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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Die helle und die dunkle Seite

Heute morgen in Kusfors bin ich durch den Wald hinunter an den Fluss gelaufen. Trotz des klaren, warmen und sonnigen Wetters fand ich die Atmosphäre, die mich dort erwartete ein bisschen gespenstisch.

In der flachen Bucht, die durch eine schmale Landzunge vom Skellefteälven, dem Fluss abgetrennt ist, stehen hunderte alte, knorzige Baumwurzeln. Die Stämme sind alle abgesägt. Nur ein wenig Gras wächst auf dem schlammigen Ufer und den Untiefen, die einige Zentimeter aus dem Wasser ragen. Was mag hier passiert sein?

Auf der Südseite der Landzunge zeigt sich mir ein völlig anderes Bild: Ein Sandufer trennt den tiefblauen Fluss von einer Reihe grünender Bäume und man denkt an Sommer und Baden, selbst wenn das Flusswasser noch sehr kalt sein mag. Was für ein Kontrast zu der Mondlandschaft, die keine zehn Meter von diesem schönen Strand entfernt ist.

Lasse schließlich klärt mich auf: Früher war der Fluss hier schmal und der Wasserstand um einiges tiefer. Der Name Kusfors trägt das Wort „Fors“, zu deutsch Stromschnelle in sich. Der Skellefteälven wurde dann aber flussabwärts von Skelleftekraft zur Energiegewinnung gestaut und so wurde der ufernahe Wald abgeholzt, ehe der Wasserstand durch die Staumauer erhöht wurde. Nun wirkt diese Stelle öde und tot; selbst Wasservögel habe ich bei meinem Spaziergang kaum angetroffen.

Ein Kommentar für „Die helle und die dunkle Seite“

Annika schreibt:

Nichtsdestotrotz tolle Bilder–gerade die mit den Baumstümpfen.

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