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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Falkberget – Nordostseite

Heute Abend habe ich mich zum ersten Mal mit Kirchenslawisch beschäftigt. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Святей Троице во едином существе, с серафимы зовуще: “свят, свят, свят, еси Господи.” — Sṽı͡at̃éy Tróitse vo yed̃ínom sushchestṽé s S̃eraf̃ímï zovúshche: “Sṽı͡at, Sṽı͡at, Sṽı͡at, yes̃í Ghóspod̃i!”

Nun bin ich weder besonders sprachgewandt noch ausdrücklich an der Liturgie der russisch-ortodoxen Kirche interessiert. Nein, ich habe heute zum ersten Mal bei einer Probe von Skellefteås Kammerchor mitgesungen. Und auf dem Programm steht Sergei Wassiljewitsch Rachmaninows Opus 37 „Vesper“. Ein wunderschönes Stück, dessen Noten ich im Bass 1 ganz gut vom Blatt hätte singen können, wenn da nicht der kirchenslawische Text wäre. Die kyrillischen Buchstaben ignorieren wir eh alle, aber auch die Transkription in lateinischen Lettern hat es ganz schön in sich, zumal noch auf jedem dritten Konsonant eine Tilde steht, um diesen als weich zu markieren.

Ich war überrascht, wie gut die Choristen vom Blatt singen, denn die Musik ist nicht einfach zu lesen, auch da es keine Taktarten gibt. Ende Oktober sind die Konzerte, bis dahin muss ich noch oft in die Noten schauen, bis ich mich wohl fühle.


Die Chorprobe war heute um sieben. Da ich schon um viertel vor fünf mit der Arbeit fertig war, bin ich ein kleines Stückchen mit dem Auto gefahren und dann vom Süden her auf den flach ansteigenden Falkberget gegangen. Das schafft man vom Parkplatz in fünfzehn Minuten, wenn man flink ist. Ich bin deswegen einen anderen Weg hinunter gelaufen und war überrascht, wie schroff, felsig und steil die Nordostseite dieses Berges ist. Ich habe fein aufgepasst, dass ich nur dort hinabklettere, wo ich auch wieder hochkomme.

Schroffe Felsen an der Nordostseite

Steile AbbruchkanteEine kleine Schlucht

Toter Ast in der kleinen Schlucht

Leider war die Nordostseite im Schatten, die Sonne im Südwesten und bewölkt war es außerdem. Also nicht gerade günstige Voraussetzungen für schöne Photos. Eigentlich müsste ich einen der nächsten Tage mal vor dem Aufstehen dort hin, oder vielleicht lieber nächsten Juni gegen Mitternacht. Aber, ich hatte ja ohnehin nicht viel Zeit, denn auf mich wartete ja der Kammerchor. Und mit ihm das Kirchenslawisch.

Ganz schön mühsam, diese ganzen Sonderzeichen für das Zitat oben einzugeben. Das  ͡  -Zeichen heißt zum Beispiel „Combining Double Inverted Breve“. Toll!

8 Kommentare für „Falkberget – Nordostseite“

Sandra schreibt:

Phuu.. für mich klingt die Schwedische Sprache schon sehr komisch in meinen Ohren, wie muss sich da wohl das Kirchenslawisch anhören… Dann doch lieber Englisch und Französisch…

Der tote Ast auf dem letzten Bild erinnert mich doch glatt an eine Heugabel :-)

Annika schreibt:

Ich hab von ihm mal das Konzert für Chor gesungen, damals war ich gerade vom Schüleraustausch in Russland zurück und konnte den Kram wenigstens lesen und aussprechen–was ich da gesungen habe, das weiß ich bis heute nicht :-D Aber es klingt echt super im Original. Für das Baritonsolo hatten wir einen Tenor auserkoren, dem ist fast der Kopf geplatzt, weil das alles nicht nur sehr hoch war, sondern er sich eben auch bemühte, beim Singen besonders russisch auszusehen :-)))) Ist ihm gelungen.
Sauschöne Musik!! Viel Spaß :-)

Ingela schreibt:

Så du har börjat i kammarkören? Eller spelar du, förstod inte riktigt… Det måste vara krävande men roligt och en musikalisk utmaning att sjunga i en kör med den ambitionsnivån. Jag kände dirigenten Leif i ungdomens dagar (egentligen hans fru Thory) men hade inte träffat honom på trettio år förrän vi sågs på Moon Safaris spelning på Folkparken i augusti. Har du hört dem spela? Fantastisk musik, tycker jag.

Olaf Schneider schreibt:

Ich glaube, dass das Kirchenslawisch sehr schön klingt. Ich muss mal im Netz nach Chören suchen, die wissen, wie man das singt. Selbst Russisch kann (fast) keiner im Chor und ich ebenso wenig.

Ja, Ingela, jag har börjat i kammarkören. Som bas 1, inte som pianist. Det blir en fint utmaning eftersom kören sjunger på en ganska högt nivå som du redan har sagt. Moon Safari har jag inte hört ännu.

Ingela schreibt:

Som du kanske vet är tre av medlemmarna i Moon Safari söner till herr dirigenten. Om du gillade musik som gjordes av grupper som , Yes, Genesis, Focus, Queen, Eagles och ELO kan du nog gilla Moon Safari. Fast du är väl för ung för allt det där… Men gillar du spännande harmonier, växlande dynamik, ibland lite egendomliga men skickliga taktartsbyten och snygg stämsång kan du nog provlyssna.

Roligt med körsången. Jag har sjungit i kör sedan barnaåren och hela livet med undantag för några år under studenttiden. De senaste 1½ åren har det inte fungerat praktiskt, men jag hoppas att min tid kommer så att jag kan ta upp sången igen.

Olaf Schneider schreibt:

„… väl för ung …“ – Hahaha, Ingela ;-)

Ingela schreibt:

Du känner dej inte för ung? Jag menar alltså för de där grupperna. De var ju som störst under mina tidiga tonår (utom möjligen Queen som var lite senare) och då gick väl du i kindergarten… Men du kanske har skaffat dej nödvändig musikalisk bildning senare ;)

Olaf Schneider schreibt:

Queen t. ex. spelades ganska ofta när jag gick till skolan – „I want to ride my bicycle …“. Men även där lyssnade jag heller till jazz.

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