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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Drei Länder in 14 Tagen oder eine neue Anreisevariante nach Skelleftehamn

Ein Gastbeitrag von Christina Tüschen.

Ein Anruf im Januar 2012: Olaf, ich bin im Juni in Tallinn, da könnte ich doch mal eben … vorbeikommen.
Kein Problem.

In Tallinn verbringe ich 5 wunderbare Tage mit meinem Chor, dann fahre ich mit der Fähre zu einer 2-Tages-Besichtigung nach Helsinki. Von dort geht es weiter mit dem Zug nach Tampere, wo ich eine finnische Freundin nach 10 Jahren wiedersehe und das Muminmuseum besuche. Dann wieder mit dem Zug nach Vaasa, wo ich schließlich die Fähre nach Schweden besteige. Trotz Vorwarnung meine ich mit dem schweren Rucksack die Strecke zwischen Bahnhof und Fährhafen zu Fuß zurücklegen zu müssen.

Nach 14 Stunden (reiner Reisezeit von Tallinn gerechnet) und einer Zeitumstellung komme ich mitten in der Nacht in Umeå an. Aber was heißt mitten in der Nacht. Es ist noch so hell, dass man „auf der Straße Zeitung lesen kann“ (Ein Zitat meiner Großmutter, die Ende der 60er Jahre hier im Norden war). Und diese Helligkeit führt dazu, dass ich, die ich sonst gegen zehn Uhr müde werde, locker bis 3 Uhr nachts wach bleibe.

Die zwei Tage Creative Summit sind intensiv, interessant und „givande“, ich nehme viel mit, danke dafür! Besonders in Erinnerung geblieben ist mir (wie Olaf) Jonathan Harris. Sein Vortrag und die Ausstellung haben den Schubs gegeben, begonnene eigene Projekte fortzuführen.
Toll ist es auch Olafs Freunde und Arbeitskollegen kennen zu lernen, auf dem Dach von 10 Merchant Street die Sonne untergehen zu sehen und wieder richtig in die schwedische Sprache einzutauchen.

Drei wunderschöne Ferientage folgen, das sonnige Wetter hält sich – wie auf Bestellung. Für mich verlängert sich bei dieser Reise der Frühling, prima zu sehen am Flieder, der in München schon am Verblühen war, in Helsinki in voller Blüte stand und in Olafs Garten gerade erst loslegte.

Da ich zuletzt vor anderthalb Jahren hier war, habe ich den direkten Vergleich zur Midvinter-Zeit, mit viel Schnee, Eis und Dunkelheit. Da wo wir jetzt baden, haben wir damals unsere Winterwanderung auf der zugefrorenen Ostsee begonnen und ich habe ein Bild zu dem Begriff Packeis bekommen. Wo wir jetzt Bockkäfern bei der Eiablage zusehen, haben wir auf dem zugefrorenen See Kubb gespielt. Und um 14 Uhr, wo wir uns jetzt den ersten Sonnenbrand holen, ging im Winter schon die Sonne unter.

Verrückt und schön diese Gegensätze.
Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Besuch, mal eben, egal zu welcher Jahreszeit.

Und sonst: Wecken mit Klaviermusik – ein Musikhörnachmittag, fast wie ein Mixtape aus früheren Zeiten – Baden bei 15 Grad und etwas weniger – zur Beatles-Coverband auf den Felsen rocken – Vanilleeis mit heißen Blaubeeren – zwischen großen Steinen ein Kajak rückwärts ausparken – Flugübungen mit dem Kleinen Gelben Monster – Vanilleeis mit heißen Blaubeeren – Marienkäfer-Umsiedelung auf Blattlausrosen – Enten mit Punkfrisur heißen Gänsesäger (ja, Reisen bildet).

4 Kommentare für „Drei Länder in 14 Tagen oder eine neue Anreisevariante nach Skelleftehamn“

Olaf Schneider schreibt:

Vielen Dank für den schönen Artikel.

Annika schreibt:

*neidischbin*

Christina schreibt:

Danke für die schöne Zeit.

Annika schreibt:

Wecken mit Klaviermusik <3

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