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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Wintereinbruch

Nach meiner ersten Skitour dieses Winters, die ich gestern Abend Dank des Neuschnees machen konnte, wurde der Schneefall noch dichter und Wind kam auf. Es hat die ganze Nacht weitergeschneit und wegen des Windes war ich extrem früh wach. So sah heute früh der Blick aus dem Küchenfenster aus:

Auf meinem Grundstück lagen je nach Schneeverwehung zwischen 20 und 50/60 Zentimeter und es schneite weiter. Ich habe draußen einige Fotos gemacht und wollte eigentlich den ersten Bus, der um fünf Uhr abfährt, nehmen. Aber das mit dem Fotografieren dauerte ein bisschen länger, also wurde mir klar, dass ich diesen Bus nicht mehr kriege. Und so habe ich in Ruhe weiter fotografiert.

Im Bus, der um 5:50 abfuhr, hörte man hauptsächlich Worte wie „Schnee“, „Winterreifen“ oder „hat sich festgefahren“. Ein Fahrradfahrer, der uns entgegenkam, wäre beinahe in den Bus reingefahren, er kam in dem tiefen und recht nassen Schnee einfach ins Schlingern. Ich war gar nicht böse, dass ich den ersten Bus nicht bekommen habe, denn der hatte sich direkt in der nächsten Haltestelle dermaßen festgefahren, dass er, als wir 50 Minuten später vorbei kamen, immer noch dort stand.

Und auf jeder Straße, auf jedem Platz, vor jeder Einfahrt: Räumfahrzeuge, Räumfahrzeuge, Räumfahrzeuge! Von einfachen Baggern mit Schaufel vorne dran bis hin zu Gefährten, die ich eher „Kampfstern Galaktika“ zugeordnet hätte, wurde überall mit großem Einsatz der Schnee zu hohen Haufen zusammengeschoben. Bloß um die Fahrräder hat sich keiner gekümmert, aber der oben erwähnte Vorfall hat gezeigt, dass Fahrrad fahren seine Grenzen hat.

Leider ist dann der Schnee immer feuchter geworden und in Skelleftehamn hat es vermutlich auch geregnet. Als ich wieder nach Hause kam – jetzt waren alle großen Straßen und kleinen Wege geräumt – war leichter Frost und ich habe eine Stunde draußen damit zugebracht, dicke, nasse, halbgefrorene und sackschwere Schneeklumpen vor meinem Haus wegzuräumen. Denn wenn ich die einfach liegen lasse, kann es sein, dass die Post nicht zugestellt wird.

Ich muss mich übrigens korrigieren: So mancher kleiner Weg war nicht geräumt, zum Beispiel die Abkürzung über die Wiese, die zwei Fahrgäste heute vergeblich suchten. Als sie aus dem Bus ausstiegen, standen sie vor einem großen Schneehaufen. Und sind einfach durchgestapft.

Der Schnee ist durch Wärme und Regen zusammengesackt, zumindest ist es aber so viel, dass nicht so schnell alles wieder wegschmilzt. Und ab Freitag soll es auch kalt werden, zumindest für einige Tage.

Ein Kommentar für „Wintereinbruch“

delle schreibt:

cool vergesse nicht den stecker inne auto zu tuhen. nicht das du beim losfahren nüscht sehen tust

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