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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Trettondedag jul

Hier ist der 6. Januar nicht unter dem Namen Heilige Drei Könige bekannt, sondern als dreizehnter Weihnachtstag, oder auf schwedisch „Trettondedag jul“. Das ist ein sogenannter „Röd dag“, ein roter Tag im Kalender, ein Feiertag.

Ich habe allerdings momentan jobmäßig sehr viel zu tun und habe heute gearbeitet. Den Tag kann ich dann ja ein andermal frei nehmen. Da ich zu Hause gearbeitet habe, habe ich eine Stunde einen Spaziergang gemacht, anstatt etwas zu essen.

Erst war ich am Kallholmsfjärden, der nächsten Ostseebucht. Dort beginnt jetzt langsam, die Ostsee zuzufrieren. Es bilden sich zum Anfang weiche Schneematschfladen, die durch die Wellenbewegung ständig aneinanderstoßen und deswegen rund sind. Diese werden später zu sogenanntem Pfannekucheneis zusammen frieren. Diese Eisstücke sind auch rund, daher der Name.

Dann bin ich ein Stück zurück gelaufen und in den Wald hinein. Man ahnt noch die letzte Traktorspur, doch jetzt gehört der Weg den Schneemobilen.

Auf der leicht felsig-hügeligen Lichtung bin ich querwaldein weitergelaufen, bis ich an den Rudtjärnen kam, einen kleinen See. See und Sumpf sind zugefroren und am Rand den Sees, wo die Schneemobile fahren, traue auch ich mich, entlang zu laufen.

Wenn man hier mitten durch die Natur läuft, vergisst man, dass man keine 500 Meter von seinem Haus entfernt ist. Es ist ein Gefühl, als laufe man durch die Wildnis. Zwei Tipps für Nachahmer:

  • Wintergummistiefel! Der Sumpf ist zwar gefroren, doch auf dem Eis ist Wasser und darauf Schnee. Das sieht man beim Laufen nicht wirklich und schnell steht man knöcheltief im Wasser, wie im Bild links.
  • Kompass! Hier sieht alles gleich aus und wenn man sich nicht gut orientieren kann, kann man entweder den Skooterpfaden oder den Stromleitungen folgen. Fragt sich bloß, in welche Richtung. Ein Kompass macht die Sache schon einfacher. Bei dem Bild rechts bin ich noch 50 Meter von dem Weg hinter den Häusern entfernt. Man sieht aber nichts davon und könnte ohne Orientierung selbst in diesem begrenzten Gelände ziemlich herumirren.

Ich finde, das war ein schöner Spaziergang und die Stunde Mittagspause war gut genutzt, auch wenn ich danach sehr hungrig war.

Ein Kommentar für „Trettondedag jul“

Pia schreibt:

Bei dem Spaziergang war ich gerne wieder lesend dabei!! ;-)

Traumhafte Bilder!
Man „hört“ förmlich die wunderbare Stille…

LG aus dem noch viel zu warmen Düsseldorf von

Pia

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