hand zuzuhalten. Natürlich habe ich einige Male dabei mein Hand fotografiert.

Brandung –  1/8 sek, ƒ/16, ISO 200

Abendspaziergang

Heute, am Himmelfahrtstag habe ich frei, es ist ein „Röd tag“, ein roter Tag im Kalender. Eigentlich wollte ich morgen frei nehmen, doch dann sah ich die Wetterprognose: drei bis vier Grad und Dauerregen. Aber gestern war es noch schön und ich habe nach der Arbeit einen langen Abendspaziergang gemacht. Hier einige Fotos von gestern:

SchneerestFast der ganze Schnee im Wald ist verschwunden. Aber in schattigen Plätzen liegen noch Schneereste. Die Wärme der ihn umgebenen Steine hat diesen Schneefleck in eine geometrische Form geschmolzen.

Zum Foto: Eigentlich eher ein quadratisches Motiv, eventuell schwarzweiß, denn viel Farbe ist eh nicht auf dem Bild. Aber in Blogartikeln mische ich nicht gerne.

BachstelzeEin Sommerhausbesitzer hat sich einen kleinen Hafen am Ufer gebaut. Davor liegen Steine und Felsen durcheinander. Auf einem der Steine hat sich eine Bachstelze niedergelassen.

Zum Foto: Hier hätte ich gerne ein richtig gutes Teleobjektiv gehabt. Zum einen wäre die Bachstelze bestimmt schärfer abgebildet worden, zum anderen hätte ich sie besser freistellen können so dass nur der Vogel scharf, aber der Hintergrund noch unschärfer wird.

LandzungeDer Snesviken ist eisfrei. Eine schmale Landzunge schiebt sich in den See und die Bäume spiegeln sich im Wasser.

Zum Foto: Hier habe ich direkt in die Sonne fotografiert. Um die Sonne herum ist das Foto ausgefressen, das Bild ist dort nur weiß. Zudem ist die Gegenlichtblende des Weitwinkels zu klein, um Reflexe wie den Regenbogen rechts unten im Bild zu verhindern. Daher technisch gesehen kein gutes Foto, aber ich mag das Motiv.

Sonne über dem SnesvikenNoch spiegelt sich der blaue Himmel im Snesviken und die Sonne strahlt, doch recht sieht man schon Wolken aufziehen.

Zum Foto: Wieder habe ich die Sonne mit im Bild und daher ähnliche Problemen wie im vorigen Foto. Mein Fehler ist letztendlich, dass ich zur falschen Zeit am Platz war. Einige Minuten nach Sonnenuntergang hätte ich nicht nur phantastisches Licht gehabt sondern auch angenehmere Kontraste.

Als ich auf dem Rückweg nach Hause war, zauberte die tiefe Sonne und die aufziehenden Wolken wunderbare Farben an den Nordwesthimmel. Dort wäre ich gerne am See Snesviken oder am Meer gewesen. Aber ich hatte kein Stativ dabei und als ich zu Hause angekommen bin, war der ganze Zauber wieder vorbei.

Aber ein schönes Motiv habe ich auf dem Weg noch gefunden, es ist mein Lieblingsbild von gestern und die Sonne durfte auch mit aufs Bild.

Moos im Abendlicht

Die Moosflecken leuchteten intensiv in der Abendsonne und bildeten einen starken Farbkontrast zu dem grauen, lehmigen Kiesboden, auf denen sie sprießen.

Zum Foto: Hier durfte das Makroobjektiv ran: 90mm ƒ2.8. Für das Foto habe ich flach auf dem Boden gelegen und sogar noch einen Stein ausgebuddelt, um die Kamera so tief auf den Boden zu bekommen. Kamera und Objektiv lagen auf, da brauchte ich auch kein Stativ. Aber Knieschützer hätte ich mir gewünscht.

Kajaksaisoneröffnung 2013

Kajaksäsongsöppning 2013 På svenska

I morse stod jag på stranden. Det var grå, blåsigt och med +4 °C inte så särskilt varmt. Man kunde höra bränningarna på Storgrundets utsidan men havet mellan fastlandet och ön var lugnt. Då skulle man kanske kunna åka kajak …

En timme senare – vinden mojnade och solen skiner – står jag på stranden igen. Denna gång med min kajak som ligger halv i vattnet och med överlevnadsdräkten på. Kameran (med fish-eye idag) och mobil är förpackad vattentätta också. Och en minut senare flyter jag med mit röd kajak på det blåa havet, den första gången efter september.

Det finns is kvar mellan fastland och ö. Den är väl 10 cm tjock men väldig mjuk. Om man kan paddla igenom? Och havet är lugnt. Man jag är knappast på öppet hav öster om Storgrundet blir det vågigt. Ibland var vågorna en meter höga men så långa att det var fortfarande ganska lätt att paddla. Bara att jag tog inga kort för där håller jag hellre paddeln än systemkameran i handen.

Det är roligt att åka kajak när det är lite vågigt. Och för första gången – vad stolt jag var! – klarade jag att skjutas från en våga, man blir riktig snabb! Men snart var jag i lugnare vatten igen.

Det bästa med att ankomma är att byta eftersom man svettas halv ihjäl i neoprenoverallen. Med en nytvättad t-shirt rollade jag kajaken hem.

Heute morgen stand ich am Ufer. Es war grau, ziemlich windig und mit +4 °C nicht gerade warm. Man hörte die Wellen an die Außenseite der Insel Storgrundet branden aber das sichtbare Meer zwischen Festland und Storgrundet war ruhig. Da könnte man ja vielleicht doch Kajak fahren.

„Ska du bada?“ hörte ich eine Stimme. Nein, baden möchte ich nicht. Stattdessen wurde ich von B., der mir von seinem Sommerhaus aus zugerufen hat, zum Kaffee eingeladen.

Eine Stunde später – der Wind ist abgeflaut und die Sonne scheint – stehe ich wieder am Ufer. Dieses Mal mit meinem Kajak, welches schon halb im Wasser liegt und meinem mäßig kleidsamen Überlebensoverall. Kamera (heute mit Fish-Eye) und Handy sind ebenso wasserdicht verpackt. Und eine Minute später treibe ich das erste Mal seit September wieder mit meinem roten Kajak im blauen Meer.

Die erste Kajaktour 2013. Links: altes, weiches Eis

Zwischen Insel und Festland konnte sich noch Eis halten. Es ist zwar noch fast 10 cm dick, aber sehr weich. Ob man da mit dem Kajak hindurch fahren kann? Und das Meer ist ruhig. Aber kaum bin ich östlich der Insel auf dem offenen Meer, wird es sofort welliger. An manchen Stellen waren Wellen waren einen Meter hoch, aber so langgestreckt, dass es einfach war, die Balance zu halten. Nur fotografiert habe ich an den Stellen nicht, da halte ich lieber ein Paddel als eine Spiegelreflex in der Hand.

Offenes Meer voraus!Wasserdicht verpackt

Es macht Spaß, Kajak zu fahren, wenn es wellig ist. Und zum ersten Mal – war ich stolz! – habe ich es geschafft, mich von einer Welle schieben zu lassen, da wird man richtig schnell. Aber bald war ich wieder in ruhigeren Gewässern.

Flaches Wasser

Bald schon war mein Startpunkt wieder in Sicht und eine große Ex-Eisscholle. Das weiche Eis schwingt im Rhythmus der Wellen. Ja, und man kann mit dem Kajak hindurch fahren. Nur die Möwen trägt das Eis noch.

Durch das Eis paddelnAltes Eis, ganz nah.

Das schönste am Ankommen ist das Umziehen, denn in dem Neoprenoverall schwitzt man ganz fürchterlich. Mit frischem T-Shirt habe ich in Ruhe mein Kajak auf dem Wägelchen wieder nach Hause gerollt.

Der letzte Schneefleck

Den sista snöfläcken På svenska

Även den sista snöfläcken i trädgården skulle försvinna om denna första helgen i maj. Morgonsolen värmer den redan. I garagets skuggan däremot finns fortfarande den snö kvar som rasade ner från taket vid första töväder.

Auch der letzte Schneefleck im Garten dürfte an diesem ersten Maiwochenende verschwinden. Die Vormittagssonne wärmt ihn schon. Im Schatten der Garage allerdings liegt immer noch der Schnee, der irgendwann beim ersten Tauwetter vom Dach gerutscht ist.

Schnee in der SonneSchnee im Schatten der Garage

Valborg

Gestern war Walpurgisnacht. Während ich das deutsche Wort hauptsächlich aus Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ kenne, ich das schwedische Wort „Valborgsmässoafton“, oder kurz „Valborg“ hier in aller Munde. Denn für die meisten hier ist das ein wichtiges Fest und symbolisiert den Frühlingsanfang.

Was gehört für mich zu einer typischen Valborg-Feier?

Das ist 5. Aprilwetter. Und das hatten wir gestern. Von wärmender Sonne und blauem Himmel bis hin zu Regen- und Graupelschauern war alles dabei. Nummer 4. Ein schöner Platz. Die Stuga meiner Freunde liegt wunderschön am Göksjön – zu deutsch Kuckuckssee. Für das Foto brauchte ich keine zweihundert Meter weit zu laufen.

Aprilwetter – Regenschauer über dem GöksjönEin schöner Platz. Blick auf den Göksjön

Nummer 3. Frühling bedeutet Blumen. Und neben dem Huflattich, der überall blüht, wo es lehmig ist, zeigten sich gestern auf dem Komposthaufen die ersten Krokusse. Und Nummer 2. Ein Maifeuer, denn das gehört auch mit dazu.

Die ersten KrokusseFunken sprühen aus dem Maifeuer

Doch das wichtigste ist natürlich Nummer 1. Freunde. Ich bin sehr froh, wieder so nett von A. und M. eingeladen wurden zu sein und jede Stunde Zeit, die ich mit ihnen verbringe ist mir eine Freude. Was täte ich nur ohne Freunde! Die Gegeneinladung ist schon ausgesprochen.

Nebendarsteller: Gutes Essen, Rotwein, Frühlingslieder, mit dem Hund toben, Vogelstimmen, am Bach entlang waten, sich freuen, dass es Mitternacht immer noch nicht richtig dunkel ist.


Nach einer Übernachtung und einem guten und späten Frühstück bin ich auf Umwegen wieder nach Hause gefahren. Die nicht asphaltierten Straßen sind recht spannend zu fahren und ich fragte mich bei der Fahrt, was wohl neue Stoßdämpfer kosten, wie leicht man sich im Lehm festfährt und wer mein Auto wohl aus dem Graben zieht, denn die Wege sind manchmal so weich und mit Spurrillen versehen, dass das Auto meine Steuerei recht frei interpretiert hat. Aber – ich bin gut zu Hause angekommen und die schönen Aussichten, an denen man vorbeifährt, rechtfertigen ein bisschen Eierei.

Besonders schön fand ich es am Bodträsket, einem der Seen, durch die der Fluss Bureälven fließt. Der blaue Himmel spiegelte sich im Wasser und ein frischer Wind blies kleine Wellen, auf denen leise raschelnd und klingelnd die letzten Eisstückchen trieben, an das überflutete Ufer.

Am Bodträsket – einem Teil des Bureälven

Über Valborg und den ersten Mai habe ich übrigens auch schon 2010, 2011 und 2012 geschrieben.

Tussilago

Tussilago På svenska

Sedan jag bor i Sverige blev tussilago en av de viktigaste vårtecknen. Och sedan några dagar gryr denna blomma också här i Skelleftehamn. Den mesta snö i trädgården smälte bort nu och försiktig gryr de förste grashalm. Nu bör det bara blir varmare.

Seit ich in Schweden lebe, ist Tussilago, zu deutsch Huflattich eines der wichtigsten Frühlingsanzeichen geworden. Und seit einigen Tagen sprießt diese Blume auch hier in Skelleftehamn auf einer nassen Brachfläche hier in der Nähe.

Überall sprießt der Huflattich, …… reckt sich der Sonne entgegen …

… und öffnet dann seine Blüte in voller Pracht.

Im Garten liegt nur noch fleckenweise Schnee und vorsichtig sprießen die ersten Grashalme. Nun muss es bloß noch wärmer werden.

Gestern Sonne, heute Mond

Sol igår, måne idag På svenska

När jag kom hem från repen idag, kunde man ser hur den stora gulorange fullmånen kom upp över Gåsören. Och ingen kamera med mig :-( Snabbt åkte jag hem, hämtade kameran och stativen, satte gummistövlar på mig och åkte rask tillbaka till viken. Och där hängde fullmånen över öns rödvita fyren.

På kort som dessa kommer min Nikon 70-300mm / ƒ4.5-5.6 på sin gräns. Tyvärr är de professionella teleobjektiver riktig dyra. När jag tog andra kortet önskade jag dock ingen bättre tele men högre stövlar eller min vadarbyxa, för där knäböjde jag nästan i vattnet för att ha speglingen med på foton.

Als ich heute von der Probe heimkam, konnte man von der Straße aus den riesigen goldorangen Vollmond sehen, der gerade über der Insel Gåsören aufging. Und keine Kamera dabei :-( Also bin ich schnell weiter nach Hause gefahren, habe Kamera und Stativ geschnappt, in die Gummistiefel geschlüpft und schnell wieder zur Bucht gefahren. Und dort hing der Mond über dem rot-weißen Leuchtturm der Insel.

Vollmond über Gåsören

Bei Aufnahmen wie diesem kommt mein Nikon 70-300mm / ƒ4.5-5.6 an seine Grenzen. Leider sind gute Teleobjektive sehr teuer und so werden wohl einige Zeit noch Fotos wie diese ein bisschen flau sein und ziemlich nachgeschärft. Als ich das zweite Foto machte, habe ich mir allerdings kein besseres Tele gewünscht, sondern höhere Gummistiefel oder meine Wathose, denn hier kniete ich halb im Wasser, um die Spiegelung mit aufs Bild zu bekommen.

Der Vollmond spiegelt sich in der Bucht