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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Am Fluss entlang

Drei Mal war ich diese Woche in Kusfors, 7 Meilen¹ landeinwärts. Am Mittwoch habe ich mit Lasse die neue Website für unser Team Dark and Cold (ehemals „Mörkrets och Kylans Glada Vänner“) geplant. Am Samstag war die Einweihungsparty von FlarkenAdventure: ein Paar aus Frankreich ist mitsamt 46 Schlittenhunden nach Kusfors gezogen, um dort Hundeschlittentouren anzubieten. Am Samstag war ich dann bei dem 30. Geburtstag eines Bekannten. Mir wurde empfohlen, doch gleich nach Kusfors zu ziehen, so oft, wie ich da sei. Meinen Gegenvorschlag, gesamt Kusfors solle einfach nach Skelleftehamn ziehen, so viele seien das ja nicht, wurde allerdings ignoriert. Komisch eigentlich.


Gestern bin ich über kleinere Nebenstrecken nach Kusfors gefahren. Dabei habe ich vor allem gelernt, wie viele Kraftwerke es im Skellefteälven gibt. An jeder zweiten Kreuzung steht ein Wegweiser „Kraftstation“ und wenn man sich das Ganze auf der Karte anschaut, dann sieht man, wie stark der Mensch in den Flusslauf eingegriffen hat, ihn gestaut hat, ihn kanalisiert hat, um Strom zu gewinnen.

Länger stehengeblieben bin ich bei der Kvistforsens kraftstation, um den Lachsen² zuzusehen. Sie schnellen aus dem Wasser und springen dabei ein Vielfaches ihrer Körperlänge, um den Wasserfall an der Seite der Staustufe zu überwinden. Manche schwimmen sogar den Wasserfall hoch, ich kann aber nicht erkennen, ob sie es schaffen, da ich viel zu weit weg stehe. Das 300-er Tele zeigt zumindest einen kleinen Eindruck dieser Höchstleistungen.

Weiter stromaufwärts ist der Fluss geteilt, ein vermutlich ursprünglicher Teil, der wenig Wasser führt und ein Kanal, der das Kraftwerk speist.

An vielen der Staustufen stehen Warnschilder, die vor gefährlichen Strömungen und schwachem Eis warnen. Der Designer des Schildes hat gute Arbeit geleistet: Was für eine gruselige Vorstellung, vor einer Staustufe unter Wasser gezogen zu werden!

Die Birken zeigen ihre herbstlichen Blätter. Da es in der vorigen Nacht recht windig war, sehen einige Birken auch schon recht kahl aus. Dagegen ist es in Skelleftehamn noch richtig grün.

Heute auf dem Rückweg habe ich angehalten und die eine Insel im Gillervattnet fotografiert. Auf dem dritten Foto im Artikel Drei Zwischenstopps könnt Ihr sehen, wie es dort im Winter aussieht. Das Gillervattnet ist allerdings kein normaler See, sondern ein großer Absetzteich der nahen Grube. Wenn man das Gelände dort betritt und in die Gegenrichtung fotografiert, dann sieht man nur Sand- und Schlammflächen. Welch Kontrast.

¹ eine schwedische Meile sind genau 10 Kilometer.
² Ich hoffe, es sind Lachse. Mit Fischen kenn ich mich nicht aus.

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