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Vom Leben in Skelleftehamn

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Arctic Explorer

Dieser Artikel ist Teil der sechsteiligen Serie Journalistenreise mit Boundless Bothnian Bay.

Samstag bis Montag hat „Boundless Bothnian Bay“, ein Projekt, welches die Küstenregion Nordschwedens und Nordfinnland stärken soll, eine Journalistenreise veranstaltet. Zehn Journalisten aus verschiedenen Ländern waren eingeladen, an dieser Reise teilzunehmen und ich war der offizielle Fotograf. So kam ich nicht nur zu einer erlebnisreichen Kurzreise, sondern auch zu meinem ersten bezahlten Fotografenjob.

Auf der Brücke des „Arctic Explorer“

Sonntag morgen: Nach einem frühen und frugalen Frühstück im Hotel Pite Havsbad fuhren wir mit dem Bus an den Fluss Piteälven. Zu meiner Überraschung war der Fluss offen, aber das war weder die Strömung noch das warme Wetter, sondern der Eisbrecher „Arctic Explorer“, der den Weg für die Papierfabrik „Munksunds Pappersbruk“ offen hält. Und dieser Eisbrecher nimmt auch Touristen mit. Nachdem er noch ein großes Lastschiff vorbeigelassen hat, legte die Arctic Explorer an und wir gingen an Bord. Bald darauf nahm das Schiff Fahrt auf. Nicht in Richtung Meer, wie ich gedacht habe, sondern flussaufwärts.

Das Eis bricht

Auch wenn die „Arctic Explorer“ um einiges kleiner ist als die in Kemi beheimatete Sampo, auf der ich vor elf Jahren mitfuhr, so ist es dennoch ein Erlebnis zu sehen, wie der schwere Schiffsrumpf das dicke solide Eis bricht. Und für Touristen ist es ein besonderes Erlebnis, von Bord aus das solide Eis zu betreten. Leider ist mir das Besondere an solch einem Erlebnis ein wenig verloren gegangen, dazu habe ich in den letzten Jahren schon zu viele winterliche Ausflüge auf das Eis unternommen. Schade auch, dass wir nicht das offene Meer angesteuert haben, sondern statt dessen Blick auf die Fabrik hatten. Aber vielen Schweden fehlt das Verständnis dafür, was Touristen gerne sehen und erleben wollen.

BackbordbruchkanteDie Arctic ExplorerDie Passagiere betreten das EisDie Arctic Explorer

Fast zwingend zu einer „Eisbrechersafari“ gehört das Baden – schön geschützt in Überlebensoveralls, die einem ermöglichen, warm und trocken auf dem eiskalten Wasser zu treiben. Aber es gibt wohl kaum einen, der nicht sofort an die Teletubbies denkt, wenn plötzlich alle anfangen in den knallig orangefarbenen Anzügen herumzuwatscheln.

Teletubbies an LandTeletubbies im Wassersich treiben lassenPosing im Wasser

Erst hatte ich nicht vor, mit Overall bekleidet in die Ostsee zu steigen, schließlich habe ich selbst so ein Ding und habe es gerade am Vortag angewendet, um Eis und Eisschlamm aus dem Winterschwimmbecken zu entfernen. Doch dann viel mir ein, dass meine wasserdichte Kamera noch nicht zu ihrem Recht gekommen ist. Also habe auch ich mir einen der Anzüge angeworfen und bin mit der Kamera ein bisschen umhergepaddelt. Das vorige Photo ist so entstanden doch das nächste ist mein persönlicher Favorit aus der Reihe „Teletubbies in der Arktis“.

Zwei Welten

Aber der Tag war noch nicht zu Ende: Auf uns warteten noch Surströmming, eine gelbe Boje und ein Schloss ganz aus Schnee und Eis.

2 Kommentare für „Arctic Explorer“

Ma HB schreibt:

Lieber Olaf, was für viele neue Eindrücke auf Deiner Kurzreise! Was ich besonders gern selbst erlebt hätte: Als Teletubby unterm Arctic Explorer zu schwimmen und das Eisschloß zu besichtigen. Dieses Blau in Deinen Fotos ist wunderschön.
Nun wartest Du wahrscheinlich auf Schnee, wann kommt der??
Gruß Ma HB

Olaf Schneider schreibt:

Ja, das waren viele Eindrücke. Aber ich war die Zeit danach so beschäftigt, dass die Reise leider schon wieder in weite Ferne gerückt ist. Kaum zu glauben, dass das gerade eine gute Woche her ist.

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