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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Schneeloch Bureå

Heute bin ich mit dem Auto nach Bureå gefahren, der Ort, in dem letztes Wochenende noch mehr Schnee herunterkam. Und wenn ich mir den Friedhof von Bureå so anschaue, dann glaube ich das auch. Ganze Reihen von Gräbern waren komplett im Schnee verschwunden und nur ein Teil der Steine und Kreuze lugte aus dem Schnee hervor. Der Hauptweg war wohl mal geräumt waren, auf ihm lagen nur so 30 cm Schnee. Als ich die Fotos gemacht habe, musste ich schon sehr genau schauen, wo ich langgehe, damit ich nicht über irgendeinem Grab herumtrampele. Aber – seht selbst:

Als ich wieder am Auto war, stand eine alte Dame – eine kleine, zierliche Frau – vor dem Hauptweg. Sie wollte eigentlich zum Grab ihres Mannes und dort ein Licht anzünden, aber da der Weg nicht geräumt war, ging das nicht. Sie hat erzählt, dass letztes Wochenende 98 cm Schnee herunterkamen und soviel Schnee lag, dass sie ihre Haustür nicht öffnen konnte und nicht herauskam. Andere kamen dann mit Traktor und Schneefräse und haben ihren Eingang freigebuddelt.

Ich bin dann weiter zum Bureberget gefahren und der Weg zum Skilift war tatsächlich geräumt, auch wenn er noch nicht in Betrieb ist. Was für ein schöner Winterwald erwartete mich dort: Tief verschneit und immer wieder mit Blicken auf die Ostsee: Im Vordergrund die komplett zugefrorene Bucht Burefjärden, links am Horizont das Werk Rönnskär in Skelleftehamn – nur manchmal durch die Schneeschauer zu erkennen, und rechts am Horizont Wasser – denn dort ist das Meer noch offen.

Weit bin ich aber nicht gekommen, denn ich hatte keine Schneeschuhe dabei und so manches Mal stand ich bis zum Bauch im Schnee. Als ich dann von dem einen Schritt auf den anderen plötzlich bis über die Brust im Schnee steckte, bin ich umgekehrt. Da ich ein bisschen erkältet war, gibt so etwas meine Kondition noch nicht her. Abgesehen davon wird das Gelände schroffer und steiler, wenn man weiter geht, und das ist mir bei dem Schnee alleine zu gefährlich. Ich habe keine Lust, in irgendeine unsichtbare Ritze hineinzurutschen.

Auf dem Rückweg wollte ich eigentlich noch kurz zum Badestrand, aber die Straße war nicht geräumt und ohne Allradantrieb habe ich mich nicht getraut, dort entlangzufahren. Also bin ich zurückgefahren. Auf manchen Strecken ist es gar nicht so leicht zu sehen, wo der Weg entlangführt, denn alles ist weiß und kontrastarm und auch die leuchtenden Stecken, die den Wegrand markieren sollen, findet man nicht überall.

Als ich dann in meine Straße zu Hause einbog, dachte ich, „Dann hätte ich auch zum Strand fahren können!“, denn dort erwartete mich eine aufgewühlte Schneepiste. Beim Einbiegen driftete das Auto nach außen und ließ eher das Fahrgefühl einer Rodelschale als eines Autos aufkommen. Eine Stunde später kam dann das große Schneeräumfahrzeug und hat die Straße freigemacht. Wo bleibt der Schnee? Auf den Grundstücken! Also war wieder Schneeschaufeln angesagt. Da das Zeugs ja auch irgendwo bleiben muss, habe ich auf einen Schneehaufen eine Rampe angelegt, auf der ich dann den Schnee hochschiebe. Und das war heute richtig anstrengend, weil es mit -2 °C recht warm war und daher der Schnee zu großen und sackschweren Klumpen zusammengepresst ist. Ächz!

3 Kommentare für „Schneeloch Bureå“

Ingela schreibt:

En liten pärla för vinterälskare här.
Kanske har du sett den, den är filmad i Svansele.

Olaf Schneider schreibt:

Snyggt!

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