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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Ich als bezahlter Redner

Heute habe ich das erste Mal eine Rechnung für einen gehaltenen Vortrag geschrieben. Klingt toll, oder? Da sollte ich vielleicht dazu schreiben, dass ich 500 Kronen, also 55 Euro in Rechnung stelle. Das reicht noch nicht ganz, um alleinig auf Vorträge zu setzen, glaube ich.

Am Montag war das „Bothnian Bay Marine Forum“, eine Reihe von Boundless Botnian Bay, dem gleichen Projekt, dem ich Anfang Februar als Journalist die Küste entlang nach Oulu in Finnland folgen durfte, in Skelleftehamn. Es war schön, einige Menschen wiederzutreffen, nicht nur Freunde und Bekannte aus Skellefteå, sondern auch die Organisatoren aus Finnland und einen Journalisten aus Spanien, der im Februar auch mit dabei war.

Nach der Begrüßung habe ich eine viertel Stunde darüber erzählt, warum ich hier gelandet bin, es mir immer noch gefällt und ich so ziemlich alle Einheimischen für „hemmablind“ – betriebsblind halte. Der Vortrag ist gut gelaufen und da ich ziemlich am Anfang dran war, konnte ich mich dann bequem zurücklehnen und den anderen zuhören, unter anderem dem phantastischen Bill Taylor aus Schottland, der seit 30 Jahren im Tourismus arbeitet und einen sehr inspirierenden Vortrag über den Tourismus in Schottland gehalten hat. Oh, oh, da haben wir in Nordschweden noch viele Jahre Arbeit vor uns!

Lasse Westerlund hat alle Vortragenden fotografiert und heute habe ich einige Fotos bekommen, die er von mir gemacht hat. Sich selbst auf Fotos in so einer Situation zu sehen ist ähnlich irritierend wie die eigene Stimme als Aufnahme zu hören. Das soll ich sein?! Ich habe die dümmsten Gesichtsausdrücke ausgesucht:

Vortrag #1 (Foto: Lasse Westerlund)Vortrag #2 (Foto: Lasse Westerlund)Vortrag #3 (Foto: Lasse Westerlund)Vortrag #4 (Foto: Lasse Westerlund)

Nächstes Mal muss ich mich unbedingt auf Video aufnehmen. Das wird zwar kein reines Vergnügen sein, sich so von außen zu sehen, aber man kann glaube ich eine Menge über sich selbst lernen.

Um fünf war der offizielle Teil vorbei und wir sind bei schönstem Sommerwetter vom Maskinhuset das kurze Stück herüber zur M/S Stormvind herübergelaufen, einem Schiff, welches fest verankert in Skelleftehamn liegt, und haben dort ein sehr leckeres Abendessen bekommen, während draußen die Segelboote den Wind auf dem Sörfjärden nutzten. Dort war ich gerade einige Tage zuvor mit dem Kajak unterwegs gewesen. Nach einem leckeren Eis mit Moltebeeren als Nachtisch war Aufbruch und wenige Minuten später war ich wieder zu Hause. Es hat sich definitiv gelohnt, den halben Tag frei zu nehmen.

Segelboote auf der Bucht

5 Kommentare für „Ich als bezahlter Redner“

Hannah Karlsson schreibt:

Die dümmsten Gesichtsausdrücke? Eher „sehr lebendig“… :-)

Annika schreibt:

Ich kenn ja nur sehr wenig von Dir, aber ich finde die Bilder sehr authentisch :-)

Schneider schreibt:

Lieber Olaf, ich finde die Fotos von Lasse richtig gut – sehr lebendig.
Gruß Ma

Olaf Schneider schreibt:

Eure positiven Kommentare geben Hoffnung :-) Vielen Dank, Hannah, Annika und Ma.

Petra und Ulrich schreibt:

Dear Olaf,
Übrigens: Du erlaubst, das ich mir diese Fotos als Paradebeispiele für nonverbale Körpersprache abspeichere und in meinen Trainingsseminaren als Beispiele zeige, wie man es tunlichst NICHT machen sollte?! :-P, :-D
Ich hab mir z.B. viele Fotos von Angela „Mutti“ Merkel abgespeichert, deren Gesicht sich aufgrund seiner „Gummierung“ *lol* ebenfalls als Paradebeispiel eignet.
Lieblichst,
Ulrich

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