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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Vor einem Jahr

Gestern vor einem Jahr hatte ich mein Vorstellungsgespräch bei Artopod in Skellefteå. Heute vor einem Jahr – am Dienstag kurz nach 10 – hatte ich die Zusage für den Job als Webentwickler. Ein ganzes Jahr ist das also jetzt schon her, dass ich wusste, ich würde nach Skellefteå gehen – eine lange Zeit. Ich habe mich an vieles schon gewöhnt: Städte mit mehr als 50000 Einwohnern sind wirklich groß, der Winter ist sehr lang und man spricht halt schwedisch.

Manche denken, ich sei ein mutiger Mensch, der sich eines Tages entschlossen hat, nach Schweden zu gehen und dann halt nach Schweden gegangen ist. Sie wissen nicht, dass ich seit Jahren immer wieder überlegt, geträumt, mich entschlossen, gezweifelt, geplant und Pläne wieder verworfen habe.

Auf der Seite „Geschichte“ schreibe ich ein bisschen über diese Jahre und wie es dazu gekommen ist, dass ich letztendlich in Nordschweden gelandet bin. Woher aber mein Faible für Winter, Schnee und Kälte kommt, das weiß ich auch nicht.

Und – ich wage es kaum zu sagen – obwohl mir der seit vier Monaten andauernde Winter immer noch gefällt, ich freue mich auch auf den Frühling: Auf Wärme, auf grüne Blätter, auf offene Seen, auf singende Vögel, sogar auf Regen. Auf Fahrrad fahren und auf kleine Wellen auf der Ostsee. Auf den kleinen Strand um die Ecke und die Melodie des Eiswagens. Und irgendeinen Tag werde ich zufrieden die kanadischen Stiefel und den Daunenparka in den Keller bringen und in den Frühling hinauslaufen.

9 Kommentare für „Vor einem Jahr“

Sylvia Bolm schreibt:

Ich finde gerade den Wechsel der Jahreszeiten immer wieder spannend und dazu gehört auch eine große Portion Vorfreude (viell. ist die gerade das beste). Der Frühling hier in meiner Kleinstadt beginnt immer dann, wenn die einzige Eisdiele wieder geöffnet hat. SEIT LETZTER WOCHE HAT SIE GEÖFFNET ! Das zaubert ein Lachen in mein Gesicht. Deine Reisebeschreibung hat mir übrigens sehr gut gefallen wie auch dieser o.a. Beitrag.

Ulrike schreibt:

Na, wenn du Schnee, Eis, Kälte liebst, bist du dort in Nordschweden genau richtig. ;.)
Ich lese deinen Blog sehr gern; es kommt immer ziemlich viel Begeisterung rüber. Aber ein Jahr ist auch ja auch noch nicht sooo lang…

Olaf Schneider schreibt:

Ja, ich bin auch von vielen Sachen begeistert. Aber gleichzeitig habe ich auch immer mehr Alltag und genieße es zum Beispiel, bei schönem Wetter auch mal im Haus bleiben zu können und nicht wie sonst im zweiwöchigen Urlaub jede Minute auskosten zu müssen.

Olaf Schneider schreibt:

Donnerstag Abend, halb acht. Es schneit bei -12 Grad, während ich auf den Bus warte. Und was höre ich, die Eiswagenmelodie! Kommt jetzt der Frühling?

Olaf Schneider schreibt:

@Anna: Danke für den Link. Ich muss mal schauen, ob es ein Video von der Aufführung gibt. Interessant auch der Beweggrund für die Komposition.

Annika schreibt:

Mittlerweile wieder in 2011angekommen, beruhigt und motiviert mich irgendwie gerade dieser Beitrag sehr….

Olaf Schneider schreibt:

@Annika: :-)