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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Nach Finnland · Teil 3: letzte Winterschwimmwettkämpfe

Nach Finnland
Fr: Universität Oulu
Sa: Winterschwimmen Joensuu
So: letzte Wettkämpfe

Der nächste Morgen war kalt. Am Flugplatz wurden -29 °C gemessen und bei meinem kleinen Morgenspaziergang fühlte es sich in der Stadt auch nicht wärmer an und ich war über meinen Parka froh. Ich bin ein paar Meter am Fluss Pielisjoki entlanggelaufen, habe unter der Brücke die netten Streetart-Holzobjekte gefunden und bin dann mehr zufällig auf einem Platz mit Schnee- und Eisskulpturen gelandet. Dann bin ich zum Packen ins Hotel zurückgekehrt.

Wir haben dann in einem Hotel gefrühstückt, aber es war sehr schwer, in diesem riesigen, von Treppen, Türen, Korridoren und Fahrstühlen durchzogenen Komplex den Frühstücksraum zu finden und wir waren nicht die einzigen, die sich verlaufen haben. So sind wir ein bisschen verspätet zu den letzten Wettkämpfen gekommen.

Dieses Mal war die Wettkampf Staffelschwimmen (heißt das so?) mit vier Teilnehmern pro Team. Das Wasser hat vor Kälte gedampft und sehr gemütlich sah das ganze nicht aus. Plötzlich (man versteht ja nichts von den finnischen Ansagen) zogen die warnwestenbekleideten Helfer die Schnüre heraus, die die Bahnen trennen, die Taucher verschwinden, das Publikum ist wie vom Erdboden verschluckt und wir stehen halb alleine da. Der Wettbewerb war vorbei. Das ging aber schnell … vielleicht der Kälte wegen. Wir sind aber nicht böse, denn vor uns liegen 800 Kilometer Fahrt durch halb Finnland und ein Stück Schweden und so kommen wir schon eine Stunde eher als geplant los. Um halb elf bin ich zu Hause und froh, mich wieder bewegen zu können, denn für fünf Personen war der kleine Mitsubishi ganz schön eng auf der langen Fahrt.

(Die ganze Zeit war der Himmel blau und wo fängt es an zu schneien? Richtig, kurz vor Skellefteå. Auf meinem Grundstück lag dann auch 10 cm fluffiger Neuschnee auf dem Weg.)

Noch einige Impressionen vom zweiten Wettkampftag der finnischen Meisterschaft im Winter­schwimmen. Ohne große Bearbeitung und Reihenfolge.

6 Kommentare für „Nach Finnland · Teil 3: letzte Winterschwimmwettkämpfe“

Rüdi N. schreibt:

Habe eben die komplette Reportage deiner Finnland-Reise gelesen. Sehr stark und eindrucksvoll und dazu wie immer die besten Bilder. Ja, die Finnen sind immer für extreme und „ausgefallene“ Dinge zu haben.

Gefällt mir sehr, daß ihr das Winterschwimmen nach Schweden bringen wollt. Ich wünsche euch dabei viel Erfolg. Der wird euch sicher sein, denn so sehr anders als die Finnen sind die Schweden ja wohl auch nicht. Das darf man als Kompliment verstehen.

Grüße aus dem (wieder) winterlichen Süden.

Karin schreibt:

Der totale Wahnsinn…

Anne schreibt:

Es leben die Finnen!!! Oi Suomi, oi Suomi! :o)

@Olaf
Schöner Bericht. Irgendwie hab ich Dich unter dem Getummel der Schwimmer vermisst oder sparst Du Dir das fürs nächste Jahr in Schweden auf? ;o)

@Rüdi
der Mentalitätsunterschied zwischen den Finnen und Schweden ist vielleicht größer, als Du denkst. Auch wenn es vielleicht gewisse Parallelen gibt. Die Kultur, Sprache und Gewohnheiten sind doch sehr unterschiedlich.

Olaf Schneider schreibt:

@Anne Ich konnte es mir verkneifen, ohne Training dort öffentlich teilzunehmen.

Laut einem Kollegen sind die Schweden vermutlich den Deutschen ähnlicher als den Finnen.

Anne schreibt:

@Olaf

Ich glaub der Kollege war einfach nett zu Dir. :) Ich finde den Mentalitätsunterschied zwischen den Schweden und Deutschen mindestens genauso groß wie zwischen den Schweden und Finnen. Europa ist halt multi-kulti wie man so schön im Deutschen sagt. ;)

Olaf Schneider schreibt:

@Karin: Du möchtest nicht teilnehmen …?

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