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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Ein Wintermorgen

Gestern war es klar – und damit recht kalt. So um -17 °C. Dann kamen abends die Wolken und es wurde wärmer. Heute morgen schaue ich aus dem Fenster, schaue zwei Mal. Viel ist nicht zu sehen, denn der Wind, den ich nachts schon gehört habe, treibt Schnee vorbei. Und der smhi hat ganz plötzlich Warnstufe 1 wegen 10 cm Neuschnee mit Verwehungen ausgerufen, die im Laufe des Tages kommen sollen. Wenn ich mir die Straße so anschaue, würde ich sagen, dass das Meiste davon schon angekommen ist.

Vorgestern hat hier ein Räumfahrzeug die Schneeberge am Straßenrand und auf den Fußwegen weggenommen und plötzlich ist die Straße doppelt so breit. Dabei hat das Räumfahrzeug den Schnee wohl weggefräst, denn die Kante am Rand sieht aus wie mit dem Stahllineal gezogen. Nun weht die Straße langsam wieder zu und vor allem am Rand sammelt sich der Pulverschnee.

Mein Auto hat wie die meisten Fahrzeuge einen Motorwärmer und ich schließe es nachts an die Steckdose an, damit der Motor morgens warm ist. (Das Auto springt aber auch bei -26 °C noch ohne Motorwärmer an, selbst getestet.) Jetzt hat man die Wahl: Im Fußraum ist ein kleiner Heizlüfter. Schließt man den an, so hat man es morgens schön warm im Auto und die Scheiben beschlagen nicht. Allerdings ist dann auch das Auto warm genug, dass außen der Schnee schmilzt, dann festfriert und man ganz ordentlich Eis kratzen muss. Lässt man ihn aus, so sitzt man in einer Wolke von gefrierender Atemluft. Ich halte es da mehr mit dem Kratzen.

Und Schnee geschaufelt, damit ich losfahren kann und freigekratzt habe ich schon. Als ich allerdings die Windschutzscheibe freigelegt habe, war die Heckscheibe schon wieder komplett zugeschneit. Also muss ich direkt vor dem Losfahren noch mal Schnee von den Scheiben fegen und dann aber los …!


Facebookkommentare heute mogen:

„Skitväder, igen.“ (Sch***wetter, wieder.)

„Trotsar snökaoset :)“ (Trotze dem Schneechaos).

7 Kommentare für „Ein Wintermorgen“

Sandra schreibt:

Hört sich toll an. Ich freu mich immer schon über die läppischen 15/ 20 cm hier im Süden, wenns da mal Verwehungen gibt und man sich ein bißchen durchgraben kann. Heute ist dieses herrliche Winterwetter, das ich in Frankfurt immer vermißt habe: -10 Grad, Sonne und es fühlt sich so unglaublich warm an.

Olaf Schneider schreibt:

Sonne ist hier die letzten Wochen eher rar gewesen, dafür Dauerfrost seit zwei Wochen, wenn auch selten wirklich kalt. Aber schön viel Schnee.

Pia schreibt:

Wow, Olaf,

DAS ist ja wirklich mal Schnee!!

Ich schaue mir die Bilder immer wieder gerne an! Vor allem das Eis auf dem Wasser sieht beeindruckend aus.

Und „Olaf versunken“ ist auch nicht schlecht!! Wie groß bist Du nochmal? ;-)

Olaf Schneider schreibt:

Ich bin gespannt, wann man die Ostsee gefahrlos betreten und zu den Inseln hinüberlaufen kann.

Ich bin knapp 1m80, mit den dicken Winterstiefeln wohl ein paar cm mehr.

Übrigens: Die Kamera steht tiefer als die obere Schneekante, dadurch sieht alles dramatischer aus als es ist. Die Kante ist so etwa 1m10 hoch, schätze ich.

Pia schreibt:

1,80? Wow, dann ist der Schnee wirklich hoch!! ;-)

Freue mich schon auf die Fotos von der gefrorenen Ostsee!
Hier sind die 3cm leider schon längst wieder weggetaut. :-(

Gerade las ich von dem einen Kubikmeter Schnee, den Du geschaufelt hast. Respekt! Ins Fitness-Studio braucht Ihr da oben im Winter wirklich nicht! ;-)

Liebe Grüße aus dem nächtlichen Düsseldorf von

Pia

Olaf Schneider schreibt:

Das Gelände ist recht uneben, dadurch läuft man manchmal nur durch knietiefen Schnee und manchmal steht man plötzlich bis zur Brust im Schnee. (Und von den knietiefen Stellen mache ich natürlich keine Fotos, das habe ich in München auch schon gehabt.)

Michaela schreibt:

Hallo Olaf! Ich bin so baff deine Seite gefunden zu haben ;-) einfach nur wow meine Kinderzeit…. Schweden, Norwegen und Dänemark……. mit all seiner Schönheit und Härte! missing Liebe Grüße Michaela

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