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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Nachthimmel

Mitten in der Nacht ist es und ich kann nicht schlafen. Also schaue ich raus. Die Temperatur ist auf -12 °C gefallen und am klaren Nachthimmel tanzen fahle Polarlichter. Im Gegensatz zu den klaren, hellen und auch fotogenen Polarlichtern, die ich vor drei Wochen in Gällivare mit ansehen konnte, leuchtet dieses Mal ein mäßig heller Bogen konstant am Nordhimmel. Darüber huschen helle, blasse Flecken hin und her, als würden sie sich gegenseitig jagen. Manchmal flackert ein Stück Himmel hell auf um im nächsten Sekundenbruchteil wieder zu verschwinden.

Aber auch ohne Polarlicht hat der Winterhimmel viel zu bieten. Venus und Jupiter sind zwar schon untergegangen und der halbe Mond steht auch schon tief. Dafür leuchten Mars und Saturn am Südhimmel. Und zwei Mal zog deutlich ein Satellit seine Bahn durch den Sternenhimmel. Es ist ein schönes Gefühl, dass man diesen Sternenhimmel mit der ganzen Welt teilt und ganz andere Menschen an ganz anderen Orten vielleicht auch gerade die gleichen Planeten betrachten wie man selbst.

Und noch etwas sieht man, wenn man am März so spät in den Himmel schaut: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Altair im Adler. Und diese drei hellen Sterne nennt man auch das Sommerdreieck. Ein weiteres Zeichen dafür, dass der tiefste Winter vorbei ist. Die Schweden nennen diese Zeit „Vårvintern“, den Frühlingswinter.

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