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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Grandioses Polarlicht

In der Webcam auf uk.jokkmokk.jp war es schon zu sehen, dann später auch in Gällivare. Das war bis jetzt mit das schönste Nordlicht, was ich je gesehen habe. Die Bilder sind im Vergleich zur Wirklichkeit miserabel. Weder sieht man die feinen Farbverläufe ins Gelbe und Rosafarbene, noch die Dynamik und Bewegung. Außerdem zeigt auch mein Weitwinkel nur einen kleinen Ausschnitt des Himmels.

Nix mit Nordlicht

Zum zweiten Mal in kurzer Zeit gab es hohe Sonnenaktivität und die Polarlichtvorhersage aus Fairbanks/Alaska stand auf Stufe 5 (Extrem). Und – oh Freude – als ich nach der Arbeit in Skelleftehamn ankam, war der Himmel fast wolkenfrei und es wurde rasch kälter. Für eine halbe Stunde. Dann zogen Wolken auf, die Temperatur begann wieder anzusteigen und kurze Zeit später lag alles unter einer dichten Wolkendecke. Also etwas wieder das Wetter, was wir hier seit Wochen haben. Mal mit zwei Zentimeter Neuschnee, mal ohne.

Ich bin dann sehr früh ins Bett gegangen, habe gelesen und bald das Licht ausgemacht. Als kleines Abendschmankerl bin ich eine Stunde später vom Telefon geweckt worden und durfte für ein Stressprojekt noch eine Stunde Fehlersuche betreiben.

Wenn Ihr Nordlichtfotos sehen wollt, dann schaut unter der Rubrik Polarlicht nach. Die Fotos sind zwar alt, aber immerhin hier gemacht.

Ich gehe jetzt erst mal raus und mache den Motorwärmer für den Saab aus, der das Auto die Nacht über warm und betriebsbereit gehalten hat. Denn für die tägliche Fahrt zur Arbeit nehme ich den Bus.

Bis jetzt waren alle Projekte hier in Schweden, an denen ich beteiligt war, ziemlich entspannt. Sowohl von den Leuten als auch den Arbeitsbedingungen, selbst wenn das Projekt eilig war. Jetzt geht aber gerade ein Projekt zu Ende, bei dem ich einer anderen Agentur hier in Skellefteå geholfen habe, ihren amerikanischen Kunden glücklich zu machen. Und dieser Kunde ist alles andere als entspannt. Aber bald ist das Projekt für mich beendet und dann kann ich wieder etwas ruhiger programmieren. Und ruhiger heißt meistens auch besser. Darauf freue ich mich.

Die erste Winternacht

Heute Nacht um halb eins: Minus sieben Grad, sternklarer Himmel und die Nordhälfte ist mit blassem Polarlicht bedeckt. Der Schnee knirscht unter den Stiefeln, als ich im Garten stehe. Meine erste richtige Winternacht in dieser Saison.

Noch mal kurz schauen, ob das Polarlicht stärker wird, sonst geht’s ins Bett. Moment …

… wird nicht, also Bett. Gute Nacht.


Ich finde, das ist ein guter Anfang. Heute vor einem Jahr lag hier schon extrem viel Schnee und ich finde, da kann ruhig ordentlich was an Schnee runter kommen die nächsten Wochen.

Herbstliches Polarlicht

Die letzten Tage war die Polarlichtvorhersage auf Stufe 4 „Active“ – nicht so schlecht.

Als ich gestern mit dem Auto zum Hotel Scandic Skellefteå gefahren bin, um dort auf dem Chemical Management Summit meinen ersten hiesigen Klavier-Solo-Job zu spielen, hatte ich Stativ und warme Jacke für den Rückweg schon im Kofferraum. Aber ich war schon kurz nach sieben fertig und da war es für Polarlicht noch zu hell.

Als ich um eins (halbgeplant) aufgewacht bin und aus der Tür geschaut habe, war tatsächlich schwaches Polarlicht über den halben Himmel bis zum Zenith zu sehen. Ich bin dann mit dem Auto zu Storgrundet gefahren, dem Strand, an dem ich vor einigen Tagen noch eine kleine Kajakrunde gestartet habe. Dort sind die folgenden Fotos entstanden:

Was war ich froh, eine warme Jacke dabei gehabt zu haben. Es war zwar nicht sonderlich kalt, aber sehr windig und ich sehr, sehr müde. Das Polarlicht ist noch recht fahl gewesen, aber ich freue mich über jede klare Nacht, an der man das Polarlicht hier sehen kann. Auch wenn der dringend benötigte Schönheitsschlaf darunter leiden sollte.

So, jetzt den Artikel schnell online stellen und weiterarbeiten, denn ich sitze gerade im Büro …

Klare Nacht

Bevor ich gestern Abend ins Bett gegangen bin, habe ich noch einmal vor die Tür geschaut und das erste Polarlicht der Saison gesehen. Obwohl es ziemlich schwach war und vom hellen Mond überstrahlt wurde, habe ich mich mit Kamera und Stativ ins Auto gesetzt, denn vielleicht nimmt es ja noch etwas zu.

Vom Polarlicht war dann allerdings bis auf blassdunkle wolkenähnliche Flecken fast nichts mehr zu sehen. Aber man kann ja auch andere Dinge fotografieren. Ich habe hier bewusst drastisch überbelichtet, in Wirklichkeit ist es um diese Zeit dunkler.

Wenn die Nacht im Herbst klar ist, dann wird es auch kalt. Mit -0.3 °C hatten wir die erste Nacht mit leichtem Frost. Bis zum Winter ist zwar noch einige Zeit hin, aber er klopft schon einmal vorsichtig an die Tür. Aber noch hat die Sonne Kraft. Sie scheint auf mein „Nordost“-Thermometer, das mir morgendliche Sommertemperaturen von 24 Grad vorgaukelt. Das Küchenthermometer ist mit 7.5 Grad wohl etwas ehrlicher.

Polarlicht – na endlich :)

Die letzte Nacht -8 °C, tagsüber +2 °C, jetzt in der Nacht +1 °C, aber windig

Viereinhalb Monate habe ich warten müssen, seitdem ich das letzte Polarlicht in Skelleftehamn gesehen habe. Ich habe immer wieder die Polarlichtvorhersage der Universität Fairbanks in Alaska aufgerufen. Meistens war die Aktivität „Quiet“ (Stufe 1) oder „Low“ (Stufe 2). Und wenn dann mal „Moderate“ (Stufe 3) angesagt war, hatten wir Wolken über Skelleftehamn. Freunde in Norwegen und anderswo in Schweden haben diesen Winter schon einige Polarlichter gesehen und immer wieder schöne Aufnahmen bei Facebook gezeigt und wir hier – hatten viele Wolken über Skelleftehamn.

Heute wurde aus der Stufe 3 in der Kurzvorhersage plötzlich Stufe 5 – „High“ und tatsächlich haben sich heute Abend am klaren Himmel Polarlichter gezeigt. Und sind wieder verschwunden. Um halb elf habe ich noch mal herausgeschaut und: Der ganze Himmel war grün illuminiert. Schnell habe ich Kamera und Stativ eingepackt. Jacke und Skihose angezogen und bin zum nah gelegenen See gefahren. Und da saß ich dann die nächsten zwei Stunden und habe – immer wieder mit Phasen schwacher Aktivität – wunderschöne Polarlichter gesehen. Und ich habe diesen Winter schon fast nicht mehr daran geglaubt.

Genug der Worte. Fotos! Nicht groß optimiert, denn es ist mitten in der Nacht und ich will ins Bett. Aber erst, nachdem ich diesen Artikel online gestellt habe.

Für die, die noch keine Polarlichter gesehen haben: In Natura sind die Farben blasser und wirken transparenter. Außerdem bewegen sich die Lichter. Manchmal sogar überraschend dynamisch.

Das erste Polarlicht

Das Polarlicht heute Abend kam völlig unerwartet. Am Abend wurde es wieder stürmisch und es regnete an die Fensterscheiben. Als das Thermometer bei 2.8 °C stand, wollte ich nur heraus schauen, ob sich schon die ersten Schneeflocken in den Regen mischen, aber nein, der Himmel war klar. Sternenklar. Und grünlich. Also schnell ins Haus gewetzt, Kamera geholt und eingestellt, Stativ und Fernauslöser geholt. Wo sind die Winterstiefel, in die man auch ohne Strümpfe schlüpfen kann? Im Keller. Warmen Parka angezogen und los.

Zuerst habe ich einige Fotos direkt in meinem Garten gemacht. Dann bin ich den Waldweg bis zu der einen freien Stelle gelaufen, an der allerdings Stromleitungen und -masten teilweise den Weg versperren. Außerdem muss man auf den Granitfelsen doch genau gucken, wo man hintritt. Die ideale Stelle ist also noch nicht gefunden.

Das Polarlicht hielt sich über eine Stunde. Am nördlichen Horizont leuchteten recht konstant ein, zwei grüne Bögen und nordwestlich ein rötlicher Streifen. Ein langer blassgrüner Streifen zog sich von West über den Zenith bis Ost, der sich aber trotz der fahlen Blässe ziemlich schnell bewegte. Auch sonst am Himmel waren überall blassgrüne Wolken und Gardinen zu sehen. So ein schönes Polarlicht habe ich Jahre nicht mehr gesehen, denn die letzten Jahre war durch die geringe Sonnenaktivität die Ausbeute eher mager.

Jetzt (gegen 1:00) lade ich noch ein paar Fotos* hoch und dann gehe ich ins Bett, denn morgen um halb sieben klingelt schon wieder der Wecker.

* Meine Einstellungen (Version 1.0): 10 Sekunden bei f2.8 und ISO 400-800. Manuelle Fokussierung.

Ein bisschen ärgere ich mich über die Fotos, denn beim Verrücken der Kamera habe ich mehrmals die Fokussierung verstellt und nur blasse Kleckse erhalten, außerdem ist die manuelle Scharfstellung bei Bäumen, die weniger als 10 Meter weit entfernt sind, im Dunkeln fast nicht zu machen. Entweder müsste ich im Hellen scharfstellen und mir den Wert merken oder die Bäume für den Autofokus hell anstrahlen. Nächstes Mal …

Ebenfalls nächstes Mal: Weitwinkel mitnehmen.