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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Kajaktour

Zwei Dinge hat Delle, der mich hier zwei Wochen aus Deutschland besucht hat, hier gelassen: Ein Kajak und einen Salzstreuer. Nun, seinen Salzstreuer hat er einfach vergessen, aber das Kajak blieb absichtlich hier: Ich hatte es kurz zuvor über einen Freund in Oldenburg gebraucht gekauft und Delle hat es auf seinem langen Kombi zu mir nach Skelleftehamn gefahren. Danke, Delle!

Nach einigen Wochen mit eher wechselhaftem Wetter war der heutige Samstag wolkenlos und auch relativ windstill. Ideales Wetter, um mich ins Kajak und das Kajak ins Wasser zu setzen. Zuerst habe ich Ersatzklamotten, Karte, Kompaß, Kamera und Handy wasserdicht gepackt und mit der Schwimmweste ins Kajak geworfen. Dann den Bootswagen drunter geschoben und das Kajak aus der Garage zum Killingören, der nächsten Einlassstelle gerollt. Dann bin ich zurück gelaufen, um das Paddel zu holen. Ich hatte es vergessen! Kommt daher der Begriff „Ich Döspaddel“?

Bald saß ich ich im Kajak und bin den Tunnel unter dem Näsuddsvägen in den Kallholmsfjärden gepaddelt.

Von da aus gibt es einen schmalen Durchlass nach Westen in den Kurjoviken (Danke, kartor.eniro.se für die ganzen Namen) Nach links hatte ich dabei Blick auf die Halbinsel Kallholmen. Die meisten Stellen kenne ich ja, aber vom Wasser aus ergeben sich noch einmal ganz andere Perspektiven. An einem kleinen Sandstrand habe ich einen kurzen Halt gemacht, aber eigentlich nur zum Fotografieren.

Dann bin ich entlang der Insel Rönnskär gefahren, die durch die Industrie, vor allem das Metallschmelzwerk von Boliden geprägt ist. Dies ist auch für mich Neuland gewesen, da man auf die Werksgelände natürlich nicht drauf darf. Sogar am Wasser standen überall Schilder, die das Betreten verboten. Am kleinen Leuchtfeuer am südöstlichen Ende habe ich dann die offene Ostsee erreicht.

Obwohl es windstill war, wurde die See hier doch ein bisschen wellig und kabbelig. Aber das Kajak liegt extrem stabil im Wasser und keine Welle hat es wirklich ins Kajak geschafft. Eigentlich fährt man ja mit Spritzdecke, aber ich hatte den Fotoapparat zwischen den Knien und da wäre ich sonst nicht dran gekommen.

Obwohl die Inseln sehr einladend waren, bin ich weiter an der Halbinsel Rönnskär entlang wieder in den Kallholmsfjärden gepaddelt. Zum einen ist es mir an der Stelle zu weit über das offene Meer, zum anderen hatte ich schon jetzt eine dicke Blase am rechten Daumen. Das nächste Mal doch Handschuhe?

Nach etwa zwei Stunden Fahrt und neuneinhalb Kilometern Strecke war ich wieder am kleinen Bootshafen, wo ich das Kajak wieder auf den kleinen Wagen gestellt und nach Hause gerollt habe. Was für eine herrliche Vormittagstour!

Heute Nachmittag war ich übrigens wieder in der Ostsee baden. Mal sehen, wie lange ich das noch durchhalte, denn heute hatte das Wasser nur noch 13,3 Grad und war ganz schön kalt. Mir fällt hier beim Baden immer wieder auf, wie süß das Ostseewasser hier ist. Vielleicht hat Delle seinen Salzstreuer doch absichtlich hier gelassen.

Ein Kommentar für „Kajaktour“

Simone Schuster schreibt:

Toller Ausflug, klingt herrlich naturverbunden und so richtig idyllisch, vor allem bei so tollem Wetter – schöner HerbstSommer ;-)

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