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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Wieder zu Hause

Plan A: Um 10:35 in Jokkmokk den Bus zu nehmen, zwei Mal umzusteigen und 16:25 zu Hause.

Geht aber nur am Sonntag, also:

Plan B: Um 10:45 von Jokkmokk nach Arvidsjaur, 2½ Std. warten, dann nach Skellefteå, 1 Std. warten, weiter nach Skelleftehamn und um 19:00 zu Hause.

„Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht
und mach dann noch ‘nen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht.“

(Bertold Brecht, Dreigroschenoper)

Zu Hause war ich nämlich um halb eins in der Nacht.

Im Bus nach Arvidsjaur zuckelte ich bequem durch die neu verschneite Landschaft und habe sogar das Kitajaur VildmarksCafé wiedererkannt, in dem ich Pause gemacht habe, als ich 2005 das erste Mal in Nordschweden war. Eine schöne Erinnerung.

Leider hatte ich ja in Arvidsjaur zweieinhalb Stunden Aufenthalt. Der Wartesaal hat geschlossen. Das Café an der einen Straßenecke auch. Bibliothek und Touristbüro ohnehin. Aber ich habe das türkische Restaurant Afrodite gefunden. Dort habe ich nicht nur gutes Essen bekommen, auch die Leute waren total nett und ich konnte die ganze Zeit dort warten, bis der Bus kam.

Die Busfahrt nach Skellefteå war zuerst sehr schön, weil aus einem dunkelblauen Dämmerungshimmel Schnee fiel, der oberhalb der Windschutzscheibe vom Bus angestrahlt wurde. Das sah wirklich schön aus. Dann wurde die Fahrt doch ein bisschen lang, aber um kurz vor halb sechs war ich wieder in Skellefteå.

Um nicht eine Stunde draußen herumzustehen, gehe ich ins Büro, denn dort kann man sitzen und es gibt WLAN. Und dort treffe ich Leif. Ich höre, dass er heute zusammen mit einem Freund groß Geburtstag gefeiert; ich habe wohl eine SMS nicht bekommen. Also bleibe ich in der Stadt, um dann mit über 60 Leuten zu feiern und dabei viele Bekannte und auch Freunde zu treffen. Was für ein großer Zufall und auch Glücksfall, dass ich dabei sein kann.

Ich bin leider ziemlich müde und nehme deswegen den 23:50-Bus nach Skelleftehamn. Und dort freue mich einfach nur, wieder zu Hause zu sein. Der Weg zum Haus ist wieder völlig zugeschneit und es liegen so um 95 cm Schnee im Garten – 20 cm sind also bestimmt in den Tagen, in denen ich weg war, dazu gekommen. Das sieht einfach wunderschön aus.

Und zum Abschluss der kurzen aber ereignisreichen Jokkmokk-Reise noch zwei Fotos, die es nur aufgrund ihres quadratischen Formats nicht in die vorhergehenden Jokkmokk-Artikel geschafft haben. Die Fotos passen natürlich so gar nicht zusammen, aber gerade das illustriert eigentlich den Markt wiederum ganz gut, da dieser eben völlig unterschiedliche Eindrücke auf engstem Raum bietet.

2 Kommentare für „Wieder zu Hause“

Ulrike schreibt:

Tja, die Umstände laden dazu ein, zu Hause zu bleiben… ;-) Aber wer will das schon immer.
Du brauchst ein Auto, würd ich sagen.

Olaf Schneider schreibt:

Ich werde mir in den nächsten Monaten auch ein Auto anschaffen. (Wäre ich allerdings mit dem Auto gefahren, hätte ich das Fest verpasst.)

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