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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Oh, was für ein schönes rot*

Ist er nicht kleidsam, der Trockenanzug oder Überlebensanzug, den ich hier zum ersten Mal ausprobiere? So ein fesches rot, ein Anzug für alle Lebenslagen! Außer vielleicht für die Stadt, die Arbeit, zum Fahrrad fahren, am Computer sitzen, Klavier spielen, wandern, auf den Bus warten, Katzen streicheln, essen, DVD schauen, surfen (im Internet), schlafen, mit Freunden treffen, … aber ich schweife ab.

Ich war schon länger auf der Suche nach einem Trockenanzug zum Paddeln. Denn wenn das Wasser irgendwann nur noch 0 °C hat, möchte ich da nicht mehr mit normaler Kleidung hineinfallen. Leider kosten die richtigen, atmungsaktiven Trockenanzüge 600 Euro und mehr. Zu teuer für mich. Diesen Überlebensanzug habe ich für einiges weniger bei Ebay ersteigert. Er ist bestimmt nicht für lange Touren geeignet, dazu ist er zu klobig, aber um mal zur Insel Storgrundet herüberzupaddeln ist er allemal gut genug.

Heute habe ich in der Ostsee getestet:

1. Der Anzug alleine: Er ist wirklich perfekt wasserdicht, hält warm und gibt genug Auftrieb, dass man mühelos im Wasser treiben kann. Und mit den angesetzten Handschuhen lässt sich sogar die Kamera bedienen.

2. Mit Schwimmweste: Noch bunter, noch mehr Auftrieb. Sehr entspannend. Da muss man aufpassen, dass man nicht einschläft und sich am nächsten Morgen in Finnland wiederfindet …

3. Ohne alles, nur Badehose: Brrr ist das Wasser kalt jetzt. So um +10.5 °C. Also, im Anzug war’s wärmer! Noch schwimme ich meine zwanzig Meter oder so, aber wenn das Wasser noch weiter abkühlt, wird das Baden bald eher ein kurzes Eintauchen.

Nach dem Baden habe ich noch kurz die herrlich intensiv von der untergegangenen Sonne bestrahlten Wolken angeschaut. Einfach schön!

* Ein Zitat aus dem Asterixband „Kampf der Häuptlinge“

7 Kommentare für „Oh, was für ein schönes rot*“

Tony schreibt:

Ich bin schon stolz auf mich, da ich immer noch im See schwimmen gehen. Er hat 17 Grad. Aber bei 10 Grad. Woow.
Mal sehen, wie ich es durchhalte.

Klasse Anzug, was es nicht alles gibt :)

Grüße in den Norden,
Tony

Olaf Schneider schreibt:

Hätte mir früher einer gesagt, ich würde bei den Temperaturen freiwillig ins Wasser gehen, ich hätte ihn für bescheuert erklärt. Der Trick war, im Hochsommer oft baden zu gehen und dann einfach nicht aufzuhören. Aber bald ist die Saison vorbei, denn Eisschwimmen muss dann ja auch nicht sein.

Tony schreibt:

Genau so habe ich es auch gemacht. Ich kann hier sicherlich noch ein wenig länger baden gehen, als du ;)

Grüße

Annika schreibt:

Olaf, bitte verzeih es mir, aber meine spontane Assoziation zum ersten Bild war: Teletubbie!
:-D
Wann kommt die Ausrüstung fürs Ice-Kiting auf der Ostsee? Dafür wär doch der Anzug auch super, wenn das Kajak dann nicht mehr ins Wasser kann…

Aber im ernst: wie warm ist es denn in dem Anzug, wenn es draußen mehr als 5° Grad hat? Trägt man darunter volle Wintermontur oder reicht normale Indoor-Bekleidung?

Olaf Schneider schreibt:

@Annika Ich habe es geahnt, dass in den Kommentaren früher oder später das Wort „Teletubbie“ auftaucht. Naja, kann man nichts machen …

Im Anzug hatte ich Indoorbekleidung und ich war barfuß. Für die kurze Zeit – einige Minuten bewegungslos im Wasser liegend – war es genau richtig. Wenn man sich länger bewegt, ist der Anzug vermutlich schnell zu warm.

Petra schreibt:

Allen stellt sich die Frage nach der Temperatur im Anzug. Ich stelle mir die ganze Zeit die Frage nach dem Paddeln MIT Anzug. Der sieht so klobig aus, daß ich mich echt frage, wie man das schaffen soll?
Oder ist das eine andere Art des Trainings für die Oberarmmuskulatur? :0] Nachdem Du mit dem Kajak in letzter Zeit bestimmt öfter unterwegs warst, ist es durchaus denkbar, daß Du langsam ein gesteigertes Muskeltraining für die Arme möchtest, da sich ansonsten physisch betrachtet, bestimmt schon ein bißchen Routine beim Kajakfahren eingestellt hat.
Zu den Teletubbies drängt sich dann vielleicht bald eine weitere Assoziation auf, nämlich „Arnold Schwarzenegger“ in seinen besten Zeiten als Mister Univers.
Du siehst, da gibt es noch ordentliches Entwicklungspotential.

Ganz liebe Grüße, Petra

Olaf Schneider schreibt:

@Petra: So klobig der Anzug ist, so kann man sich doch in ihm gut bewegen, da das Neopren weich ist. Ich denke nur, dass man zu schnell ins Schwitzen gerät, feucht wird und dann anfangen könnte zu frieren.

Liebe Grüße zurück,
Olaf

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