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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Ein bisschen Polarlicht

Kaum habe ich den Artikel „Über das Meereis“ zu Ende geschrieben, schaue ich noch einmal hinaus: Polarlicht. Dieses Mal nehme ich das Auto und laufe zu Fuß über das Ostseeeis zur nahen Insel Storgrundet. Dort sitze ich und schaue dem schwachen Polarlicht zu. Die Hauptfrage ist immer: Wie lange warte ich noch? Dieses Mal hatte ich nach einer Stunde genug, richtig in die Gänge gekommen ist das Polarlicht leider nicht. Die Nebenfrage ist immer: Sollte ich in der Nacht noch einmal rausschauen oder lieber in Ruhe schlafen?

Auf den Langzeitbelichtungen sehen die Polarlichter aber immer schön aus, selbst wenn sie live viel blasser und fahler wirkten.

Polarlicht über der Ostsee

5 Kommentare für „Ein bisschen Polarlicht“

Ingela schreibt:

I går kväll låg jag i badtunnan med utsikt över Södra Storfjället och ett blekblått norrsken flammande där ovanför.

sjeverni schreibt:

Für dich ist das Polarlicht ja quasi schon „Normalität“, wie war das, als du es das erste mal live vor Ort erlebt hast? Das muss doch wahnsinnig schön gewesen sein?! Das wirkt hier immer so surreal, als wenn es nur auf den Bildern existiert. Ich kann es gar nicht erwarten ein Polarlicht mal erleben zu dürfen. ツ

Olaf Schneider schreibt:

Nein, normal ist es für mich nicht. Zum einen wohne ich 200 Kilometer südlich des Polarkreises, zum anderen schaue ich nachts auch nicht jede Stunde raus, ob Polarlicht zu sehen ist, sondern schlafe. Aber es stimmt schon, für einen fahlen grünen Bogen am Nordhorizont schaue ich nicht mehr groß raus.

Mein erstes Polarlicht habe ich in Finnland gesehen. Ich stand bei -35 °C auf einem zugefrorenen See und ein Drittel des Himmels war bedeckt. Eine phantastische, fast magische Stimmung, die mich wirklich berührt hat. Wenn aber das Polarlicht stark ist, dann berührt mich das noch immer.

sjeverni schreibt:

So war das auch nicht gemeint, dass es quasi jeden Tag an deinem Fenster vorbei schwirrt, aber du hast ja schon öfter diese wunderbaren Bilder veröffentlicht.

Deshalb die Frage, ob es beim allersten mal noch mal einen extra Bonus hat Faszination hat.
Ich würde sehr wahrscheinlich auch jedes mal meine (doch recht magere) Kameraausrüstung schnappen um das Licht einzufangen. Das hat schon was von faszinierendes. ツ

Olaf Schneider schreibt:

Manchmal ist es fast ernüchternd, festzustellen, wie normal Vieles nach drei Jahren geworden ist. Aber der Mensch ist eben ein anpassungsfähiges Wesen. Letztendlich ist es aktive Arbeit an der eigenen Wahrnehmung, um die schönen Dinge der Welt immer wieder neu zu entdecken.

Auch zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein gibt es viele schöne Ecken, aber vermutlich (noch) kaum jemanden, der darüber bloggt.