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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Abgebrochene Kajaktour

Heute wollte ich Kajak fahren. Eventuell zu ein paar neuen Inseln, zum Beispiel zu Nörd- und Sör-Olsgrundet, die auf der anderen Seite der industriell genutzten Halbinsel Rönnskär liegen. Und als ich heute morgen an der Bucht schaute, sah alles perfekt aus. Das Meer war klar, fast ohne Wellen, der Himmel blau, wenig Wind und schon 16 °C. Als ich eine Stunde später im Kajak saß, war die Bucht aber von vielen kleinen Zappelwellen, die alle gerne ins Kajak wollten, bedeckt. Ein paar ist das auch gelungen, denn bin ohne Spritzschutz gefahren, da zwischen meinen Knien die wasserdicht verpackte Kamera ihren Platz hat. Ich bin dann durch den kleinen Kanal, der Rönnskär teilt, gefahren, was die Seeschwalben ziemlich störend fanden. Mit großem Gekreische flogen sie um mich herum und manchmal auch auf mich zu. Aber bald war der Kanal durchquert und ich hatte Blick auf das Reiseziel. Allerdings war es windiger als erwartet und so bin ich erst einmal zu der nächsten Insel Kalkgrundet gefahren, bin einmal um sie herumgelaufen und habe etwas gegessen.

Dieser Kanal teilt die Halbinsel RönnskärBlick von der Insel Kalkgrundet

Am Ufer der Insel gab es drei Miniminibuchten, zwei Stellen, an denen Fischernetze befestigt waren, viele Erlen und viele Käfer, die gerne Erlenblätter fressen.

Der Ankerstich hält ein Fischernetz Ein „Prächtiger Blattkäfer“

In Richtung Osten konnte man die Insel Sör-Olsgrundet mit ihrem kleinen Leuchtfeuer sehen, in Richtung Westen hingegen hingen dicke, dunkle Haufenwolken, die um die Wette quollen. Ein erstes Grollen war auch schon zu hören. Damit ich nicht auf der Insel bei Gewitter festsitze, bin ich schnell aufgebrochen und rasch wieder ans Festland gepaddelt. Hier habe ich mich wieder sicher gefühlt und da die Gewitter im Westen hängen blieben, konnte ich in Ruhe zurück paddeln. Um einiges früher als eigentlich geplant war ich wieder zu Hause.

Blick auf die Insel Sör-OlsgrundetGewitter über der Stadt

Später habe ich gehört, dass es über der Stadt unwetterartigen Regen gegeben hat und auch ordentlich geblitzt und gedonnert. Hier in Skelleftehamn ist heute kein Tropfen herunter­gekommen, aber wir hatten ja Gewitter und Starkregen gestern schon:

Gestern: Pladderrregen

Plan für diesen Sommer: Mindestens eine Zweitagestour mit dem Kajak. Ich bin sehr gespannt, wie viel in das Kajak wirklich hineinpasst: Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Wasser, Essen, Kamera, Ersatzkleidung …

5 Kommentare für „Abgebrochene Kajaktour“

Annika schreibt:

Das Regenpladderbild ist ja traumschön :-)

Juliane schreibt:

Zweitagestour mit dem Kajak? Kennst Du nicht die Paddlerregel, die besagt, daß der zweite Tag auf dem Wasser immer der schlimmste ist? Ab dem dritten Tag spürt man den Muskelkater nicht mehr, auch nicht die Mückenstiche und die Blasen an den Händen, dann wird es so richtig schön ;-)
Beim Lesen Deiner Posts bekomme ich immer so große Lust, mir doch wieder ein Kajak zu kaufen. Sehne mich danach, Blasen an der Daumeninnenseite zu bekommen, tief in Ortlieb-Packsäcken zu wühlen, stundenlang darauf zu warten, daß das Teewasser kocht und die Hosen trocknen, ein Schleusenbier zu trinken und in die Wolken zu schauen. Vielleicht im nächsten Sommer…
Liebe Grüße aus Skåne, Juliane

Olaf Schneider schreibt:

Hallo Juliane, nein die Regel kannte ich noch nicht. Ich kann mir gut vorstellen, auch mal länger unterwegs zu sein, aber eine Zweitagestour hat halt den schönen Vorteil, in ein Wochenende zu passen.

Ich freue mich sehr, dass ich das Kajak gekauft habe (und über das Glück, dass ein Freund mein in Deutschland gekauftes Kajak auf seinem Auto mitgenommen hat).

Schöne Grüße nach Skåne.

Paula schreibt:

Wir waren vor einigen Wochen in der Nähe von Rönnskär. Die Gegend war zwar reizvoll, aber da gibt es aus meiner Sicht bessere Gegenden für den Wassersport.

Viele Grüße aus Köln

Olaf Schneider schreibt:

@Paula: Skelleftehamn Rönnskär (Industrie) oder Piteå Rönnskär? Gibt es hier Beides. Letzteres kenne ich noch nicht.

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