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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Eigentlich ist ja Frühling …

… doch dann schaue ich um halb vier – es ist schon recht hell – aus dem Fenster und sehe das:

Schnee am Morgen

Es hat also wieder geschneit! Am 4. Mai! Ich will keinen Schnee mehr, so etwas will ich sehen:

Es grünt so grün

Ich muss aber noch ein bisschen warten, bevor ich dieses zweite Foto machen kann. Zum einen stehe ich nicht freiwillig um halb vier Uhr nachts auf, zum anderen war das Vormittagswetter nicht viel besser: Nur knapp über null Grad, grau und ein bisschen Schnee und Graupel. Aber am Nachmittag klarte es auf und ich habe einen Spaziergang am Norrfjärden bei Bureå gemacht.

Spaziergang ist allerdings relativ, denn alle Wege sind nur dafür gemacht, damit die Schweden bequem zu ihren Stugas – den Sommerhäusern kommen. Und deswegen besteht das Wegenetz an See und Meer nur aus einem großen Bündel Stichwegen und Sackgassen irgendwo im Wald. Am Ufer selbst gibt es fast keine Wege. Also bin ich querfeldein gelaufen. Entweder über die großen runden Steine am Ufer oder mitten durch den Wald, durch flaches Wasser, über matschige Wiesen oder auch über die letzten dicken Eisflächen im Schatten des Waldes. Wohl zwanzig Mal setze ich die Mütze in der Sonne ab und ebenso oft im Schatten des Waldes wieder auf.

Am NorrfjärdenDer Oxviken

Insel im Norrfjärden

Doch das Eis am Ufer ist nur noch Dekoration. Die Natur auf Frühling eingestellt: Vögel singen, Spechte klopfen, zwei Schneehasen im Fellwechsel springen vorbei, die ersten Blätterknospen an manchen Bäumen gehen auf und zeigen das erste Grün (siehe Bild oben) und in einer Wasserlache entdecke ich den ersten Froschlaich.

Dort entdecke ich aber auch etwas anderes: Mückenlarven und zwar jede Menge davon. Bald werden sie sich verpuppen, schlüpfen und dann wird jede Aktivität außer Haus wieder von vielstimmigem Mückengesumm begleitet sein. Ich hoffe, dass aus den Froscheiern – links unten im Bild – erst kleine Kaulquappen und dann kleine Frösche werden. Denn kleine Frösche haben die Mücken bestimmt zum Fressen gerne. Guten Appetit, Ihr Vögel und Frösche – bedient Euch. Wohl bekomm’s!

Mückenlarven

Vor drei Tagen habe ich übrigens eine Kreuzotter gesehen, die erste überhaupt in Nordschweden. Sie lag zusammengeringelt da und schien recht zufrieden, bis ich kam, das Teleobjektiv auspackte und sie fotografieren wollte. Da hat sie sich schnell hinweg geschlängelt und in ein Loch verkrochen. Auch die Schneehasen heute hätten sich ruhig ein bisschen Zeit lassen können. Schade, dass die meisten Tiere immer so scheu sind. Nur die Mücken sind zutraulicher als man sie sich wünscht.

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