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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Mein Führerschein

Heute habe ich meinen Führerschein bekommen. Meinen alten deutschen, und ich habe mich gefreut!

Was war passiert?

Eine der Möglichkeiten, eine Art schwedischen Ausweis mit der so allgegenwärtigen Personennummer zu bekommen, ist es, seinen Führerschein in einen schwedischen zu tauschen. Ich habe zwar bei einer „Bearbeitungsgebühr“ von 600 Kronen (gut 65 Euro) geschluckt, aber dennoch am zweiten Mai das Geld überwiesen und einen Brief mit den benötigten Unterlagen an das Transportstyrelsen geschickt, unter anderem meinen alten, deutschen rosa Lappen im Original. Im Inland ist es kein Problem, ohne Führerschein zu fahren, da die Polizei beim Transportstyrelsen in Erfahrung bringen kann, ob ein Führerscheinwechsel in Gange ist.

Vor ein paar Wochen habe ich mal nachgehakt, wie lange es noch dauert, bis ich den neuen Führerschein bekomme, denn schließlich will ich nächste Woche nach Norwegen. Es hieß, ja der Fall sei in Bearbeitung, und man werde ihn versuchen zu beschleunigen. Klingt gut, oder? Nachdem ich wieder nichts gehört oder bekommen habe, habe ich letzte Woche nochmals angerufen. Dort hat man mir freundlichst mitgeteilt, dass sie ja noch die deutschen Behörden kontaktieren müssen, ehe sie mit meinem Fall beginnen können. Sprich, meine Sachen haben dort sieben Wochen herum gelegen, ohne dass überhaupt mal begonnen wurde, sich um diesen Fall zu kümmern. Daraufhin hat man mir angeboten, meinen Führerschein erst einmal wieder zurückzusenden, quasi für die Zeit, die ich in Norwegen unterwegs bin, zu leihen. Immerhin kam heute der Führerschein, mit einem beiliegenden Brief in einem Amtsschwedisch, wie ich es in meiner ganzen Zeit noch nicht erlebt habe.

Aber ich bin ziemlich erleichtert, kann ich doch jetzt nach Norwegen fahren, ohne Angst vor einer drohenden Verhaftung durch die norwegische politi. Wenn ich zurück bin, schicke ich also den Führerschein wieder zurück und lasse mich überraschen, wie lange er dann noch in den Amtsstuben auf Bearbeitung wartet.

P.S.: Einigen hatte ich erzählt, dass ich vor elf Wochen die Sachen eingeschickt habe. Das war ein Irrtum, es waren nur sieben. Dennoch ganz schön lange, weil ich mich hier schon so schön daran gewöhnt habe, dass alle behördlichen Angelegenheiten schnell und reibungslos vonstatten gehen.

Grummel!

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