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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Raureif 70-200mm

Zwei Gründe gab es, heute vor der Arbeit, und dann noch einmal mittags zum Fotografieren draußen zu sein: Zum einen der herrliche Raureif, der sich vor allem um die filigranen Zweige der Birken gelegt hat, zum anderen ist gestern mein neues Nikon-Teleobjektiv gekommen, welches ich natürlich sofort ausprobieren wollte.

Vermutlich werde ich bald irrsinnig starke Handgelenke vom Halten haben, denn alleine das Objektiv wiegt anderthalb Kilo. Ich muss mich jetzt daran gewöhnen, das Tele und nicht die Kamera am Stativkopf zu befestigen, denn sonst nickt die Kamera vorne über.

Aber genug vom Fotografieren, hier kommen drei Bilder von heute morgen in Skelleftehamn und Ursviken:

Raureif ummantelt die Birken am MeerGåsören dunstig und eisumschlossen

Der Kanuverein an der „Kanubucht“ in Ursviken

Nach der Mittagspause war ich noch am Fluss. Die Sonne bestrahlte den eisbedeckten Fluss, der fürchterlich knarkste und krachte, und die beraureiften Baumreihen.

Zwei Flosse vor Skellefteås Flussinseln Ytterholmen und Karl Fredriksholmen

Wenn es trocken und kalt ist, dann rieselt oft feinster Eisstaub aus dem Nichts. Normalerweise würde man den gar nicht sehen, wenn das Eis nicht so in der Sonne glitzern würde. In Richtung Sonne bildet sich dann oft eine Lichtsäule, die durch die Reflektionen der horizontal schwebenden Eisplättchen entsteht. Schwer zu fotografieren, da die Lichtsäule immer genau in Richtung Sonne steht, aber auf dem folgenden Bild sieht man es zumindest ein bisschen im Detail, auch wenn das goldene Glitzern fehlt.

Auf dem Bild mit Floß und Flussinseln kann man nicht nur die Lichtsäule, sondern auch am rechten Bildrand einen schwachen regenbogenfarbigen Streifen sehen. Das ist keine Reflexion im Objektiv, sondern diesen farbigen Streifen konnte man auch in Natura sehen.

Feiner Eisstaub reflektiert die Sonnenstrahlen und bildet eine Lichtsäule

9 Kommentare für „Raureif 70-200mm“

Martin schreibt:

Gratuliere zur neuen Linse! Die ist vermutlich in extremen Gegenlichtsituationen um Klassen besser als mein altes 70-210, 1:4-1:5,6-Objektiv. Meine alte Linse ist allerdings ein Leichtgewicht. Und das weiß ich sehr zu schätzen. Dafür nehme ich einen lahmen Autofocus und mäßige Bildqualität bei offener Blende in Kauf. Schließlich focussiere ich bei Panos sowieso immer manuell und fotografiere mit ziemlich weit geschlossener Blende. Nur das Streulicht in der Linse stört manchmal. So kommt es, dass so eine Linse ziemlich weit unten auf meiner Wunschliste steht. Aber wer weiß – wenn Du jetzt lauter Superbilder damit ablieferst …

Olaf Schneider schreibt:

Ich muss erst einmal lernen, mit der Linse umzugehen und auch meine Art, Motive zu suchen, erweitern. Ich denke sehr stark im Weitwinkelbereich, auch weil das immer meine beste Linse war.

Sollte ich einmal mit Rucksack unterwegs sein, nehme ich wohl mein Nikon 70-300mm mit, welches zwar nicht sehr lichtstark ist, sich aber überraschend gut auf Vollformat macht.

Olaf Schneider schreibt:

Und noch eine Frage an Dich, Martin, für mich zum Dazulernen: Warum hast Du das tolle Baumfoto auf Deiner Startseite aus so vielen Einzelaufnahmen zusammengesetzt? War es die damit erzielte hohe Auflösung oder gab es andere Gründe?

Martin schreibt:

Es war die Auflösung! Ich wollte und will mit den Panos ungefähr die Auflösung meiner früheren Großformatdias erreichen, das sind grob 100 Megapixel. Damals hatte ich eine D70 mit nur 6 Megapixel. Da mussten es dann schon ziemlich viele Einzelaufnahmen werden. Dieses Bild habe ich mehrfach im Format 2 x 1 m verkauft. Da sieht man dann jedes Blatt sehr genau. Im Internet spielt das natürlich überhaupt keine Rolle.
Seinen besonderen Reiz bekommt dieses Pano aber auch aus der Tatsache, dass es einen Bildwinkel von knapp 180° hat. Das bewirkt den ungewohnten Lichteinfall.
Heute mit der D3x (24 Megapixel) würde ich das wahrscheinlich als einreihiges Pano aus ca. 6 Einzelbildern machen.

Olaf Schneider schreibt:

Danke, Martin.

Sandra schreibt:

Tolle Bilder…!! Ich könnt mich glatt im Träumen verlieren…
Übrigens: solche Lichtreflexionen wie auf dem zweitletzten Bild habe ich gestern bei uns auch gesehen… aber am Himmel… fast als wäre es einen Ausschnitt aus einem Regenbogen… dabei war weit und breit keine Regenwolke zu sehen! Im Gegenteil: seit ewiger länge und anhaltendem Nebel endlich mal wieder etwas Sonne……

Ein schöner Tag
Sandra

Petra und Ulrich schreibt:

Hallo Olaf,

mit neuem Objektiv und endlich „fotogenem“ Winterwetter und den von Dir geliebten Wintertemperaturen jenseits der MINUS 20 Grad lebst Du ja richtig auf! Es ist schön sowohl das als auch die Ergebnisse davon zu sehen – mit fast jedem Tag einem neuen Blog Eintrag. ;o]

Ganz viele liebe Grüße P+U+S

Olaf Schneider schreibt:

Viele Grüße zurück Petra und Ulrich! Heute ist es sonnig und -11 °C und es fällt mir ein bisschen schwer, zu arbeiten.

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