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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Heute = warm

Am ersten März ist für die Meteorologen Frühlingsanfang. Das wusste auch das Wetter und hat uns einen außergewöhnlich warmen Tag mit leichten Regenschauern beschert. In Skelleftehamn waren es gut acht Grad, in der Stadt wohl noch etwas wärmer und dieses Wetter hat die wunderbare, weiße Schneelandschaft in ein schmutziges Etwas verwandelt. Wasser tropft auf rutschige Eisflächen und matschig-weicher Schnee grenzt an riesige Pfützenlandschaften voll mit trübem Wasser. Und alles bekommt dieses spezielle Braun, das man sonst nur erhält, wenn eine ganze Schulklasse ihre Tuschpinsel in dem gleichen kleinen Glas Wasser auswäscht.

Von vielen Dächern ist der Schnee heruntergerutscht. Ich habe das gestern mitbekommen: Ein Geräusch ließ mich aufspringen und ich konnte mit ansehen, wie der gesamte Schnee vom Dach des Nachbarhauses ins Rutschen kam und unter mittelgroßem Getöse einen meterhohen Schneewall aufschüttete. So funktioniert also eine Nassschneelawine. Da möchte ich nicht drunterstehen, denn der Schnee ist klatschnass und sackschwer.

In der Stadt wird jetzt so manches Hausdach vom Eis befreit. Denn auf manchem schlecht isolierten Dach liegt eine bis zu zwanzig Zentimeter dicke Eisschicht, und wenn einem die aus dem vierten Stock auf dem Kopf knallt, dann gute Nacht.

Versteht mich nicht falsch, auch wenn ich Winterfan bin, so mag ich den Frühling. Aber nicht am ersten März, wenn übermorgen die Temperaturen wieder in den deutlichen Frostbereich fallen sollen.

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