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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Trübes Schneewetter

Zur Zeit schneit es fast jeden Tag. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Schneedecke steigt, denn obwohl seit den 83 cm von vor 12 Tagen mehr als ein halber Meter Neuschnee gefallen ist, habe ich jetzt 67 cm Schnee hinten im Garten und nicht einen Meter vierzig.

Aber wenn der Schnee sich setzt, dann trägt er auch Skier.

Und so wollte ich eigentlich schon letztes Wochenende Skilaufen, aber da habe ich mich schon nicht so gefühlt. Jetzt, wo ich zwei Tage krank war und immer noch etwas Fieber habe, wird das dieses Wochenende wohl auch nichts. Und da ich über die Feiertage in Deutschland bin, wird es noch eine Zeit lang dauern, bis ich hier die erste Skitour mache. Soviel dazu, was passiert, wenn man Nordschweden zieht …)

Meine momentan eher geringe Energie werde ich stattdessen morgen wieder in das Schneeschieben investieren, denn das Räumfahrzeug hat wieder einen Schneewall vor meine Einfahrt geschleudert, der jetzt friedlich dabei ist, festzufrieren. Aber – so lange man noch die Straßenschilder sieht …

… das hätte ich nicht schreiben sollen, denn an der Straßenecke türmen sich die Schneeberge am Rand besonders hoch auf. Und lange dauert es vielleicht nicht mehr, bis das Straßenschild „Tallvägen“ verschwunden ist.

Ihr werdet merken, dass ich in letzter Zeit mehr Schwarzweißbilder zeige. Das hat, außer dass mir das gefällt, zwei weitere Gründe:

Meistens ist es jetzt ja dunkel und da werden alle Straßen hier von Neonlampen erhellt, die den Schnee orange erscheinen lassen. Und das sieht auf den Fotos oft ziemlich scheußlich aus. Zum anderen ist es vier Wochen hier, dass es hier mal so etwas wie klaren Himmel gegeben hat, und das war (a) nachts und (b) ganz kurz. Ach nein, jetzt übertreibe ich, den einen Tag war es tatsächlich auch mal tagsüber schön, sogar die Sonne habe ich kurz gesehen, aber da habe ich gearbeitet und saß im Büro.

Andererseits: Der Winter hat gerade mal angefangen. Drei bis vier Monate wird der Winter hier noch dauern, und da habe ich noch genug Zeit fürs Skilaufen. Und dann ist die Ostsee vermutlich auch nicht nur wie schon jetzt mit Eis bedeckt, sondern auch so solide zugefroren, dass ich mit Skiern zu den Inseln laufen kann. Bei blauem Himmel.

2 Kommentare für „Trübes Schneewetter“

Lussekatt schreibt:

Also ich mag das orange Licht auf dem Schnee von den Straßenlaternen.

Olaf Schneider schreibt:

Ich finde, dass das neonorangefarbene Licht so bildbeherrschend sein kann, dass alle Fotos gleich aussehen. Durch die längere Belichtung wird der Effekt noch verstärkt und die Frage ist, wie weit man ihn wieder korrigiert. Und dann ist man schon halb auf dem Weg zu schwarzweiß …

Aber mit Polarlichtern ist es das Gleiche: Die meisten gezeigten Fotos zeigen grellgrüne Farben, so sehen die Polarlichter in Natura nicht aus. Sie sind viel feiner, zarter und transparenter und auch vielfarbiger als das, was die Kameraelektronik daraus macht.

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