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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Ein Leben ohne Mops

Normalerweise schreibe ich hier über mein Leben in Schweden, doch heute liegt mein Fokus auf Deutschland. Denn dort ist gestern einer der Großmeister der Beobachtung, des Dialogs und des Timings gestorben: Loriot.

Dieser phantastische Künstler hat mein Fernsehleben begleitet, ob durch seine Figur des Hundes Wum (knapp drei Jahre nach mir geboren), seine grandiosen Sketche oder auch seine beiden Filme Ödipussi und Papa ante Portas. Als ich Kind war, lief auf meiner Musiktruhe „Ich wünsch’ mir ’ne kleine Miezekatze“ in heavy rotation und mein kleines Loriotbüchlein war fleddrig und abgegriffen vom immer wieder hineinschauen.

„Schau mal Opa, das schöne Klavier!“

„Ich will einfach nur hier sitzen“

„Nicht das, Dicki!“

„Wir haben uns für Aschgrau entschieden“

„Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken“

„Holleri du dödl di, diri diri dudl dö.“

Loriot

Lieber Loriot, vielen Dank für die vielen Meisterwerke, die Sie uns hinterlassen haben. Ohne Sie wird die Welt ein bisschen grauer sein.

Wer mehr über die Schweden wissen will, kann gerne Schwedenblogs lesen. Wer mehr über die Deutschen wissen möchte, der muss einfach Loriot schauen.

Und das tue ich jetzt …

7 Kommentare für „Ein Leben ohne Mops“

Sylvia Bolm schreibt:

Der Durchbruch bei der Emanzipation war zweifelsohne für uns Frauen die Möglichkeit, das Jodel-Diplom zu erreichen. Ich zehre heute noch davon und verneige mich tief, vor dem Meister des deutschen Humors.
Lieben Gruß von Frau Dr.Müller-Lüdenscheid nebst Ente.

Andreas Mirgel schreibt:

Olaf, vielen Dank für Deinen schönen Beitrag zu seinem Tod. Ich war nie ein absoluter Jünger, aber es gibt einfach Sternstunden, an denen man nicht vorbeikommt!

„Wenn Sie die Ente reinlassen, lasse ich dass Wasser raus!“ „Herr Müller Lüdenscheidt!“ „Herr Doktor Klöbner!“
Meine Mitbewohnerin Burgunde hat mir gestern erzählt, dass ihr zweiter Mann Kenny, seines Zeichens Nigerianer, Loriot geliebt hat. Er besorgte sich alle Filme und Sketche von ihm und konnte sie rauf und runter bete. ;-) Erstaunlich, da der Humor dort recht feingliedrig, Dialog lastig und brüchig ist, sodass er selbst Deutschen manchmal Schwierigkeiten bereitete.

HCD schreibt:

Ein Schnipsel, der im zwischenmenschlichen (partnerschaftlichen) Bereich immer gut geht: „Dann stimmt wohl mit Deinem Gefühl was nicht!“ [Pappa ante Portas]. Gepaart mit „Sie müssen sich zwingen“ [Kalbshaxe Florida] regelt das jeden Konflikt. Oder es geht erst richtig los… ;-)

Thomas schreibt:

Freut mich doch sehr, dass Du Loriot auch in Deinem Blog ehrst. Ich hab´s ja nicht so mit Superlativen, aber Loriot war einfach der Größte! Allein das Lesen Deiner paar kurzen Zitate treibt mir sofort wieder Tränen in die Augen (besonders „Wir haben uns für Aschgrau entschieden“ – grandios!).
Ich ziehe meinen imaginären Hut.

Olaf Schneider schreibt:

Ein paar Nachträge:

  • Der ADC hat in der FAZ hat der ADC eine sehr schöne Anzeige geschaltet.
  • Ich stelle erst jetzt fest, dass J*diplom sowohl auf Jodeldiplom als auch auf Jazzdiplom passt. Das kann kein Zufall sein.
  • Für alle, die der Titel irritiert: Das ganze Zitat von Loriot heißt „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“.

Petra & Ulrich schreibt:

Ohne Loriot ist Deutschland wahrlich noch ein ganzes Stück humorloser gworden!
Oder, wie es eine Freundin fomulierte, es gibt ja eigentlich keinen Mann der keine Möpse mag *lol*.

Petra und Ulrich schreibt:

„Ich heiße Lottemann, ääh…Lindemann…, bin Renter und 500.000 Jahre und mit meine Lottogewinn von 66 DM mache ich eine Reise nach Istland und anschließend eröffnet der Papst mit meine Tochter eine Herrenboutique in Wuppertal.“ – Brauchts da noch einen Kommentar?
Wir verneigen uns uns vor einem großen Deutschen, der uns leider in diesem Elend allein gelassen hat. Loriot, jetzt lachst Du von Wolke 7 auf uns herunter!

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