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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Ein Tag in den Bergen

Schön ist es in der Natur, herrlich in den Bergen und wirklich toll, wenn man nicht alleine unterwegs ist.

Als klar wurde, dass ich eine Woche in Deutschland sein würde, haben Sonya und ich uns gleich den Sonntag reserviert, um in die Berge zu fahren. Sonya hat den Seebergkopf herausgesucht, einen Gipfel, der mit 1538 Metern und 750 Höhenmetern auch gut zu machen ist, wenn man – wie ich – lange nicht mehr in den Bergen unterwegs war. Außerdem lässt sich der Berg auch mit der Bahn gut zu erreichen und man ist schon nach wenigen Minuten aus der kleinen Stadt heraus mitten in der Natur.

Ich mag die eher karge schwedische Natur und fühle mich in Nordschweden sehr wohl. Aber von der Natur auf unserer Wanderung war ich völlig begeistert. Ob es die großen, mächtigen Buchen sind, die vielen Wildblumen am Wegesrand, die bunten Schmetterlinge, oder aber die Ausblicke auf andere Gipfel, manche baumbewachsen, manche blanker Fels mit dem Gipfel in den Wolken, manche schneebedeckt, ich konnte mich kaum sattsehen. Gut, dass Sonya auch gerne fotografiert, so hatte ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich wieder und wieder stehen blieb, um Kleines und Großes digital abzulichten. Den Anfang machte diese Weinbergschnecke, die unseren Wanderweg kreuzte.

Eine Weinbergschnecke kreuzt unseren Weg

Der Weg wand sich im Zickzack den Wald hinauf. Ein Stückchen nach links, ein Stückchen nach rechts, ein Stückchen nach links, ein Stückchen nach rechts. Bald bekam ich Durst und – wie im Märchen – eine Minute fanden wir eine Quelle, wo wir unseren Durst löschen konnten. Die Wasserflaschen blieben im Rucksack.

Die „Sankt Josephs Deliciusquelle“

Weiter führte der Weg, immer höher, bis sich der Wald lichtete und der Weg über lichte Almwiesen führte.

Weg durch den HangwaldWeg über die Bergalm

Und dort standen weißbraun gefleckte Kühe, schauten uns neugierig an und hatten überhaupt nichts dagegen, in Ruhe von uns fotografiert zu werden. Wie professionelle Models schauten sie in die Kamera.

Kuhbild IKuhbild II

Der Weg führte immer höher und schließlich über einen Sattel zum Gipfel. Überraschend war, dass wir den Gipfel für uns alleine hatten. Lag es am wolkigen Wetter oder daran, dass wir so spät losgekommen sind, es war auf jeden Fall etwas Besonderes und lange saßen wir oben und schauten talwärts. Das mag aber auch an den Unmengen von guten Essen liegen, die wir in unseren Rucksäcken hochgeschleppt haben.

Reichliche BrotzeitBlick auf Bayrisch Zell

Zu einem Gipfel gehört natürlich auch ein Gipfelfoto, welches Sonya gemacht hat:

Unser Gipfelfoto (Foto: Sonya)

Doch nach einer Stunde wurde uns langsam kalt, man sollte in den Bergen auch im Sommer immer Handschuhe dabei haben, und nach noch ein paar Fotos machten wir uns an den Abstieg. An der zutraulichen Schafsherde mussten wir natürlich noch eine Pause machen.

Schafsblicke

Irgendwann waren wir wieder im Tal und der Himmel klarte auf. Ich: „Sonne! Sollen wir noch mal hoch?“ Wir beide: „Och, nö!“. Der nächste Halt war das Hotel Alpenrose, wo wir sehr leckeren Kaiserschmarrn gegessen und einen kleinen Aperol Sprizz getrunken haben.

Aperol SprizzLeckerer Kaiserschmarrn!

Dann ging es nach Hause und sogar ein paar Heißlüfter habe ich Ballonfan in der Ferne erspähen können.

  • Alpen: Check!
  • Kaiserschmarrn: Check!
  • Ballone: Check!
  • Kleine Zugfahrten: Check!

Und sonst? Schöne Graffitis gab’s zu sehen: In München eher modern, in Bayrisch Zell ein wenig traditioneller.

Graffiti in MünchenGraffiti in Bayrisch Zell

Einen besonderen Fund habe ich noch gemacht. Als kleines Kind, mit vier oder fünf, fand ich Insekten ganz toll. Und unseren kleinen Kosmos-Insektenführer konnte ich fast auswendig. Darin gab es auch den „Gebänderten Pinselkäfer“, einen Käfer, der mich schon des Namens wegen begeistert hat. Den Käfer, den ich gestern auf der Margarite gesehen habe, hatte ich stark im Verdacht, zu dieser Spezies zu gehören und richtig! – danke Internet – es ist tatsächlich ein Gebänderter Pinselkäfer!

Ein Gebänderter Pinselkäfer

Nachtrag (11. Juli)

Sonya hat in ihrem Blog auch über diese Tour berichtet:
soschyontour.de/wanderung-auf-den-seebergkopf-1-538m

12 Kommentare für „Ein Tag in den Bergen“

Lussekatt schreibt:

Oh, wie herrlich! Ich bin ja bekennender Schaf-Fan, natürlich entflutschte mir ein „Och wie süß!“ als ich die Schafe sah.
Aber de Käfer, der gefällt mir auch.
Liebe Grüße aus dem Süden!

Olaf Schneider schreibt:

… aus dem Norden meinst Du. Zur Zeit bin ich in München.

Liebe Grüße aus dem Süden ;-)

Ingela schreibt:

Det ser härligt ut. Likt men ändå olikt våra fjäll, där träffar man minsann inte på några nötkreatur eller får. Särskilt den bruna var vacker. Ja, du var också snygg på fotot där du är med. En vacker fond gör mycket!

Olaf Schneider schreibt:

Det är härligt. Jag saknar fjället ibland här i Skelleftehamn.

Ingela schreibt:

Det är ju inte oöverkomligt långt till närmaste fjäll.

Olaf Schneider schreibt:

… speciellt när jag planera resa till Norge nästa veckan.

Olaf Schneider schreibt:

Kabelvåg, Lofoten och Stokmarknes, Vesterålen.

Olaf Schneider schreibt:

Danke ebenfalls. Und danke für den schönen Blogartikel mit dem Blick auf viele Details, die ich schon wieder halb vergessen habe.

Wo geht denn unsere nächste Tour hin? Du bist hier immer willkommen.

Sonya schreibt:

Freut mich, dass dir der Tourbericht gefällt.

Hm, diese Skitouridee in Finnland schwebt mir ja immer noch im Kopf rum.

Olaf Schneider schreibt:

Ich muss mal schauen, ob ich noch eine E-Mailadresse von J. habe, die mir damals Finnland empfohlen hat. Vielleicht hat sie Tipps.

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