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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Meeting in Lycksele

Der klare Himmel, dem ich das Polarlicht der letzten Nacht zu verdanken habe, hat die Lufttemperaturen in Skelleftehamn das erste Mal diesen Herbst der Nullgradmarke angenähert und so habe ich heute morgen zum ersten Mal Eis gekratzt.

Von Skellefteå aus sind wir zum Meeting „Smarta tjänster för din kommun i mobilen“ nach Lycksele gefahren. Das ist etwa zwei Autostunden landeinwärts und liegt in der historischen Provinz Lappland am Umeälven. Auf dem Hinweg lag die Lufttemperatur oft unter Null und alle Laubbäume trugen bunte Blätter oder waren sogar schon kahl. In Skelleftehamn beginnen die Jahreszeiten oft später als im Inland, da die Ostsee die Temperaturen puffert: Die Wärme im Herbst und die Kälte im Frühjahr.

Als Mitfahrer konnte ich in Ruhe hinausschauen und sehen, wie die Straße an großen Seen vorbeiführte, an kleinen Mooren, Sumpfflächen mit raureifbedeckten, braunen Grashalmen, auf Brücken über nebelige Flusstäler und am Horizont sah man die ersten flachen Berge.

In Lycksele selbst war herrliches Wetter und es wurde schnell warm. Vom Balkon des „Hotell Lappland“, in dem Meeting war, hatte man einen herrlichen Blick auf den Fluss. Und wenn man die Feuertreppe herunterging und einmal um die Ecke lief, war man schnell am Umeälven, dessen Ufer aber so steil war, dass ich mich nicht ganz herangetraut habe. Zeit zum Fotografieren hatte ich, denn wenn die Veranstaltung von 10 – 15 Uhr geht, schließt das zweites Frühstück, Mittagsbüffet und natürlich die Fika mit ein.

Nach einem guten, aber auch anstrengenden Meeting haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Noch einmal zwei Stunden. Obwohl ich nicht selber präsentiert habe, sondern nur für eventuelle technische Fragen mitgekommen bin, fühle ich mich jetzt ganz schön müde.

Hinweg: Brücke über den SkellefteälvenBlick über Lycksele und den UmeälvenMitten in Lycksele am UmeälvenRückweg: Gelbes Herbstlaub prägt die Straßenränder

2 Kommentare für „Meeting in Lycksele“

Sylvia schreibt:

Ich beneide Dich nicht um die lange Dunkelheit und auch nicht um den langen Winter, aber überall am Wasser sein zu können, dafür würde ich schon so manch anderes in Kauf nehmen.

Olaf Schneider schreibt:

Als ich von Essen weggezogen bin, wollte ich Berge oder Meer. Damals hat mich die Joblage nach München geführt und ich habe es toll gefunden, dass man für einen Tag in die Berge fahren kann. Aber fast direkt am Meer zu wohnen wie hier, gefällt mir fast noch ein kleines bisschen besser.