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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Reise nach Norwegen

Dieser Artikel ist Teil der fünfteiligen Serie Norwegen 2012.

Die letzte Juliwoche bin ich nach Norwegen gefahren, um Astrid und Hein, Fridtjof und Fredrik zu besuchen. Sie waren im März letztes Jahres bei mir und es wurde Zeit für einen Gegenbesuch. Die Freunde leben in Nord-Trøndelag in der Kommune Inderøy und damit recht genau westlich von mir. Auf dem Hinweg bin ich aber nicht quer rüber gefahren, sondern erst einmal auf der E4 in Richtung Süden.


Den ersten Zwischenhalt habe ich in Salusanden, einer kleinen Strandstelle südlich von Umeå gemacht. Ich war erstaunt, den Strand an einem warmen und sonnigen Sommersamstag mitten in der Ferienzeit so leer zu finden. Am Ufer lagen einige Tellmuschelnschalen, bei mir ist die Ostsee zu salzarm für Muscheln.

Der nächste Halt war der bekannte Fjällräven-Outlet in Örnsköldsvik, ein gefährliches Pflaster für Outdoorfans. Ein Klassenkamerad in der Fünften hatte nicht wie wir alle Tornister, sondern einen himmelblauen Kånken-Rucksack von Fjällräven. Ich erinnere mich noch gut, wie ich damals diesen Buchstabensalat aus Fj, V und zwei Ä-s bestaunt habe.

Der Küstenabschnitt südlich von Örnsköldsvik nennt sich die Höga kusten, die hohe Küste. Hier habe ich eine mehrstündige Wanderung durch diese herrliche Landschaft gemacht, aber davon erzählt ein anderer Artikel.

Nach der Wanderung, die länger als geplant wurde, habe ich mich ins Auto schlafen gelegt. Das nächste Mal klappe ich die ganze Rückbank um, denn beim Umdrehen war es ein bisschen eng, aber sonst war ich überrascht, wie viel Platz ich in meinem Auto habe. Sollte ich noch zum Saab-Fan werden, oder bin ich es schon ein bisschen?


Was passiert, wenn man nicht so gut schläft und früh wach wird? Man wird mit einer wunderbaren Morgenstimmung am Norrfjärden belohnt. Zu dem Blick gab es Apfelschorle und Nusskuchen zum Frühstück. Lecker! Ein guter Start in den zweiten Anreisetag.

Danach habe ich mich wieder ins Auto gesetzt. Nun ging es in Richtung Westen, dem schlechten Wetter entgegen. Nach einer Mittagspause im grau verhangenen Östersund war ich sehr auf Åre, das größte schwedische Skigebiet gespannt. Aber zumindest bei diesem trüben Regenwetter machte es einen extrem hässlichen Eindruck und ich habe nicht einmal angehalten. Von Åre war es gar nicht mehr so weit zur norwegischen Grenze. Hier gab es viele große offene Moorflächen. Schade, dass die Moltebeeren noch nicht reif waren. Parallel zur Autostraße gab es vermutlich einen alten Weg. Übrig geblieben sind die alten Steinbrücken, die jeden größeren Bach überspannen.

Nun war es gar nicht mehr so weit zu meinem Ziel. Ich wusste, dass meine Freunde nach in Oslo sind und erst am späten Abend des Folgetages wieder zu Hause waren, aber man kann ja auch ein Zelt im Garten aufschlagen und so hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Zeltplatz mit drahtlosem Internet. Daran kann man sich gewöhnen.

Meine Route: Skelleftehamn – Umeå – Örnsköldsvik – Docksta – Ullånger – Nyland – Bollstabruk – Bispgården — Hammarstrand – Östersund – Åre – Stormoen (Norwegen) – Verdal – Røra – Straumen – Utøya – Venneshamn.

2 Kommentare für „Reise nach Norwegen“

Julia Köhler schreibt:

Da hast Du ja einen kleinen Teil meiner Reiseroute gemacht, wobei ich nicht so naturnah war. In Umeå war ich nach meinem Ausflug nach Tornedalen, das war wie eine Wiederkehr aus der Wildnis in die Zivilisation. Gut, bei mir waren es nur knapp 3 Tage :-) .

Örnsköldsvik mit der Sprungschanze hat mir sehr gut gefallen. Und im Fjällraven Outfit war ich auch. Da hätte ich mich arm kaufen können, ich habe es jedoch gelassen, da wenn ich ehrlich bin, mein Bedarf an Outdoorkleidern im Rhein-Main-Gebiet doch überschaubar ist. ich habe den Outletladen auch erst im 2. Anlauf gefunden, bin ich vorher in Örnsköldsvik zielsicher den Schildern „Fjällraven-Center“ gefolgt, nur um dann festzustellen, dass es ein Eishockeystadion ist.

Viele Grüße
Julia

Olaf Schneider schreibt:

Lach – beim Eishockeystadion bin ich auch zuerst gelandet.

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