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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Am Wintermeer – Teil 2

Was macht man, wenn Winter ist, -10 °C, man am Meer fotografiert hat und noch nicht nach Hause will? Man holt die neue wasserdichte Nikon aus dem Auto. Und damit man selbst auch wasserdicht ist, kommt der knallrote Neoprenoverall auch mit. Zu recht – wie sich zeigen wird.

Bald laufe ich durch das knietiefe Wasser einer kleinen Bucht zu den exponierten Felsen. Kaum sitze ich auf den Felsen, kommen schon ein paar Brecher heran gerauscht und überspülen den Felsen, auf dem ich hocke. Ich komme nicht dazu, zu fotografieren, denn ich bin mehr damit beschäftigt, einen guten Halt zu finden, damit mich nicht irgendeine Monsterwelle wegspült. Keine Minute später sind Gesicht und Kamera klatschnass und das erste Wasser hat am Kinn seinen Weg in den Overall gefunden, aber ich sitze.

Wirklich zufrieden bin ich nicht mit den Fotos. Es war wenig Licht, ich kenne die Kamera noch nicht und an die spannendsten Stellen kam ich nicht. Ich hätte liebend gerne seitlich in ein Wellental hinein fotografiert aber dazu hätte ich die sicheren Felsen verlassen müssen und das war mir definitiv viel zu gefährlich.

Ein paar Fotos, die aber nur einen schwachen Eindruck von der Energie des aufgewühlten Meeres zeigen.

Brandung und GischtBrandung und GischtRauhe FelsküsteDie Gischt fliegt auf mich zu

Ich habe auch ein paar Fotos von mir gemacht. Bei dem letzten kam dermaßen viel Wasser angerauscht, dass von mir nicht viel zu sehen ist, obwohl die Kamera ja nur eine knappe Armbreite von mir entfernt ist. Sehr nass, sage ich nur!

SelbstportraitIn der Gischt

Einmal die volle Breitseite

Und die Nikon AW1? Das Wichtigste: Sie hat gehalten! Ich habe sie über Wasser gehabt, in der Brandung und auch oft unter Wasser. Letzteres, um das Eis wieder abzuschmelzen, doch dazu ist das Wasser in der Bucht zu kalt und bald war die ganze Kamera mit einem Eispanzer umgeben. Lediglich den Auslöseknopf konnte ich freihalten und immer wieder die gefrierenden Gischt-Tropfen vom Frontglas entfernen. Aber an Zoomen war nicht mehr zu denken. Doch nachdem ich die Kamera zu Hause gebadet(!) und getrocknet habe, ging alles wieder prima.

Nikon AW1 – eisüberzogen

Nachtrag:

Ich habe ein kleines, wackeliges Video von heute online gestellt.

8 Kommentare für „Am Wintermeer – Teil 2“

Ma HB schreibt:

Lieber Olaf, dann hat Deine neue Kamera ja gleich die entsprechende „Feuertaufe“ bekommen. Und alles gut?
Ein Computerproblem: Teil 1 konnte ich ausdrucen. Teil 2 nicht. Obere Leiste ist weg! Schade.
Gruß Ma

Annika schreibt:

Wow! Alles: Kletterei, gefühlte Gefährlichkeit und eine badende Kamera. Toll :-)

Olaf Schneider schreibt:

@Ma HB: Da weiß ich auch nicht, warum das nicht ging. Ich schicke Dir Teil 2 mal als pdf-Datei per E-Mail. Vielleicht klappt das besser.

@Annika: „Gefühlte Gefährlichkeit“ gefällt mir. Dangerchill statt Windchill sozusagen, oder besser noch: Thrillchill.

Annika schreibt:

Was ich mich nur frage: das Tauchbecken sehe ich, aber wo ist das Saunahaus?

Olaf Schneider schreibt:

Mein Saab wird zur Sauna, wenn ich dort mit dicker Jacke sitze, dann aber doch die Lüftung auf Anschlag bringen muss, um mit der warmen Luft die Scheiben zu enteisen. (Schwitz!)

Ricarda schreibt:

WOW ! Also für den „ersten Test“ sind doch schon wunderbare Bilder rausgekommen.
Und bewundernswert wie Du der Kälte, dem Wind und dem nassen Element trotzt !
Wünsch Dir eine schöne Woche !

Olaf Schneider schreibt:

Das ist ja das Schöne an einem Trockenanzug, dass man die Elemente aussperrt und es eigentlich ziemlich gemütlich hat – wenn die Gischt einem nicht gerade ein paar Eimer Wasser ins Gesicht kippt, und dann ist man ja selber schuld. Nur die Handschuhe sind dünn und die Finger werden leicht kalt.

Sandra schreibt:

Herrlich, lach….

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