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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Das weite blaue Meer

Gestern nachmittag war so schönes Wetter, dass ich ein paar Sachen¹ gepackt habe, das Kajak aus der Garage geholt und nach Storgrundet gerollt habe. Mein Ziel war die Insel Flottgrundet, wo Nachbarn ihr Sommerhaus haben. Sie sagten, sie warteten darauf, dass ich mal mit dem Kajak vorbeikäme. Gerne doch!

Mein ursprünglicher Plan, am gleichen Tag wieder zurückzupaddeln, wurde von meinen Nachbarn schnell verworfen und durch einen besseren ersetzt: Ich solle doch einfach dableiben und im Gästehaus übernachten, dann könne ich auch wie sie Wein trinken. Gerne doch!

Bis spät in die Nacht haben wir Weißwein getrunken, über Menschen, Politik, das Universum und überhaupt alles diskutiert, Inselnachbarn besucht, den Hund gekrault und wir hatten es richtig schön. Auch wenn die Nächte schon ein bisschen dämmeriger werden, die Dunkelheit lässt noch auf sich warten und das nächtliche Licht über dem Meer ist wunderschön.

Heute habe ich mich nach einem gemeinsamen Frühstück wieder ins Kajak gesetzt und bin weiter gefahren. Im Schutz der Inseln war das Meer glatt, blank, klar und ruhig und ich konnte mich manchmal nicht entscheiden, ob ich einfach paddeln – ich mag diese Bewegungen, oder mich treiben lassen soll.

Auf der Außenseite der Inseln war dann das Wasser ein bisschen kabbeliger, aber immer noch ruhig genug, dass ich ohne Spritzschutz fahren kann. Das mache ich deswegen gerne, weil ich dann die Kamera in einer wasserdichten Tasche zwischen den Knien haben kann. Schon am morgen war es richtig warm² und mir war ganz schön warm im Kajak, als ich von den kleinen Wellen auf dem sonnenbestrahlten Meer hin- und hergeschaukelt wurde. Überraschend früh war ich schon am Nordufer der Insel Storgrundet angelangt und einige Minuten später war ich am Strand, wo mein kleiner Bootswagen³ schon auf mich wartete. Ein erfrischendes Bad hat diesen herrlichen Ausflug abgerundet.

Danke an meine Nachbarn für ihre großzügige Gastfreundschaft und die schönen Gespräche.

Ja, man könnte auch zu Google Maps oder Eniro verlinken, aber heute hatte ich Lust, eine kleine und herrlich ungenaue Skizze von meiner Kajakrunde zu zeichnen. Bitte schön:

¹ Paddel, Schwimmweste, Kappe, Ersatzkleidung, Kamera, Handy, Karte, Kompass, Wasser, Proviant, Spritzschutz, Neoprenfüsslinge, Jacke. Das meiste wasserdicht verpackt.

² Heute, 9:20. Skellefteå: 19 °C, Bremen und München: 13 °C – auch das kommt vor!

³ Ich hatte den Bootswagen in einem Gestrüpp geparkt. Als ich ankam, lag er mitten am Strand. Wie er da hinkam, ist mir allerdings schleierhaft.

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