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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Feste feiern

Ich habe schon nicht über den 6. Juni berichtet, da war Nationalfeiertag. Dies ist ein „roter Tag“, also ein gesetzlicher Feiertag. Abgesehen von ein paar gehissten Flaggen merkt man aber nicht wirklich viel von irgendwelchen Festivitäten. Eher ein ruhiger Extrasonntag.

Ich habe auch nichts über das „Studentexamen“ geschrieben, am ehesten mit „Abifeier“ zu umschreiben, wenn auch nicht zu vergleichen. Das Studentexamen fanden letzte Woche statt. Am auffälligsten: Überall sind Mädels im weißen Kleid und Jungens im schwarzen Anzug, die weiße Mützen – irgendwo zwischen deutschem Polizeikäppi und Kleinbootsführerkapitänsschirmmütze – tragen. Entweder stehen sie kreischend und juchzend auf einem großen Partywagen, der dann mit lauter Schlagermusik durch die Straßen der Innenstadt kurvt oder sie laufen in kleinen Rudeln zu Fuß durch das Zentrum. Aber ehe ich die Kamera zücken konnte, war das alles schon wieder vorbei, vielleicht war es letzte Woche auch einfach zu heiß um lange zu Feiern. Das Ergebnis: Kein Foto, kein Artikel.

Aber jetzt: Heute war der Abschluss des „Miljöfestivalen“, des Umweltfestivals. Zum einen fand ein Fahrradkorso statt. Über 600 „Cyklister“ waren mit am Start. Man hätte gerne die 917 Teilnehmer in Umeå getoppt, aber das hat nicht geklappt. Umeå ist aber auch mehr als doppelt so groß.

Aber das Hauptthema des Tages war die Elmopedturnén 2011, die heute Skellefteå erreicht hat. Dies ist eine Tour mit elektrisch betriebenen Mopeds von Tommarp in Südschweden bis nach Haparanda an der finnischen Grenze im Norden. (Fahren die das wirklich alles selber …?). Anlässlich dieser Tournee waren der Meteorologe Pär Holmgren und die Musiker/Künstler Staffan Lindberg und Fredrik Swahn auf der Bühne, sowohl, um zu unterhalten als auch um Informationen zum Klimawandel zu geben.

Ebenfalls auf der Bühne: Eine Verlosung unter allen Fahrradfahrern, eine Rede und ein kurze und ziemlich durchgeknallte Varieté-Nummer des Theaters. Den Abschluss haben Martin (Gesang) und ich (Klavier) mit einigen Sommer- und einigen Kinderliedern gemacht. Der Auftritt hat zwar gut geklappt, war aber trotzdem undankbar, weil wir zum einen gegen die professionellen Entertainer der Elmopedturné nicht anstinken konnten, zum anderen, weil fast alle Kinder und auch die meisten erwachsenen Zuschauer schon nach Hause gegangen waren. So nett das ganze war, die Programmplanung ist definitiv verbesserungswürdig.

Nach einem Abendessen mit den Beteiligten ging dieser Tag zu Ende. Morgen und übermorgen findet zum wiederholten Male der Creative Summit statt, auf dem verschiedene Sprecher über Themen aus der Kreativbranche sprechen. (was für ein fürchterlicher Satz, aber ich bin müde und der bleibt jetzt einfach so stehen. Man muss nicht alles korrigieren). Das wird bestimmt extrem interessant aber wahrscheinlich auch ein bisschen anstrengend.

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