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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Matfesten

Matfesten“ heißt das viertägige Fest, welches gerade in Skellefteå stattfindet. Ich mag den herrlich nüchternen Namen der Veranstaltung, die übersetzt einfach „Das Essensfest“ heißt.

Um ein großes Zelt sind lauter Stände mit kleinen Küchen aufgebaut, wo man ganz unterschiedliches Essen bekommen kann. Da die Restaurants in Skellefteå nicht gerade – nun ja – besonders vielfältige Küche bieten, habe ich mich in unseren Mittagspausen am Donnerstag und Freitag begeistert auf die Stände mit äthiopischer und libanesischer Küche gestürzt. Und dabei ein bisschen wehmütig an die vielen, tollen Restaurants in München gedacht. (Und die vielen netten Freunde, mit denen man sich dort treffen könnte, aber das ist ein anderes Thema.)

Man konnte auch Lebensmittel kaufen, vor allem Beeren und Pilze. Ich empfinde das aber immer ein bisschen als Schummeln, wenn man Pfifferlinge oder Heidelbeeren kauft, wenn die Dinger im Wald auf einen warten, selbst, wenn ich hier noch keine Pfifferlingstellen kenne.

Heute hatte ich aber mein kleines eigenes Matfest, denn ich habe angefangen, in meinem Garten zu ernten. Ich weiß noch nicht, was ich mit den Unmengen an Äpfeln mache, unter deren Last sich die Zweige des kleinen Apfelbäumchens biegen, denn roh bekommen mir die nicht, aber über die süßen Pflaumen, die langsam reif werden, habe ich mich riesig gefreut. Die kann man auch direkt vom Baum essen.

5 Kommentare für „Matfesten“

Sylvia Bolm schreibt:

Sind „Karl Johann“ braune Wiesenchampignons?

Olaf Schneider schreibt:

„Karl Johan” sind Steinpilze.

Petra und Ulrich schreibt:

Hallo Olaf,

wie wäre es mit Apfelmus für den langen Winter (gewürzt mit etwas Zimt). Leicht zu machen! Noch heiß in Marmeladen-Gläser mit gummibeschichtetem Deckel füllen. Anschließend auf den Kopf drehen, damit eine Art Vakuum entstehen kann. Nicht länger als 5 Minuten. Nach dem wieder Umdrehen zieht sich der Deckel etwas ein und der gewünschte Effekt ist eingetreten und Du hast das ganze ohne großen Aufwand haltbar gemacht. Ein paar Kleinigkeiten gibt es noch zu beachten, aber wenn Du schon andere Alternativen hast z.B. Kuchen backen oder verschenken möchte ich hier die Apfelmus Variante nicht zu ausführlich beschreiben. Ganz lecker finden wir auch selbstgemachtes Apfelgelee. Zum Einen bekommst Du sowas vermutlich in Schweden genauso wenig wie wir hier in Deutschland zu kaufen. Andererseits mache ich sowas leidenschaftlich gerne, aber dafür muß man sich Zeit nehmen bzw. diese auch haben.

Definitiv kannst Du viel aus Deinen Äpfeln machen, auch wenn Du sie „roh“ nicht verträgst. Viel Spaß bei allem, was Du Dir diesbezüglich einfallen läßt! Wir haben am Freitag übrigens unseren ersten Zwetschgenkuchen in 2011 gebacken!

Ganz liebe Grüße Petra, Ulrich und Stanley

Olaf Schneider schreibt:

An Apfelmus habe ich auch schon gedacht. Aber ich teste erst einmal eine kleine Menge, um zu sehen, wie die Äpfel überhaupt sind. Danke für den Tipp mit dem Vakuum.

tiger schreibt:

Hallo Olaf,

ob es in erreichbarer Nähe eine kleine Mosterei gibt?
Wo du direkt den pasteurisierten Saft deiner eigenen Äpfel bekommen kannst?
Lecker, der Saft der eigenen Äpfel, der genauso schmeckt wie die Äpfel selber!

Meine Schwiegermutter hatte einen Koch- oder Dampfentsafter. Etwa sowas in der Art:
http://www.amazon.de/Weck-WSG-28E-Elektro-Entsafter-Schlauchgarn/dp/B000VZ8T0C/ref=pd_sim_sbs_k_9

Sie hat damit nicht nur Äpfel, sondern z.B. auch Erdbeeren zu einem von den Kindern geliebten „Puddingsaft“ verarbeitet.

LG, tiger

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