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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Tausendundeine Nacht

Den Titel „Tausendundeine Nacht“ hatte ich schon vorgestern im Kopf, schließlich ist die kommende Nacht die tausendste, seitdem ich nach Schweden gezogen bin. Doch was soll ich in der Nacht fotografieren, die Polarlichtaktivität ist ja eher mau zur Zeit …

… dachte ich, bis ich heute eine E-Mail „[gse-aa] Auroral Alert“ von einem Server irgendwo in Alaska zugeschickt kam. Demnach soll just in dieser Nacht eine hohe Polarlichtaktivität sein. Toll! Leider sagte aber die Wettervorhersage Wolken ab dem Nachmittag voraus. Doof! Aber die Wolken ließen auf sich warten und tatsächlich, am frühen Abend war ein fahler grüner Bogen zu sehen, der an Kontur gewann. Toll!

Eilmodus an: Kameras einpacken, Stativ, zwei paar dicke Handschuhe, Ersatzakkus, Taschenlampe, Banane, Trinken, Winterstiefel, Daunenhose, Daunenparka. Ab ins Auto und los!

Wie schon einige Male war das Polarlicht am schönsten, als ich mein Auto packte. Als ich hingegen am Meer angekommen war, war fast nichts mehr zu sehen. Doof! Aber zum Glück sind meine Klamotten warm genug, um sich in den Schnee zu legen und zu warten. Und nach einiger Zeit kam auch das Polarlicht wieder. Wunderschön!

Und weil das fast wie ein Märchen ist, dass ausgerechnet in der tausendersten Nacht Polarlicht zu sehen ist, habe ich noch ein Märchenfoto beigelegt. Denn ab und zu will ich auch mal ein hemmungslos kitschiges Foto machen.

(Die Farben waren übrigens alle wirklich vorhanden und wurden durch die Belichtungszeit von 30 Sekunden lediglich stark hervorgehoben. Ich habe lediglich in Lightroom noch am Kontrast und den Grüntönen geschraubt und anschließend in Photoshop zwei Ebenenkopien mit Auto-Farbton und Auto-Kontrast mit hineinkopiert und kräftig nachgeschärft, denn ich habe bei der manuellen Fokussierung ein bisschen geschlafen.)

20 Kommentare für „Tausendundeine Nacht“

sabine schreibt:

unglaublich schön, danke für die tollen bilder!

Sab schreibt:

Das letze find‘ ich echt der Wahnsinn.

Liebe Grüße aus dem Süden.

Annika schreibt:

Habe kein Problem mit Märchenbildern :-) Wunderschön!

evi schreibt:

Ach Olaf…..
einfach oooooohhhhhhhhh, wunderbar!!!
Danke, Du hast die Arbeit und wir das Vergnügen.
Fotos gespeichert und als Desktop-Hintergrund genommen,
so können wir uns oft daran erfreuen!!!

Sandra schreibt:

Glückwunsch zur Tausendsten! Das war doch perfekt so.

Olaf Schneider schreibt:

Vielen Dank, Ihr alle. Ja, das Polarlicht war ein schönes Geschenk.

Ricarda schreibt:

Klasse Bilder, Olaf !
Und es ist bewundernswert, daß Du Dich bei dieser Kälte tatsächlich noch draußen auf die Polarlicht-Lauer legst !
Wünsche ein fotogenes Wochenende !

Olaf Schneider schreibt:

Danke Ricarda, danke Lussekatt.

@Ricarda: Ich habe warme Kleidung. Sehr warme Kleidung!

Peer schreibt:

Olaf, bei Dir passt im Moment aber irgendwie alles, ne? :-) Erst das Matherätsel (wie lange hast Du das geplant? ;) ), dann die 1001ste Nacht mit dieser gigantischen Aurora Borealis… ich wollte (während ich den Artikel las) schon fragen wie lange Du belichtest, aber Du hast uns ja im Kleingedruckten aufgeklärt! Macht für mich persönlich Laune wieder mit dem Fotografieren fortzufahren (nach einer relativ langen Pause). Ich habe allerdings nur analoges Equipment, stark veraltet. Vielleicht sollte man das vorerst zur Tugend machen?

Olaf Schneider schreibt:

Warum ist analog veraltet? Es gibt viele Fotografen, die aus verschiedensten Gründen analog vorziehen. Für mich wäre das nichts, da ich zum einen viele Fotos mache und zum anderen versuche, zeitnah zu veröffentlichen.

Ulrike schreibt:

Himmlische Fotos, im wahrsten Sinne des Wortes! :)

Ingela schreibt:

Kitschigt eller inte – obeskrivligt vackert i alla fall. Många av oss som är vana vid norrskenet ser det nog knappt. Jag ser – och njuter.

Olaf Schneider schreibt:

@Ingela „Hemmablind“ är ett svenskt ord jag hörde ofta här.

Peer schreibt:

@Olaf: Naja, analoge Fotografie halte ich auch nicht für veraltet, aber mein Equipment hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Ich habe eine Kamera aus den 40er Jahren (Rollfilm), eine Kodak Disc Kamera und eine LOMO aus den 80ern, und eine EOS von Anfang der 90er. Es ist schön damit zu Fotografieren, aber im Fall Rollfilm auch nicht unbedingt preiswert und, wie Du schon erwähnst, muss man auf das Ergebnis immer ein wenig warten.

Sandra schreibt:

Einfach genial die Bilder und auch die autentischen Berichte!
Freue mich schon riesig auf unser Nordschweden-Abenteuer von nächstem Winter! (Endlich, so hoffe ich, kann ich die Aurelia Borealis mit eigenen Augen sehen….)

Alles Gute!
Sandra

Olaf Schneider schreibt:

@Sandra Was habt Ihr denn vor?

Birte schreibt:

Hej hej,
besuche deinen Blog regelmäßig, aber die schönen Fotos überraschen mich immer wieder. Echt klasse!
Mein Traum ist es auch mal so ein schönes Polarlicht zu sehen und in den Norden Schwedens zu fahren. So lange kann ich ja noch deine Fotos bewundern.
Viele Grüße

Sandra schreibt:

@Olaf: Wir werden 13 Tag in einem Häuschen in Sorsele verbringen und den Winter im hohen Norden geniessen, Aurora Borealis fotografieren, wir hoffen natürlich, dass diese sich reichlich zeigen. Weiter wollen wir Schweizer, die in diese Region ausgewandert sind besuchen und einfach die Natur geniessen!

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Sandra

Olaf Schneider schreibt:

@Birte: Dann hoffe ich, dass es sowohl mit Nordschweden, als auch mit dem Polarlicht klappt.

@Sandra: Dann viel Spaß in Västerbotten. Und schöne Polarlichter. Sagt Bescheid, falls Ihr über Skellefteå fahrt.

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