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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Von der Arbeit

… schreibe ich hier eigentlich nie. Zum einen gehört es nicht so in dieses private Blog hinein, zum anderen finde ich es komisch, über die Arbeit in einer Sprache zu berichten, die die Kollegen nicht lesen können. Aber man kann ja mal eine Ausnahme machen, denn heute gibt es gleich zwei Gründe:

Torten mit Worten …

(Man verzeihe mir diesen grauenhaften Kalauer)

Zum einen wurde ich heute von Hello Future – meinem Arbeitgeber – mit einer Torte beschenkt, weil ich letzte Woche Geburtstag hatte. Aber ich war die letzten Tage so damit beschäftigt, kniffelige Programmierer-Probleme zu lösen, dass ich ein bisschen mit Scheuklappen herumgelaufen bin.

Deshalb gab es die Torte erst heute. Abgebildet war eine sogenannte Apple-Push-Notification. Der Text heißt übersetzt: „Glückwunsch Olaf. Willst du weitergehen und die Torte essen? [Abbrechen] [Fortsetzen]“. Keine Frage, ich habe Fortsetzen gedrückt und dann die Torte angeschnitten. Zum Glück haben mir die Bürokollegen beim Aufessen geholfen. Das übrig gebliebene Stück (Merke: In Schweden bleibt immer ein Stück übrig) habe ich mit nach Hause genommen und gerade verspeist.

Wo sind die Designer und Webentwickler und die … und die …

Zur Zeit sucht Hello Future sowohl einen Designer als auch ein, zwei Programmierer. Wer also als Designer oder Programmierer hier arbeiten möchte: Bewerbt Euch! Wer jemanden kennt, der nach Schweden möchte und in dem Bereich arbeitet: Sofort Bescheid sagen! Es ist nämlich leider nicht so einfach, hier in Skellefteå gute Leute zu bekommen und nicht nur Hello Future sucht gerade Verstärkung, sondern auch andere Unternehmen im Bereich Internet, Werbung und Media.

Da dieses Problem schon länger existiert, soll hier im Herbst eine Ausbildung in Cross Media Interaction Design anfangen. Die Studenten sollen nicht nur eine fundierte theoretische Ausbildung erhalten, sondern auch im nahen Kontakt zu den Unternehmen der Stadt stehen. Dann merken sie (hoffentlich), dass hier alle nett sind und dass es sich hier sehr gut leben lässt. Aber lest selbst, wenn es Euch interessiert: Master Program in Cross Media Interaction Design – Skellefteå, Sweden.

Es gibt übrigens noch Plätze. Wer also Lust hat, hier zu leben und zu studieren – uns würde es freuen!

9 Kommentare für „Von der Arbeit“

Ute schreibt:

Hej,
schöner Blogg. Bin per Zufall hiergelandet! Wir wohnen in der Nähe von Sollefteå und stortrivas!! Kennen leider keinen Webbdesigner oder ähnliches.
Sicherlich weisst du das schon längst aber diesen Frühling ist die Chance Nordlichter zu sehen besonders hoch. (enligt SMHI) Wir haben hier „unten“ schon 3 unglaubliche Spektakel verfolgen können.
Schönen Tag!

Mathias schreibt:

Hallo Olaf,
welche Sprache benutzt ihr denn eigentlich bei Hello Future? Die Stellenanzeigen und die Website selbst sind ja beide in Englisch gehalten, ist das auch die Arbeitssprache, oder wird in der Firma selbst dann schon Schwedisch gesprochen?

Olaf Schneider schreibt:

Hallo Mathias,

wir sprechen Schwedisch. Auf meinen Wunsch hin! Die ersten Monate haben wir noch viel Englisch gesprochen, bis ich dann im Herbst ein Schild auf meinen Schreibtisch gestellt habe. Darauf stand „Prata svenska tack“ – „Bitte sprich/sprecht schwedisch“. Ich hatte einfach keine Lust mehr, mich in Schweden mit Englisch durchzumogeln. Und nur dadurch, dass ich jeden Tag schwedisch spreche (mal besser, meist schlechter) und höre, lerne ich immer mehr dazu.

Aber es ist kein Zufall, dass unsere Stellenangebote in Englisch formuliert sind und Bewerbungen aus dem Ausland sind ausdrücklich erwünscht.

Mathias schreibt:

Hallo Olaf,
danke für die ausführliche Auskunft. Ich denke ich kann mir ganz gut vorstellen, dass man es mit Englisch in der Anfangszeit erstmal einfacher hat, und sich den Übergang zum Schwedischen dann Stück für Stück gestalten kann, oder?
Ich besuche mehrmals im Jahr Bekannte in Ursviken (ist ja recht nah bei Skelleftehamn), daher lese ich auch deinen Blog regelmäßig. Wenn ich dort bin sprechen wir aber nur Englisch, da ich Schwedisch – bis auf das Grundverständnis wegen der vielen Ähnlichkeiten zum Deutschen und zum Englischen – eigentlich gar nicht kann. Da bin ich dann auch wirklich froh, dass ja fast alle Schweden sehr gut Englisch können.

Barbara schreibt:

Also wenn Sozialarbeiterinnen gesucht werden, dann bin ich dabei :-) oder auch eine Bürokrankenschwester…..

Olaf Schneider schreibt:

@Mathias. Ursviken ist ja wirklich nur ein paar Kilometer entfernt. Da habe ich zum Beispiel mein Auto her.

@Barbara Krankenschwester allgemein könnte klappen. Im Büro geht es so geruhsam zu, dass wir bisher noch keinen akuten Behandlungsbedarf hatten.

Was die Stadt sonst noch brauchen könnte: Ein indisches und ein japanisches Restaurant. Und ein zweites Taxiunternehmen, welches dem ersten mal ordentlich Konkurrenz macht. Hat jemand Lust?

Dirk L. schreibt:

Taxiunternehmen? Da ist man doch als Musiker automatisch für qualifiziert, oder? :D

Olaf Schneider schreibt:

@Dirk: Olaf Schneider likes this :)

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