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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Schneekanonen – Zwischenstand II

Dieser Artikel ist Teil der achtteiligen Serie Schneekanonen 2014.

Gestern hätte ich nicht gedacht, dass ich noch zur Chorprobe in die Stadt komme. In Skelleftehamn schneite ohne Unterlass und morgens lagen 40 cm Neuschnee auf der Fahrbahn. Das war mir zu hoch für eine Autofahrt ohne Allrad. Gegen elf kam aber der Schneepflug und hat die Straße freigeräumt. Danach habe ich noch eine halbe Stunde gebraucht, um den halbmeterhohen Schnee freizuschaufeln, damit das Auto auch auf die Straße kommt.

In der Stadt lag praktisch kein Schnee und während der Probe klarte es auf und der Mond ging auf. Auf dem Rückweg nach Hause fuhr ich von dem klaren Winterwetter wieder hinein in das böige Schneewetter. Hier in Skelleftehamn hatte es den ganzen Tag bei lebhaftem Wind heftig geschneit, aber der Tallvägen, in dem ich wohne, war schneegeräumt. Gegen Mitternacht lagen dort wieder 30 – 40 Zentimeter Neuschnee. Der Zaun hinter dem Garten schaute nur noch an einigen Stellen ein paar Zentimeter auf dem Schnee, die Schneewehen neben dem Zaun zum Nachbarn peilten die Zweimetermarke an. Die Garage war bis an die hohen Fenster heran zugeweht und auch auf der Terrasse lagen bis zu 130 cm Schnee.

Nächtlicher Blick durchs Fenster

Für heute hat der Wetterdienst vor 20 – 30 cm Neuschnee gewarnt, ich vermute, wir haben stattdessen mindestens 70, eher 80 bekommen. Für morgen sagte der Wetterdienst weitere 15 – 25 cm Schnee voraus. Ob ich es wohl morgen zur zweiten Chorprobe in die Stadt schaffen würde?

Als ich heute morgen früh aufstand, um einen ausgiebigen Morgenspaziergang zu machen, war ich ganz verdutzt. Ich hatte schon damit gerechnet, dass wir komplett einschneien, doch das erste, was mir hier auffiel, war der Sternenhimmel. Es hat aufgeklart und der Wind wirbelte bloß manchmal noch den Schnee vom Boden auf. Da ein Taxi (mit Allrad) letzte Nacht den Tallvägen entlangfuhr und eine Spur durch den Schnee gezogen hat, habe ich nach dem Frühstück einen Weg zur Straße geschaufelt und bin mit dem Auto den Reifenspuren hinterher durch den Schnee gedriftet. Schon die nächstgrößere Straße war gut geräumt und so kam ich bequem in die Stadt zur Chorprobe. Auf dem Nachhauseweg war ich gespannt: Schneesturm oder nicht. Aber in Skelleftehamn ist heute nichts mehr heruntergekommen. Die Schneewehen sind schon ein bisschen zusammengesackt und nachdem ein Bekannter mit seinem alten Traktor meine ganze Einfahrt von Schnee befreit hat, konnte ich auch ohne längeres Schippen wieder auf meine Auffahrt fahren.

Morgen soll es wohl ein bisschen aufklaren und ein wenig kälter werden. Wenn es jetzt länger kalt bleibt, wird jetzt wohl auch das noch offene Meer zufrieren. Auf der nahen Bucht bildet sich jetzt das erste Eis. Dann ist es vorbei mit den „Schneekanonen“, die hier und in Bureå südlich von Skelleftehamn für die großen Schneemengen innerhalb von zwei Tagen gesorgt haben.

6 Kommentare für „Schneekanonen – Zwischenstand II“

evi schreibt:

Hej Olaf, ich glaube, wir beamen uns nach Skelleftehamn, um schön im
Schnee spazieren zu gehen. Hier im Allgäu kann man die Kühe auf die grünen Weiden schicken! Die Gänseblümchen schauen schon neugierig aus dem Gras und die Vögel meinen, dass der Frühling da ist!
Wir konnten ganz gemütlich auf dem Balkon in der Sonne sitzen!
Dir noch viel“Schneespaß“! LG Evi und Uta

Olaf Schneider schreibt:

Das würde Euch hier bestimmt gefallen. Aber draußen in der Sonne sitzen hat ja auch was. Das ist hier gerade ein wenig schwer.

Hannah Karlsson schreibt:

Hier war es heute wenigstens mal ein bisschen kalt, die Sonne hat aber durchaus schon Kraft, und so hätte ich, wenn noch Zeit vor dem Konzert gewesen wäre, den Kaffee auf dem Balkon in der Sonne genießen und noch ein paar Sommersprossen züchten können.
Ach, ich verlange so nach Schnee. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie es wäre, wenn der Frühling käme, ohne dass wir vorher einmal richtig Winter hatten. Aber im Moment scheint sogar das vorstellbar… :-(

Sonya schreibt:

Ich freue mich sehr, dass der Schnee nun endlich gekommen ist und dann gleich so viel davon.
Das Foto gefällt mir richtig gut. Ich kann dir nicht sagen, warum. Es ist wundervoll.

Olaf Schneider schreibt:

@Hannah: Ich drück die Daumen für Schnee. Wo soll ich ihn denn hinschicken?

Olaf Schneider schreibt:

Danke Sonya.

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