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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Auf dem Wasser

Wie gut, dass ich heute recht früh mit der Arbeit aufgehört hat, denn Staffan, mein Nachbar wollte heute das erste Mal dieses Jahr mit dem Boot zur Insel Bredskär fahren. Und ich konnte mit! Mit dem Auto fährt man keinen Kilometer zu der kleinen Bucht, wo die Boote ins Wasser gesetzt werden und ich war erstaunt, wie schnell so ein Boot, welches eben noch auf dem Hänger festgezurrt war im Wasser schwimmt. Ein Nachbar, der auch mit war, hat aber auch mitgeholfen, während ich gar nicht so genau wusste, wo ich jetzt mithelfen kann. Da habe ich halt fotografiert …

Im Boot fuhren wir in den kleinen Tunnel unter dem Näsuddsvägen hindurch und waren dann auf der Killingörviken, der Bucht, auf der vor zehn Tagen noch die Eisfischer saßen. Dann hat Staffan beschleunigt – erstaunlich, wie schnell so ein Boot sein kann – und außerhalb der Bucht haben wir uns Backbord gehalten. Staffan hat den Nachbarn auf einer anderen Insel abgesetzt und wir sind dann zu zweit zu seinem Bootssteg auf Bredskär gefahren. Die letzten zehn Meter haben etwas gedauert, denn am Ufer war das Eis noch ganz schön dick. Immer wieder hat Staffan das Boot zurückgesetzt, um es mit Schwung auf das Eis aufsetzten zu lassen, bis dann mit ein bisschen Geruckel das Eis unter dem Gewicht des Bootes gebrochen ist und wir über den Bug auf den Steg steigen konnten.

Das letzte Mal war Staffan vor zweieinhalb Wochen auf der Insel. Mit dem Schneeskooter! Dieses Jahr verschwand das Eis einfach besonders schnell.

Kurz danach kam ein Freund vorbei – der letzte Berufsfischer hier in Skelleftehamn – und wollte die letzten Meter übers Eis gehen. Dabei ist er dann prompt bis zur Hüfte im Eis eingebrochen und hat sich erst einmal wieder ins Boot zurückgezogen. Sein Hund schaute dabei interessiert zu.

Auf der Insel hat mit Staffan seine Stuga gezeigt. Selbst ohne die ganzen Nebengebäude ist das Sommerhaus um einiges größer als es meine Einzimmerwohnung in München war. Und total schön und gemütlich. Nach kurzem Aufenthalt sind wir dann zur Nachbarinsel übergesetzt, wo wir den Nachbarn „ausgesetzt“ haben und haben zusammen seinen Bootssteg wieder aufgebaut. Nach einer kleinen Runde mit dem Boot, um zu sehen, wo noch festes Eis ist, haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Und genau so schnell, wie das Boot ins Wasser gesetzt wurde, lag es auch wieder auf dem Bootsanhänger.

Jetzt ist es klar: Ich will ein Kajak! Jetzt! Sofort! Und einen Bootswagen, damit ich zu Fuß zum Ufer laufen und dort das Boot ins Wasser setzen kann. Gleich schaue ich mal bei Blocket, dem Internetgebrauchtmarkt, ob jemand hier in der Region etwas anbietet.

Nachtrag:

Jetzt ist auch ein kurzes Video vom Anlanden online.

2 Kommentare für „Auf dem Wasser“

Sylvia Bolm schreibt:

Unter Frühling hatte ich mir ehrlich gesagt etwas anderes vorgestellt – es sieht doch alles noch sehr kalt aus. Schon ein passendes Kajak gefunden?

Olaf Schneider schreibt:

Nein, ich habe auch noch nicht angefangen, wirklich zu suchen.

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