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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Teater

Kennt Ihr „Toi, toi, toi“? Mit symbolisch über die linke Schulter spucken? Das macht man in Deutschland, um sich vor einer Theaterpremiere Glück zu wünschen. In Schweden macht man das anders: Man tritt sich symbolisch. Und wenn jemand eine Karte schreibt, um Erfolg zu wünschen, so steht darauf „Spark“, das bedeutet Tritt.

Auch in Schweden gibt es Kalauer: Als der Tonmensch den Chor nach der Pause wieder auf die Bühne schicken wollte, sagte er „Plastpåsen!“. Und erntete irritierte Blicke, denn das bedeutet „Die Plastiktüte“. Dann sagte er „Plats på scen!“. Klingt so ähnlich, heißt aber in etwa „Platz auf der Bühne“.

Was es auch hier gibt, sind Premierengeschenke. Ich habe ein Buch mit dem Titel „Iskall“ („Eiskalt“) über die nördliche Ostsee im Winter bekommen. Ein Volltreffer, denn mit genau diesem Buch hatte ich schon zwei Tage zuvor im Buchladen geliebäugelt.


Als Kind war ich einmal bei einem Freund. Und der hatte ein Plakat vom Bremer Theater im Zimmer hängen. Darauf stand „Teater“. Ich ging davon aus, dass das ein Druckfehler sei und das Plakat später einmal – so wie bei Briefmarken – unglaublich viel wert sein würde. Hier hingegen ist „Teater“ richtig geschrieben, das H schenkt man sich.

Genauso schenkt man sich jeglichen Ursprung der Worte, es wird geschrieben wie gesprochen. So heißt zum Beispiel das Theaterstück „pjäs“ (französisch pièce), die Bühne „scen“ (französisch scène) und Premiere schreibt man „premiär“. Als mir die Regisseurin gesagt hat, ich solle mir eine „Loge“ aussuchen, war ich allerdings irritiert. Für mich sind Logen diese mit roten Samt ausgeschlagenen Dinger, in denen Königs Platz zu nehmen pflegen. Im Schwedischen heißt „loge“ aber auch einfach die Künstlergarderobe.

3 Kommentare für „Teater“

Ingela schreibt:

Så bra att du klarade ditt uppdrag trots magsjukan… Hade inte velat byta med dej. Det där med att önska lycka till är omgivet av en massa skrock. När någon ska ut och fiska eller jaga får man aldrig önska lycka till med fisket eller jakten. Man önskar „skitfiske“ eller „skitjakt“ för den som ska ut i skogen. Det är som om man inte vill utmana turen eller ödet. Knasigt, men jag skulle nog faktiskt aldrig önska någon fiskelycka eller jaktlycka i klartext.

Olaf Schneider schreibt:

Det finns det samma i Tyskland också. Man önskar sig „Hals- und Beinbruch“ som vill säger hals- och benbrott. Och i Tyskland på teatern om någon säger lycka till eller sådant, så får man aldrig tackar för det.

Ingela schreibt:

Haha, det var ännu brutalare! Undrar varför människan är så rädd för att önska det goda till sej själv eller någon annan? Eller ge beröm för den delen.

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