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Winterschwimmweltmeisterschaft in Rovaniemi

Dieser Artikel ist Teil der vierteiligen Serie Winterschwimm-Weltmeisterschaft in Rovaniemi.

Alle zwei Jahre wird die Weltmeisterschaft im Winterschwimmen ausgerichtet. Dieses Jahr war sie im finnischen Rovaniemi und damit trotz des Schneefalls recht bequem mit dem Auto zu erreichen. 1200 Teilnehmer aus 33 Ländern waren bei den Wettbewerben angemeldet, unter anderem waren größere Delegationen aus England, Russland und China da.

Wie bei den anderen Meisterschaften bin ich nicht selbst geschwommen, sondern habe fotografiert. Am Samstag vormittag habe ich einen „Media“-Ausweis bekommen und konnte damit auch direkt am Becken Fotos machen.

Was ich am Winterschwimmen mag, ist, dass schnell und langsam, jung und alt, athletisch und bequem aufeinandertreffen. Die Medaillen werden nach Altersgruppen verliehen, und so stehen auch siebzigjährige als Gewinner auf dem Eispodest und nicht nur supersportliche Neunzehneinhalbjährige.

Schon von der Brücke über den Kemijoki konnte man das 25-Meter-Becken, welches in das Eis geschnitten wurde, sehen.

Blick von der BrückeNeun Bahnen à 25 Meter

Die ersten Läufe waren 25 Meter Brust. Das erste Kommando lautet „Take off your cloth!“, das zweite „Go in(to) the water“ und dann, wenn alle fertig sind, ertönt das elektronische Startzeichen.

„Go into the water“25 Meter Brust

Während die Zeiten bei 25 Meter Brust weit auseinander liegen, sind beim 50 Meter Freistil meist Sportler am Start und oft sieht man in dem aufgeschlagenen Wasser nur noch Arme und Köpfe.

50 Meter Freistil50 Meter Freistil

50 Meter Freistil

Die 450(!) Meter Freistil waren leider schon am Donnerstag. Die hätte ich mir gerne angeschaut, auch weil Anna-Carin Nordin, die bei Dark & Cold Mitglied ist, Gold gewonnen hat. Glückwunsch, Anna-Carin!

Doch nicht alle, die schwimmen, nehmen auch am Wettbewerb teil. Manche schwimmen einfach aus Spaß 25 oder 50 Meter, ohne das Zeit genommen wird. Diese Menschen haben meist die Ruhe weg und ich schaue ihnen gerne zu.

GenussschwimmerGenussschwimmer

An Land sieht man nicht nur die Freiwilligen, die moderieren, Fähnchen schwenken, Kleidung zum Ziel herüber tragen und den Schwimmern helfen, sondern auch Fans. Aus Estland und Lettland, Russland und China, England, Norwegen und Finnland, und auch aus Deutschland sind Zuschauer gekommen. Aber ich vermute, dass ein großer Teil von ihnen auch an den Wettkämpfen teilnimmt.

Fans mit MaskottchenStartflaggeDeutsche FansWikingermützen

Beim Winterschwimmen treffen immer zwei Welten aufeinander: Badelatschen neben Fellstiefeln und dicke Winterjacken neben Badeanzug.

Kalt oder warm? FußKalt oder warm? Kopf

Nach dem letzten Start werden die Trennleinen an Land geholt und Minuten später bilden sich Eisnadeln auf dem kalten Wasser. Damit das Becken nicht über Nacht zufriert, werden nach einiger Zeit sechs Unterwasserpumpen in Betrieb genommen. Gerade schaffe ich es noch, eine Nahaufnahme zu machen, da schwappen schon die ersten Wellen.

An den Trennleinen hängen EiszapfenSchnell bildet sich neues Eis

Eisnadeln auf dem Wasser

Ich war aber die Tage nicht nur bei der Meisterschaft, sondern auch in Rovaniemi unterwegs. Davon schreibe ich im Artikel „Fahrt nach Rovaniemi“.

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