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Nordwärts

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Erinnerung an Bodø

Dieser Artikel ist Teil der dreiteiligen Serie Bodø 2013.

Heute habe ich einen Brief bekommen. Zuerst habe ich an Spam gedacht, denn es war eine Rechnung und ich hatte keine Ahnung, worum es sich dreht. Dann erblickten meine Augen das Wort „Norge“ und zwei hübsche Schwarzweißfotos von einem Auto. Meinem Auto! Bin ich etwa in Norwegen zu schnell gefahren und dabei geblitzt worden? Dann sah ich den Betrag von SEK 58.88 (also keine sieben Euro). Damit schied die Geschwindigkeitsübertretung schon einmal aus, denn die kostet in Norwegen leicht das Hundertfache. Also fing ich an den schwedischen Text zu lesen und stieß auf Worte wie avgifsbelagd väg (gebührenpflichtige Straße). Damit hatte ich langsam eine Idee, worum es sich handelte. Allerdings konnte ich mich nicht entsinnen, bei meinem letzten Norwegenaufenthalt irgendeine Bezahlstraße genommen zu haben. Seltsam!

Auf dem unübersichtlichen Brief stand zwar viel, aber nicht, wo das überhaupt gewesen sein soll. Aber man konnte sich im Internet einloggen und dort bekam ich als Ort Rv 80 Strømsnes und als Daten 18. und 19. Mai angezeigt. Und dann dämmerte es mir. Im Mai habe ich ja einen Roadtrip nach Bodø gemacht. Und dort stand damals irgendwas von Bezahlen an der Straße, ohne dass wir irgendeine Mautstelle gesehen haben. Das hatte uns ein bisschen gewundert. Inzwischen hatte ich das total vergessen, denn das ist ja immerhin schon fünf Monate her.

Dafür, wie teuer sonst vieles in Norwegen ist, finde ich einen Maut von 3,36 Euro pro Strecke überraschend günstig. Dann will ich mal bezahlen …

7 Kommentare für „Erinnerung an Bodø“

Snowdog schreibt:

Hallo Olaf, diese Post steht mir noch bevor. Ich bin im September diesen Jahres mehrmals dort lang gefahren.
Vor drei Jahren sind wir dort auch lang gefahren aber RV17 – auch gebührenpflichtig – aber es kam bisher keine Rechnung. Unser Sohn hat eine bekommen…

Sven schreibt:

Hei,hei…Bekomme ich auch immer nen halbes Jahr später,wenn ich in Norge war.Alles automatisiert…aber diesmal wirds teuer,denn ich musste 4x über die Hardangerbrua.

Sandra schreibt:

Guten Morgen Olaf

Unsere Mautabrechnung für unsere Norge-Reise von diesem Sommer haben wir bereits erledigt! Damit uns nicht unzählige Rechnungen von 3 Wochen ins Haus flattern, haben wir uns vorgängig bei Autopass online registriert. 300 No Kronen wurde unserer Kreditkarte im Voraus abgebucht. Das verbleibende Guthaben ist gerade diese Woche wieder gutgeschrieben worden.(http://www.autopass.no/Besucher/AutoPASS+und+norwegische+Mautstrassen)

Meiner Meinung nach eine gute Einrichtung und auch sehr korrekt. Die Preisunterschiede zwischen PWs und LkWs sind enorm, wir waren nicht sicher, ob wir mit unserem Wohnmobil 3,5t richtig „eingeschätzt“ werden. Doch auch hier ein Kompliment an die Erfassungsstellen: es war alles korrekt!

So, dann wünsche ich dir doch einen schönen Tag und bei allem viel Erfolg!

Liebe Grüsse
Sandra

Olaf Schneider schreibt:

Ich bin eben im Gegensatz zu Euch ein totaler Mautanfänger.

Der Tipp mit Autopass ist gut, Sandra, aber wie ich mich kenne, habe ich ihn bis zur nächsten Reise nach Bodø wieder vergessen. Aber so funktioniert es ja auch gut.

Peer schreibt:

Bin mal gespannt wie die Maut hier in Deutschland so ausfallen wird, falls überhaupt.

Olaf Schneider schreibt:

Zuerst muss einmal das wüste Geschachere um politische Beschlüsse, welches die SPD und CDU (und CSU) zur Zeit austragen, beendet sein. Ist die Maut nicht Teil das Handels, wird sie vermutlich auch nicht so schnell kommen. Ansonsten wird sie zu einem Großprojekt, welches siebenundvierzig Mal mehr kosten und sechzehn Jahre länger dauern wird als ursprünglich veranschlagt. Vier Projektleiter werden vorzeitig gehen, jeder mit einem Koffer voller Geld als Abfindung. Danach wird das Großprojekt als gescheitert erklärt, weil nichts funktioniert, da man nicht auf die richtigen Fachleute gehört hat.

Das ist meine persönliche Vorhersage zum Thema Maut in Deutschland. Abgesehen davon sollten die Maut-Befürworter wissen, dass viele aus dem Ausland ohnehin den deutschen Staat mit finanzieren, nämlich jedes Mal, wenn sie in Deutschland tanken. Immerhin betragen die Steuern auf Benzin etwa 60% (inklusive MwSt).

Peer schreibt:

Ich glaube mit einem Koffer (pro Person) kommt man nicht hin… wobei, soll ja auch Schrankkoffer geben…

Tja, das wird so wie fast alle Großprojekte enden, da hast Du schon recht. Mich wundert dass es da scheinbar keine Kontrollinstanzen gibt, da wird gewurschtelt und gemacht, die Dinge laufen aus dem Ruder. Und wie Du schon sagtest, auf die Fachleute hört man nicht.

Ich vermute mal, die Steuern auf Krafstoffe werden überall verbraten, nur nicht im Strassenbau. Dafür wollen sie dann jetzt die Maut. Mann Mann Mann :-|

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